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EU-Austritt: Britische Wirtschaft fürchtet Chaos-Brexit
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Die Brexit-Verhandlungen laufen - doch die Regierung in London hat noch immer keinen klaren Plan. Der britischen Wirtschaft gehen die Zeit und die Geduld aus. Das Risiko eines unkontrollierten EU-Austritts wächst.

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Referendumm 03.08.2017, 16:52
40.

Zitat von newsfreak
Duerfte von mehreren Dingen profitieren, das erste erwaehnenswerte ist die Reederei und der Schiffsbau in Grossbritannien, ...
Was meinen Sie mit "Reederei und der Schiffsbau in Grossbritannien"? Die paar Dinger, die weniger Schiffe machen als manche große Deutsche Werften im Jahr?

Ich sehe da nicht allzuviel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Reedereien

Gut, Banken ist ein Thema, aber das ist bekannt. GB hat produktionstechnisch so gut wie nichts, bis auf ein paar von Ausländern kontrollierte Autofabriken - aber auch die sind recht klein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Unternehmen_im_Vereinigten_König reich

Das einzigste nennenswert, was mir einfällt, sind ne Handvoll von HiFi-Firmen mit teils renommierten Namen und Produkten. Aber die machen meist alles Made in China und dürften dann auch aus Hongkong oder wo auch immer die EU beliefern.

Sagen wir es mal ganz deutlich: GB hat sich mit dem Brexit ins eigene Knie geschossen. Und ich gehe jede Wette ein, dass die GBler noch händeflehend zurückkommen werden. Und dann hoffe ich sehr, dass unsere EU diesmal sämtliche GB-Extrawürste nicht zulässt. Befürchten tue ich allerdings das Gegenteil.

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matti99 03.08.2017, 16:52
41. auch beim Denkmalschutz

auch der britische National Trust, eine private 150jährige Denkmalschutzorganisation mit 6 Mio Mitgliedern und mit Prince Charles an der Spitze, sieht Probleme, da die derzeit geltenden Denkmalschutz-Regeln auf EU-Recht beruhen. Der NT ruft deshalb allgemein zu Protest-Aktivitäten bei den Parlamentsmitgliedern auf: https://www.nationaltrust.org.uk/features/help-us-protect-the-environment-during-brexit

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Atheist_Crusader 03.08.2017, 16:52
42.

Zitat von volker.simoneit
Die Verzahnung der Wirtschaft in beide Richtungen. GB muss sich von Europa nicht erpressen und in die Ecke stellen lassen. Brüssel versucht London zu bestrafen, aber das funktioniert nicht.
Niemand versucht die Briten zu bestrafen. Aber ich verstehe warum das so aussehen kann - wenn man ewig Sonderrechte hatte und als selbstverständlich gesehen hat... und diese jetzt plötzlich keinen mehr kümmern, dann sieht das leicht wie Bestrafung aus. Ist es aber nicht. Es sind die ganz normalen Konsequenzen des eigenen Handelns. Etwas das jedem Wahlberechtigten vor dem Referendum hätte klar sein müssen.

Und ja, die Wirtschaften sind verzahnt. Aber: 27 EU-Volkswirtshcaften sind mit einer britischen verzahnt, wohingegen die britische mit 27 EU-Volkswirtschaften verzahnt ist.
Wenn Ihnen der Unterschied nicht klar ist, dann fragen Sie sich mal: Wer steht am Ende besser da: 27 Menschen die jeweils einen Schlag abbekommen... oder 1 Mensch der 27 Schläge auf einmal abbekommt?

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imo27 03.08.2017, 16:54
43.

Zitat von elektromotor
- Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen, soweit unter ECJ-Kontrolle - geringe Transferzahlungen orientiert an den im Binnenmarkt eingesparten Zollgebühren
Bei Verzicht auf einen Freihandel werden vor allem die Briten Zölle einnehmen, die EU weniger. Deshalb profitiert die EU auch stärker vom Freihandel als GB

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shardan 03.08.2017, 16:54
44. Unvermeidbar

Ein Zeitplan von zwei Jahren ist schon sehr knapp für den Brexit. Mittlerweile sind es nur noch eineinhalb Jahre, und die britische Regierung hinterlässt den wenig vertrauenerweckenden Eindruck von "Planlos durchs Weltall". Das Chaos und der krachende Absturz aus der EU ist meiner Meinung nach kaum mehr vermeidbar. Auch wenn einige Leute ihr "Ihr werdet schon sehen, das wird alles ganz toll" ausbreiten... blinder Optimismus wird nichts daran ändern. Um es ehrlich zu sagen: Die Briten haben so gewählt, entgegen aller Tatsachen und Belegen lieber auf falsche Behauptungen gehört. Mein Mitleid hält sich in engsten Grenzen. bis zu 40.000 Bankenarbeitsplätze.......das wird mehr als bitter für London.

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Atheist_Crusader 03.08.2017, 16:55
45.

Zitat von emobil
Wow! Und das alles mit elektrischer Beleuchtung und Internet obendrauf. It will be Great!
Nein, das Internet ist zu international. Da braucht es etwas Eigenes... wie das BritNet! Da bekommt man das Beste was das Netz zu bieten hat - aber ohne diese ekligen Ausländer und unerwünschte Realitäten.

Die Türkei, Saudi-Arabien und diverse andere Nationen haben bereits Interesse an einer eigenen Version angemeldet. So kommt man dann auch im Dienstleistungssektor wieder voran!

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blitzunddonner 03.08.2017, 16:58
46. eu-arbeiter gegen freien binnenmarkt?

eu-arbeiter gegen freien binnenmarkt? gb braucht die eu-arbeiter doch. warum sollte das dann verhandlungsmasse sein? das kann man nur als pure verzweifelung interpretieren, gepaart mit kompletter realitätsverweigerung. der austritt gb aus der eu wird ein befreiungsschlag sein. für die eu!

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HerrPeterlein 03.08.2017, 17:02
47. Ein Teil der Probleme löst sich von selbst

Ich mag keine Zuwanderung aus dem restlichen Europa, also ruiniere ich mein Land so stark, das niemand mehr kommen will. In Nordirland wird der Konflikt vorprogrammiert sein, Schottland wird mit aller Macht in die EU streben wollen. Zölle kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Wenn alle nach einer Lösung suchen, dann wird es für alle bis auf GB einfacher wenn diese innerhalb der EU gefunden wird.

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schnurre64 03.08.2017, 17:03
48. Vielleicht hilft ein Rest von Verstand

Falls in den Entscheidungsgremien von UK noch ein Rest von ökonomischem (!) Verstand vorhanden ist, sollte der Brexit revidiert und der damit verbundene politische Gesichtsverlust (um nichts anderes geht es mittlerweile) akzeptiert werden.

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gutmichl 03.08.2017, 17:05
49. zu früh gefreut

Natürlich ist alles, was Briten ( und vor allem die USA) alles peinlich, unprofessionell und kaotisch.
Deutschland unterwirft sich einer EU, die per Gericht festlegt, dass Gefährder nicht abgeschoben werden dürfen.
Dafür verdienen wir kurz 1,50 Euro mehr, die wir leider nie einlösen können, da der ClubMed ohnehin nie die REchnung bezahlen wird.

Die Briten betreten Neuland und die EU wirf maximal Steine in den Weg. Obwohl die Regierung offen sagt, dass der Brexit kurz einen Rückgang des Wohlstandes bedeuten kann, sind die meisten Briten noch immer dafür. Die Kontrolle über die Landesgrenzen zu behalten ist ein Prinzip, dessen Durchsetzung auch etwas kosten darf.

Spätestens, wenn nach dem Brexit durch optimierte Gesetzgebung die internationalen Firmen anlockt und der Finanzplatz unbeeinträchtigt von der Steuergier der EU schalten darf, werden wir sehen, ob die Entscheidlung zu schlecht war.

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