Forum: Wirtschaft
Euro: Ein echter Föderalismus für Europa

Die Griechenlandkrise hat den Streit über die Zukunft der EU und des Euro offengelegt. Ein echter Föderalismus wäre das Gegenteil von Wolfgang Schäubles Vision - und würde ökonomisch funktionieren. Es wäre ein fundamentaler Schritt.

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Arminiafan 03.08.2015, 17:08
40.

Zitat von ryo_de_paris
Darf ich Sie daran erinnern dass Deutschland aus einem Flickenteppich von kleinststaaten hervorgegangen ist? https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Deutschlands
.... die aber kulturell verbunden waren. Deswegen hat das ja auch geklappt mit der Konsolidierung. Ein frühe Euro sozusagen.
Ab einer gewissen Größe und Diversifizierung (inhaltlich,, politisch, geschichtlich, sprachlich, kulturell,...) kann das aber praktisch nicht mehr klappen.
Einen Teil des Vorbilds für den Münchau-Apparat verwaltet Herr Putin grade und versucht ihn auf altes UDSSR-Format zurückzubringen... auch ein Erfolgsmodell :-)

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Kassandro5000 03.08.2015, 17:12
41. Der organisierte

Diebstahl deutschen Vermögens wäre das, was Herrn Münchau mit dieser europäischen Dystopie vorschwebt. Wie immer vermisse ich einen Hinweise darauf, wie der freche Griff der Defizit-Regionen in den Geldbeutel der Überschuss-Regionen in dieser feinen Föderation unterbunden werden soll? Letztlich nur durch Waffengewalt?

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malocher77 03.08.2015, 17:13
42. Das wichtigste aus diesem Artikel ist

Das Volk muss gefragt werden,da wir schon bei Euro Einführung nicht gefragt worden sind und Milliarden im Süden derzeit versickern wird die Bereitschaft mit Lira Völkern eine Föderation zu bilden sehr hoch sein.Es mag funktionieren wenn Deutschland alles zahlen soll,nur ob Deutschland dazu ja sagt ist eher unmöglich. Also Währungsreform und zurück zu DM.

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rickmarten 03.08.2015, 17:14
43. Nun ist es raus

Die Abschaffung der Nationalstaaten soll also die Probleme lösen. Viele Schwachen machen zusammen noch keinen Starken. Der überall sichtbare Unwillen zur Lösung jeglicher Probleme soll nun plötzlich durch eine Fusion der Machtstrukturen gelöst werden. Vielleicht sollte man die Frage einmal anders stellen. Nach der Lösung der Finanz- und Wettbewerbsprobleme einiger EU-Länder könnte man darüber diskutieren, vorher nicht.

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peeka(neu) 03.08.2015, 17:15
44. Sehr richtig

Die hyperventilierenden Reaktionen derjenigen, die in nationalen Grenzen denken, übersehen gern, wie schnell diese deutsche Einigkeit verfliegen kann. Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mögen den Länderfinanzausgleich eh nicht, wenn man ihnen mehr Entscheidungsrechte einräumte, würde die Zustimmung zur Auflösung Deutschlands sicherlich gar nicht mehr so schwer fallen.
Und wenn jemand "aber Frankreich, Italien, Spanien" ruft, muss man fragen, wen er da eigentlich meint:
Meint er die Korsen, die gern unabhängig sein würden, die Basken, die Katalanen, die Bretonen? Vielleicht entsteht die Krise ja einfach durch den Zerfall der zusammengekleisterten Staaten wie Belgien oder Großbritannien. Was wird denn passieren, wenn zwar die Mehrheit der Engländer die EU verlassen will, die Schotten aber nicht?
Viele Norditaliener wären auch froh, den Süden loszuwerden.
Man könnte neben dem € auch regionale Währungen zulassen, die nur für den Binnenmarkt einer Region Gültigkeit hätten.
Allerdings fehlen noch die Institutionen:
Es gibt zwar die "European Greens", aber die existieren auch eher auf dem Papier, denn als Einheit. Bei FDP, CDU und SPD sieht es noch schlimmer aus, da trifft man sich erst im europäischen Parlament zur gemeinsamen Fraktion. Syriza, Podemos und die Linke könnten vielleicht zusammen gehen, aber wer ist die Partei in Finnland, in Dänemark, in Frankreich?
Außerdem wäre ein "One-man-one-vote"-Wahlrecht deutlich legitimer.
Es muss eben konsequent das meiste auf untere Ebenen verlagert werden, auch die Kommunen müssten dann gestärkt werden. Für die Zentrale blieben nur die für sie nötigen Aufgaben.
Aber das Europa der Regionen scheint mir eine realistischere Alternative zu sein als das Europa der Halbherzigkeit, welches wir aktuell haben.

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Olaf 03.08.2015, 17:15
45.

Zitat von RioTokio
In Deutschland wird recht gut regiert, in vielen Ländern Südeuropas nicht. Als Reaktion sollen wir fusionieren und alle Macht nach Brüssel delegieren. Unsere Finanzen sollen über Europa verteilt werden, wir übernehmen alle Schulden über Eurobonds. An Absurdität nicht zu übertreffen.
Aber irgendwie typisch für Deutschland. Nicht einmal das größte Onlinemagazin hat einen vernünftigen Wirtschaftsteil.

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schwaebischehausfrau 03.08.2015, 17:15
46. @micromiller: USA und EU...

..zu vergleichen, ist nicht nur wie Äpfel mit Birnen, sondern eher wie Äpfel mit Schweinshaxe. Die USA sind seit mehr als 200 Jahren ein Nationalstaat und selbst davor waren die Unterschiede zwischen Staaten wie Kalifornien und Utah minimal im Vergleich zu den Unterschieden europäischer Nationalstaaten wie Spanien, Deutschland und Polen mit ihren eigenen jahrhundertealten Geschichte als Nationalstaat, jahrhundertealter kultureller Identität und Mentalität - und einer EIGENEN SPRACHE. Defacto möchte auch kein europäischer Staat wirklich noch mehr nationale Souveränität nach Brüssel abgeben. Diejenigen Staaten (wie Europa und Frankfreich), deren sozialistische Regierungen "mehr Europa" fordern, wollen primär ihr eigenes Reform-Versagen abwälzen auf ihre Nachbarn, indem sie sich unter dem Deckmäntelchen der "europäischen Solidarität" gerne aus den Sozialversicherungstöpfen ihrer Nachbarn bedienen möchten. Nach "Europäischer Banken-Union" (mit der letztendlich die Haftungsrisiken maroder südeuropäischer Banken elegant auf die anderen Steuerzahler Europa's abgewälzt werden), der vorgeschlagenen "Europäischen Arbeitslosen-Versicherung" wird's auch nicht mehr lange dauern, bis diese Länder eine gemeinsame "Europäische Renten-Versicherung" fordern, um Zugriff auf die gut gefüllten Kassen ihrer Nachbarn zu bekommen. EURO und zunehmend auch die EU sind mittlerweile zum größten Konflikt-Risiko in Europa geworden..

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jpgermany 03.08.2015, 17:21
47. est fehlt ein bedeutendes Puzzlestück

auch wenn ich hier einmal tatsächlich mit Herrn Münchau träumen möchte denke ich, das es vorerst Träumerei bleiben wird. Es müssten tatsächlich erst einmal eine Vorraussetzungen geschaffen werden, welche immer wieder übersehen wird.
Eine zweite gemeinsame und als erstes in den Schulen unterrichtet Amtssprache in ALLEN Ländern der EU. Nur dies kann die Völker wirklich auch emotional innerhalb von 2 Generationen zusammenführen. Danach klappt es dann auch mi den "Vereinigten Staaten von Europa". Übrigens hat es geschichtlich betrachtet immer nur dann geklappt (siehe USA und auch Deutschland im 19. Jahrhundert). So banal es auch klingt, die Sprache ist die Klammer die ein Volk zusammenhält und Identität stiftet.

Dann muss man sich natürlich auch noch auf eine Sprache einigen. Sicher nicht Esperanto und sicher auch nicht Deutsch oder Französisch. Pronto. Mit English würde man gleich ganz viele Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dann machen sogar die Engländer mit :-)

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plk.ch 03.08.2015, 17:27
48. Eine echter europäischer Bundesstaat..

bedingt den föderalen Aufbau nach dem Vorbild der Schweiz oder USA. Dan könnte der Bundesstaat Europa funktionieren. Für einmal hat Herr Münchau recht. Nur dies bedingt auch mehr Mitsprache der Völker Europas. Ein richtiges Parlament nach dem zwei Kammern-System. Gewaltentrennung Legilative, Exekutive, Judikative.. und der Wille dazu dies auch umzusetzten. Vielleicht würde dann die Schweiz sogar Mitglied der Europäischen Föderation!

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danubius 03.08.2015, 17:30
49. Funktioniert so nicht

Der politische Lösungsansatz für eine gemeinsame EU-Zukunft kann so nie und nimmer funktionieren - nicht einmal zwischen den beiden Großen in der EU, Frankreich und Deutschland. Frankreich, z.B., will ein Europa der Regionen, also Burgund, Katalonien, Wallonien, Schwaben, etc, jedoch keine eigenständig regierten Bundesstaaten. Diese Regionen sollen zentral nur von einer Stelle aus regiert werden wie die derzeitigen Regionen Frankreichs auch (Zwar etwas regionale Mitbestimmung, jedoch zentrale Entscheidungen durch Paris). Hingegen will Deutschland ein Europa der selbständigen Bundesstaaten, also: Bayern, Steiermark usw. (Eigenständige, dezentrale Entscheidungen auf Bundesstaatsebene mit übergeordnetem EU-Wasserkopf, sprich: Regierung und Parlament).

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