Forum: Wirtschaft
EU-Austritt und die Folgen: Die Illusion vom blühenden Brexit-Land
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In der britischen Wirtschaft zeichnen sich immer stärker die negativen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung ab. Ausländische Fachkräfte werden schon jetzt schmerzlich vermisst.

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h.hass 03.02.2018, 13:33
50.

Zitat von okav
Das ist doch normal, dass es erstmal jede Menge Probleme gibt. Wenn renoviert wird, herrschen erstmal Chaos und Unordnung.
Kann mich nicht dran erinnern, dass die Brexiter das in ihren dümmlichen Kampagnen so differenziert dargestellt hätten. Da fuhr stattdessen ein roter Bus durchs Land, auf dem stand, wieviel man bei einem EU-Austritt an Gesundheitsbeiträgen einsparen könnte. Da wurde simplifiziert und gelogen, dass sich die Balken biegen.

Und jetzt soll eine jahrelange Chaosphase plötzlich ganz normal sein.

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Nania 03.02.2018, 13:34
51.

Zitat von hadwerker
Anstatt Brexit hätten sich die mitteleuropäischen Kernländer D,GB,F,A,I,ES usw. zu einer Wirtschaftsgemeinschaft ohne die ganzen osteuropäischen Länder zusammenschliessen sollen. Diese wollen ausschliesslich profitieren und nehmen ansonsten nicht an der EU teil, was meines Erachtens der Hauptgrund für ein Ausscheiden der Engländer darstellt. Wenn man eine Umfrage zu einem D-Exit machen würde, wäre das Ergebniss wohl ähnlich. Niemand versteht, warum die grossen westeuropäischen Länder für alle anderen zahlen sollen. Das ist das ganze Problem an der EU. Ichbkann die Briten verstehen und ihre Wirtschaft wird sich wieder erholen, da bin ich sicher
Die Zustimmung zur EU ist seitens der Deutschen gar nicht mal so schlecht und wenn ich mich nicht irre, sogar gestiegen. Ein EU-Ausstieg Deutschlands ist reichlich unwahrscheinlich, da die meisten echten Interessierten nämlich wissen, dass Deutschland DER große Nutznießer der EU ist - auch nach der Osterweiterung.
Man könnte vielleicht über ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten nachdenken, das ließe sich durchaus argumentieren und auch umsetzten, aber zu glauben, dass die osteuropäischen Staaten nur ein Klotz am Bein sind, ist zu kurz gedacht.

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Nachtheinigte 03.02.2018, 13:35
52. Brexit

Man kann sehen was Herr Cameron angerichtet hat. Nur um die Wahl zu gewinnen und von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, ist der Brexit entstanden. Das Volk hat den Tory-Scharlatanen geglaubt, besonders denen, den es ohnehin schon schlecht ging. Denen es jetzt schlechter! Dafür sollte Herr Cameron und heutigen Torys zur Verantwortung gezogen werden. Ein Beispiel für eine verlogene Politik.

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Immanuel K. 03.02.2018, 13:35
53. Haben Sie es...

Zitat von okav
Das ist doch normal, dass es erstmal jede Menge Probleme gibt. Wenn renoviert wird, herrschen erstmal Chaos und Unordnung. Die Frage ist doch eher, wie sich GB in ein paar Jahren aufgestellt hat, wenn GB aufgeräumt hat und die Zügel wieder selbst in der Hand hält. Ich denke die Geschwindigkeit und Problemlösungsfähigkeit von GB werden steigen und ich frage mich eher, ob Europa dann noch hinterherkommt.
...immer noch nicht verstanden? Um gute Handelsverträge abzuschließen, müssen Sie entweder eine Nachfrage- oder eine Angebotsmacht besitzen - beides hat GB ohne die EU nicht.
Alle anderen Weltproblem (neben der Globatisierung) sind ebenfalls nicht auf nationaler Kleinstaatenebene zu lösen.

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stadtmusikant123 03.02.2018, 13:35
54. GB hat viele Möglichkeiten

Der Artikel an sich ist eine Zusammenfassung zahlreicher alter Meldungen. Allerdings hat er eine interessante Stelle, und zwar wird in dem Artikel der Handelsminister Fox dahingehend zitiert:"............das man (GB) noch andere Werkzeuge im Kasten hat.............."

Leider, bzw. natürlich hat Fox das nicht weiter ausgeführt.
Mit Werkzeugen dürften keine anderen poteniellen Handelspartner gemeint sein. Er dürfte auf Alternativen zu Handelsverträgen abzielt haben.

Wenn wir also Handel auf WTO-Niveau annehmen, dürften steuerliche Maßnahmen gemeint sein, um den Standort GB interessant zu machen.

Da fällt mir sofort der Donald ein. Der hat es "erfunden" bzw. vorgemacht.

Klarheit werden wir erst bekommen, wenn über das Handelsabkommen plus Zugang zum EU-Finanzmarkt seitens der EU entschieden wurde.

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doom.bin 03.02.2018, 13:35
55. Brexit ein „Bürgerkrieg light“

Brexit hat nichts mit Vernunft oder rationalen Überlegungen zu tuen. Für den rechten Flügel der Tories ist es eine Glaubensfrage. Die haben kein Problem damit die UK für 40 Jahre zu ruinieren solange sie die "Souveränität" (oder was sie dafürhalten) bekommen. Was den "perfekten Sturm" ausmacht ist das die Opposition sich auch verabschiedet hat. Corbyn will den Brexit um seine Trotzkistischen Tagträume zu verwirklichen. Das Land ist tief gespalten zwischen dem Großraum London (remain) und dem "grim North" (leave). Auch zwischen Jungen (remain) and den Alten (leave). Als Berater arbeite ich meistens in London, komme aber auch nach Bristol, Birmingham, Liverpool und Manchester. Die Londoner und Birminghamer reißen sich die Haare aus über die Dummheit des Brexit, der Rest träumt von gloriosen Tagen die es nie gegeben hat. Die Junge verfluchen die Alten das sie ihre Freizügigkeit auf dem Altar der Tagträume einer verklärten Vergangenheit geopfert haben. Natürlich wird es der UK post-Brexit viel schlechter gehen. Die Briten sind extrem pragmatisch und jeder bereitet sich auf die harte Zeit nach dem Brexit vor. Irgendwann wird man sich wieder aus dem Schlamassel herauswurschteln und es wird wieder besser werden. Irgendwann einmal. Mit Vernunft hat das alles nichts zu tun. Es ist mehr ein „Bürgerkrieg light“.

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StefanXX 03.02.2018, 13:36
56. Lügen auf beiden Seiten, Sippenhaft für D

Zitat von bessernachgedacht
Der Wähler wurde von den Initiatoren mit völlig falschen Versprechungen in die Irre geführt. Nach dem Brexit sind diese Initiatoren geflüchtet, zumindest aus jeder Verantwortung. Wenn man jetzt ehrlich und mutig wäre, würde man neu wählen lassen. Denn merke: Dumm ist nur der, der nie seine Meinung ändert.
Das stimmt, es wurden einige falschen Versprechungen der Brexit-Befürworter gemacht. Aber diese völlig einseitige Berichterstattung in unseren Medien nach dem Motto die Brexit-Befürworter sind die Naiven, Dummen, Bösen, während die Brexit-Gegner die Weitsichtigen, Intelligenten, Guten sind war an Heuchelei nicht mehr zu überbieten. Ich habe den Wahlkampf selbst sehr intensiv verfolgt weil mich die Entscheidung persönlich betraf und war erschrocken wie wenig objektiv und sehr tendenziös über dieses Thema bei uns berichtet wurde. Glauben Sie denn, die Brexit-Gegner waren alle Lämmchen im Wahlkampf und haben immer die Wahrheit gesagt? Ich kann Ihnen sagen, die haben genauso gelogen und übertrieben wie die anderen. Wenn man viele Brexit-Gegner so reden hat hören, musste man sich wirklich wundern wie GB es in der Zeit vor der EU überhaupt zu einer zivilisierten Gesellschaft hat schaffen können. Und zum Thema wirtschaftliche Auswirkungen: Warten Sie erst mal ab was ein Verbleib in der EU für wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland haben wird. Es sind doch keine der Schuldenprobleme wirklich gelöst, stattdessen werden die Probleme mit immer neuen Krediten und Niedrigzinsen vertuscht und aufgeschoben. Und dabei geht es bei weitem nicht nur um Griechenland, schauen Sie sich doch mal die finanzielle Lage von wirklich wichtigen Mitgliedern wie Italien, Spanien und Frankreich an. Glauben sie im Ernst diese Länder werden alleine von dieser desaströsen Lage weg kommen? Glauben Sie mir, dazu wird noch ganz ganz vieles auch Deutsches Steuergeld im Rahmen einer Transferunion, auf die ja schon jetzt alles zuläuft, fließen. Und dann machen Sie die Rechnung bitte noch mal auf hinsichtlich der wirtschaftlichen Vor-/ oder Nachteile des Brexits. GB ist dann wenigstens raus aus dieser Sippenhaft, frei nach dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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Nania 03.02.2018, 13:37
57.

Zitat von stadtmusikant123
Laut Artikel betreibt GB mit 68 Staaten Handel auf EU-Basis. Der Autor unterstellt, das diese Verträge von den Beteiligten nicht übernommen werden. Warum nicht? Und selbst wenn - 68 Verträge neu zu verhandeln dürfte die britische Verwaltung nicht an das Ende ihrer Fähigkeiten bringen. Das ist doch wieder unübersehbar der Wunsch der Vater des Gedankens. Der Rest läuft dann auf WTO-Basis und oder bilateralen Verträgen. Und es bleibt trotzdem dabei. Wirtschaftlcher Erfolg ist nicht abhängig von ein paar %chen mehr oder weniger Zoll.
Ich denke, es wird nicht möglich sein, die Verträge einfach zu übernehmen. Wie auch? Solche Verträge regeln die Handelspolitik zwischen der EU und dem jeweiligen Partner, nicht zwischen den einzelnen Länder, die dann als EU zusammengefasst werden, und dem Partner. Sprich: Die EU agiert in diesem Bereich als ein "Staat" und nicht als viele verschiedene.
Es mag sein, dass Großbritannien nachher ähnliche Verträge mit den einzelnen Staaten hat, aber die müssen eben ausgehandelt werden - was Zeit und Geld kostet. Denn die EU ist für viele Staaten ein ausgesprochen attraktiver Handelspartner, das vergleichsweise kleine Großbritannien eher nicht.
Es steht eher zu vermuten, dass GB draufzahlen wird und zwar gehörig.

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enzio 03.02.2018, 13:37
58. Fake-News

Es fängt schon mit dem angeblichen Verfall des brit. Pfundes an, das um ca. 15 % seit dem Brexit Votum gefallen sein soll. Es handelt sich aber um seit Jahren zu beobachtende Entwicklungen, die z.B. zur Regierungszeit von Gordon Brown ein Verhältnis von 0,90 Pennies zu einem Euro bedeutete. So ziehen sich Spekulationen, böswillige Interpretationen und negative Unterstellungen durch den ganzen Text, statt eine ausgewogene Recherche und klare Fakten anzubieten. Alles folgt nur dem Motto: Der Brexit ist von Dummen herbeigeführt. Kein Kommentar kann schlecht genug sein, um dieses potenziellen Nachahmern immer wieder zu präsentieren.

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warkeinnickmehrfrei 03.02.2018, 13:38
59. Wie beim Thema Trump zeichnet sich

SPON auch beim Thema Brexit durch ausgesprochen selektive Wahrnehmung entlang der Redaktionsrichtlinie aus:
Die britische Wirtschaft legte im vierten Quartal 2017 um 0,5 Prozent zum Vorquartal zu. Die vorläufigen Zahlen übertreffen damit um 0,1 Prozentpunkte die Erwartungen von Analysten. Wenn man das Gesamtjahr betrachtet, dann steht Großbritannien um 1,5 Prozent besser da als im Vorjahr.

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