Forum: Wirtschaft
Euro: Ein echter Föderalismus für Europa

Die Griechenlandkrise hat den Streit über die Zukunft der EU und des Euro offengelegt. Ein echter Föderalismus wäre das Gegenteil von Wolfgang Schäubles Vision - und würde ökonomisch funktionieren. Es wäre ein fundamentaler Schritt.

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alaf 03.08.2015, 17:30
50.

Zitat von Jasro
Das wäre selbstverständlich nicht nur das Ende von Deutschland als eigenständigem Staat, sondern natürlich ganz genauso das Ende aller anderen EU-Staaten als souveräne Staaten. Die Frage ist, ob z.B. Frankreich oder Dänemark das wirklich wollen, die eigene Souveränität zu Gunsten der EU aufgeben, von Großbritannien ganz zu schweigen. Schon von daher sind Münchaus Überlegungen schon mehr als müßig.
Die Deutschen wurden zur Euroeinführung nicht befragt, die EU-Kommission ist demokratisch schwach legitimiert, das EU-Parlament machtlos und den Regierungen ist der Volkswille eher lästig. Die Methodik, die daraus entsteht und von phantasiebegabten Technokraten mit Unfehlbarkeitsanspruch bis heute praktiziert wird, hat Jean Claude Juncker abschließend definiert:

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt"

''Wenn es ernst wird, muss man lügen''

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ekel-alfred 03.08.2015, 17:30
51. Kein Föderalismus! Keinen Euro!

Wissen Sie, was das Beste für Europa wäre? Jeder Staat hat wieder seine eigene Währung. Das hat vorher wunderbar funktioniert und würde es auch wieder tun.

Schluß mit diesen ökonomischen Experimenten aus den Büchern der Gelehrten. Man kann verschiedene Kulturen nicht unter eine Währung pressen. Das hat nie funktioniert und das wird nie funktionieren. Begreift das doch endlich mal.

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beyman 03.08.2015, 17:32
52. War klar....

Man muss nur die Schlagzeile lesen, um zu wissen, außer wessen Feder dieser Artikel geflossen ist. Auch wenn ich nicht gläubig bin, fange ich langsam an zu beten, dass wir von Herrn Münchaus Visionen verschont bleiben mögen. Die EU mischt sich so schon mehr als genug in nationale Angelegenheiten ein. Nicht auszudenken, wenn der Club Med dann komplett den Ton angeben dürfte.....da hätte man quasi den Bock zum Gärtner gemacht.

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Erwan 03.08.2015, 17:37
53. Das sind alles die Phantasien eines Herr Münchau, viel mehr hat

dieser nicht einzubringen in die Debatte.
Wenn man Europa mehr einigen will, müssen zuerst die wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen, gesetzlichen und noch weit mehr Voraussetzungen unter den unterschiedliche Ländern angeglichen werden. Das konnte man schon bei der Euroeinführung wissen. Da ds nicht erfolgt ist, haben wir die Probleme des Euro nun vorliegen und diese sind nicht gerade gering.
Ein Aufoktroieren von Dingen, die unausgereift sind, bringt nur neue Probleme hervor und kann auch nicht demokratisch legitimiert werden. Man sollte endlich mal begreifen, daß Einigungsprozesse lange reifen müssen und nicht von oben den Völkern aufgedrängt werden können. Das Ergebnis sehen wir heute beim Euro. Hirnlose Ideologen und Politiker haben den geschaffen, obwohl sie gewarnt worden sind. Nichts gegen den Euro an sich, aber der hätte Zeit gebraucht bis die Voraussetzungen da sind oder aber hätte man ihn nur in wenigen Ländern einführen sollen.

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Maya2003 03.08.2015, 17:46
54.

Zitat von ryo_de_paris
Darf ich Sie daran erinnern dass Deutschland aus einem Flickenteppich von kleinststaaten hervorgegangen ist? https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Deutschlands
....mit gleicher Kultur, gleicher Sprache, gleichem historischen Hintergrund - kurz als Nation.

Die Negierung der Nationen ist der größte Fehler unserer Europa-jetzt Fraktion.
KEIN Franzose würde auf die Idee kommen Frankreich "aufzulösen", es in einem Europabrei aufgehen lassen - das können nur WIR, wir mit einem gestörten Verhältnis zu Geschichte und zu uns selbst.

Deutschland ist und war immer mehr als 12 Jahre Barbarei; was Münchau und andere vorschlagen ist im Kern nichts anderes als die Selbstaufgabe der Nation als finale Bestrafung für die Naziherrschaft zugunsten eines diffusen Gebildes "Europa".

Aber das wird nicht funktionieren, NOCH denkt die Mehrheit nationalstatlich. Der Versuch jetzt von oben herab "Europa" darüberzustülpen trägt den Keim des Scheiterns in sich - lassen wir uns Zeit, bauen Europa in kleinen Schritten, dafür aber mit sicherem Fundament und Zustimmung der Bürger.

Große Würfe haben in der Geschichte oft genug zu Not und Elend und Blut geführt. Das müssen wir nicht noch einmal haben. Visionäre haben selten positiv gewirkt.

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stanzer 03.08.2015, 17:51
55. Die Strukturen der europäischen Monarchien könnten ein Vorbild sein

In England wird scharf geschieden zwischen dem würdevollen Teil der Monarchie und dem Regierungsteil und dem Parlament. Es gibt keine geschriebene Verfassung. Die Königin hört sich am Dienstag in einem Gespräch den Premierminister an. Schottland , Wales, Nordirland sind einige staatsrechtliche Identitäten.

In den Niederlanden ist der Einfluss des Monarchen am stärksten. Er ist Vorsitzender des Kronrates.
Eine Monarchie oder vergleichbares würde aber in die aktuelle Europamüdigkeit ein Symbol setzten. Das hätte auch wahrscheinlich zur Folge, dass die Nationen ihre Dominanz verlieren und die Regionen gestärkt würden

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alaf 03.08.2015, 17:54
56. Die Gelehrten waren es nicht

Zitat von ekel-alfred
Schluß mit diesen ökonomischen Experimenten aus den Büchern der Gelehrten. Man kann verschiedene Kulturen nicht unter eine Währung pressen. Das hat nie funktioniert und das wird nie funktionieren. Begreift das doch endlich mal.
Mit Gelehrsamkeit hatte das nichts zu tun, sondern es war der blinde Machbarkeitswahn der Politik. Versuche zu interstaatlichen Währungsunionen gab es in bereits mehrfach in der Vergangenheit. Keine einzige hat funktioniert, sie sind alle zerfallen. Die Politiker wollten nicht nachlesen, warum das so war und sie wollten die Wirtschaftshistoriker nicht befragen. Statt dessen haben sie selbstgerecht an das Primat der Politik vor der Ökonomie geglaubt. Selbst viele, wenn nicht die meisten Ökonomen haben vor der Euro-Einführung gewarnt. Auch das wurde wie üblich ignoriert.

Ein Ingenieur, der ein Auto baut, bei dem die Räder auf dem Dach montiert sind, würde sofort seinen Job verlieren. Politikern haben bei monströsen Fehlentscheidungen kaum etwas zu befürchten, vor allem wenn das Desaster erst lange später sichtbar wird. Aus dem Grund können sie gedanken- und bedenkenlos agieren.

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Worldwatch 03.08.2015, 17:57
57. Wie soll Europa künftig aussehen? ...

... fragt Münchau nun wen??

Meine Antwort: Die jeweiligen, bisher nahezu gestaltungslosen, ignorierten Souveraene, und schon zum bisherigen Zwang "EU&Co.". Und hernach dann die Frage, "was darf's und wie soll's denn sein, Ihr vaterlaendischen, ignorierten, demokratie- und freiheitsbetrogenen Souveraene??"

NUR so, und kein weiterer, vielleicht noch gutmeinender ZWANG im NAMEN der Europaeer!!
Schluss, mit diesem fortgesetzen Lug & Trug im Namen der vereinigten Abkassierer und Umverteiler (in die Taschen des Finanzelitentums und Abzocker).

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chjuma 03.08.2015, 17:58
58. Wenn das irgendwann kommt,

dass der Deutsche Finanzminister der hörige Kellner einer anonymen Macht in Brüssel ist, bin ich selbst im Rentenalter der erste der mit der Flinte auf der Barrikade steht um sich diese Bande vom Hals zu halten. Weil dann haben wir nichts mehr zu verlieren.

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jumbing 03.08.2015, 17:58
59.

Alle Modelle eines vereinten Europa basieren darauf, daß insbesondere die Südstaaten dauerhaft alimentiert werden. Und das wird zunehmend auf Unverständnis in den zahlenden Ländern stoßen. Denn wenn Solidarität von allen eingefordert wird, siehe Aufnahme von Flüchtlingen, zeigt sich ganz schnell, daß gewisse Länder Europa nur als Kuh verstehen, die man melken kann.

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