Forum: Wirtschaft
EU und Großbritannien: Neuer Handelspakt könnte zehn Jahre brauchen
REUTERS

Der britische EU-Botschafter schlägt in Alarm: Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU könnte es ein Jahrzehnt dauern, bis sich London und EU auf einen neuen Handelspakt einigen.

Seite 3 von 6
Watschn 15.12.2016, 14:15
20. Es wird nicht so heiss gegessen wie gekocht....

Das heisst, das beide Seiten ein Interesse daran haben, eine Verständigung zustande zu bringen. Es kann gut möglich sein, dass GB einen kl. Obulus für die Teilhabe am EU-Binnenmarkt zahlen muss.

Es kann aber auch sein, dass die EU eine Radikal-Steuersenkung in GB auf 17%, und damit eine Abwanderung der Wirtschaft vom Kontinent auf die Insel noch verhindern kann, mit der Konzession eines Verbleibs Grossbritanniens am Binnenmarkt...
Wir werden sehen..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 15.12.2016, 14:19
21.

Zitat von Die gehörnte Ratte
vor jahren hat man auch gesagt die schweiz stirbt aus und wird wirtschaftlich am ende sein weil sie kein teil der ewg sein will und siehe das es gibt sie noch und es geht ihr sogar gut.
Die Schweiz ist doch über ihre bilateralen Verträge auch de facto ein EWG-Mitglied, nur anders. Das geht ja so weit, dass man die eigenen Referenten so weit abschwächt, dass man ja keinen von diesen Verträgen kündigen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
louthous 15.12.2016, 14:28
22.

Ihre ach so tolle Schweiz zahlt jährlich erhebliche Beiträge an die EU, muss einen Großteil der EU-Richtlinien umsetzen und musste die Personenfreizügigkeit akzeptieren. Das sind alles Punkte, die Großbritannien in Zukunft nicht mehr erfüllen will.

Und obwohl die Schweiz diese Punkte alle akzeptiert hat, waren die Verhandlungen so aufwändig, dass man sich in Brüssel geschworen hat, nie wieder eine solche Ausnahmeregelung zu akzeptieren.

Übrigens hat die schweizerische Regierung nach dem Volksentscheid über den Zuwanderungsstopp den Gesetzesentwurf so verwässert, dass vom Volksentscheid nicht mehr viel übrig ist - eben weil der schweizerischen Regierung klar ist, was ein Bruch mit der EU bedeuten würde.

Wenn Sie behaupten, Großbritannien könne einfach den gleichen Weg wie die Schweiz gehen, dann haben Sie absolut keine Ahnung von der Thematik. Die britische Regierung hat längst klar gemacht, dass sie genau diesen Weg NICHT gehen will, weil man in London viel weniger Zugeständnisse als die Schweiz machen, aber die gleichen Vorteile haben will. Und darauf wird sich die EU nicht einlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
louthous 15.12.2016, 14:29
23. Was für ein Unsinn

Ihre ach so tolle Schweiz zahlt jährlich erhebliche Beiträge an die EU, muss einen Großteil der EU-Richtlinien umsetzen und musste die Personenfreizügigkeit akzeptieren. Das sind alles Punkte, die Großbritannien in Zukunft nicht mehr erfüllen will.

Und obwohl die Schweiz diese Punkte alle akzeptiert hat, waren die Verhandlungen so aufwändig, dass man sich in Brüssel geschworen hat, nie wieder eine solche Ausnahmeregelung zu akzeptieren.

Übrigens hat die schweizerische Regierung nach dem Volksentscheid über den Zuwanderungsstopp den Gesetzesentwurf so verwässert, dass vom Volksentscheid nicht mehr viel übrig ist - eben weil der schweizerischen Regierung klar ist, was ein Bruch mit der EU bedeuten würde.

Wenn Sie behaupten, Großbritannien könne einfach den gleichen Weg wie die Schweiz gehen, dann haben Sie absolut keine Ahnung von der Thematik. Die britische Regierung hat längst klar gemacht, dass sie genau diesen Weg NICHT gehen will, weil man in London viel weniger Zugeständnisse als die Schweiz machen, aber die gleichen Vorteile haben will. Und darauf wird sich die EU nicht einlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
louthous 15.12.2016, 14:30
24. Was für ein Unsinn

Ihre ach so tolle Schweiz zahlt jährlich erhebliche Beiträge an die EU, muss einen Großteil der EU-Richtlinien umsetzen und musste die Personenfreizügigkeit akzeptieren. Das sind alles Punkte, die Großbritannien in Zukunft nicht mehr erfüllen will.

Und obwohl die Schweiz diese Punkte alle akzeptiert hat, waren die Verhandlungen so aufwändig, dass man sich in Brüssel geschworen hat, nie wieder eine solche Ausnahmeregelung zu akzeptieren.

Übrigens hat die schweizerische Regierung nach dem Volksentscheid über den Zuwanderungsstopp den Gesetzesentwurf so verwässert, dass vom Volksentscheid nicht mehr viel übrig ist - eben weil der schweizerischen Regierung klar ist, was ein Bruch mit der EU bedeuten würde.

Wenn Sie behaupten, Großbritannien könne einfach den gleichen Weg wie die Schweiz gehen, dann haben Sie absolut keine Ahnung von der Thematik. Die britische Regierung hat längst klar gemacht, dass sie genau diesen Weg NICHT gehen will, weil man in London viel weniger Zugeständnisse als die Schweiz machen, aber die gleichen Vorteile haben will. Und darauf wird sich die EU nicht einlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
echoanswer 15.12.2016, 14:32
25. Dann wird China als Dealer dazwischen geschaltet

Wenn die Kommunisten in China schmollen, dann kriecht der Rest der Welt auf dem Boden. China wird in Europa einfach weiter Firmen aufkaufen und den Handel einfach über diese Abwickeln. Da braucht kein Mensch die EU oder wen auch immer. Das Zersplittern Europas macht es dem ehemaligen kommunistischen Erzfeind leicht alles zu unterwandern und damit auch die Handelshemmnisse des EU-Binnenmarktes. Wenn die EU sich selber weiter schlachtet, dann spielt dieser Binnenmarkt bald keine Rolle mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vorsteuernachzahlung 15.12.2016, 14:33
26. Das wird ein Spaß, nur nicht für die EU.

Sicher wird es länger als 10 Jahre dauern, wenn es irgendwelche Korinthenkacker zu Ende denken und machen lässt. Allerdings wird in diesen 10 Jahren viel passieren. Die normative Kraft des faktischen wird es regeln. GB wird sich ggf. zur Freihandelszone erklären und seine Geschäfte mit den USA, Russland und China ohne die EU machen. Das wird ein Spaß, nur nicht für die EU. GB geht es ja schon jetzt besser als vorher, während sich z.B. Irland gerade umguckt, wie die EU sich in die deals mit Apple fuscht. Da geht es lang und nicht bei dem, was in Jahren ist oder sein wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
theodtiger 15.12.2016, 14:41
27. keihe unrealistische Einschätzung

Wenn es tatsächlich zum Brexit kommen sollte, wären kürzere Verhandlungen dann denkbar, wenn das UK alle bestehenden, auf EU Recht beruhenden Regeln beibehalten würde. Dies beinhaltet Personenfreizügigkeit. Darüber hinaus brauchte man für einen unbeschränkten Zugang zum Binnenmarkt nur noch über den Modus der Akzeptanz durch das UK von neuen EU Regeln beraten und um den finanziellen Beitrag des UK an die EU. Dies ist aus UK Sicht allerdings nicht realistisch, denn dann würden sie sich als Mitglied mit Stimmrecht besser stehen. Aus der Sackgasse kommt das UK wohl nicht so leicht heraus - vielleicht merkt dies der demokratisch legitimierte Entscheidungsträger früher oder später - und der unsinnige Brexit unterbleibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maggi2097 15.12.2016, 14:42
28. @18.

"wenn wir das nicht immer mal wieder regelmäßig tuen würden hätten wir bis heute noch keine gleichbrechtigung von schwarzen und frauen."

Wir haben eine Gleichberechtigung von Farbigen und Frauen ? Wo? In den USA? Russland? Bei uns ? Wohl eher als bei den Vorgenannten.
Frage: Die AfD vermittelt Ihrer Meinung nach ein "gleichberechtigtes" Frauenbild ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 15.12.2016, 14:43
29.

Zitat von Vorsteuernachzahlung
Sicher wird es länger als 10 Jahre dauern, wenn es irgendwelche Korinthenkacker zu Ende denken und machen lässt. Allerdings wird in diesen 10 Jahren viel passieren. Die normative Kraft des faktischen wird es regeln. GB wird sich ggf. zur Freihandelszone erklären und seine Geschäfte mit den USA, Russland und China ohne die EU machen. Das wird ein Spaß, nur nicht für die EU. GB geht es ja schon jetzt besser als vorher, während sich z.B. Irland gerade umguckt, wie die EU sich in die deals mit Apple fuscht. Da geht es lang und nicht bei dem, was in Jahren ist oder sein wird.
Ich weiß ja nicht wo Sie diese Wahnvorstellungen hernehmen, aber GB geht es momentan nicht gerade blendend - und sie sind noch nichtmal ausgetreten.

Man kann auch nicht mal eben eine ganze Wirtschaft umbauen, damit sie sich auf neue Handelspartner einstellt. Wenn man das steuern will, dann ist das ein langer, schwieriger und vor allem teurer Prozess.
Und wenn Sie glauben, dass die USA, Russland und China da nachgiebigere Verhandlungspartner als die EU sind, dann sind Sie aber verdammt schief gewickelt.

Nebenbei bemerkt funktioniert auch Freihandel ganz anders als Sie anscheinend glauben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6