Forum: Wirtschaft
EU-Austritt: Britische Wirtschaft fürchtet Chaos-Brexit
Getty Images

Die Brexit-Verhandlungen laufen - doch die Regierung in London hat noch immer keinen klaren Plan. Der britischen Wirtschaft gehen die Zeit und die Geduld aus. Das Risiko eines unkontrollierten EU-Austritts wächst.

Seite 2 von 18
elektromotor 03.08.2017, 15:47
10. Man sollte dem UK folgendes faires Angebot machen

Ihr könnt haben was ihr wollt, was Ihr wollt:
- free movement stark begrenzt (fruit picker und Spezialisten)
- Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen, soweit unter ECJ-Kontrolle
- geringe Transferzahlungen orientiert an den im Binnenmarkt eingesparten Zollgebühren

Aber nehmt PL, CZ, SK, HU, BG und RO mit in diesen Vertragszustand.
Dieses wäre nach meiner Meinung eine exzellente gesichtswahrende Lösung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sikasuu 03.08.2017, 15:48
11. War vor, während &auch nach der unverbindlichen Abstimmung bekannt!!

Zitat von isi-dor
Wenn man es ganz ehrlich und nüchtern betrachtet: Ein Chaos-Brexit wird kaum noch zu vermeiden sein. Macht Euch nicht zu viel Hoffnung.
Jeder der die Grundrechenarten beherrschte & ein wenig Überblick über die wirtschaftlichen Verflechtungen hatte musste das WISSEN!
.
Bei der Abstimmung wurde gelogen das sich die Balkne bogen.
.
Das aber das Parlament, eine unverbindliche Volksbefragung dann aus Angst vor dem Wähler übernahm, war und ist wirtschaftlicher & damit politischer Selbstmord.
.
Positiv dabei wird wohl sein, die Briten lernen nur auf die harte Art & Resteuropa, wenigstens denen die immer noch Träumen "Alleine ging es uns besser!" werden wohl auch die Augen aufgehen.
.
Als Gefahr ist aber wohl ein massiver "Rechtsruck" in GB (dem Rest davon) nicht auszuschließen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freidenker10 03.08.2017, 15:51
12.

Das Brexit Chaos spiegelt doch nur die Planlosigkeit der Politik insgesamt wieder. Ob nun England, Deutschland, die EU, USA überall die gleiche politische Planlosigkeit. Bankenkrise? Schütten wir einfach unendlich Geld rein und sehen was passiert. Flüchtlingskrise? "Wir schaffen das" schon... Griechenland? Geld überweisen und abwarten. Es ist einfach seit jahren eine unfähige Politikergeneration an der Macht, die nur noch reagieren wenn es gar nicht mehr anders geht und dann auch meist übervorsichtig. Für mich spiegelt England nur den Rest der Welt wieder!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 03.08.2017, 15:57
13.

Zitat von Crom
Ehe es zum "hard Brexit" kommt, wird May abgesägt und dann wird man ein Modell wie Norwegen oder die Schweiz finden.
Blöderweise benötigte man aber auch bei diesen zwei Ländern jahrelange Verhandlungen, bis das entsprechende Modell abgesegnet werden konnte. Selbst wenn man also umgehend damit beginnen würde, wäre es eine grosse Herausforderung, das rechtzeitig abzuschliessen. Wenn die britische Regierung selbst bezüglich des Austritts weiterhin monatelang herumeiert, dann wird das also definitiv nichts mehr.

Ebenso beinhalten beide Abkommen explizit als Kernstück den freien Personenverkehr, weshalb diese auch im Fall von GB nicht zur Diskussion stehen wird. Damit eine solche Lösung möglich würde, müsste GB also erst einmal das zentrale Brexit-Versprechen opfern. Ob sich auch ohne May jemand finden würde, der über diese Klinge springen will, ist darum alles andere als klar. Zumal die internen Herausforderer, die sich in Stellung gebracht haben, grösstenteils noch viel unfähigere Dampfplauderer als May sind..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
duppelbaer 03.08.2017, 15:58
14.

Zitat von Crom
Ehe es zum "hard Brexit" kommt, wird May abgesägt und dann wird man ein Modell wie Norwegen oder die Schweiz finden.
Damit aber wäre nichts gespart. UK würde bei diesem Modell etwa Zahlungen in gleicher Höhe an die EU abführen müssen wie bisher, alle EU-Regelungen im nationalen Recht umsetzen dürfen und hat nur geringe Einflussmöglichkeiten was in Brüssel passiert.

Aus meiner Sicht die völlige Lose-Lose Variante.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elli1965 03.08.2017, 16:02
15. Besser ein Ende mit Schrecken.

Ich verfolge die Diskussion im UK seit einiger Zeit. Die Gründe für einen Brexit sind fast alle auf Lügen und Wunschvorstellungen aufgebaut. Der einzige valide Grund ist die Ablehnung alles nicht Britischem. Wer grundsätzlich Gesetze und Gerichte ablehnt, die nicht 100% Britisch sind und auch alle Nicht-Briten aus dem Land haben will, dem kann man mit keinem rationalen Argument umstimmen. Unter den Vorraussetzungen: Keine Akzeptanz des Europäischen Gerichtshofs, keine Anerkennung Europäischen Rechts und keine Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger fällt es schwer, irgendein Übereinkommen überhaupt zu erzielen. Daher sollten die EU sich jetzt auf einen harten Brexit vorbereiten, denn bis zum 30. April 2018 müssen die Grenzkontrollen zum Vereinigten Königreich stehen. Da ist es insbesondere die Aufgabe, Irland so weit wie irgend möglich zu helfen und schon jetzt für einen verstärkten Handel zwischen Irland und dem Kontinent zu sorgen. In ein paar Jahren mag sich in Grossbritannien die Haltung gegenüber de EU ändern, in der Zwischenzeit kann mit denen zu den gleichen Konditionen wie z.B. Nigeria gehandelt werden. Das mag zwar für einige Zeit wirtschaftlich ein paar Probleme für die EU bringen, auf lange Sicht jedoch ist der Gewinn an Einigkeit innerhalb der EU dieses mehr als Wert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
koblex 03.08.2017, 16:10
16. EU - Abwanderer

Optimal wäre es doch, dass z.b. Polen / Ungarn und andere unzufriedene oder Nettoempfänger sich zusammentun und es klüger machen können, als die jetzige EU. Mal sehen was rauskommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karl10 03.08.2017, 16:15
17. Am Ende

Jetzt wird es den Briten richtig schwer gemacht werden und vielleicht werden sie ersteinmal einen hohen Preis zahlen. Aber am Ende wird es ihnen alleine besser gehen als uns mit Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Portugal und den neuen Mitbürgern aus Westasien und Nordafrika (und mit viel Glück kommt noch die Türkei hinzu). Abgerechnet wird zum Schluss, ich beneide die Briten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
theodtiger 03.08.2017, 16:16
18. unnütze Verschwendung

Schade dass mit dem unsinnigen Brexit und dem Chaos in London soviel politische Energie und manpower gebunden wird. Damit könnte man echte Probleme angehen, von denen es wahrlich genug gibt (Klimawandel, Kriegs- und Hungerglüchtlinge, Welthandel, globale Armutsbekämpfung, was national nicht funktionieren kann )

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nessuma 03.08.2017, 16:18
19. Übergangsregelungen

sind eine Maßnahme, die hinterher zur Gewohnheit und anschließend zu geltendem Recht werden. Man vergisst sie ganz einfach und tut so, als ob alles in Ordnung wäre. Falls sich jemand doch daran erinnert, dann werden wieder die "schwierig-schwierig-Gesichter" aufgesetzt und eine neue Runde an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Ausschüssen, Unterausschüssen und Kommissionen beginnt, bis alle ihr Schäfchen im Trockenen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 18