Forum: Wirtschaft
Euro: Ein echter Föderalismus für Europa

Die Griechenlandkrise hat den Streit über die Zukunft der EU und des Euro offengelegt. Ein echter Föderalismus wäre das Gegenteil von Wolfgang Schäubles Vision - und würde ökonomisch funktionieren. Es wäre ein fundamentaler Schritt.

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luny 03.08.2015, 20:35
110. Interessante Zahlen

Zitat von Maria-Galeria
Am Beispiel Griechenland hat sich gezeigt was für Klemmbeutel ein Teil der Bevölkerungen und Politiker Europaweit sind, das Risiko den Griechen unter die Arme zu greifen beläuft sich pro Mann und Nase für die neuerlichen Kredite pro Monat, auf fünfzig Jahre verlagert ca. 0,50 €. Vermutlich wird es den Leuten schwindlig wenn sie den Betrag als ganzes sehen und halten dagegen. Für den kompletten Kredit sind es in etwa 2€ , bis jetzt Risiko, noch nix aus eigener Tasche bezahlt. Das heißt wenn jedes EU-Land zwei Euro pro Mann und Nase, monatlich in eine entsprechende Kasse einzahlen würden, könnten etlichen Ländern in einer Notlage geholfen werden. Ich kann Herrn Münchau nur zustimmen, kann man nur hoffen dass den größenwahnsinnigen Kleingeistern endlich ein Licht aufgeht.
Hallo Maria-Galeria,

WO haben Sie denn die von Ihnen genannten durchaus
interessanten Zahlen her?

Zusatzfrage: Wieviel kostet denn die Transferunion,
wenn man ALLE notleidenden EUR-Staaten einbezieht
und nicht nur Griechenland?

Zweite Zusatzfrage: Haben Sie berücksichtigt, daß
EUR-Länder, die die de facto pleite sind, gar nichts
bezahlen müssen? Deren Anteil wird auf die anderen
EUR-Länder transferiert.

Aber gut, wenn die EUR-Zone für lächerliche 2 EUR
"gerettet" werden kann, will ich mich dem nicht ver-
schließen. Ist das jährlich, monatlich, wöchentlich
oder täglich?

/Ironie aus.

LUNY

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bisbee 03.08.2015, 20:36
111. europäischer Föderalismus

ja, vielleicht ein interessanter Gedankengang.
Aber kein EU-Land, keines, schon gerade nicht die großen wie übrigens auch die kleinen EU-Länder werden jemals ihre Fiskal- und Wirtschaftspolitik einer EU-Souveränitat unterordnen.
Fatal ist in diesem Zusammenhang der Euro, eine vom Anfang an zum Scheitern gewesene Währung.
Diese Währung wird an Staatsschulden zerbrechen.
Eigentlich ist der Euro nur noch eine Scheinwährung
(Papiergeld, dessen Wertaufbewahrungsfunktion mehr
und mehr Vertrauen verliert).
Der Euro ist in spätestens 15 Jahren kaputt.
Und Merkel und Hollande wollen noch einmal antreten
...naja bestimmt nicht, um einen Euro-Föderalismus
auf den Weg zu bringen.
Eines ist klar: es geht für jedes Land um Eigeninteressen
und zwar immer. Das ist nachvollziehbar und wird sich
in Europa niemals ändern. Wir sind nicht die USA.
Trotzdem haben ein paar =olitiker den Euro geschaffen...
Naja Fazit in gewisser Weise hatten diese Politiker
keine Ahnung und einige von diesen haben dabei übel
betrogen

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klaus47112 03.08.2015, 20:57
112. Irrtum...

Zitat von ekel-alfred
.....Schluß mit diesen ökonomischen Experimenten aus den Büchern der Gelehrten. Man kann verschiedene Kulturen nicht unter eine Währung pressen. Das hat nie funktioniert und das wird nie funktionieren. Begreift das doch endlich mal.
der € war keine Kopfgeburt der "Gelehrten" im Gegenteil er wurde gegen den ausdrücklichen Rat vieler Fachleute politisch durchgedrückt. Mit Faschen Versprechungen wurden Kritiker niedergebügelt! Der EURO hätte am Ende eines Einigungsprozesses die Krönung sein können, jetzt ist er der Spaltpilz Europas!

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ibsg23 03.08.2015, 20:58
113. finde ich gut nur....

Klasse Vision eines vereinten Europas. Nur ist das eine weit, weit entfernte Zukunftsvision die wir und andere Generation noch lange nicht erleben werden. zuvor müssen Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Diese Korrektur wird schmerzlich sein. Insofern hoffe, ich das die von Herrn M. beschworene Krise keine humanitäre Vollkatastrophe sein wird.

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luny 03.08.2015, 21:00
114. Gegenfrage

Zitat von brotherandrew
Alle diejenigen, die sich für eine Abschaffung des Euro aussprechen, sollen mir erst mal vorrechnen, wie das geht.
Hallo Brotherandrew,

auf die Gegenrechnung, WAS denn der VERBLEIB in der
EUR-Zone so ungefähr kosten wird, warte ich bis heute.

Allein für Griechenland sind bisher folgende Beträge
aufgelaufen:

240 Milliarden EUR Hilfspaket 1+2
107 Milliarden EUR Schuldenschnitt
90 Milliarden EUR ELA-Kredite
96 Milliarden EUR Target II-Salden

Griechenland ist dabei das schwächste Glied in der
EUR-Zone, die Beträge für andere notleidenden EUR-
Staaten sind hingegen ungemein höher.

Aber laut des Kommentators Münchau werden es
Euro-Bonds, eine zentrale EUR-Regierung und eine
dauerhafte Transferunion schon "richten".

Und ja, das bisher in die sogenannte "EUR-Rettung"
investierte Geld ist einfach futsch. Weg.

Und Sie wollen noch mehr Geld in das "EUR-Projekt"
investieren und versenken?

Ich nicht.

LUNY

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claus.w.grunow 03.08.2015, 21:00
115. Idealist

Auch eine Föderation ala BRD kann nicht für Europa funktionieren. Wer wird sich schon von einer Zentralregierung in seine Angelegenheiten hineinreden lassen. In solch einem Konstrukt muss die Austrittsmöglichkeit auf alle Fälle geregelt sein.

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walter_de_chepe 03.08.2015, 21:03
116. USA als Vorbild?

Die Alternative ist eine Verschweizerung Europas. Das ist meine Hoffnung. Ich habe auch so viel europäischen Stolz, dass ich dieses Modell Europa den USA empfehle.

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LouisWu 03.08.2015, 21:06
117.

Zitat von ibsg23
Klasse Vision eines vereinten Europas. Nur ist das eine weit, weit entfernte Zukunftsvision die wir und andere Generation noch lange nicht erleben werden. zuvor müssen Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Diese Korrektur wird schmerzlich sein. Insofern hoffe, ich das die von Herrn M. beschworene Krise keine humanitäre Vollkatastrophe sein wird.
Als ich noch viel jünger war dachte ich, eine Weltregierung wäre eine gute Idee. Ich Tor.
Eine weltweite "Monokultur" der Bestimmungen, Regeln, Gesetze wäre eine Katastrophe, denn dann hat man keine Ausweichmöglichkeit mehr, wenn einem die Regeln nicht passen. Im kleineren Maßstab trifft das auf die EU genauso zu. Nicht Konformität, sondern Diversität ist erstrebenswert. Damit man eine Wahl hat, und Konkurrenz belebt das Geschäft...

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agua 03.08.2015, 21:08
118.

Ich bin gerne Europäer,aber mit der EU ,der Politik,dem Beamtenaparat in Brüssel,das reicht mir schon lange.Die Krisenländer haben mit der Krisenpolitik ihre Souveränität aufgeben müssen.Das wurde umso deutlicher nach den Wahlen in Griechenland.Das ganze politische System der EU ist sehr verfilzt.
Wir erleben den Abbau eines demokratischen Systems,und ich bin gespannt darauf,was folgen wird?!

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völkerball 03.08.2015, 21:19
119. Was wäre denn die Alternative...

zu einer starken EU mit einheitlicher Außen-, Innen. und Wirtschaftspolitik? Flüchtlingskrise, Wirtschaftskrise, desolate Armeen, Bevölkerungswachstum in der Welt mit einhergehender Gewichtung der Nationen, Rohstoffknappheit, Wohlstandsverteilung etc. ... Es zeigt sich doch heute schon das die einzelnen europäischen Staaten dem ganzen kaum noch gewachsen sind. Wir stehen am Scheideweg: entweder wieder dunkles Mittelalter mit Radikalen an der Spitze vieler europäischer Mitgliedsländer, oder tatsächlich ein gesamt europäischer Staat, der so viel mehr sein würde als die Summe seiner einzelnen (Bundes)länder. Mal sehen was die Zukunft so bringt. So oder so, der Druck wächst. Eine Richtungsentscheidung steht an!

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