Forum: Wirtschaft
EU-Debatte in Davos: Merkel weicht Showdown mit Cameron aus
REUTERS

Selbstbewusst diktiert er den versammelten Regierungschefs seine Bedingungen: Der britische Premier David Cameron treibt auf dem Weltwirtschaftsforum die Debatte über sein EU-Referendum voran. Kanzlerin Merkel straft ihn mit maximaler Gelassenheit.

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tim-quasineutral 24.01.2013, 18:07
40. optional

Frau Merkel macht das wirklich clever. Gratulation.

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mauskeu 24.01.2013, 18:08
41.

Zitat von sysop
Selbstbewusst diktiert er den versammelten Regierungschefs seine Bedingungen: Der britische Premier David Cameron treibt auf dem Weltwirtschaftsforum die Debatte über sein EU-Referendum voran. Kanzlerin Merkel straft ihn mit maximaler Gelassenheit.
Das erste was das UK nach der auch von ihr verursachten
Finanzkrise tat, war die eigene Währung abzuwerten.
Viel geholfen hat es ihnen dennoch nicht. Die denken immer
erst an sich, wie üblich und jetzt wollen sie einen billigeren
deal um dennoch am Binnenmarkt teilzuhaben.
Sie sollen dengleichen Status wie Norwegen bekommen, die
müssen auch die meisten EU Richtlinienen bei sich durchsetzen,
können aber bei deren Beschliessung nicht mitsprechen.

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ofelas 24.01.2013, 18:10
42. der untergang

Zitat von ray4912
ich danke ihr. Mehr als maximale Gelassenheit hat der Eton-Boy nun wirklich nicht verdient. Die Briten stehen schon lange abseits,
vielleicht tatsaechlich richtig

Zitat von
mit Frankreich und auch mit (Montis) Italien zusammen macht Deutschland Europa. Mehr braucht es nicht. Da, und nur da, ist Merkels Stoizismus mal von grossen Vorteil;-)
leider vollkommen falsch, Deutschland glaubt es gestaltet mit aber Frankreich fuehrt Regie und hat als Schosshund Italien - so war es von Anfang an in der EU, mit dem Euro und auch bald bei der Schuldenunion die vehement vorangetrieben wird (F)

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jumbing 24.01.2013, 18:15
43. optional

Die "Strafe mit maximaler Gelassenheit" ist nichts anderes, als das Unvermögen dieser Kanzlerin, einmal Stellung zu beziehen und klare Aussagen zu treffen. Statt dessen (wie immer) Sprechblasen und beliebig anwendbare Standardsprüche. Aber dem Wahlvolk scheint´s ja zu gefallen.

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biobanane 24.01.2013, 18:17
44.

Zitat von mel80
"Es geht nicht darum, sich von Europa abzuwenden." Im Gegenteil: Er wolle ein wettbewerbsfähigeres, offeneres, flexibleres Europa, in dem Großbritannien seinen Platz habe. Sehr guter Satz, der durchaus stimmt! Ich frage mich, was dann die anderen Länder zu murren haben.
Das ist ja auch kein Problem, wenn er weniger will als die anderen, dann kann Uk jederzeit austreten und mit der EU Handelsvertäge abschließen.

Die Floskeln "wettbewerbsfähig, offen, flexibel" haben wir auch schon bei der Liberalisierung der Wirtschaft gehört, und was diese beispiesweise im Bereich der Finanzwirtschaft gebracht haben, konnten wir ja sehen, und das war ja - nebenbei erwähnt - auch die Ursache der heutigen Probleme der EU, weil die Länder teileise überfordert sind ihren maroden Banken zu helfen.

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friedrich1954 24.01.2013, 18:17
45. zum Beispiel

Es wäre doch nur höflich und angemessen auf Camerons Vorschläge einzugehen, darüber nachzudenken.
Wenn etwas positiv daran ist,dann sollte man auch nicht zu stolz sein, es zu übernehmen.
Ist es nicht wahr, das die Bezahlung der EU-Beamten zu uneinheitlich und zu hoch ist incl.der Pensionen?
Ist bei den Subventionen nicht etwa Tür und Tor für Betrug geöffnet,weil die Kontrollen fehlenIst eine Transfer- und Fiscal-Union nicht Betrug an der heutigen und der folgenden Generation?

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hardy2402 24.01.2013, 18:19
46. :-)

Zitat von f262
Ich hoffe doch sehr das Ihre Aussage bloße Ironie ist, denn wenn nicht ist es eine völlige respektlose Haltung gegebüber all denen, die für Europa gearbeitet und gekämpft haben, sodass wir in Frieden und auch Wohlstand leben können !!!!
wer für ein europa gekämpft und gearbeitet hat und nun sieht was daraus geworden ist würde sich im Grabe umdrehen.

NEIN zu diesem EUROPA.....der EURO zerstört das was andere erarbeitet und erkämpft haben...und voran Frau Alternativlos.

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RioTokio 24.01.2013, 18:20
47.

Tritt England aus der EU aus müssen neue Gesetze zum Güterverkehr ausgehandelt werden.
Firmen die in die EU liefern wollen, etwas asiatische Autobauer, sitzen dann womöglich im falschen Land.
Ob der Bankenstandort London weiter so wichtig bleibt sollen andere klären. Letztlich kann England dann auch nicht mehr im Bremserhäuschen sitzen wenn z.B. neue Kontrollgesetze für Banken erlassen werden.

Die Briten sparen ein paar Milliarden, dürfen sich in Zukunft aber Ihre Gesetze selber ausdenken und müssen aus eigenem Antrieb Ihr Land entwickeln.
Kooperationen und Partnerschaften muss man dann angestrengt selber initiiren - splendid isolation - Sie werden es vermutlich mal bedauern..

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nereb 24.01.2013, 18:20
48. Ich denke,

Merkel tut genau das Richtige, nämlich Cameron ins Leere laufen lassen. Wer weiß, dass David nur kläfft, weil die Hunde aus der eigenen Meute hinter ihm her sind, der tut ihm damit sogar noch den Gefallen. Er erspart ihm, noch mehr Dinge zu sagen, die er hinterher bereut. Es ist schon grotesk: da kommt der Premierminister eines Landes, das nun wirklich nicht den Stein der Weisen entdeckt hat: ein Handelsbilanzdefizit, das gerade durch die Decke geht, hohe Jugendarbeitslosigkeit, soziale Probleme, wohin das Auge blickt, ethnische Konflikte und eine Infrastruktur, die stark an ein Drittweltland erinnert und David Cameron erklärt Europa, was es tun muss, damit sich das ändert. Wäre es nicht so grotesk, man müsste laut loslachen. Und in dieser Situation tut Merkel genau das Richtige: gelangweilt bestätigt sie, dass Cameron auch schon wiederholt hat, was sie und andere längst schon gefordert haben, ja, Europa muss wettbewerbsfähiger werden. Cameron meint damit allerdings Löhne im freien Fall nach dem Motto: der Markt regelt alles und wenn nicht über die Qualität, dann über die Preise, denn für den mühsameren Weg über know how hat er keine Zeit. Cameron bemängelt die fehlende Innovation, dabei ist kein EU-Land in den letzten 20 Jahren bei den Patentanmeldungen so abgeschmiert wie GB! Cameron will eine neue EFTA, nachdem die alte in der Bedeutungslosigkeit versunken ist. Das will aber die EU nicht, denn dann hätte man ja der EFTA schon 1960 beitreten können. Cameron sollte sich vielleicht einmal bei Island erkundigen, warum es aus der EFTA in die EU übertreten will. Vielleicht hilft ihm das bei künftigen Formulierungen und verhindert, dass er sich seinen Ruf als ernst zu nehmenden Staatsmann komplett ruiniert.

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franz-josef.vollmer 24.01.2013, 18:22
49.

Ich vermute: Mr. Cameron geht es mehr um seine Wiederwahl als um eine durchaus notwendige weitreichende Weiterentwicklung der EU.
Ich befürchte: ein Austritt UK aus der EU würde Uk mehr schaden als der EU.
Ich bin überzeugt: die selbstbezogene Aktion des Mr. Cameron wird in der EU zu intensiven Debatten und ( hoffentlich guten ) Reformen für die EU einschließlich UK führen.
Fazit: Cameron dient sich selbst und der EU

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