Forum: Wirtschaft
EU-Agrarsubventionen: Das sind die Top-Empfänger in Deutschland
imago/Steve Bauerschmidt

Kritiker sehen sie als Grundproblem veralteter Agrarpolitik, für Bauern sind sie eine wichtige Einnahmequelle: EU-Subventionen für die Landwirtschaft. Neue Daten zeigen, wer in Deutschland die Top-Empfänger sind.

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burlei 28.05.2018, 20:40
30. @Wassup , #24

Zitat von Wassup
Die absolut teuerste Subvention ist eine nationale Subvention. Die Deutsche EEG Umlage kostet dieses Jahr 23 Milliarden Euro. Im Foliensatz der Bundesnetzagentur nachzulesen (Folie 14) https://www.netztransparenz.de/portals/1/Content/EEG-Umlage/EEG-Umlage 2017/20171016_Veröffentlichung_EEG-Umlage_2018.pdf
Die EEG muss Ihnen gewaltig stinken, was? Oder einfach nur ins falsche Forum gepostet? Hier geht es um Subventionen für die Landwirtschaft nach dem Motto "Je größer der Betrieb desto größer die EU-Subvention". Aber keine Sorge, bestimmt bekommen Sie mal Ihre geliebten AKWs zurück. Nur die Strompreise diktiert nicht die EU oder die Bundesregierung, die diktieren geldgeile Stromerzeuger.

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fletcherfahrer 28.05.2018, 21:07
31. Ja, natürlich.

Zitat von burlei
Die EEG muss Ihnen gewaltig stinken, was? Oder einfach nur ins falsche Forum gepostet? Hier geht es um Subventionen für die Landwirtschaft nach dem Motto "Je größer der Betrieb desto größer die EU-Subvention". Aber keine Sorge, bestimmt bekommen Sie mal Ihre geliebten AKWs zurück. Nur die Strompreise diktiert nicht die EU oder die Bundesregierung, die diktieren geldgeile Stromerzeuger.
Die sind so geldgeil, dass sie Kraftwerke schließen müssen weil es sich bein den Strompreisen an der Börse nicht mehr lohnt. Nu beim Verbraucher kommt davon nichts an, weil über die Hälfte des Strompreises Steuern und Abgaben wie die schöne EEG-Umlage sind.
Ist das neu für Sie?

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xaka 28.05.2018, 21:48
32. Bitte den Artikel lesen

Zitat von gunpot
einmal hinsetzen und mir sagen, bloß nicht aufregen, auch das nach einigen Jahren meiner Tätigkeit bei der EU in Brüssel. Der Artikel nennt europaweite Agrarsubventionen in Höhe von 58 Milliarden Euro, wovon 86 Millionen auf Deutschland entfallen. Habe ich das richtig gelesen und verstanden? Jetzt sollte man nur wissen, wie Spanier, Italiener, Franzosen oder Griechen da abschneiden. Sicherlich alle besser als D. Ob diese Subventionen nun hauptsächlich Großbetrieben zugute kommen, sollte hier zweitrangig sein. Prüfen Sie doch bitte erst einmal, ob die Subventionsleistungen für D. wirklich stimmen. Nach den SPON-Angaben kommen wir nur auf etwa 1,28% der gesamten EU-Leistungen für den Agrarsektor.
... oder, für ganz Eilige, die Bilderreihe durchklicken ...

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frank.huebner 28.05.2018, 21:55
33. Das System ist an sich falsch

Das Agrarsubventionssystem ist an sich falsch. Es müssten die kleinen, die ökologisch produzierenden Betriebe gefördert werden, nicht die Agrarindustirie, nicht die Konzerne. Aber da werden die Lobbyisten schon eine Änderung verhindern.

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shotaro_kaneda 28.05.2018, 22:04
34.

Wieso wird hier immer behauptet, dass der Großteil der Agrarförderung nach Ostdeutschland geht? Wie im Artikel beschrieben, ist die Förderung flächengebunden. D.h. pro Hektar gibts das gleiche Geld. Sowohl in Ost, als auch in West. Für Kleinbetriebe pro ha sogar ein bisschen mehr (was im Artikel falsch dargestellt ist). Zum Thema Antibiotika in Gewässern: Fragen Sie mal ihren Wasserversorger, wo die Medikamentenrückstände herkommen. Da stehen die kommunalen Abwässer und vor allem die von Krankenhäusern ganz oben. Man kann die Subventionen gern abschaffen. Das stärkt allerdings die Großbetriebe. Wenn man komplett auf Öko umsteigen will, muss man die Fördergelder wahrscheinlich vervierfachen, damit die Preise nicht steigen sollen. Es kann übrigens schon jetzt jeder dem entgegenwirken, indem er Biolebensmittel vom Kleinbetrieb kauft. Macht bloß keiner. Weil Geiz ist geil in D und die Löhne zu niedrig.

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kuestenvogel 28.05.2018, 22:20
35. Vielen Dank für den Artikel/die Serie

Landwirtschaftsministerien erhalten Geld? Bzgl. des Hochwasserschutzes waren mir die Beihilfen am Rande bekannt, wie diese tatsächlich laufen, über Ministerien, hätte ich mir nie erdacht.

Wie bei vielem, denn z. B. gibt es in einem Park meiner Stadt ein Labyrinth zum Ablaufen als Gedenken für von Gewalt betroffenen Frauen, EU-gefördert. Schön, aber wie kam das Geld dorthin? - Nur als persönliche Anekdote, denn so ist es mit allen Themenbereichen - welcher normale Bürger versteht das Fördersystem der EU?

Bzgl. der Förderung/Subventionen der Landwirtschaft stimme ich der allg. Kritik des letzten Absatzes zu - keine Förderung der Betriebe mit den meisten ha, aber vielleicht weiß ich als interessierter Laie auch in dem Bereich zu wenig um das tatsächlich einzuschätzen... Ich bin sehr gespannt auf Ihre nächsten Artikel - wäre ein Beispiel, wofür ich bezahlen würde ;).

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bauertommy 28.05.2018, 22:24
36. Halbwissen ist nicht genug

Die Landwirtschaft wir sie heute kennen, wird es in 10 Jahren nicht mehr geben. Dumpingpreise, gemacht von großen Konzernen und Discounter, ist der tot für alle Familien geführten Betriebe. Wenn alle Verbraucher bereit wären faire Preise zu bezahlen, braucht kein Landwirt irgendwelche Direktzahlungen der EU. traurig aber wahr! jaa leider wird das Geld nicht immer gerecht verteilt, aber die großen Wissen wie man sich die Taschen voll macht.

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hansriedl 28.05.2018, 22:40
37. EU fördert große deutsche Konzerne mit Steuergeldern

Über fünf Milliarden Euro flossen 2012 von der EU zur Förderung der Landwirtschaft nach Deutschland. Ein Großteil ging aber vor allem an große Konzerne. Auch Unternehmen, die vordergründig gar nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, profitierten davon. Rheinmetall, BASF und Südzucker stehen auf der Liste der Begünstigten.

BASF erhält 200.000 Euro Agrarsubvention um ihren Park auf Firmengelände zu pflegen, während Biobauern wie Bauern in Gebirgsregionen die nebenbei noch Landschaftspflege betreiben um die Alpen sauber zu halten sich mit Brosamen begnügen müssen.

Das schlimmste, EU Subventionen um Afrikas Bauern auszurotten.
Wir ruinieren nicht Afrikas Bauern. Die Agrar- und Handelspolitik der EU schädigt in Afrika Kleinbauern und gefährdet die Ernährungssicherheit.

https://www.welt-sichten.org/artikel/32706/wir-ruinieren-nicht-afrikas-bauern

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mulle 28.05.2018, 22:51
38.

Also geht es hier um 1,3% der Mittel... und dafür soll sich ein Artikel lohnen. Schreiben Sie lieber mal über etwas wirklich wichtiges...

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till-ulrich_hepp 29.05.2018, 00:28
39. EU Subventionen sind die Spitze des Eisbergs

Diese viel kritsierten EU SUbventionen lenken davon ab, dass ohne nationale Ermächtigung diese nie zustande gekommen wären und außerdem richtet sich der Fokus so nicht mehr auf die noch viel höheren Subventionen, Steuergeschenke, geschäftsfördernde und Nachfrage kreiierende Regulation etc. ohne welche die Agrarwirtschaft in D schon längst ganz anders aussähe: Gäbe es Freihandel mit Agrarprodukten dann wären die Preise dauerhaft stabil und niedrig und die meisten durch subventionierten Betriebe wären überflüssig. Man macht dies nicht, weil man KNotrolle und Notreserven behalten will, ist aber gleichzeitig viel zu zrück haltend bei der Schaffung internationaler Stabilität. So wird das alles nichts!

Grundsätzlich muss die Agrarwirtschaft effektiver und wettbewerbsfähiger werden, dann geht es auch ohne Subventionen.

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