Forum: Wirtschaft
EU-Debatte in Davos: Merkel weicht Showdown mit Cameron aus
REUTERS

Selbstbewusst diktiert er den versammelten Regierungschefs seine Bedingungen: Der britische Premier David Cameron treibt auf dem Weltwirtschaftsforum die Debatte über sein EU-Referendum voran. Kanzlerin Merkel straft ihn mit maximaler Gelassenheit.

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nguelk 24.01.2013, 18:28
60. Liebe Mitforisten

Auch permanente Wiederholung macht das Bashing nicht besser! Dankbar bin ich für durchdachte Kommentare.

Ansonsten hat Cameron recht, wenn er eine grundsätzliche Diskussion zur EU möchte. Ich wollte, unsere Kanzleuse würde das auch anstreben.

Europa wie es bis jetzt ist, ist eine echte Errungenschaft und verdient sehr wohl den Friedensnobelpreis. Letztlich ging es uns noch nie ! so gut.

Das, was jetzt daraus werden soll und muss, geht uns alle an und muss von allen diskutiert werden, und zwar offen und ernsthaft und mit allen Konsequenzen.
Eine Stärkung der Nationalstaaten ist vermutlich keine sinnvolle Option, eine Nationalisierung Deutschlands war, ist und wird fatal sein!

Also, loben wir Cameron, dass er den Stein geworfen hat, pushen wir Merkel, dass sie das Gespräch aufnimmt und hoffen wir, dass es endlich mal eine offene und ehrliche Diskussion wird!

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t.h.wolff 24.01.2013, 18:28
61.

Zitat von Maggi2097
Aha, es ist also ein Witz, wenn sich ein Kontinent auf ein Gebilde einigt, dass eben diesen Kontinent nach 500 Jahren in denen noch nicht mal 30 Jahre am Stück Frieden herrschte, so verwandelt, dass nun tatsächlich schon eine Generation im letzten Lebensabschnitt steht ohne einen Krieg erlebt zu haben. Immer diese rein auf die Marie basierten Postings, die zudem auch inhaltlich nicht stimmen. Zur Erläuterung : Nein, Deutschland zahlt nicht alles in Europa. Es sind so rund 20 % und es wird auch nicht beachtet wie wir uns über den Aussenhandelsüberschuss die Flocken wieder zurückholen ...
Daß die "Flocken" bzw. die (ungedeckten) Zahlungsversprechen aus der EU nicht als Transfergeschenke zu uns kommen, sondern die Bezahlung für hochwertige deutsche Industrieprodukte darstellen, ist Ihnen wohl abhanden gekommen?

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yovanka 24.01.2013, 18:30
62. Ja...

Zitat von roastbeef
Was soll Merkel da anderes machen, als die Schultern zucken? Das beste was sie machen konnte.
und genau deswegen ist die Murksel hierzulande auch so beliebt. Weil sie vom Psychogramm her alle wesentlichen Merkmale der deutschen Grundmentalität so bravurös abbildet und verkörpert. "Eine aus dem Volke" -möchte man sagen.

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si tacuisses 24.01.2013, 18:31
63. googlen Sie mal Target 2 Salden.

Zitat von Maggi2097
Aha, es ist also ein Witz, wenn sich ein Kontinent auf ein Gebilde einigt, dass eben diesen Kontinent nach 500 Jahren in denen noch nicht mal 30 Jahre am Stück Frieden herrschte, so verwandelt, dass nun tatsächlich schon eine Generation im letzten Lebensabschnitt steht ohne einen Krieg erlebt zu haben. Immer diese rein auf die Marie basierten Postings, die zudem auch inhaltlich nicht stimmen. Zur Erläuterung : Nein, Deutschland zahlt nicht alles in Europa. Es sind so rund 20 % und es wird auch nicht beachtet wie wir uns über den Aussenhandelsüberschuss die Flocken wieder zurückholen ...
Dann kommen Sie schnell über die 20 %

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Gebr.Engels 24.01.2013, 18:35
64. Hähä

Das Deutschland und Frankreich genervt sind kann ich verstehen, wären die Briten doch aufgrund ihrer Wirtschaftsstärke Nettozahler in der EU.
Die wollen aber nicht, -wie gemein noch nichtmal unseren ach so tollen EURO der immer so viel Frieden bringt.

Mit den Briten könnte diese Bankschuldentransferunion noch etwas länger funktionieren, daran kann Merkel aber nichts ändern,
-ich Schätze Merkel so ähnlich ein wie Kohl, wie ein Elephant der nichts vergisst, für sie haben die Briten auf ewig versch...
-kann denen aber egal sein weil das war schon immer so, schon vor Cameron.

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roastbeef 24.01.2013, 18:36
65.

Zitat von wwwwalter
"Ein Austritt bedeute dann eben auch den Verzicht auf die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt." Mieseste Erpressung ist das. Und es kommt dazu noch von einem Mann, der nicht mal demokratisch gewählt wurde und bei den kommenden Wahlen in Italien kaum 5 % erreichen wird. Selbstverständlich könnten wir auch ohne EU eine große Freihandelszone in Europa haben. Und die völlig aufgeblasene Brüssler Bürokratie bräuchte man dafür auch nicht. Es gibt bereits einige Freihandelszonen auf der Welt - die Mercosur in Südamerika, die NAFTA in Nordamerika. Und für den freien Personengrenzverkehr gilt ähnliches. Die Schweiz macht z.B. bei Schengen mit, ohne gleichzeitig Mitglied der europäischen Union zu sein. Das muss man den erpresserischen Politikern sofort unter die Nase reiben, wenn sie die EU den Bürgern als alternativlos verkaufen wollen. Die EU ist genauso alternativlos wie das Finanzsystem mit den angeblich systemrelevanten Banken, die nicht Pleite gehen dürfen, ganz egal wie schlecht und kriminell sie gewirtschaftet haben. Früher oder später kommt eine neue Politikergeneration ans Ruder, die die europäische Integration wieder auf ein gesundes Maß zurückführen und die Brüssler Bürokratie (mitsamt dem EU-Parlament) weitgehend auflösen wird. Davon bin ich inzwischen fest überzeugt. Diese neuen Politiker müssen natürlich aus der Mitte der Gesellschaft kommen, nicht vom rechten oder linken Rand. In Deutschland ist noch niemand zu sehen, aber das kommt ganz gewiss noch.
Es geht aber nicht nur um den freien Handel. Sondern auch um gemeinsame Arbeit in Justiz, Umwelt, Forschung, Politik etc.
Denken Sie das braucht niemand?
Es heißt aber nicht, daß automat.den Staaten jede Souveränität entzogen wird.
Ganz ungeachtet dessen: Tritt GB aus, muß es zwar keine Zölle bezahlen, aber doch Außensteuern. Es gab da so eine Doku von Arte wo ein fiktiver Austritt Englands vorgestellt wurde, aus Sicht des Jahres 2016. Unbedingt mal reinschauen.

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Vorzeichen 24.01.2013, 18:36
66.

Zitat von sysop
Selbstbewusst diktiert er den versammelten Regierungschefs seine Bedingungen: Der britische Premier David Cameron treibt auf dem Weltwirtschaftsforum die Debatte über sein EU-Referendum voran. Kanzlerin Merkel straft ihn mit maximaler Gelassenheit.
Sie macht das, was man mit der britischen Clownerei machen sollte: Ignorieren.

Ich habe durchaus Verständnis für die missliche Lage, in der sich Cameron befindet. Die stolzen Tories sind zu einem lächerlichen Verschnitt der ohnehin schon saudummen Tea-Party-Bewegung in den USA geworden, Populisten werden unterstützt von einem Trivialstboulevard, gegen den die Bild ein wissenschaftliches Magazin zu politischen Studien ist. Der Zynismus der britischen Medien ist obszön, weil er die Menschen nicht über die völlig verfehlte Wirtschaftspoltik der Konservativen aufklärt, sondern für die miserable Stimmung im neoliberalen Ländle den Kontinent verantwortlich macht.

Cameron weiß, dass in GB Unruhen drohen, sollte es je zu einer Abspaltung von der EU kommen. Cameron weiß, dass sein Land in die Rezession gerät bei einem solchen Schritt, weswegen er die EU anfleht, ihn rauszulassen, aber so lange weiter zu pampern, bis das Baby alleine stehen kann.

Ein törichter Mensch. Da hilft nur Ignorieren.

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t.h.wolff 24.01.2013, 18:37
67. Hofberichterstattung

Daß Merkel in Debatten nicht bestehen kann und sich deswegen abduckt, ist doch aus den nationalen Wahlkämpfen hinlänglich bekannt. Überdies ist nicht anzunehmen, daß sie Cameron überhaupt versteht, wenn es im engeren Kreis ohne Übersetzer zum Showdown kommt. Bislang kann dieses Polit-Halo allerdings noch darauf zählen, daß die Hofberichterstattung durch Springer/Burda/Bertelsmann aus Abducken Gelassenheit macht.

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biobanane 24.01.2013, 18:38
68.

Zitat von wwwwalter
"Ein Austritt bedeute dann eben auch den Verzicht auf die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt." Mieseste Erpressung ist das. Und es kommt dazu noch von einem Mann, der nicht mal demokratisch gewählt wurde und bei den kommenden Wahlen in Italien kaum 5 % erreichen wird. Selbstverständlich könnten wir auch ohne EU eine große Freihandelszone in Europa haben. Und die völlig aufgeblasene Brüssler Bürokratie bräuchte man dafür auch nicht. Es gibt bereits einige Freihandelszonen auf der Welt - die Mercosur in Südamerika, die NAFTA in Nordamerika. Und für den freien Personengrenzverkehr gilt ähnliches. Die Schweiz macht z.B. bei Schengen mit, ohne gleichzeitig Mitglied der europäischen Union zu sein.
So einfach ist das nicht. Die EU verhandelt nicht mit jedem Staat Verträge aus. Dabei wird genau geschaut, was im Interesse der EU ist. Bei der Schweiz ist beispielsweise Schengen recht günstig, weil das den Transit erleichtert. Anderen europäischen Staaten würde sowas nie angeboten werden.
Übrigens gibt es in Europa auch eine Euroäische Freihandelszone außerhalb der EU. Ok, dort sind nur noch CH, N und Island vertreten, und letzeres hat einen Aufnahmeantrag in die EU gestellt, aber vielleicht kehrt ja GB als Gründungsmitglied wieder dorthin zurück.

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danielhoogland2 24.01.2013, 18:40
69. Cameron sollte lieber aufpassen

statt zu glauben, er könnte eine Mehrheit in seiner Bevölkerung für einen totalen Austritt bewirken. Es hat sich herausgestellt dass namentlich die jüngere Briten einhellig für EU und die Europeische Gedanke zu haben sind. Und diese sind letzlich die Zukunft des Empires, nicht die immer grauer werdenden, rückwärtsgewandten Konservativen.

Bitte an die Spiegelredaktion : veröffentlichen Sie bitte das hervorragende Interview mit Daniel Cohn Bendit vom letzten Montag. Es ist die haarscharfe Analyse und eine berauschend und wahrhaft realistische Vision, wie es heute um die EU steht und wo es uns unweigerlich hinführen wird.
In dem Interview sieh er vor sich, man könnte eine paneuropeische Abstimmung organisieren, wohl gemerkt nachdem man sich um den tekst eines "Europäisches Grundgesetzes" geeinigt habe, der wie das Deutsche GG etwa 22 Seiten umfasst, und im Grunde von Jedermann verstanden werden kann.
Diese Idee und seine übrige Analysen in diesem Interview sind für Gegner und Anhänger eine fantastische Anregung
zur Überprüfung der eigenen Positionen und Haltungen !

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