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EU-Austritt: Britische Wirtschaft fürchtet Chaos-Brexit
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Die Brexit-Verhandlungen laufen - doch die Regierung in London hat noch immer keinen klaren Plan. Der britischen Wirtschaft gehen die Zeit und die Geduld aus. Das Risiko eines unkontrollierten EU-Austritts wächst.

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Öhrny 03.08.2017, 18:24
70. Nun...

Zitat von volker.simoneit
Die Verzahnung der Wirtschaft in beide Richtungen. GB muss sich von Europa nicht erpressen und in die Ecke stellen lassen. Brüssel versucht London zu bestrafen, aber das funktioniert nicht.
...das funktioniert schon jetzt. Ein Währungsverlust von 15% ist bei einer an sich (noch) stabilen Wirtschaft ein Absturz sondergleichen. Bedingt durch die chaotische Eierei der Regierung May ist ein zunehmender Schaden im Wirtschaftsgefüge UKs zu erwarten.

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syracusa 03.08.2017, 18:24
71.

Zitat von newsfreak
Duerfte von mehreren Dingen profitieren, das erste erwaehnenswerte ist die Reederei und der Schiffsbau in Grossbritannien
Wer soll denn in Großbritannien die Schiffe bauen, wenn die polnischen Arbeiter erst mal weg sind? Es gibt dort keine Arbeiter mehr, die das können. Und einen britischen Bildungsschub in Sachen Schiffbau verhindern schon die Billigpreise koreanischer Werften. Großbritannien hat einen guten Teil seiner Industrie abgebaut, und hat damit das KnowHow und die nötige Infrastruktur verloren. Sowas kommt nicht wieder ....

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Renoir7 03.08.2017, 18:28
72. Grossbritannien

hat einen Riesenvorteil : Es ist das einzige englischsprechende Land in Europa (ja, ich weiss, Malta auch).

Was würden Sie machen, wenn Sie ein deutscher Investor wären und müssten z, Bsp. in Südamerika eine Niederlassung gründen und es gäbe da mittendrin ein wichtiges Land, das deutschsprachig wäre ?

Sehen Sie.

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pietschko 03.08.2017, 18:29
73.

Zitat von W/Mutbürger
die Deutschen kapieren langsam, dass sie dann die ausstehenden Beiträge der Briten bezahlen können, denn wer ist sonst noch reich auf dem Kontinent? Sie fühlen sich im Stich gelassen. Daher die Freude über jede schlechte Nachricht. Und manch Einer sähe auch gerne einen "Dexit", traut sich das aber nicht zu sagen, weil er sonst gleich als "Reichsbürger" oder schlimmer tituliert werden könnte.
wieso nehmen sie sich immer raus für "die deutschen" zu sprechen? ich behaupte eher, die deutschen merken langsam, welche vorteile die eu bietet. und noch mehr merken sie, welches chaos populisten anrichten.

by the way, waren sie überhaupt schon einmal in uk?

wüsste auch nicht, was die reichsbürger mit dexit zu tun hätten, denn die gehören ja eh nicht zu deutschland.

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Athlonpower 03.08.2017, 18:32
74. Der Königsgemahl hat gestern das Elend hinter sich gelassen

Zitat von isi-dor
Ein Chaos-Brexit wird kaum noch zu vermeiden sein. Macht Euch nicht zu viel Hoffnung.
Ganz genau so wird es kommen und noch viel schlimmer, hat auch Prinz Philip im Sinn und deshalb hat er gestern seinen letzten öffentlichen Auftritt gegeben,

das Elend das in den nächsten Jahren folg findet ohne ihn statt, der Herzog hat die Schnauze voll vor soviel blasierter Dummheit seines Volkes und vor allem seiner Politiker.

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hassoa 03.08.2017, 18:33
75. Ja, das sehe ich genauso,

Zitat von Kudi
Ich sitze in meinem Büro etwa 15km vom Flughafen Heathrow entfernt, lese jeden Tag die Times und kann von dem angeblichen Chaos nichts spüren. Vielleicht sollten sich die Spiegel-Redakteure etwas Bodenhaftung aneignen.
von etwa 100km weiter noerdlich. Alles nur Brexit-Panikmache, mit vielen 'haette', 'koennte' oder 'wuerde'. Natuerlich gibt es einen Plan, aber die Briten werden nicht gleich alles ausplaudern. Dass das, was die EU derzeit auftischt, letztenendlich von den 27 EU-Staaten verabschiedet wird, ist ebenfalls in keinster Weise gesichert. Auch das ist in Bruessel bestens bekannt.
Fuer unsere kleine Firma (Service, ca. 80% Exportanteil) gibt es durch den Brexit keine Nachteile, weil wir uns noch nie von der Politik an der Nase haben herumfuehren lassen.

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lanzelot72 03.08.2017, 18:35
76. @kenpegg

Bitte beruhigen Sie sich. Und bitte lassen Sie uns alle bei Gelegenheit wissen, wann genau bei welcher Angelegenheit genau das UK von irgend jemandem in der EU bevormundet wurde. Also - bei welchem Anlass wurde eine auch für das UK verbindliche EU-Regelung erlassen, bei der das UK selbst NICHT zugestimmt hat ? Danke !

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theodtiger 03.08.2017, 18:39
77. Wohl nicht

Zitat von Markus Frei
Ich denke die Briten können ganz entspannt sein. Erst gestern haben SPD und CDU bewiesen das wenn es Ernst wird einzig und alleine die Profitgier der Konzerne von Bedeutung ist. Das wird beim Brexit auch nicht anders sein.
Dem ist nicht so. Denn den EU Austritt von GB verhandelt die EU (Kommission nach dem Mandat des Rates). Deutschland kann das Ergebnis nicht alleine blockieren oder modifizieren. Denn das Austrittsabkommen wird gemäß Artikel 50 des EU Vertrags vom "Rat im Namen der Union geschlossen; der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit nach Zustimmung des Europäischen Parlaments." Die Zustimmung aller Mitgliedstaaten ist nicht erforderlich, was die britische Verhandlungsposition schwächt. Auch sieht Artikel 50 keine Rücknahme des Austrittsantrags vor. Es geht nicht nach dem Motto: war alles nicht so gemeint - was gebt ihr uns jetzt, damit wir dabei beiben. Dies würde Erpressungsversuchen einzelner Mitgliedstaaten Tür und Tor öffnen.

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kenpegg 03.08.2017, 18:46
78. Schutz

Zitat von syracusa
Sie werden also lieber von May und Johnson bevormundet, ohne dass die EU Ihnen Schutz dagegen bietet? Die EU bringt schon alleine aufgrund ihrer Existenz eine Stärkung demokratischer Verhältnisse mit sich, weil sie ein zusätzliches Element der Gewaltenteilung darstellt und damit ein weiterer Schutzschild für die Bürger gegenüber staatlicher Willkür darstellt. Darüber hinaus sind aber auch alle Institutionen der EU demokratisch legitimiert. Die EU bevormundet niemanden, sondern sie vertritt die *gemeinsamen* Interessen aller EU-Mitgliedstaaten und ihrer Bürger. Dass es gemeinsame Interessen gibt eine Ebene der Gewaltenteilung, die sich dieser gemeinsamen Interessen widmet, macht die EU zum erfolgreichsten Friedensprojekt aller Zeiten. Das gemeinsame Interesse aber kann im Einzelfall schon mal mit den Interessen eines Mitgliedstaats kollidieren, wenn dieser z.B. einen durch EU-Verträge geschützten Urwald abholzen will, oder wenn der eben keine Zuwanderung aus anderen EU-Staaten wünscht. In dem Fall bleibt dann nur der Austritt aus der EU, aber der bedeutet eben IMMER eine deutliche Verschlechterung demokratischer Verhältnisse.
Wir brauchen keinen juristischen Schutz von der EU gegen unsere eigene Regierung. Das aktuellste Beispiel ware wohl der Fall wo Gina Miller (https://www.supremecourt.uk/cases/docs/uksc-2016-0196-judgment.pdf) innerhalb weniger Tage, die UK Regierung vor Gericht brachte. Wie lange hatte der EUGH gebraucht und wäre es dafür zuständig?
Ausserdem haben wir die Gewaltenteilung (Judiciary/Legislative/Executive) seit dem 17ten Jahrhundert. Wir traten einer Wirtschaftsgemeinschaft mit unseren bestehenden demokratischer Verhältnisse bei, und werden sie weiterhin nach dem verlassen beibehalten. Fur uns gibt es keinen demokratischen Verlust.
In Bezug of 'macht die EU zum erfolgreichsten Friedensprojekt aller Zeiten'. Ich habe seinerzeit vier Jahre lang in Deutschland bei der Rheinarmee gedient. Scheinbar war das alles Zeitverschwendung.

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DMenakker 03.08.2017, 18:50
79.

Zitat von Crom
Ehe es zum "hard Brexit" kommt, wird May abgesägt und dann wird man ein Modell wie Norwegen oder die Schweiz finden.
Ob es dafür nicht zu spät ist? Das könnte nur funktionieren wenn SOFORT alle verfügbaren Europa Spezialisten sich zusammensetzen würden um einen Vertragsvorschlag zu machen, der insgesamt akzeptabel wäre und nur in Nuancen nachverhandelt werden müsste.

Aber dazu müssten solche intellektuellen Höhenflieger wie May ( Vorruhestand ) oder Johnson ( Knast ) zu 100 % ruhig gestellt werden.

Ansonsten wird das bis Mai 2019 nix.

Aber vielleicht gibts ja für May und Johnson bald neue Jobs. Vielleicht führt GB demnächst - als Ersatz für die abgewanderten Banken - auf den E-Loks die Heizer und Kohlenschaufler wieder ein.

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