Forum: Wirtschaft
EU-Kommission stellt Freihandelspläne vor: Bloß kein neues Chlorhühnchengate
AFP

Die EU-Kommission preist die Vorzüge der Globalisierung und strebt möglichst schnell neue Freihandelsabkommen mit Japan und Mexiko an. Dafür muss die EU allerdings erst die Bürger überzeugen - und Frankreichs neuen Präsidenten.

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Zitrone! 10.05.2017, 23:31
1.

Warum reduziert SPON die TTIP-Kritik denn wieder auf Chlorhühnchen und Genmais? Jeder auch nur etwas besser informierte Bürger hatte doch eher Sorgen wegen unkontrollierbarer Schiedsgerichte und evtl. der Privatisierung der Grundversorgung (Wasser etc.) und auch, weil das einmal beschlossene Abkommen anscheinend unkündbar sein sollte!

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feld01 10.05.2017, 23:36
2. Der einzig faire Handel ist Freihandel. Wie es bereits Adam Smith geschrieben hat.

Wie die Finnen offenbar richtig erkannt haben, sind es die Konsumenten, die vom Handel profitieren. Wir brauchen also eigentlich keine Abkommen, einfach alle Zölle abschaffen und damit automatisch reicher werden. Und ach ja, eine Handelskommissarin oder die EU braucht man dann eigentlich auch nicht mehr.

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spysong 10.05.2017, 23:39
3. Solange Abkommen hinter verschlossenen Türen

mit geschwärzten oder geheimen Texten abgeschlossen werden die meine Arbeit, mein Essen, meine Lebensstandards, sonstige Berreiche und die meiner Kinder betreffen sollen diese Leute zum Teufel gehen.

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noalk 10.05.2017, 23:48
4. Die Verlierer stehen schon fest

"... vereinfachter Zugang ... zur wachsenden Mittelklasse in vielen Schwellenländern." Wer nicht der Mittelklasse angehört, guckt also in die Röhre. Die Natur wohl ebenso: "... mit wenigen Auflagen bei Umweltschutz oder Menschenrechten."

Im übrigen ist der Artikel recht schludrig zusammengeschustert, z.B.: "Ein Land, für das TPP mit China keine Option ist, ist Japan. Wenn die EU von neuen Handelsabkommen spricht, dann meint sie vor allem das asiatische Land." Hä? Sowohl China als auch Japan sind ein asiatisches Land. Welches ist denn gemeint?

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robertrabe23 10.05.2017, 23:51
5. Angst vor Genmais und manipuliertem Hähnchenfleisch?

Zitat aus dem Artikel: "...Damals trieb die Angst vor Genmais und manipuliertem Hähnchenfleisch tausende Menschen auf die Straße. Ein solches 'Chlorhühnchengate' will die EU unbedingt verhindern...."
Eine derartig billige und pauschale Reduktion der breiten Proteste gegen die unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführten Verhandlungen zum geplanten TTIP-Abkommen empfinde ich als skandalös und weit entfernt von journalistischer Verantwortung. Die Proteste so zu begründen, zeugt entweder von grenzenloser Dummheit oder belegt eine arrogante Verachtung der öffentlichen Meinung.
Das ist sicher von "denen", die das "Chlorhühnchen" als vermeintlichen Kernpunkt des Unbehagens etablieren wollten, auch so beabsichtigt gewesen, um von den viel gravierenderen Problemen eines solchen Abkommens abzulenken.

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boba 10.05.2017, 23:55
6. … dann fangt mal an zu Steuern!

»Die Globalisierung führt nicht per se zu Ungleichheit, solange man sie steuert« - na, dann fangt mal an zu steuern! in den letzten 20 jahren wurde die globalisierung vor allem in eine richtung gesteuert: die vermögenden wurden immer reicher gemacht und die arbeitenden menschen wurden in das rattenrennen um die global niedrigsten sozial- und wirtschaftsstandards gehetzt.
nachdem sich das französische volk in der wahl zwischen hass und gier für die gier entschieden hat, bleiben Katainen und seinesgleichen fünf jahre, um das steuer herumzureißen und deutlich erkennbare grenzen für das wirtschaftsliberale plündern zu errichten. allerdings habe ich da so meine zweifel: gesucht wird nicht etwa ein weg, alle menschen in europa am reichtum zu beteiligen. sondern vielmehr wird eine möglichkeit gesucht, die bestehenden wirtschaftsliberale verhältnisse beizubehalten und damit die umverteilung von unten nach oben weiter zu betreiben.
gesucht werden die neuen schläuche, in denen alter wein verkauft werden soll!

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joG 11.05.2017, 00:15
7. Wenn im ureigensten Bereich....

....und ältestem der eu der Ordnung des freien Handels unklar ist, wie ein Freihandelsvertrag genehmigt wird, ist das ein Symptom einer sehr schlampigen Organisation. Ich denke nicht, dass man solchen Leuyen, die so etwas konstruierten und vertreten, mhre Macht geben darf. Die eu jetzt zu vertiefen ist Wahnsinn. Dies zu verlangen ist unverschämt.

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Putin-Troll 11.05.2017, 00:15
8. Politik für die Menschen, nicht gegen sie

Ein Freihandelsabkommen mit Japan macht duachaus Sinn, da das Land einen ähnlichen Entwicklungsstand hat, wie Europa. Dem Verbraucherschutz muss allerdings mindestens so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie dem Investorenschutz, sonst gehen die Bürger zurecht auf die Barrikaden.

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practicus 11.05.2017, 00:21
9. ausgerechnet die Chlorhühnchen

sind der dümmste Punkt, um Kritik an Freihandelsabkommen mit den USA daran festzumachen. Der Verzicht auf das Hypochlorit-Bad verursacht in Europa mindestens 95% aller Salmonellen-Infektionen und damit Zehntausende von Todefällen... der Begriff "Chlorhühnchen" diffamiert ein für den Verbraucher völlig unbedenkliches Verfahren, ihn vor Infektionen mit Salmonellen und ESBL zu schützen. Europäische Medienhysterie zum Nachteil des Verbrauchers - aus ärztlicher Sicht sollte die Desinfektion von Schlachtgeflügel auch in Europa umgehend zwingend vorgeschrieben werden.
Übrigens: Auch der beste Feinschmecker wird ein "Chlorhühnchen" nicht von unbehandeltem Geflügel unterscheiden können
Was im Schwimmbad riecht, ist übrigens nicht Chlor, sondern der Harnstoff aus dem Urin der Badenden... Natriumhypochlorid in geringer Konzentration ist geruch- und geschmacklos und gesundheitlich so unbedenklich wie Kochsalz (wenn man es nicht löffelweise isst!)

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