Forum: Wirtschaft
Euro-Gruppe: Das Treffen der Ratlosen
DPA

Keiner bewegt sich: Noch immer klafft eine Milliardenlücke zwischen den Reformvorschlägen Griechenlands und den Forderungen der Gläubiger. Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister herrscht angespannte Ratlosigkeit.

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vor.morgen 18.06.2015, 15:01
1. Dabei verdienen die Länge mal Bereite. Diese Ratlosen.

Und am allerratlosesten ist die Kanzlerin der wichtigsten Volkswirtschaft innerhalb der Euro-Zone.

Auf gut deutsch: die Volkswirtschaft, die am meisten zahlt.

Denn Tsipras hat schon gesagt, dass er die Kredite nicht zurückzahlen will. Weil er es angeblich nicht kann.

Er muss nur erklären, dass er es nicht kann und schon wird die Haftung fällig, die Merkel unterschrieben hat.

Damit hat sie uns dutzende Milliarden umgehängt, von denen wir nichts gehabt haben!

Um das zu vertuschen, will sie Griechenland im Euro halten. Und nimmt lieber mehr Milliarden auf.

Damit es sich ausgeht. Dass sie schon in Pension ist. Wenn alles zusammenbricht.

Und der Zusammenbruch wird um so heftiger, je mehr Milliarden Merkel weiterhin aufnimmt. Nur, um den Zusammenbruch hinaus zu schieben.

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lauri_m 18.06.2015, 15:03
2. Wichtig ist was Deutschland macht...

... natürlich werden die Euro-Finanzminister intensiv Pro und Contra Griechenland beraten...

Es scheint aber inzwischen eine sehr große Mehrheit gegen weitere Hilfen aus Deutschland zu sein (siehe z. B. aktuelle Spiegel-Umfrage - sicher nicht repräsentativ). Ich bin mir beinahe sicher, dass ohne deutsche Zusagen auch die anderen EU-Länder nichts geben werden, denn letztlich hoffen die alle darauf, dass am Ende wenns drauf ankommt Deutschland die Zeche übernimmt. (Dann haben die alle auch plötzlich ganz schlechte Wirtschaftzahlen usw...).

Deswegen wäre es wichtig, dass unser Bundestag keinen weiteren Hilfen für Griechenland zustimmt. Auch muß auf die EZB eingewirkt werden, dass ELA-Kredite und Target2 Salden endlich kontrolliert werden und nicht zur finanzierung des griechischen Haushalts (die Kaufen sich ("domestic buyers" über ELA inzwischen ihre eigenen Staatsanleihen das Geld geht dann wahrscheinlich. an die Beamten, Rentner usw in Griechenland... http://www.reuters.com/article/2015/06/17/greece-treasuries-idUSZYN28H90020150617 ).

Sagt eueren Bundestagsabgeordneten eure Meinung ( http://www.bundestag.de/abgeordnete )

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maxmaxweber 18.06.2015, 15:04
3. Was ist wirklich Worst-Case?

Zitat: Je näher der 30. Juni rückt, desto mehr Raum nehmen die Gespräche über ein Worst-Case-Szenario ein.
Die Frage ist, was den das Worst-Case-Szenario ist. Ein Verbleiben Griechenlands im Euro, ohne dass es echte Reformen in Griechenland gibt, ist wesentlich schlimmer als ein Austritt. Also nehmen die Geschpräche über einen Verbleib Griechenlands im Euro zu?

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alt+naiv 18.06.2015, 15:06
4.

"Und ohne die Zustimmung der Parlamente wird es keine Auszahlung geben, betonen EU-Diplomaten."

Vielleicht können die Medien dann eine Liste veröffentlichen, welcher Parlamentarier wie abgestimmt hat, damit der Bürger seinen Abgeordneten dann auch fragen kann, warum er weiter zustimmt, Geld zu verbrennen.
Außerdem hätte man dann einen kompetenten Ansprechpartner, der einem sämtliche Facetten der gesamten Problematik, Grexit oder nicht, verständlich erläutern könnte - denn abstimmen über etwas, was man nicht kapiert oder durchschaut hat, lässt das abgeordnete Gewissen ja gar nicht zu. :-(

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wibo2 18.06.2015, 15:06
5. Der Varoufake hat es allen gezeigt ...

"Es gehört zur Ironie der ganzen Krise, dass der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis nicht als Bittsteller nach Luxemburg kommt, sondern als Mitglied der Euro-Gruppe und bei den Tagesordnungspunkten zwei und drei die Fortschritte Zyperns und Portugals bei ihren Sparbemühungen bewerten wird." (SPON)
" ... If you can´t convince them, confuse them ...
... but they'll have to try a lot harder than that
to fool us!"

Jetzt sind alle ratlos. Nur Washington könnte jetzt ein
Machtwort sprechen und sagen, was zu tun ist.
Weil die den finanziellen Wert von GR als Nato Südostflanke bewerten können.

Die Europäer wissen nicht mehr weiter. Alle stoßen an ihre Grenzen. Dem Varoufakis könnte sein Grinsen auch noch vergehen. Für taktische Spiele
ist keine Zeit mehr. Jetzt wird es ernst! Auch für ihn,
seine Lügen werden ihn verfolgen ...

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eriberto 18.06.2015, 15:08
6. Augenwischerei...

Es ist schon kurios: jetzt bearbeiten die Medien den geneigten Leser dahingehend, dass es ja nur noch um 'Peanuts' geht, wovon eine Entscheidung, bzw. Einigung abhänge.
Der Betrag, bzw. die Differenz ist doch gar nicht so relevant. Es geht vielmehr um Glaubwürdigkeit. Die griechische Regierung mag in Ihren Vorschlägen dieses und jenes versprechen, ja vielleicht sogar parlamentarisch verabschieden. Wie aber sieht es dann mit der Umsetzung aus ? Die bisherigen Erfahrungen lassen da nichts Gutes erahnen... Die grundsätzliche Frage, die wohl auch den IWF vorrangig umtreibt, ist die Nachhaltigkeit, sprich wie ist es zu vermeiden, dass Griechenland weiterhin am Tropf hängt ? Solch schöne Angaben, wie 1% Primärüberschuss klingen gut, besitzen aber wenig Aussagekraft und würden mit welchen Begründungen auch immer, schnell revidiert, bzw. kassiert.
Ich frage mich, welche Perspektive der Staat Griechenland innerhalb der Eurozone hat ? Womit soll der gewünschte Lebensstandard gegenfinanziert werden ? Wo ist das gesamtwirtschaftliche Modell, das schlüssig darlegt, dass dies überhaupt funktionieren kann ? Übrigens eine Bringschuld der griechischen Regierung, wie ich meine...
Selbst wenn jetzt wieder durch Rechtsbeugung - von allen Seiten geduldet - die EZB zum 01.Juli die ELA-Kredite nicht einstellt, was ändert das ? Nichts, absolut nichts! Der griechische Staat kann/möchte nicht innerhalb der Eurozone finanziell eigenständig existieren. Dafür fehlt es einfach an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Kurzum die Griechen leben und lebten über ihren Verhältnissen, d.h., der angeeignete Lebensstandard war und ist nicht selbstfinanziert und somit schlicht nicht trag-, bzw haltbar. Eine harte Wahrheit, aber so ist es nunmal. PUNKT

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schrumpel500 18.06.2015, 15:10
7.

griechische Staatschulden: ca 300 Mrd € jährliche Steuerhinterziehung in Griechenland: geschätzt 20-30 Mrd. € - Schattenwirtschaft in Hellas 40% des BIP Worüber diskutieren die eigentlich alle???? Griechenland braucht nur die Steuern korrekt einzuziehen und nach 15 Jahren sind alle Schulden weg. Stattdessen 5 Jahre Gelaber und der Grexit kommt immer näher. Griechland braucht keine finanziellen Hilfen, die müssen nur ein funktionierendes Steuersystem aufbauen. Aber anstatt darauf zu fokusssieren, läßt sich Europa von griechischen Hütchenspielern an der Nase herumführen. Damit sie nichts zu ändern brauchen und man Frau Merkel, den IWF, Europa... Hauptsache jemand anders für die Misere verantwortlich machen kann.

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disi123 18.06.2015, 15:18
8. EZB und IWF

Kann die EZB nicht auch noch die Anleien des IWF aufkaufen? Dann waere sie die einige Bank der Welt wo Griechenland Schulden hat.
Dann ein Euro Reset in Form eines Schuldenschnitts und das Spiel kann von Vorne losgehen.

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FIFA87 18.06.2015, 15:19
9. Sich auf die 2 Milliarden zu einigen ist sicher einfach...

Wichtiger ist jedoch sich darauf zu einigen, wie die Luecke von 2 mrd geschlossen warden kann, was an Reformen umgesetzt werden soll, und wie aus Ankuendigungen auch Taten werden - das ist ja das eigentlich Problem.

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