Forum: Wirtschaft
EU-Kommission stellt Freihandelspläne vor: Bloß kein neues Chlorhühnchengate
AFP

Die EU-Kommission preist die Vorzüge der Globalisierung und strebt möglichst schnell neue Freihandelsabkommen mit Japan und Mexiko an. Dafür muss die EU allerdings erst die Bürger überzeugen - und Frankreichs neuen Präsidenten.

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Braveheart Jr. 11.05.2017, 07:57
20. Die wichtigsten Worte ...

... dieses Beitrags: "... mit wenigen Auflagen beim Umweltschutz oder bei Menschenrechten". WOLLEN WIR DAS?

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vantast64 11.05.2017, 07:58
21. Man sollte sich häufiger fragen, wem das nützt!

Hier waren es die amerikanischen Konzerne, die diese Regelungen gern hätten, klar, daß sie davon profitieren, unsere Bürger hätten demnach die Nachteile zu tragen.
Z.B. "Vereinheitlichungen", billiger, aber in der Folge weniger Arbeitsplätze.
Dritte Welt Länder wären ausgeschlossen, nur noch ausgebeutete Rohstofflieferanten.
Nein, Die Vorteile des einen sind die Nachteile des anderen.

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schlaueralsschlau 11.05.2017, 08:15
22.

"Damals trieb die Angst vor Genmais und manipuliertem Hähnchenfleisch tausende Menschen auf die Straße."--- Die beiden Punkte sind doch noch harmlose Punkte des Abkommens.

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mborevi 11.05.2017, 08:24
23. Die sogenannte Globalisierung, also ...

... der Handel über große oder auch mittlere Entfernungen, wird sich keinesfalls auf Dauer aufrecht erhalten lassen. Die damit verbundenen Transportwege mit ihren Belastungen für die Welt bergen eine Sprengkraft in sich, die sich früher oder - wahrscheinlicher - später durchsetzen wird. Was wir brauchen, wenn wir als Menschheit überleben wollen, ist die Regionalisierung und, damit verbunden, die Reduzierung der Transportwege auf ein Minimum. Das würde auch zu einen substanziellen Reduktion der Kosten führen, denn Kosten für neudeutsch "Logistik" und Zwischenhandel sind unproduktive und damit zu vermeidende Kosten.

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InesH 11.05.2017, 08:33
24. Ich kann es nicht mehr hören!

Es ging NIE um Chlorhühnchen.
Wer Angst vor Chlor hat, sollte kein Schwimmbad besuchen, nicht eventuellen Schimmel im Bad mit handelsüblichen Reinigern bekämpfen und vor allem seine Lebensmittel nicht mit Leitungswasser waschen.
Es ging und geht IMMER um die geheimen und vor allem privaten Schiedsgerichte.
Es ging und geht AUCH um Verbraucherschutz, um die Aufweichung von Standards in der Lebensmitteldeklaration. Ich habe keine Angst vor Gen-Food, aber ich will WISSEN, ob und was genmanipuliert wurde in meinem Essen. (Ich koche übrigens frisch und selber, und gerade mal eine Runde über *gg*)
Es geht AUCH um den Investorenschutz, der es Konzernen erlauben würde, im schlimmsten Fall in die Gesetzgebung von Staaten einzugreifen.

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peter_griffin 11.05.2017, 08:44
25. @3

Kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Unterschreibe ich sofort. Diese Konzernschutzabkommen braucht kein Mensch. Wir brauchen ein auf Nachhaltigkeit abgestimmtes Sozial- Investitions- und Umweltprogramm, sofern wir nicht weiter sehenden Auges gegen die Wand fahren wollen.

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robana 11.05.2017, 08:46
26. Es ist ja eigentlich kein Freihandelsabkommen ...

sondern ein "Weltweit billiger produzieren" Abkommen.
Da wird es mehr Verlierer als Gewinner geben. Nur die Verlierer sind jetzt schon arm und werden dann noch ärmer. Aber die Gewinner sind Reich und werden damit noch reicher.

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Dengar 11.05.2017, 08:48
27. Von wegen Transparenz

Ohne Leaks würde die EU-Kommission wohl weiter fleißig heimlich mit Japan am TTIP-Zwilling JEFTA verhandeln. So wie schon seit 2013 verborgen vor der Öffentlichkeit, zum Wohle der Großkonzerne und zum Nachteil der Bürger. Diese Heimlichtuerei wird die EU-Bürokraten dereinst zu Fall bringen, auch wenn jetzt zum Elitenschutz verzweifelt versucht wird, das Internet zu zensieren. http://www.huffingtonpost.de/oliver-lippert/eu-verhandelt-ttip-zwilli_b_15546996.html

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touri 11.05.2017, 09:02
28.

Zitat von feld01
Wie die Finnen offenbar richtig erkannt haben, sind es die Konsumenten, die vom Handel profitieren. Wir brauchen also eigentlich keine Abkommen, einfach alle Zölle abschaffen und damit automatisch reicher werden. Und ach ja, eine Handelskommissarin oder die EU braucht man dann eigentlich auch nicht mehr.
Öhm nein. Dann braucht es genau einen Staat, der seine Industrie ein Stück weit subventioniert (und das können schon lockere Umweltbestimmungen sein) und dadurch Produkte billiger anbieten kann. Dann wird es für Sie als Konsument zwar tatsächlich billiger, aber da sie dann arbeitslos sein werden, können Sie sich die Produkte trotzdem nicht leisten. Wirklicher Freihandel macht nur Sinn, wenn gleiche Grundvoraussetzungen und Standards herrschen. Und da sieht es real ziemlich duster aus.

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touri 11.05.2017, 09:04
29.

Zitat von spysong
mit geschwärzten oder geheimen Texten abgeschlossen werden die meine Arbeit, mein Essen, meine Lebensstandards, sonstige Berreiche und die meiner Kinder betreffen sollen diese Leute zum Teufel gehen.
Sehe ich ähnlich, wobei die eigentlichen Verhandlungen gerne hinter verschlossenen Türen stattfinden können. Dann erwarte ich aber ein Mitbestimmungsrecht bei der Frage, ob das Endprodukt in kraft tritt oder nicht.

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