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EU-Rettungspaket: Portugal stützt Banco Espírito Santo mit Milliardenhilfe
DPA

Portugals Großbank Espírito Santo taumelt - und bedroht womöglich die fragile Wirtschaft in dem Land. Jetzt erhält sie eine staatliche Finanzspritze in Rekordhöhe: rund 4,9 Milliarden Euro.

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jonas4711 04.08.2014, 07:14
1. über das

was irgendwelche Leute sagen, wenn es darum geht, wie hoch die, kosten für den Steuerzahler sind, wenn eine Bank den Bach runter geht , kann man nur noch lachen. zu oft wurde in der Vergangenheit gelogen und wurden Gesetze gebrochen. ach ja, war ja klar: war alternativlos!

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cato-der-ältere 04.08.2014, 07:42
2. Gute Story

Da kann sich mal ein fleißiger Journalist hinsetzen und und uns den Fall von vorne bis hinten erklären.
Dass diese dürre und offizielle Version hier vorne und hinten stinkt ist doch offensichtlich. Die Milliarden kommen ja u.a. auch nicht aus dem Nichts, sondern u.a. aus deutschen Steuerzahlertaschen. Wenn auch nicht aus öffentlichen Mitteln Portugals.
So weit auch zu Muttis Narrativ dass "wir" nicht zahlen für die. Man könnte mal, inklusive der Zinsverluste, summieren was konkret deutsche Normalbürger tatsächlich bisher gezahlt haben und vermutlich noch zahlen werden. Bzw. welche Damoklesschwerter über uns aufgehängt wurden. Nur um des Anstands willen.
Dass der Bund wegen niedrigen Zinsen profitiert davon habe ich persönlich jedenfalls noch nichts in meiner Tasche bemerkt...

Ausserdem beleuchtet das hier recht schön das Wesen der Krise seit 2008. Es wird von interessierten Kreisen (Banken, Mutti & Co.) immer noch in die Gehirne geträufelt schuld seien Rentner, Arbeitslose, allein erziehende Mütter, Kultur und ähnliches. Da diese Kosten" verursacht hätten, - "über die Verhältnisse leben", "spätrömische Dekadenz", wurde das genannt.
Grundsätzlich mangelt es nach wie vor an geistiger Hygiene in unseren Gesellschaften, aber solange Mythen, um nicht manchmal zu sagen dreckige Lügen, den Diskurs verschmutzen wird es nichts werden mit der Besserung.

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bonner85 04.08.2014, 07:49
3. Erst neulich...

...vor den Europawahlen, hieß es doch großspurig "die Krise ist vorbei, der Euro ist gerettet..." Hurra... Man hat die Zeit vor den Wahlen doch nicht etwa dafür genutzt den Wähler zu belügen und zu betrügen? Na, na, na... Sowas würde man doch niemals machen... (Vorsicht Sarkasmus). Fakt ist, die Politiker sind unfähig. Fakt ist auch, die Banker sind unfähig. Fakt ist außerdem, das Volk muss den Geldbeutel für diese Unfähigkeit aufhalten. Ich bin definitiv kein Linker, sondern durch und durch Kapitalist... Allerdings rechtfertigt der Kapitalismus noch lange nicht dass Volk in regelmäßigen Abständen, wie eine Weihnachtsgans, auszunehmen. Baut lieber Kindergärten, Straßen etc. etc. etc., statt eine Bank nach der anderen zu retten, die in Kürze eh wieder vor gewaltigen Problemen steht. Ich bin sicherlich nicht für Verstaatlichungen, aber im Bankensektor sollte man mal darüber nachdenken. Alternativ sollte man drüber nachdenken alle Banken, außer den Sparkassen und den genossenschaftlichen Banken, pleite gehen zu lassen. Denn diese kommen komischerweise Problemlos durch die Krise und erzielen dabei auch noch einen Gewinn. Weshalb? Weil sie konservativ und gemeinnützig aggieren! Für den Bankensektor gelten aber wohl die Gesetze der freien Marktsirtschaft nicht, solange Politiker ohne Fachkenntnisse probieren am System herumzudoktern. Andernfalls hätten die kaputten Banken längst dicht machen können und die Eigentümer (Aktionäre) hätten bezahlen müssen. Wer bewusst ein Risiko bei Beteiligungen eingeht, sollte im Ernstfall auch das Risiko tragen müssen. Es kann nicht sein das Aktionäre wichtiger sind als der Rest der Menschheit!

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erasmus89 04.08.2014, 07:54
4. Eine Bank auf absolutem

Rammschniveau wird also wieder mal mit Milliarden deutscher Steuergelder gerettet.

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zynik 04.08.2014, 08:12
5. Der Markt regelt das.

Zitat von sysop
Portugals Großbank Espírito Santo taumelt - und bedroht womöglich die fragile Wirtschaft in dem Land. Jetzt erhält sie eine staatliche Finanzspritze in Rekordhöhe: rund 4,9 Milliarden Euro.
...und nächste Woche werden dann wieder die unumstößlichen Regeln des heiligen Marktes bemüht. Für die anderen.

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trienfield 04.08.2014, 08:16
6. Die Plünderung....

gewisser Banken durch mafiös aufgestellte Kreise geht unvermindert weiter. Hinsichtlich der Banco sollen sich ja noch nicht voll identifizierte Löcher nicht nur in Angola auftun.

Daß gewisse bestellte "Kontrollschnarchis" nicht im Santos-Ölmafiageflecht durchblickten, erscheint schon wegen Harvard-Banker-Abschluß mehr als verständlich.

Gucken wir mal "beruhigt" nach Slowenien, Griechenland und anderen, zur Zeit im Urlaub befindlichen Südstaaten.

Selbige Masche.... Mr. Schäuble, halt die Penunzen zusammen...

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fort-perfect 04.08.2014, 08:29
7. Wie gehabt!

Zitat von sysop
Portugals Großbank Espírito Santo taumelt - und bedroht womöglich die fragile Wirtschaft in dem Land. Jetzt erhält sie eine staatliche Finanzspritze in Rekordhöhe: rund 4,9 Milliarden Euro.
Die Methoden zur Bewältigung der "Finanz"krise ändern sich nicht.... wieder retten die Steuerzahler die Finanzinstitute mit absurden Milliardenbeträgen, damit die Bankaktionäre und Manager weiterhin gut schlafen können und ansonsten ihrem üblichen Zockerhandwerk nachgehen können..... Im Zweifelsfall gibt es halt noch ein paar Milliarden obendrauf.....

Wer immer noch glaubt, dass Regierungen zum Wohle der Bürger handeln, der glaubt auch an "lupenreine" Demokraten.....

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alf999 04.08.2014, 08:31
8. Aha!

"Die 4,4 Milliarden Euro stammen damit aus dem EU-Hilfspaket...der Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfonds IWF und der Europäischen Zentralbank (EZB)". Wer zahlt's? Ganz einfach, Deutschland zu 45%. Irgendwie hab ich das Gefühl, die AfD benötigt mehr Stimmen.

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bratherigjan 04.08.2014, 08:48
9. Bundestag wird nicht gefragt

Die Banco Espírito Santo (BES) ist eine ausgesprochene Skandalbank, deren Schieflage auf dubiose Machenschaften eines Familien-Clans zurückzuführen sind.
Portugal verließ erst kürzlich das EU-Programm und hat in weiser Voraussicht die noch übrigen 6,4 Milliarden Euro nicht zurückgezahlt. Wie locker das Geld sitzt, zeigt die Entwicklung des Bail-Outs: Zunächst hieß es, etwa drei Milliarden sollen zur Rettung der BES verwendet werden. Doch später meldete Bloomberg, dass die Bank 6,6 Milliarden Dollar braucht und dazu möglicherweise auf die gesamten EU-Gelder zurückgreifen könnte.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte dagegen erst vor wenigen Tagen erklärt, dass die Probleme bei der BES kein Thema für Europa sein werden. Allerdings hätte es der Portugiese besser wissen müssen: Er hat sich zahlreiche verlängerte Wochenenden in seiner Heimat auf Kosten der Steuerzahler genehmigt.
Bei der BES scheint Barroso in dieser Zeit nicht gewesen zu sein. Die Rechnung reicht die EU nun an die Steuerzahler weiter. Wehren können sich diese nicht: Eine neuerliche Abstimmung im Deutschen Bundestag über die Frage, warum die Deutschen hart arbeiten müssen, damit sie für die Taten einer korrupten Familie in Portugal bezahlen müssen, ist nicht vorgesehen.

Hoffnungen, dass dies mit dem neuen Kommissionspräsidenten Juncker besser werden könnte, sind unbegründet: Die Banken seines Heimatlandes Luxemburg gelten als besonders gefährdet ....

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