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EU-Kommission: Befreiung von Netzentgelten für Industrie war illegal
DPA

Die EU-Kommission hat die Befreiung von Netzentgelten für große Stromverbraucher in Deutschland für unrechtmäßig erklärt. Allein 2012 haben Unternehmen so 300 Millionen Euro gespart - die Kosten übernahm der Staat.

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zensurgegner2017 29.05.2018, 12:23
100.

Zitat von knuty
Was soll die Komplettumlage sein? So etwas gibt es nicht. Sie zerbröseln gerade eines Ihrer stichhaltigsten Argumente. Sie haben mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen argumentiert, nicht ich. Wenn es Ihnen nicht um Arbeitsplätze geht, worum dann? Und nein, es ist überhaupt nicht egal, auf wessen .....
Wenn Sie den Begriff Komplett in dem Zusammenhang nicht verstehen, dann bringt eine Diskussion ja nichts, man kann ja nicht immer wieder bei Adam und Eva beginnen. Daher einfach so oft lesen bis es klar wird

Und selbstverständlich ist es den Unternehmen erst einmal egal, wer für die Differenz aufkommt
Und es geht heute um Unternehmen
Die Politikermeschpoke und die Lobbyisten hingegen gehen so lange ins Klein Klein, zerreden jede Objektivität
Der Deutsche selber , Sie sind ein gutes Beispiel, hadert lieber Endlos mit der Istsituation, baut unendlich hohe Mauern durch Vorbedingungen - in dem Fall dass jemand anderes bezahlen soll - anstelle dass man amerikanisch pragmatisch erst einmal klar vereinbart, DASS die Deckelung Sinn macht.

In diesem Fall: Ihre Forderung, dass der Gesetzgeber das gefälligst aus einem "anderen Topf" bezahlen soll ist nämlich durch EU Gesetzgebung und auch durch WTO Regeln untersagt.
Und nun?
ARbeitsplätze: Selbstverständlich geht es um Arbeitsplätze, haben Sie das überlesen?
Obwohl es so glasklar dasteht?

Ich finde lediglich Ihre naive Ansicht weltfremd, geradezu abstrus, dass man Unternehmen um so mehr Reduzierung der Zusatzkosten zugesteht, je mehr Arbeitsplätze diese anbieten.

Würde die Politik so extrem kurzsichtig agieren, dann würden junge Unternehmen mit wenig Manpower aber mit hohen Stromkostenateilen erst gar nicht entstehen

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knuty 29.05.2018, 14:12
101.

Zitat von zensurgegner2017
Wenn Sie den Begriff Komplett in dem Zusammenhang nicht verstehen, dann bringt eine Diskussion ja nichts, man kann ja nicht immer wieder bei Adam und Eva beginnen. Daher einfach so oft lesen bis es klar wird Und selbstverständlich ist es den Unternehmen erst einmal egal, wer für die Differenz aufkommt Und es geht heute um Unternehmen Die Politikermeschpoke und die Lobbyisten hingegen gehen so lange ins Klein Klein, zerreden jede Objektivität Der Deutsche selber , Sie sind ein gutes Beispiel, hadert lieber Endlos mit der Istsituation, baut unendlich hohe Mauern durch Vorbedingungen - in dem Fall dass jemand anderes bezahlen soll - anstelle dass man amerikanisch pragmatisch erst einmal klar vereinbart, DASS die Deckelung Sinn macht. In diesem Fall: Ihre Forderung, dass der Gesetzgeber das gefälligst aus einem "anderen Topf" bezahlen soll ist nämlich durch EU Gesetzgebung und auch durch WTO Regeln untersagt. Und nun? ARbeitsplätze: Selbstverständlich geht es um Arbeitsplätze, haben Sie das überlesen? Obwohl es so glasklar dasteht? Ich finde lediglich Ihre naive Ansicht weltfremd, geradezu abstrus, dass man Unternehmen um so mehr Reduzierung der Zusatzkosten zugesteht, je mehr Arbeitsplätze diese anbieten. Würde die Politik so extrem kurzsichtig agieren, dann würden junge Unternehmen mit wenig Manpower aber mit hohen Stromkostenateilen erst gar nicht entstehen
Es gibt keine Komplettumlage, auch nicht im Zusammenhang. Und ja, ohne dass Sie erklären, was diese Komplettanlage sein soll, ist eine Diskussion mit Ihnen sinnlos.

Sie argumentieren doch, dass man mit einer solchen Subvention Arbeitsplätze erhalten will. Und dann sagen Sie wiederum, die Subvention sollte unabhängig von der Zahl der Arbeitsplätze an Unternehmen gezahlt werden.
Wenn damit keine Arbeitsplätze erhalten werden sollen, dann ist diese Subvention damit völlig unnötig.

Und nein, auch Start-ups mit hohen Strom- und relativ geringen Personalkosten würden dann entsprechend subventioniert werden.


Selbstverständlich soll jemand anderes bezahlen. Ich will z.B. auch nicht mit meiner KFZ-Steuer die KFZ-Steuern von LKW-Speditionen subventionieren, damit mehr deutsche LKW auf den Straßen sind.

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zensurgegner2017 29.05.2018, 15:57
102.

Zitat von knuty
1: Und nein, auch Start-ups mit hohen Strom- und relativ geringen Personalkosten würden dann entsprechend subventioniert werden. 2:Selbstverständlich soll jemand anderes bezahlen. Ich will z.B. auch nicht mit meiner KFZ-Steuer die KFZ-Steuern von LKW-Speditionen subventionieren, damit mehr deutsche LKW auf den Straßen sind.
Natürlich dient diese Deckelung dem Arbeitsplatzerhalt, seltsam, dass man das x mal schreiben muss

Und selbstredend ist eine Befreiung nicht nach grüner Gutsherrenart a la "gutes Unternehmen, böhses Unternehmen" gekoppelt, sondern an zu erfüllende Kriterien
Und eines der wichtigsten ist eben der Stromkosteanteil am Endprodukt
Wenn man nach Gutsherrenart das ganze auch noch von der reinen Zahl der Beschäftigten abhängig macht, dann wird das eine juristische Gratwanderung, denn wieso soll Unternehmen a mit 999 Mitarbeitern weniger gedeckelt werden wie das identisch aufgestellte Unternehmen B mit 1000 Mitarbeitern

1: Nein, laut Ihnen wäre die Deckelungshöhe an die Anzahl der Mitarbeiter gekoppelt
Ein Start Up der Branche Energieintensiv hätte logischerweise dann nahezu keine Deckelung, wäre also mit den Vollen kosten belegt und nicht wettbewerbsfähig im internationen Vergleich
2: Nachdem es wie dargelegt verboten ist die Unternehmen über das Steuersäckel zu subventionieren sondern der Mechanismus über die Deckelung geschehen muss ist doch Ihre naive Forderung nach:
"Selbstverständlich soll das jemand anders bezahlen" nichts anderes wie die Forderung, diese Deckelung komplett zu streichen.

Oder gehts Ihnen nur ums Prinzip, aber nicht um Realismus?

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knuty 29.05.2018, 19:09
103.

Zitat von zensurgegner2017
Natürlich dient diese Deckelung dem Arbeitsplatzerhalt, seltsam, dass man das x mal schreiben muss Und selbstredend ist eine Befreiung nicht nach grüner Gutsherrenart a la "gutes Unternehmen, böhses Unternehmen" gekoppelt, sondern an zu erfüllende Kriterien Und eines der wichtigsten ist eben der Stromkosteanteil am Endprodukt Wenn man nach Gutsherrenart das ganze auch noch von der reinen Zahl der Beschäftigten abhängig macht, dann wird das eine juristische Gratwanderung, denn wieso soll Unternehmen a mit 999 Mitarbeitern weniger gedeckelt werden wie das identisch aufgestellte Unternehmen B mit 1000 Mitarbeitern 1: Nein, laut Ihnen wäre die Deckelungshöhe an die Anzahl der Mitarbeiter gekoppelt Ein Start Up der Branche Energieintensiv hätte logischerweise dann nahezu keine Deckelung, wäre also mit den Vollen kosten belegt und nicht wettbewerbsfähig im internationen Vergleich 2: Nachdem es wie dargelegt verboten ist die Unternehmen über das Steuersäckel zu subventionieren sondern der Mechanismus über die Deckelung geschehen muss ist doch Ihre naive Forderung nach: "Selbstverständlich soll das jemand anders bezahlen" nichts anderes wie die Forderung, diese Deckelung komplett zu streichen. Oder gehts Ihnen nur ums Prinzip, aber nicht um Realismus?
Der Stromkostenanteil am Endprodukt hat aber nichts mit den zu rettenden Arbeitsplätzen zu tun.
Außerdem gibt es zwischen den Endprodukten erhebliche Unterschiede, ob man z.B. ein Auto aus Alu baut oder eine Mineralwasserflasche abfüllt.

Es gibt Möglichkeiten der staatlichen Subvention, bloß muss diese sich an bestimmte Kriterien halten, gerade wenn es um den Erhalt von Arbeitsplätzen geht.
Eine komplette Befreiung und das auf Kosten anderer Verbraucher ist jedenfalls illegal.
Aber anscheinend geht es Ihnen gar nicht um Arbeitsplätze, denn sonst würden Sie sich nicht ständig selbst widersprechen.

Warum soll z.B. mein mittelständischer Arbeitgeber, der bemüht ist so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen, einen Aufschlag auf den Strompreis zahlen, um Großabnehmer zu subventionieren? Schließlich gefährden die Mehrkosten auch Arbeitsplätze.

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tempus fugit 29.05.2018, 19:10
104. Wow,...

Zitat von zensurgegner2017
Natürlich dient diese Deckelung dem Arbeitsplatzerhalt, seltsam, dass man das x mal schreiben muss Und selbstredend ist eine Befreiung nicht nach grüner Gutsherrenart a la "gutes Unternehmen, böhses Unternehmen" gekoppelt, sondern an zu erfüllende Kriterien Und eines der wichtigsten ist eben der Stromkosteanteil am Endprodukt Wenn man nach Gutsherrenart das ganze auch noch von der reinen Zahl der Beschäftigten abhängig macht, dann wird das eine juristische Gratwanderung, denn wieso soll Unternehmen a mit 999 Mitarbeitern weniger gedeckelt werden wie das identisch aufgestellte Unternehmen B mit 1000 Mitarbeitern 1: Nein, laut Ihnen wäre die Deckelungshöhe an die Anzahl der Mitarbeiter gekoppelt Ein Start Up der Branche Energieintensiv hätte logischerweise dann nahezu keine Deckelung, wäre also mit den Vollen kosten belegt und nicht wettbewerbsfähig im internationen Vergleich 2: Nachdem es wie dargelegt verboten ist die Unternehmen über das Steuersäckel zu subventionieren sondern der Mechanismus über die Deckelung geschehen muss ist doch Ihre naive Forderung nach: "Selbstverständlich soll das jemand anders bezahlen" nichts anderes wie die Forderung, diese Deckelung komplett zu streichen. Oder gehts Ihnen nur ums Prinzip, aber nicht um Realismus?
...endlich jemand, der uns die marktkonforme Demokratie erklärt:

1. Alle wissen, dass es bei Arbeitsplätzen und Löhnen und Gehältern erstmal um die MA geht
und ganz zuletzt um den Profit. Sozusagen selbstredend...

2. Unter diesem Aspekt ist es natürlich völlig abwegig, dass die Unternehmen erst mal soviel Gewinne wie möglich machen - und mit allen Mitteln, nie und nimmer gibt's Lobbyismus.
Das wird bewiesen, dass selbst der letzte, exportabhängige Golfplatzbetreiber fast von den Netzkosten befreit wurde - davor hat dann die
Golfplatzorganisation bewahrt...

3. seit Einführung des EEG, wo tatsächlich - vor inzwischen 18 Jahren - einige energieintensive
Unternehmen teilsweise befreit waren, sind es heute rund 4000 selbstlose 'Arbeitnehmerfreunde'
die befreit sind, damit die AN über deren Stromrechungen sich ihre Arbeitsplätze finanzieren -
oder so ähnlich.

So meldet es auch Radio Eriwan - im Prinzip! (;>)))

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