Forum: Wirtschaft
EU-Kommissarin über TTIP: "Nicht leicht, die Angst in Deutschland zu verstehen"
AFP

Tausende Menschen wollen in Hannover gegen TTIP protestieren. EU-Handelskommissarin Malmström ärgert das: Es sei "seltsam", dass so großer Widerstand gegen das Freihandelsabkommen ausgerechnet aus dem wohlhabenden Deutschland komme.

Seite 47 von 52
chardon 24.04.2016, 08:44
460. Kann mir jemand sagen

vor was die Deutschen keine Angst haben? Eines ist wohl klar, es kommt der Moment da enden alle, nicht nur Deutsche, in einem Loch, wie tief dies ist weiss ich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ironpolem 24.04.2016, 08:45
461. Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen ...

Doch, genau das hat man vor. Eine Mauer zwischen die Wähler und die international tätigen Konzerne. Ein Vertrag ausserhalb der Legislative und der Executive. Ein Vertrag der nur einen Gewinner hat - das internationle Kapital, das die Großkonzerne finanziert. Warum geben unsere gewählten Politiker einen Teil ihrer Macht an Privatpersonen ab? Selbt wenn etwas Wachstum dabei herauskäme - dieser wäre so minimal, daß er nicht als Begründung dienen darf, diesen Vertrag zu Lasten Dritter
abzuschließen. Dieser Vertrag ist der Anfang vom Ende der Demokratie, wie wir sie 50 Jahre lang in Deutschland hatten. Was nun komm tist die Marktkonforme Demokratie, von der Merkel schon sprach.
Der Mensch, der Arbeiter, der Knsument wird endgültig zum Sklaven der Wirtschaft. Wer kann mir einen Grund nennen, warum auf Nahrungsmitteln nicht stehen soll, wo es herkommt und ob genmanipuliete Erzeugnisse drin sind? Hat der Verbrcuher kein Recht zu erfahren, was er isst? Warum habe ich n och nirgends etwas gelesen über die Auswirkungen von TTIP auf Nordafrika oder Südamerika? Die Berechnungen der Bertelsmannstiftung werden oft zitiert, wenn es darum geht, Wachstumsraten in Europa oder Amerika zu nennen. NIe, NIE ! , werden die gleichzeitg errechnetn Minuszahlen für Tunesien oder Algerien genannt. Aber die "Wirtschftsflüchtlinge", die täglich im Mittelmeer ihr Leben lassen, interssiern Amerika nicht. Die westliche Wertegemeinschaft beweist mal wieder, welche Werte wichtig sind...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chardon 24.04.2016, 08:53
462. @ # 435 geotie Sie haben so Recht

Zitat von geotie
Alle 4 Jahre einmal Abstimmen für eine Partei, und das soll Demokratie sein? Wenn eine Partei nicht ihr Programm durchboxt, sondern die Bevölkerung befragt was es haben möchte, das wäre schön eher Demokratie. Die würde ich dann auch wählen. Aber so eine EU-Bürokratin, die über unsere Kopfe hinweg bestimmen will, was gut für uns ist oder nicht, obwohl die mir schon sehr abgehoben erscheint, die will für mich sprechen? Da sie ihre Meinunggerne von anderen Menschen vertreten lassen, sollte es für Sie kein Problem sein wie überhaupt entschieden wird.
ich möchte auch endlich meine Atomenergie, freie Fahrt ohne 30Km-Zonen. Mülltrennung abgeschafft wird und vieles mehr, und überhaupt zu jeder Abstiimmung im Bundestag eingeladen werden, dann könnten die teuren Wahlen auch entfallen, wir wären endlich eine glücjkliches Volk. Atomenergie für alle, jaaa! = Ironie, klar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cococ1 24.04.2016, 09:04
463. Am niedlichsten sind natürlich

die Foristen,die allen TTIP-Gegnern vorwerfen,sie hätten ja gar keine Ahnung von dem Inhalt,ihrerseits aber nicht ein Argument dafür auf den Zisch legen.Einfach mal labern im Netz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
da_pheles 24.04.2016, 09:04
464.

Nach Lesen vieler Kommentare hier im Forum habe ich den Eindruck, dass Befürworter von TTIP eher zu Nichtwählern, Ignoranten, Schulabbrechern oder USA-Verliebten zählen - oder schlicht den Umfang von TTIP und seinen Konsequenzen nicht verstehen können oder wollen. Niemand kann garantieren, dass ihr wirklich das nächste iPhone billiger bekommt oder bald den neuen versprochenen Job als... ja, als was überhaupt? Nach meiner Logik sollten eher Arbeitsplätze verschwinden als entstehen. Wenn man was vereinfacht, dann gibt's doch auch weniger Arbeit! Die vagen Versprechen der Befürworter sind schlicht nicht haltbar und soll nur den nichtgefragten Wähler ein kuscheliges Gefühl vermitteln. Alles reine Augenwischerei und das Risiko, in einen unkündbaren Knebelvertrag zu vergammeln, ist gar nicht abschätzbar, wenn Inhalte geheim sind! TTIP ist Verrat am gesunden Menschenverstand, deshalb soll auch niemand etwas konkretes erfahren. Da bin ich froh, dass immer mehr Menschen aufwachen und sich dagegen engagieren, das stärkt die Demokratie in Europa. Und... wer hindert uns eigentlich daran, ein Freihandelsabkommen mit Asien zu unterzeichnen und dort neue internationale Standards zu etablieren? Dann haben die asiatischen Länder Mitspracherecht an neuen Standards und bekommen diese nicht einfach so aufgedrückt. Und schon die Konstellation von TTIP - auf der eine Seite ein einziges Land, auf der anderen Seite ein ganzer Kontinent - hält ja wohl nicht verborgen, wer dann am meisten profitierten würde?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yossariania 24.04.2016, 09:08
465. Also,

Zitat von tim_struppi
Natürlich ist keine Demokratie wegen einer Volksabstimmung untergegangen und man kann auch durchaus darüber diskutieren, ob man mehr Volksabstimmungen haben will. Rechtlich nötig ist eine Volksabstimmung im Moment allerdings nicht und daher ist auch das Argument, ein Freihandelsabkommen bedürfe einer Volksabstimmung, nicht richtig. Zum Thema CETA: Nein, die EU-Kommission wird CETA nicht einfach ohne parlamentarische Legitimation in Kraft setzen. CETA muss vorher vom europäischen Parlament ratifiziert werden und hat dann auch die parlamentarische Legitimierung. Das habe ich bereits oben geschrieben, offensichtlich haben sie das überlesen. Ich stimme ihnen zu, dass die Vermittlung der Inhalte von TTIP durch die Politik nicht gut ist. Das Problem ist jedoch, dass die Debatte nicht sachlich, sondern vor allem ideologisch ist, wie man ja auch hier im Forum an den verwendeten Begriffen sieht. Wenn man von vornherein davon ausgeht, dass jeder Grosskonzern böse ist, die USA sowieso böse sind, die Politiker natürlich auch und Kapitalismus und Globalisierung generell Teufelszeug ist, dann ist eine sachliche Diskussion über Vor- und Nachteile kaum noch möglich.
erstens, das ein Freihandelsabkommen einer Volksabstimmung bedürfem habe ich nirgendwo geschrieben.
Zweitens, natürlich will die EU-Kommission CETA ohne parlamentarische Legitimation in Kraft setzen, schliesslich will sie CETA bereits vor der Ratifizierung durch die Parlamente anwenden.

Und hier haben wir auch schon die zwei Gründem warum eine sachliche Diskussion unmöglich ist:weil Sie Ihren Diskussionsgegnern Dinge in den Mund legen, die diese nie gesagt haben, und weil Sie stumpf Dinge behaupten, obwohl Ihnen aufgezeigt wurde, dass diese Behauptungen falsch sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_meinemeinung 24.04.2016, 09:17
466. nicht zum Vorteil für die Bürger dieses Landes

Schon wieder die Mär vom "reichen Deutschland". Es gibt vielleicht ein paar reiche Deutsche, aber sehr viele sehr arme Deutsche. Frau Malmström soll sich zum Teufel scheren und ihre ganze Sch... Komission gleich mitnehmen. Jeder, der noch einigermaßen selbst denken kann, muss gegen dieses Kolonialisierungs "abkommen" sein. Ich hoffe es scheitert, und wenn nicht, dann hoffe ich auf die Strafe für die, die dafür verantwortlich sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blade7 24.04.2016, 09:47
467.

Frau Malmström, was zahlt Ihnen die Industrie für Ihren selbstlosen Einsatz zum Wohle der EU Bürger? Wie hoch ist der Judaslohn?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aqua-vitae 24.04.2016, 09:54
468. Schwer von Begriff?

Warum versteht die Dame es denn nicht, wenn Mr. Obama es selber erklärt?

"Einer der besten Wege, das Wachstum zu fördern" -- damit ist doch alles gesagt, warum jeder vernünftige, freiheitsliebende Mensch gegen dieses Ding sein muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomas_friz 24.04.2016, 09:58
469. Beängstigend

Seit zwanzig Jahren werden die sozialen Standards in Deutschland schön Häppchenweise gekürzt (Leiharbeiter, Kündigungsschutz, Rente,etc.) und mit einer sehr wirtschaftsfreundlichen Politik vor allem die Großindustrie begünstigt, womit auch das Ungleichgewicht in Europa zusammenhängt.

Wer in der normalen Bevölkerung soll von diesem neuen neoliberalen Großprojekt profitieren?
Herr Müller und Herr Meier von nebenan sind es bestimmt nicht.

Frau Malmström rechnet sich anscheinend zu den oberen 10.000, die tatsächlich von TTIP profitieren dürften, aber es ist beängstigend, wenn sie kein Verständnis für die Bürger hat, die sie in den Verhandlungen vertreten sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 47 von 52