Forum: Wirtschaft
Euro-Gruppe: Das Treffen der Ratlosen
DPA

Keiner bewegt sich: Noch immer klafft eine Milliardenlücke zwischen den Reformvorschlägen Griechenlands und den Forderungen der Gläubiger. Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister herrscht angespannte Ratlosigkeit.

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the.sprevan 18.06.2015, 15:22
10. Nach Euler Hermes

tritt ein Zahlungsausfall erst nach einigen Monaten nach Nichtzahlung bei Fälligkeit ein. Zuvor muss erstmal gemannt werden, dann ein internationales Inkassobüro bauftragt werden und wenn das alles nicht zur Zahlung führt, tritt der Ausfall ein. Also hat GR noch genug Zeit, um zu taktieren.

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abc. 18.06.2015, 15:22
11. Sollte der Grexit kommen

Sollte der Grexit kommen, und die Griechen die absehbaren Konsequenzen ihrer letzten Wahl am eigenen Leib spüren, wird's in GR zum offen Aufstand kommen. Nehme mal stark an, dann werden die hungernden Massen das Parlament stürmen, und die Syriza-Wahlbetrüger ihrem Schicksaal zuführen. Vermutlich kommts danach wieder zu einer Militärdiktatur.

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wannbrach 18.06.2015, 15:32
12.

Man sollte so nicht mit Griechenland verhandeln. Man legt die Forderungen auf den Tisch und dann heißt is nur- JA oder- Nein und dann lässt man bei Nein Griechenland pleite gehen und spart uns allen diese elende Theater. Warum verhandelt man mit diesen Politikern die Versprechungen gemacht haben in dem vollen Wissen dass sie sie nie einhalten können, nur um an die Macht zu kommen.

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demokroete 18.06.2015, 15:33
13. Der Zusammenbruch Griechenlands ist alternativlos,

also bringen wir es hinter uns. Jeder Versuch, den Leichnam künstlich am Leben zu erhalten, verursacht nur weitere Kosten. Nach einem totalen Zusammenbruch kann die griechische Regierung die Schuld bequem der EU zuschieben und auf den Trümmern dann endlich die notwendigen Reformen durchführen. Das derzeit bestehende Finanzsystem ist jedenfalls nicht lebensfähig.

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*Travelyunkie* 18.06.2015, 15:35
14. Wenn Griechenland keine Steuern einnimmt, hat Geldprobleme. Wer kein Geld hat, kann es auch kein Geld ausgeben...

Varoufakis räumt massive Probleme in der staatlichen Finanzverwaltung ein, etwa bei der Mehrwertsteuer:

"Wissen Sie, was unser wirkliches Problem mit der Mehrwertsteuer ist? Wir sind nicht in der Lage, sie zu kassieren", sagte Varoufakis.

Er warnte davor, wie von den Gläubigern gefordert, die Mehrwertsteuer für "wichtige Lebensbereiche" auf 23 Prozent zu erhöhen: "Dann kommt noch weniger in die Kassen. Klingt verrückt, aber es ist so: Je höher diese Steuern, je weniger zahlen die Leute, sie fühlen sich dann berechtigt, nicht mehr zu zahlen."

Wer keine Steuern einnimmt und Renten auch an Tote zahlt, hat Geldprobleme. Die müssen dann aber nicht andere Länder bezahlen.

http://www.spiegel.de/forum/politik/griechenland-krise-varoufakis-pocht-auf-schuldenschnitt-thread-308071-1.html

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KingTut 18.06.2015, 15:53
15. Frau Merkel

Als Merkel-Anhänger muss ich leider konstatieren, dass die Rettungspolitik gescheitert ist. Man kann der Kanzlerin dabei nicht mal einen Vorwurf machen, denn niemand konnte diese Entwicklung vorhersehen. Wer hätte gedacht, dass die neue griechische Regierung sich nicht an die von ihrer Vorgängerin eingegangenen Verpflichtungen hält und auch ansonsten keine Anstalten macht, um die offensichtlichen Mängel (Kataster, Steuerflucht, Reichensteuer) anzugehen?
Frau Merkel hatte heute absolut Recht, als sie vor dem Bundestag die bisher erbrachten Leistungen zugunsten Griechenlands hervorhob. Ich hoffe deshalb, dass sie von jetzt an keinerlei Verpflichtungen zu Lasten der Steuerzahler mehr eingeht. Jetzt wissen alle, dass auf die griechische Regierung kein Verlass ist, selbst wenn sie auf dem Papier irgendwelche Zugeständnisse macht. Denn wir haben keine Möglichkeit, die Einhaltung von Absprachen zu erzwingen, wenn diese wieder mal gebrochen werden. Frau Merkel, bitte hören Sie auf uns!

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rodolfo-castala 18.06.2015, 15:54
16. Vielen Griechen scheint es bestens zu gehen

Heute wurde in den Nachrichten von Radio Nacional in Spanien verkündet, dass der Kauf von Luxusautos in Griechenland in letzter Zeit um 20% zugenommen hat.

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nachtmacher 18.06.2015, 16:00
17. @schrumpel500 #7

Tja, wenn man die Zahlen aus Steuerhinterziehung (ca. 20-30Mrd€) und der Schattenwirtschaft (knapp 100mr€) zusammen nimmnt dann wäre Griechenland recht schnell aus dem Gröbsten raus. Selbst wenn es auch nur Gelänge jeweils 50% "einzufangen"... wenn man jetzt noch die griechischen Guthaben in der Schweiz und die Immobilien in London, berlin und wasweißichnochwo dazunimmt, kommt man sich echt verarscht vor!

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Sonia 18.06.2015, 16:01
18. Das griechische Volk hat eine Lösung verdient

Ich gehe davon aus, dass es diese geben wird. Wenn es möglich ist, dass der IWF mit der Ukraine über einen Schuldenschnitt verhandelt, warum nicht mit Griechenland? Da die ukr. Regierung ziemlich sauer über die schleppenden Verhandlungen ist, hat sie aktuell ein Gesetz beschlossen, die Zahlungen an ausländische Gläubiger einzustellen. Was wäre hier los, hätten das die Griechen getan? 11 Mr. Schulden sowie bilaterale Kredite hat die Ukraine gegenüber der EU, vor wenigen Wochen flossen wieder aus Deutschland Gelder dorthin 100 Mio. Euro. 23 Mr. Schulden u. nichts lesen wir hier dazu. Selbst an die Wand gefahren in 23 Jahren Freiheit; die Polen, Tschechen, Slowaken bauten ihr Land auf, die Oligarchen plünderten die Ukraine aus. Unsere Solidarität sollte schon aufgrund der engen Beziehungen, die wir Deutschen nicht nur über die Gastarbeiter, sondern auch über Jahrzehntelangen Tourismus zu Griechenland hatten, den Griechen gelten. Die halten nicht einfach die Hand auf; was soll Tsipras machen? Angerichtet hat seine Regierung dieses gigantische Dilemma nicht.

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tolate 18.06.2015, 16:04
19. Das Dilemma ist ohne Grexit nicht lösbar

Eine spannende entscheidende Phase. Die Aufnahme des durchgehend den Anforderungen nicht genügenden Landes in die Eurozone war nur möglich nach einer kreativen Form der Bilanzierung des Staatshaushaltes, bei der Goldman Sachs Regie geführt hat. Aus geostrategischen Gründen war das Ergebnis gewünscht, es wurde nicht in Frage gestellt. Bei der ersten Verschärfung der wirtschaftlichen Situation ist das Konstrukt zusammengebrochen. Seither ist an der wirtschaftlichen Verfassung des griechischen Staates nichts Wesentliches verändert worden. Die Auszahlung der enorm hohen Anteile des Haushaltes an Renten und Gehältern in Euro ist nicht länger finanzierbar, eine Abwertung zur Entlastung der eigenen Wirtschaft aber nicht möglich. Beide Seiten haben recht. Die Politik der weiteren Verelendung wird nichts grundlegend ändern können, zumal der politische Wille dazu ja seit 1830 fehlt. Ohne verlässliche Reformzusicherungen können die Meister der Eurozone weitere Subventionen gegenüber der übrigen Bevölkerung nicht mehr rechtfertigen, weil diese eben nicht von der Subvention der griechischen Regierung profitiert. Letzteres ist schon so oft behauptet worden, dass es jetzt nicht mehr glaubwürdig ist, gestimmt hat es noch nie. Der deutsche Exportüberschuss ist durch Lohnverzicht hier zustande gekommen. Wenn dann mittels Dauer-Sponsoring in Griechenland Waren eingeführt werden können, hebt das nicht den Lebensstandard hier, sondern verschleiert die Notwendigkeit der Kaufkrafterhöhung hier, da die Wirtschaft ja brummt.

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