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EU-Vergleich: Deutschland rückt bei Arbeitskosten auf Platz sechs vor
AP

Wie viel müssen Firmen im Schnitt für eine Stunde Arbeitseinsatz berappen? Deutschland liegt bei diesen Kosten im EU-Schnitt nur im Mittelfeld. Doch es gibt eine Ausnahme: Besonders viel Geld kosten deutsche Industriearbeiter.

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ich-geb-auf 16.05.2018, 12:02
10.

Zitat von gerecht89
Wie kann man die EU mit Deutschland überhaupt vergleichen Bulgarien.... klar kostet in Deutschland 1Arbeitsstunde mehr so muss es auch sein da erstens hier die Arbeitsmoral viel höher ist und die Leben Erhaltung kosten um das doppelte bis fünffache
Genau, zudem kosten den Arbeitgeber Auflagen zu Umweltschutz, Arbeitsschutz einiges an Geld.

z.b müssen Maschinen, Schutzausrüstungen, usw ganz anders ausgerüstet / vorhanden sein. Lichtschranken, Gehörschutz, Schutzbrillen, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzeinrichtungen (nach Perfomance level d oder e usw)
Prüffristen eingehalten werden, Zertifikate usw..
das wird alles auf die Arbeitsstunde umgelegt.

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qjhg 16.05.2018, 12:03
11. Ja, warum ist das wohl so,

weil die IG Metall es als erfolgreiche Gewerkschaft noch immer schafft, ihren Mitgliedern in äußert schwerem politischen Umfeld akzeptable Lohnabschlüsse aushandelt. Und das ist gut so, denn nur gut bezahlte Arbeit gewährleistet zufriedenes Leben und ist ein wesentlicher steil einer sozialen Marktwirtschaft. Leider haben Kapitalisten daran kein Interesse.

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wiebitte 16.05.2018, 12:04
12. Dumpinglöhne

Soviel zum Thema Lohndrückerei erhalte die Wettbewerbsfähigkeit, sind wir doch gerade dort besonders erfolgreich, wo relativ hohe Löhne, gar die höchsten in DE gezahlt werden.

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default_user 16.05.2018, 12:07
13.

Also verdient der in Deutschland tätige Arbeiter bei einer 40 Stundenwoche im Schnitt 4.300 Euro brutto. Oder diese Statistik ist überflüssig und die in Deutschland tätige Arbeiterin ist ja sowieso günstiger.

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jollen 16.05.2018, 12:08
14.

Also in Schweden kostet eine Stunde Arbeit in der Produktion 42,00 Euro und in Deutschland 40,20 Euro.
Wenn man bedenkt, wie wenig man sich in Schweden von den 42 Euro kaufen kann...ist ja teures Land.
Aber dann verdient man in Deutschland in der Produktion schon recht gut. Aber die Gerechtigkeit siegt, deswegen haben wir ja so hohe Abgaben auf den Lohn.
Gott sei Dank. Was würden die Menschen nur für einen Blödsinn mit IHREM Geld anstellen?
Eventuell Dienstleisungen aus Deutschland besser bezahlen?
Nicht auf Fördertöpfchen z.B. für Baugeld angewiesen sein?
Nein, das kann man nicht zulassen. Also rauf mit den Steuern auf Arbeitseinkommen.
Nächstes Jahr steigt der Lohn 2%, die Preise um 2% und trotzdem kommt weniger in den Warenkorb...
Ist ja blöd, wenn 2% Brutto nur 1,6% Netto sind.

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ich-geb-auf 16.05.2018, 12:08
15.

Zitat von p-touch
Wichtig ist was hinten rauskommt. Wobei nicht nur Quantität, sondern auch Qualität zählt.
anders gesagt wer billig produziert , produziert 2x

und spart nichts..

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dasfred 16.05.2018, 12:10
16. Und wie hoch ist der Umsatz und Ertrag pro Mittarbeiter?

Die Zahl der reinen Lohnkosten sagt relativ wenig aus. Die Produktivität ist ursächlich dafür, ob entsprechende Löhne gezahlt werden können. Im Sektor Industrie haben wir einen hohen Mechanisierungsgrad, das bedeutet, Jobs die heute ein Mitarbeiter mit entsprechenden Werkzeugmaschinen erledigt, haben früher viele Mitarbeiter machen müssen. Da ist die Position eines qualifizierten Mitarbeiters auch mehr Wert.

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Korken 16.05.2018, 12:11
17. Ohne ÖD

Weshalb ohne Öffentlichen Dienst? Dieser wirkt oft auch in produzierende und forschende Bereiche. Wahrscheinlich würde die schlechte Bezahlung dort die Durchschnittskosten enorm nach unten ziehen. Acho, nein, die riesigen Summen, die neulich bei den Tarifverhandlungen in die Presse kamen sind lediglich wenige, insbeosndere Neuanfänger. Lang Gediente, insbesondere in mittleren und oberen Bereichen ab EG10 haben lediglich 2,8% Erhöhung, also lächerlich und untermauert meine obige Annahme, da diese Zahl für die Mehrheit zutrifft.

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stefan.p1 16.05.2018, 12:16
18. Dern entscheidende Sattz:

"Sie können beispielsweise dadurch ausgeglichen werden, dass auch die Produktivität höher ausfällt".
Der deutsche Arbeiter zählt nun mal zu den produktivsten der Welt.
Wenn das mit eingerechnet würden stände wir wohl auf einen der letzten Plätze.

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jollen 16.05.2018, 12:26
19.

Zitat von dasfred
Die Zahl der reinen Lohnkosten sagt relativ wenig aus. Die Produktivität ist ursächlich dafür, ob entsprechende Löhne gezahlt werden können. Im Sektor Industrie haben wir einen hohen Mechanisierungsgrad, das bedeutet, Jobs die heute ein Mitarbeiter mit entsprechenden Werkzeugmaschinen erledigt, haben früher viele Mitarbeiter machen müssen. Da ist die Position eines qualifizierten Mitarbeiters auch mehr Wert.
Als früher die Verkäuferin noch die Eingaben für die Preise an der Kasse selber machen musste hat sie ja schlecht verdient. Durch die Einführung der Barcodes und der entsprechenden Scanner ist ihr Einkommen stark gestiegen.
Wenn der andere Zulieferer die Teile jetzt billiger herstellen kann, entsteht mehr Produktivität. Müssen aber deswegen die Löhne in meinem Unternehmen steigen?

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