Forum: Wirtschaft
Euro: Ein echter Föderalismus für Europa

Die Griechenlandkrise hat den Streit über die Zukunft der EU und des Euro offengelegt. Ein echter Föderalismus wäre das Gegenteil von Wolfgang Schäubles Vision - und würde ökonomisch funktionieren. Es wäre ein fundamentaler Schritt.

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Einweckglas 03.08.2015, 15:33
1. Die Diskussion geht doch an der Wirklichkeit vorbei...

Lieber Herr Muenchau, was sollen diese Radikalforderungen? Das ist doch alles totale Phantasterei und geht an der Wirklichkeit vorbei, sprich wird sich nie umsetzen lassen. Koennen wir die Diskussion um die Zukunft der Eurozone bitte wieder auf dem Boden der Tatsachen fuehren? Danke!

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darkmattenergy 03.08.2015, 15:33
2. Endlich - Herr Münchau erklärt wieder einmal, was ökonomisch funktioniert

Leider von Mal zu Mal eine neue Variante als Ersatz für die zuletzt verbrannte Methode.

Begeisternd daran ist allem voran die gallopierend degenerierende Halbwertszeit der Vorschläge zur Wiederbelebung des toten Patienten Euro(pa).

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Carlos Gardel 03.08.2015, 15:37
3. Anscheinend war es besser, wenn EU nur ökonomische und

kulturelle Union bleiebe. Man sollte zuerst ökonomische und kulturelle Einheit vorantreiben.
Stattdessen versucht man mit irgendwelchen abenteuerliche Versuchen Ukraine zu integrieren.
Dıe EU ıst sowıeso in zweigeteilt: Länder mit und ohne Euro.

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Remiehtsreg 03.08.2015, 15:39
4. Wie würde gewählt?

Ein weggedrücktes Problem ist die Ungleichheit der EU-Wähler. Das "one man, one vote" Prinzip ist für das EU-Parlament aufgegeben worden. Das wäre in einer echten Föderation der Bruch mit einem Grundelement der Demokratie.

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klaus47112 03.08.2015, 15:41
5. Tja Herr Münchau

Zitat:
Eine echte Föderation bedeutet das Ende von Deutschland als eigenständigem Staat... Zitat Ende

Damit könnte ich, unter bestimmten demokratischen Voraussetzungen wie "One man on vote" "No Taxation without Repräsentation" sogar leben! Viele Deutsche wohl auch, aber glauben sie im Ernst Frankreich Italien, Spanien denken auch nur im Ernst daran Souveränität wirklich aufzugeben! Träumerle!

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bielefelder73 03.08.2015, 15:42
6. Wenn man diese Beiträge liest...

stellt sich einem die Frage, warum Herr Münchau nicht Finanzminister ist, sondern Herr Schäuble... eben Realpolitik statt Science-Fiction...

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coyote38 03.08.2015, 15:42
7. Herzlichen Glückwunsch, Herr Münchau.

Dann braucht Münchaus "Europäische Föderation" neben dem italienischen Zentralbankpräsidenten und dem luxemburgischen Kommissionspräsidenten nur noch einen griechischen Regierungschef und Deutschland ist GANZ OFFIZIELL in der Rolle des Alleinfinanziers für Europa ohne eigene Rechte angekommen. Für den Fall schlage ich als erste Maßnahme die Einbehaltung von Münchaus Gehalt zur solidarischen Anschubfinanzierung der Eurobonds und der wirtschaftlichen Stabilisierung der korrupten Mittelmeeranrainer vor. - Warum machen wir's nicht etwas unkomplizierter und beachten einfach mal die GELTENDEN Regeln ...?

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Der unheimliche Hulk 03.08.2015, 15:46
8. Es waere zu hoffen ...

... das Merkel nach Ihrer Wiederwahl genau so etwas vorschlagen wird - die Vereinigten Staaten von Europa. Sie hat dann nichts mehr zu verlieren. "Geschichte" macht man nur mit grossen Taten. An die Aera Merkel wuerde sich ansonsten in 15-20 Jahren keiner mehr erinnern. Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
Ich kann auch die Nationalen nicht verstehen. Deutschland als autonomer Staat kann gegen die USA, China und Indien auf Dauer keinerlei Relevanz mehr haben. Europa schon. Kleinstaatelei funktioniert einfach nicht mehr - auch wenn genau das der Deutschen Seele entspricht.

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Celegorm 03.08.2015, 15:52
9.

Zitat von Einweckglas
Lieber Herr Muenchau, was sollen diese Radikalforderungen? Das ist doch alles totale Phantasterei und geht an der Wirklichkeit vorbei, sprich wird sich nie umsetzen lassen. Koennen wir die Diskussion um die Zukunft der Eurozone bitte wieder auf dem Boden der Tatsachen fuehren? Danke!
Wieso denn? Gerade die heutige chaotische Heftpflaster-Politik und die dadurch entstehenden Zersetzungserscheinungen in der EU/Euro-Zone zeigen doch, dass konkrete Visionen bitter nötig sind. Und in dem Bereich drängt sich letztlich die EU als ein reguläres föderalistisches Staatsgebilde auf, da alles andere ein Stillstand oder Rückschritt wäre - und damit über kurz oder lang wohl das Ende der EU.

Das Problem ist eher, dass ausser vereinzelten Stimmen wie hier dies niemand anzusprechen wagt. Dabei ist diese Entwicklung der EU eigentlich so logisch wie zwingend. Allerdings ist der Nationalstaat halt in Europa immer noch heilig und darum diese schlichte Wahrheit zur EU gerade in der Politik ein völliges Tabu. Absurderweise. Um bloss nicht an nationalistischen Gefühlen zu rühren wagt es schlicht niemand, diesen "elephant in the room" anzusprechen - obwohl ja eigentlich offensichtlich ist, dass gerade die Währungsunion ohne Vervollständigung der politischen Union mit finanz- und wirtschaftspolitischen Befugnissen, die über der Souveränität der Mitgliedsstaaten stehen, nicht funktioniert und so auch nie funktionieren wird. Stattdessen wird halt, wie Sie fordern, "pragmatisch" gehandelt, was unterm Strich ein hoffnungsloses Flickwerk bedeutet, in dem alleine vom Moment zu Moment agiert wird..

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