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EU-Schicksalswahl: 2016 - das Jahr des drohenden Brexit
DPA

Die Briten entscheiden 2016 über den Verbleib in der EU. Ein Brexit würde Europas finanzielle Probleme verschärfen und Skeptiker beflügeln. Aber er könnte auch eine Chance sein.

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at.engel 01.01.2016, 13:13
20. Hätte man...

Vollkommen einverstanden. Nur "hat" man nicht! Und man hat nicht, weil das mit England gar nicht gewesen wäre. "Europae lässt sich nicht mit Leuten machen, der hauptsächlicher Job ist, jeglichen Integrationsprozess von vornherein auszuschließen. Ohne England wird es schwierig, aber mit Engaln ist "Europa" gar nicht möglich. Und wenn etwas den europäischen Prozess wieder in Gang bringen kann, dann nur der Austritt Engalnds - falls andere wie Schottland wieder beitrzten wollen, kein Problem. Aber London muss erst mal ein paar Generationen raus - die Zeit zum Überlegen, wozu sie nun gehören möchten, oder auch nicht.

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yann 01.01.2016, 13:24
21. Nee, nee, nee...

... den Brexit und den Zerfall der EU dürfen wir nicht zulassen, koste es, was es wolle. Was machen wir sonst mit dem Oettinger???

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Chercheur 01.01.2016, 13:33
22. Großbritannien mag keine Zukunft in der EU haben

...es hat dann aber auch keine im gemeinsamen Markt. Wenn es sich also zum Austritt entscheidet, dann mit allen Konsequenzen. Der 'Nettozahler' profitiert in Wirklichkeit viel mehr vom Markt als es die EU-Skeptiker wahr haben wollen. Und es gibt keinen Grund für Europa, den Briten Geschenke zu machen, nur weil diese sich auf Verdiensten ihrer Groß- und Urgroßeltern ausruhen möchten. Das Anspruchsdenken der Generation Camerons ist jedenfalls nicht mit der EU in Einklang zu bringen. Wer sich wie ein verzogenes Kind schmollend in die eigene Ecke zurückzieht, kann nicht erwarten, dass die anderen nach seiner Pfeife tanzen. Und dass England tatsächlich bereit wäre, in der EU Verantwortung zu übernehmen, dass kann nun wirklich niemand behaupten. Dann aber in infamer Weise auf Deutschland und Merkel als 'Viertes Reich' zu zeigen, wie es in britischen Medien und leider auch im Internet nun Sitte ist, ist nichts weniger als verlogen und in abscheulicher Weise hetzerisch. Dieses Großbritannien kann gerne die Tür nehmen, zusammen mit den anderen vorbildlichen 'Demokraturen' Ungarn und Polen. Vielleicht schafft es Cameron ja, dass seine Kollegen im Osten das britische Pfund als Währung akzeptieren...

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unglaublich2014 01.01.2016, 13:35
23. Ich bewundere die Engländer, ...

... falls sie austreten!
Der Traum von Europa ist zu Ende.
Es ist eine Totgeburt. Also ist es konsequent und logisch, es wieder aufzulösen.
Gleiches gilt für den Euro. Mich juckt es nicht, ob mein Hotel in Italien umgerechnet in einem Jahr 90DM kostet und im nächsten 70 oder 130DM. Es gibt immer Alternativen.
Wettbewerb foerdert den Markt auch grenzuebergreifend.
2016 sollte das Jahr der Vernunft sein. Bleibt realistisch und alles wird gut!

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f-rust 01.01.2016, 13:35
24. 2016? ich dachte, Cameron hätte

sich bis "spätestens 2017" selbst Zeit gegeben. Davon ab: ein Brexit würde die DEMOKRATEN in allen anderen EU-Ländern stärken, die AUCH GEFRAGT werden wollen. Und "das ist gut so" ;-)

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bestrosi 01.01.2016, 13:36
25. na und?

"Und dann werden auch Menschen die EU in Frage stellen, die es vorher nicht taten. Sie werden über Kosten und Nutzen der EU nachdenken. Das heißt dann nichts anderes, als dass sie die EU nicht mehr bedingungslos akzeptieren."

Und was ist daran so schlimm? Muss man halt mal ehrlich für die EU werben, oder ein anderes Modell für Europa entwickeln. Die EU ist nicht Europa, und sie ist so, wie sie ist, nicht alternativlos.

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thequickeningishappening 01.01.2016, 13:37
26. Die Wirtschaft des VK

besteht zu 90% aus Finanzprodukten.

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nic 01.01.2016, 13:42
27.

Habe absolut kein Problem damit, wenn sich diese Art von EU auflöst und eine neu gergründet wird, die die Bürger und nicht nur das Kapital mit einbezieht.

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localpatriot 01.01.2016, 13:43
28. Europa ist mehr als Geld holen.

Zitat von mirdochwurscht
Ich bin überzeugter Europäer, aber solange EU für die Mitglieder nur bedeutet Geld aus D abzuzapfen sich aber dem europäischen Gedanken zu verweigern , sollte die EU und damit der EURO auf Eis gelegt werden.
Europe ist eine Jahrhundert Arbeit.

Leider erkennt man das Europaprojekt eher als Finanzsache als ein langsames aber sicheres Zusammenwachsen der Menschen welche in Europa zu hause sind.

Es ist noch nicht so lange her dass man zum Neujahrestag einige hundert Tonnen Bomben abwerfen liess anstatt sich gemeinsam über das Feuerwerk zu freuen. Wenn man den Startschuss fuer Europa als 1. Januar 1945 ansetzt, dann gibt es riesige Fortschritte und die Dissonanzen sind eher Bagatellen als echte Hindernisse.

EU leidet an Entfremdung. Entfremdung der Bruesseler Buerokraten von den Menschen in der EU. Entfremdung durch halbgare unreife Programme wie z B der Euro oder Schengen. Es ist Grund zur Sorge aller Bürger dass man in Brüssel Geschwindigkeit über Gründlichkeit schätzt. Und Entfremdung durch die in D gewünschte Zentralisierung welche in grossen Teilen Europas allergisch abgelehnt wird.

Die Wiederpolitisierung Berlins auf der Bühne der internationalen Politik und die Ermächtigung der Kanzlerin sorgt auch fuer Unbehagen. Die Nachkriegsgeneration ist eher an eine Welt gewöhnt in welcher D keine internationale Rolle spielt und 70 Jahre vom 1. Januar 1945 bis 1. Januar 2015 sind fuer 80 und 90 Jährige keine lange Zeit.

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nic 01.01.2016, 13:44
29.

Zitat von titzck
Wir brauchen das Vereinigte Königreich in der Europäischen Union. Die genannten Argumente überzeugen. Verständnis für das UK ist wichtig. In wenigen Jahren vom Empire zur Mittelmacht geschrumpft. Der Beitritt zur EG war eine Zangengeburt. Es hat das britische Verfassungsrecht auf den Kopf gestellt. Bis dahin galt, parliament can do everything, beside making a man a woman. Es gab noch grosse Vorbehalte gegen Deutschland. Die Zahlungen an Europa und ihr Widerstand dagegen sind bekannt. Wir brauchen das VK wegen seiner demokratischen Kultur, seiner Toleranz, seiner Traditionen, seiner außenpolitischen Kompetenz, seiner Verwaltungserfahrung. Der Austritt wäre kein reinigendes Gewitter, sondern ein Desaster für Europa.
Ist das ironisch gemeint?

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