Forum: Wirtschaft
EU-Debatte in Davos: Merkel weicht Showdown mit Cameron aus
REUTERS

Selbstbewusst diktiert er den versammelten Regierungschefs seine Bedingungen: Der britische Premier David Cameron treibt auf dem Weltwirtschaftsforum die Debatte über sein EU-Referendum voran. Kanzlerin Merkel straft ihn mit maximaler Gelassenheit.

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okokberlin 26.01.2013, 14:27
220.

Zitat von wahrsager23
Nein, ihrer! Die Nationalstaaten haben sich bekriegt und heutzutage probiert jedes Land sich zu großen Wirtschaftsgemeinschaften zusammen zu fügen, egal ob in Südamerika, Nordamerika, Afrika oder Asien. Warum wir in Europa wieder rückwärts gehen soll, erschließt sich nur Menschen wie ihnen, die von der Vergangenheit träumen. Das passiert in Deutschland schon seit Jahrzehnten und ja, ist wohne in einem Nettozahlerland und bezahle seit Jahrzehnten andere Bundesländer mit. Die Nationalstaaten können wir die Länderparlamente in Deutschland aggieren, nur gewisse Aufgabe, wie z.B. die Außen- und Sicherheitspolitik, wird dann von der EU gemacht. Ich finde das besser und kostengünstiger, aber sowas sehen sie vor lauter Griechenlandhilfe einfach nicht.
und sie übersehen das es dafür keine mehrheiten in den bevölkerungen gibt, neuste umfrage in Frankreich

"Eine Umfrage in Frankreich fördert ein geradezu britisches Ergebnis zu Tage: Zwei Drittel der Franzosen sind der Meinung, dass die Entscheidungskompetenz im eigenen Land gestärkt werden sollten - auch auf Kosten der EU. "

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okokberlin 26.01.2013, 14:30
221.

Zitat von wahrsager23
Nein, ihrer! Die Nationalstaaten haben sich bekriegt und heutzutage probiert jedes Land sich zu großen Wirtschaftsgemeinschaften zusammen zu fügen, egal ob in Südamerika, Nordamerika, Afrika oder Asien. Warum wir in Europa wieder rückwärts gehen soll, erschließt sich nur Menschen wie ihnen, die von der Vergangenheit träumen. Das passiert in Deutschland schon seit Jahrzehnten und ja, ist wohne in einem Nettozahlerland und bezahle seit Jahrzehnten andere Bundesländer mit. Die Nationalstaaten können wir die Länderparlamente in Deutschland aggieren, nur gewisse Aufgabe, wie z.B. die Außen- und Sicherheitspolitik, wird dann von der EU gemacht. Ich finde das besser und kostengünstiger, aber sowas sehen sie vor lauter Griechenlandhilfe einfach nicht.
ps: die EG war eine wirtschaftgemeinschaft , die EU soll aber ein staat , eine poltische union werden und das führt ins verderben.

wo in der welt soll es bestrebungen zu einer poltischen union von nationalstaaten geben? beispiel bitte! - das gegenteil ist riochtig, es entstehen eher mehr neue staaten , die sich abspalten.

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elikey01 26.01.2013, 15:39
222. Die Crux

Zitat von whitemouse
Ist es wirklich wünschenswert, den Finanzakteuren und dem Handel fast unbegrenzte Freiheit einzuräumen und ansonsten ein Regelungsdickicht zu schaffen, das u.a. das Handeln kleiner Selbständiger, jedenfalls, wenn sie etwas produzieren möchten, zum unkalkulierbaren Risiko macht ? [...] Und Zusammenarbeit mit den Nachbarn versteht sich von slbst.
liegt h.E. im Überstülpen einer Gemeinschaftswährung für völlig unterschiedliche Wirtschaftsräume und Mentalitäten, bevor - wenn überhaupt - die dafür notwendigen Grundstrukturen, politische und fiskalische, geschaffen wurden. Da ist GB immerhin außen vor.

Die EU an sich wird nicht zu Unrrecht längst als ein demokratisch nicht legitimiertes, untransparentes und völlig überdimensioniertes Bürokratenmonster wahrgenommen.
Die Dominanz der Südländer und u.a. unkontrollierte, abstruse und. betrugsanfällige Subventionen haben diese Wahrnehmung verfestigt.

Auch wenn Cameron zuerst sein eigenes polit. Überleben im Blick hatte: Dass sich die EU stark reformieren muss, könnte sogar Merkel im Innersten klar sein, woraus auch ihr zurückhaltend-ausweichender Redebeitrag in Davos leicht erklärbar ist.
Warum sie nicht endlich mal "klare Kante" zeigt, dürfte in ihrem Machtkalkül liegen, womit sie (wie üblich) erst mal auslotet, wo ihre diesbzgl. Schwerpunkte für die weitere Karriereplanung liegen.
Wenn sie Mehrheiten erkennen kann, traue ich ihr zu, dass sie eine "britische" Entwicklung für eine Nordländer-Reformierung in der EU unter einer in Zügen abgeschwäche Bedeutung der Oliven-Länder unterstützt.

Cameron hat das beschrieben, was insbes. die Bevölkerung in DEU so wahrnimmt, nämlich ihre Benachteiligung in diesem Brüsseler System, das die fakelakisch-mafiösen Strukturen der Südländer förderte und deren Wettbewerbsfähigkeit untergrub.

Es kann doch nicht als Solidarät verkauft werden, wenn gerade diejenigen, die für den Wettbewerb enorme Vorauskasse leisteten (wie DEU mit div. "Reformen", stark gesunkender Kaufkraft, Dumpinglöhne etc.) und weiter leisten, den Hauptanteil an der Zeche für die Banken-/Schulden-/€urokrise zahlen sollen, während die Abarbeitung zuhauf vorhandender nationaler Baustellen (Infrastruktur, Bildung) liegen bleibt.
Ein Land wie GR z.B. wird indess trotz immenser fortwährender Transfers innerhalb des €uro nicht auf die Beine kommen, was überwiegend Brüssel mit seiner starken Finanzlobby zu verantworten hat.

Und soweit es GB betrifft:
Lt. deren Rechnungshofs hat GB seit 10/2008 die Banken mit 850 Mrd. Pfund (934 Mrd. €) gestützt, was auch Garantien beinhaltet.
Nach Prüferangaben floss der erheblicheste Teil der Rettungsprogramme als direkte Eigenkapitalhilfen in die Banken-Verstaatlichung (131 Mrd. Pfund).

Zum Vergleich:
Fast fünf Billionen €uro stellten die zehn wichtigsten Industriestaaten zur Bankenrettung bereit, wobei das Volumen der Staatshilfen in DEU bei 480 Mrd. €uro liegt, demnach etwa halb so hoch wie in GB.

Die Bevölkerung wird das wahre Ausmaß nie erfahren, aber zu spüren bekommen.

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onravenwings 27.01.2013, 21:23
223. Ich...

Zitat von Vorzeichen
So beginnt Hysterie: Mit einer Unwahrheit. ... Ich kann diese Weltuntergangshysterie der Nörgler und Leugner nicht mehr hören. Wenn Ihr unzufrieden seid, dann engagiert Euch. Motzen ist zu einfach.
... glaube eher, die Wahrheit tut weh, oder nicht? Typisch, wenn man einen Gedankenaustausch anfeuern möchte, würgt man alles ab, indem man dem anderen einfach Hysterie vorwirft! Was nicht in die allgemeine Schublade passt, wird als emotional hysterisch verschrien. Und Sie wissen, was mich interessiert? Interessant. Ist Deutschland nicht der Zahlmeister der finanziell abstürzenden EU-Länder? Wie lange glauben Sie, werden wir zahlen und zahlen und zahlen? Wie lange können wir Jobs aufrechthalten, wenn im Ausland siehe China alles viel billiger produziert wird? Hmm, die Frage ist nicht ob, sondern wann wir zusammenbrechen, wenn wir uns nicht der Realität stellen und die sieht nicht rosig aus. Und ob und wie ich mich engagiere, lieber Forist, davon haben Sie keine Ahnung. Sie urteilen, schreien herum. Oder wollen Sie mir Gedanlenfreiheit nun auch verbieten? Wundern würde es mich nicht ... .

Grafiken: Wie schlecht geht es Europas Staaten? | tagesschau.de

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