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EU-Agrarsubventionen: Das sind die Top-Empfänger in Deutschland
imago/Steve Bauerschmidt

Kritiker sehen sie als Grundproblem veralteter Agrarpolitik, für Bauern sind sie eine wichtige Einnahmequelle: EU-Subventionen für die Landwirtschaft. Neue Daten zeigen, wer in Deutschland die Top-Empfänger sind.

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demiurg666 28.05.2018, 18:12
1. Überschrift

Größtenteils Empfänger im Osten Deutschlands, da wo auch die Anfertigung gegen die EU am größten ist. Man ist an Polen als größten finanziellen Nutznießer einer, der sich dann dennoch nicht solidarisch zeigt, genau wie die neuen Bundesländer. Sollen sie weiter AFD und NPD wählen, die Lage in Osten wir dadurch nur noch prekärer. Ich persönlich möchte nicht mehr für Ostdeutschland die Zeche zahlen.

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M. Vikings 28.05.2018, 18:16
2. Küsten- und Hochwasserschutz auf den ersten Plätzen.

Da das meist unbedingt notwendige Ausgaben sind,
ist die Statistik in dem Sinne sehr zu begrüssen.

Aber Subventionen sind das sicher nicht.
Subventionen sind als wirtschaftspolitische Eingriffe
in das Marktgeschehen definiert.

Will man damit die tatsächlichen Subventionen relativieren?

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wasistlosnix 28.05.2018, 18:16
3. Alte Zöpfe

werden nicht gerne abgeschnitten. Am Beispiel Südzucker wird deutlich das Subventionen oder staatliche Gelder falsch investiert werden. Die Subventionen haben den Unternehmensgewinn um 0,3% erhöht.
Unternehmen die Gewinne machen sollten keine staatlichen Gelder bekommen. Es ist deren ureigenstes Interesse neues zu Entwickeln und Gewinne sollten nicht nur den Aktionären dienen.

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thoms1957 28.05.2018, 18:22
4. Es ist doch schon alles gesagt!

Aber bitte, warum nicht noch einmal:
Die Folgen dieses Systems sind mittlerweile kontraproduktiv und bewirken mehr Schlechtes als Gutes. Subventionen dienen in erster Linie dem Erhalt bestehender Strukturen - konkurrenzfähige Produktion für den Weltmarkt. Der Preis: verseuchte Seen und Grundwasserkörper, Monokulturen in Form regelrechter Agrarwüsten, Tierproduktion jenseits ethischer Rechtfertigungsmöglichkeit. Kurz gesagt, für ein wenig Wertschöpfung werden oft schlechte Arbeitsbedingungen, finanzielle Abhängigkeiten der Landwirte von den Banken, Verschmutzung der Umwelt und Verlust an biologischer Vielfalt in Kauf genommen - unterstützt mit Milliarden an Steuermitteln. Völlig absurd das ganze System. Umsteuern in Richtung biologische Landwirtschaft unterstützt durch Subventionen wäre mir da wesentlich lieber. Natürlich brauchen wir Landwirtschaft - aber eine bessere.

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jkbremen 28.05.2018, 18:22
5. Unglaublich aber leider wahr

Gegen die Zuwendung von Subventionen für Küstenschutz kann man ja wenig sagen.
Aber so verdächtige Zusatztitel wie ‚ Entwicklung des ländlichen Raums‘ sind verkappte Subventionen für die Landwirtschaft für alle möglichen Dinge.

Das irrste ist aber dass Großerzeuger mit großen Beträgen subventioniert werden, damit sie die Insekten totspritzen, mit Giften aller Art und Gülle unser Trinkwasser belasten und durch Einsatz von Reserveantibiotika unsere Gesundheit gefährden.
Der unter widrigsten Bedingungen wirtschaftende Bergbauer, der kleine naturnah produzierende Landwirt, der Schäfereibetrieb der Landschaftsschutz betreibt geht leer aus oder bekommt mangels Bürokraft zu wenig Unterstützung.

Für dieses System stehen CDU, CSU und auch SPD - und ändern wollen die allesamt nix. Trostlos.

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joergzs 28.05.2018, 18:29
6. Mutig

Zitat von demiurg666
Größtenteils Empfänger im Osten Deutschlands, da wo auch die Anfertigung gegen die EU am größten ist. Man ist an Polen als größten finanziellen Nutznießer einer, der sich dann dennoch nicht solidarisch zeigt, genau wie die neuen Bundesländer. Sollen sie weiter AFD und NPD wählen, die Lage in Osten wir dadurch nur noch prekärer. Ich persönlich möchte nicht mehr für Ostdeutschland die Zeche zahlen.
17 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aus der DDR haben uns bis heute 2 Billionen Euro gekostet. Dazu noch eine West-Rentenkasse - und es wird weiter die Hand aufgehalten. Im Westen vermodern die Schulen, im Osten zieht AFD/Pegida mit dem neusten Smartphone über die frisch gebauten Straßen und Markplätze. Unsere Zukunft ist besiegelt:
Die Ossis werden bei uns die Verhältnisse einführen, die ihren Staat schon untergehen lassen hat. Und dann? Arme Nachbarn...

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cosmoschaos 28.05.2018, 18:39
7. "Ausgleichszahlungen"

Wenn man dann noch berücksichtigt, daß die EU für die Einfuhr der meisten landwirtschaftlichen Produkte
a) Einfuhrzölle erhebt,
b) Kontongentsbeschränkungen erläßt,
c) Standardisierungsvorschriften vorgibt,
wird erst so richtig klar, in welch abgeschooteten und überprotektionierten Markt die EU-Landwirtschaft lebt.
Hat mit freiem Handel nichts zu tun. Bezahlt wird das alles vom steuerzahlenden Verbraucher. Dem wird das Fell über die Ohren gezogen.
Höchste Zeit, daß diese Ausgleichszahlungen (=Subventionen) abgeschafft werden!

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PaulchenGB 28.05.2018, 18:41
8. Die Lebensmittelkonzerne schließen mit der Landwirtschaft

Knebelverträge, kaufen Produktionen zu Dumpingpreisen auf, dass ein Liter Milch den Verbraucher nur 50 Cent kostet, ein 6er-Pack-Eier nicht mal 1 € und eine Flasche Wein für 2 € zu haben ist. Da ist es doch kein Wunder, dass die Agrarwirtschaft daueralimentiert wird.

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Neandiausdemtal 28.05.2018, 18:43
9. Leicht zu erkennen

Das EGFL sofort und europaweit sofort bzw so schnell wie möglich streichen. Es trifft immer die richtigen.

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