Forum: Wirtschaft
Euro-Krise - Deutschlands oberster Populist

Erst fordert Arbeitsministerin von der Leyen für die Euro-Zone*das Prinzip "Geld nur gegen Gold" - nun*kritisiert Bundespräsident Wulff barsch die Retter der Währungsunion. Schluss damit! Es ist höchste Zeit, das endlich wieder die echten Euro-Experten die Debatte bestimmen.

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beggars banquet 25.08.2011, 19:57
480. Die ewige Mär

Zitat von mcfly71
Klar profitiert die deutsche Wirtschaft. Und wer lebt von dieser Wirtschaft? Bingo! ! Gerade die , die sie nannten, sind die größten Arbeitgeber Deutschlands.
Der in Deutschland tätige, sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer ist mit Gewissheit nicht der Nutznießer. Weder in Bezug auf seinen Lohn (Seite 3), noch in Bezug auf die Gesamtzahl der vollversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Gerade die "Schlüsselindustrien" haben in den letzten Jahren massiv sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze abgebaut.
Zitat von
Was meinen sie, wieviele Zulieferbetriebe allein die deutsche Autoindustrie miternährt?!...
Miternährt? Die Zulieferfirmen werden in Zukunft ein weitaus höheres Wertschöpfungspotenzial entwickeln als die Autoindustrie. Ohne die Innovationen der Zulieferbetriebe hätten die Automobilhersteller große Probleme, ihre eigenen Arbeitnehmer zu "ernähren".
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Pers. Anmerkung
Der Arbeitnehmer wird nicht von der Industrie und schon gar nicht vom Handwerk "ernährt", sondern ist ,in großen Teilen (noch) der zentrale Ausgangspunkt der Wertschöpfung. Leider wird der AN, dank unfähiger Gewerkschaften, nicht entsprechend am Gewinn beteiligt. Somit ist der gewöhnliche Werker an der Feilbank derjenige, der die "Bosse" ernährt und nicht umgekehrt.
MfG beggars banquet

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auri sacra fames 25.08.2011, 20:13
481. -

Zitat von beggars banquet
Pers. Anmerkung Der Arbeitnehmer wird von der Industrie und schon gar nicht vom Handwerk "ernährt", sondern ist ,in großen Teilen (noch) der zentrale Ausgangspunkt der Wertschöpfung. Leider wird der AN, dank unfähiger Gewerkschaften, entsprechend am Gewinn beteiligt. Somit ist der gewöhnliche Werker an der Feilbank derjenige, der die "Bosse" ernährt und nicht umgekehrt. MfG beggars banquet

Das alleine den Gewerkschften in die Schuhe zu schieben trifft aber nicht den Kern.

Schröder, Fischer, Westerwelle und Merkel haben ohne mit der Wimper zu zucken die Agenda 2010 durchgewinkt.

Die war der Sargnagel - nicht nur für die Sozialhilfe - sondern hauptsächlich für die Lohne.

"Aufstockung", 400-Euro-"Jobs", unbegrenzte Beschäftigung von Leiharbeitern zu Billiglöhnen
(sogar im kommunistischen GB müssen Firmen, die Leiharbeiter beschäftigen für diese einen deutlich höheren Mindestlohn bezahlen, als die Stammbelegschft erhält. Was ja auch logisch ist, denn der AG ist von jeder Kündigungsfrist, Altersvorsorge,... enthoben).

Die Agenda war ein systematischer Abriß des deutschen Wohlstands. Mit dem Ergebnis von inzwischen hunderten Milliarden Neuverschuldung und Ausverkauf von allem, was Merkel und Schröder noch an der Börse verscherbeln konnten.

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bailoutkeepout 25.08.2011, 21:05
482. Pervertierte Anreize

Vor etwa eineinhalb Jahren schrieb ich, dass Griechenland ausgemustert werden sollte und dachte, so würde es kommen. Nun hängt man sich an Wulff - die absolute Fehlbesetzung für das Amt des BP - auf und übergeht die Aussagen der Bundesbank!

Hier läuft so vieles so schief, dass man eigentlich nur noch Eins machen kann: auswandern. Prof. Homberg schlägt Schweiz, Neuseeland u.a. vor.

Soros hat Recht. Eurobonds sind das letzte Mittel, das die Schurken noch "in der Hand haben", denn so starke Rettungsschirme, wie sie demnächst gebraucht werden, können nicht aufgespannt werden (2,5 bis 5 Billionen €, schätze ich).

Lieber schaue ich mir das außerhalb von Europa an, wie dieses "Spiel" ausgeht. Ich fürchte, es wird bald Krieg geben.

Soziale Marktwirtschaft.... pffffft

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beggars banquet 25.08.2011, 21:25
483. Blöder-Blair-Paper

Zitat von auri sacra fames
Das alleine den Gewerkschften in die Schuhe zu schieben trifft aber nicht den Kern.
Das ist natürlich richtig.
Ich bin selbst Arbeitnehmer. Vom Arbeitgeber erwarte ich keine freiwilligen Zugeständnisse. Aus den Reihen der Politik ebenfalls nicht. Mir bleibt im Spiel, von Wertschöpfung und Verteilung der daraus resultierenden Erlöse, nur die "Gewerkschaft" als Teilnehmer auf der Arbeitnehmerseite. Das sich "Wirtschafts"politik und Arbeitgeber seit dem Zusammenbruch des Ostblock die lohnpolitischen Bälle zuspielen ist ja allseits bekannt. Das aber "mein" einziger Interessenvertreter so dermaßen saft- und kraft- und hilflos diesem Treiben zusieht enttäuscht mich dann doch sehr. :-(
Zitat von
Schröder, Fischer, Westerwelle und Merkel haben ohne mit der Wimper zu zucken die Agenda 2010 durchgewinkt.
Nicht nur das, sie haben aktiv daran teilgenommen.
Zitat von
Die war der Sargnagel - nicht nur für die Sozialhilfe - sondern hauptsächlich für die Lohne.
Damit war die negative Lohnspirale gesellschaftsfähig geworden.
Zitat von
"Aufstockung", 400-Euro-"Jobs", unbegrenzte Beschäftigung von Leiharbeitern zu Billiglöhnen (sogar im kommunistischen GB müssen Firmen, die Leiharbeiter beschäftigen für diese einen deutlich Mindestlohn bezahlen, als die Stammbelegschft erhält. Was ja auch logisch ist, denn der AG ist von jeder Kündigungsfrist, Altersvorsorge,... enthoben). Die Agenda war ein systematischer Abriß des deutschen Wohlstands. Mit dem Ergebnis von inzwischen hunderten Milliarden Neuverschuldung und Ausverkauf von allem, was Merkel und Schröder noch an der Börse verscherbeln konnten.
MfG beggars banquet

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andrea heil 26.08.2011, 08:31
484. *

Zitat von Andreas Heil
Die Eurobonds haben drei Hauptpunkte: 1. "Investoren" könnten dann nicht mehr die Staaten gegeneinander ausspielen, die Bewegungen treiben und auf die selbstgemachte Destabilisierung wetten. Damit ist dieser gigantische Transfer (so wie zuvor über Devisenspekulationen und Notenbankverluste bei Interventionen) an die Zockerbuden ausgetrocknet und .....
Sie sollten dies schleunigst - wie weiland Luther, in Berlin an das Kanzleramt nageln!

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andrea heil 26.08.2011, 09:56
485.

Zitat von Andreas Heil
Die Eurobonds haben drei Hauptpunkte: 1. "Investoren" könnten dann nicht mehr die Staaten gegeneinander ausspielen, die Bewegungen treiben und auf die selbstgemachte Destabilisierung wetten. Damit ist dieser gigantische Transfer (so wie zuvor über......
Sie sollten dies - wie weiland Luther, an die Türen des Bundeskanzleramtes nageln.

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team_gleichklang_de 26.08.2011, 10:18
486. Selber mit verantwortlich

Herr Wulf macht sich lächerlich. Er gehört zu denen, die sich gegen die notwendige Regulierung der Finanzmärkte gestellt haben und Schuld am Desaster sind. Recht hatte in Wirklichkeit Lafontaine, auch wenn er damals von allen verlacht und ausgegrenzt wurde. In Wirklichkeit war er weitsichtiger.

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Tungay 26.08.2011, 10:27
487. Wer bitte...

...ist Sven Böll? Derjenige der bei Spon von Beginn der Wirtschaftskrisenpropaganda an, die Entmachtung des Souverains durch die Eurokratie und Finanzindustrie propagiert. Ist Sven Böll dafür verantwortlich, dass der Spiegel jeden Kontakt zu realer Finanzpolitik verloren und sich den Thesen der "dieLinke" angeschlossen hat?
Wo bleibt be Spon der Bericht über die bewusste Untätigkeit des BVG, in der Klage der Wirtschaftsprofessoren? Ihr seid so durchschaubar in eurer Propaganda.

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marcaurel1957 26.08.2011, 10:39
488. die Entscheidung liegt beim deutschen Parlament

Zitat von Bondurant
Selbst wenn Art.125 AEUV der "freiwilligen" Übernahme von Schulden anderer EURO-Staaten nicht entgegenstünde - was die meisten wissenschaftlichen Kommentatoren übrigens anders sehen - bedeutete dies noch nicht, dass die Bundesrepublik so handeln dürfte. Denn hier muss dann zunächst gefragt werden, ob nicht deutsches Staats- oder Verfassungsrecht dieses Handeln verbieten oder vielleicht von qualifizierten Mehrheitsentscheidungen im Parlament abhängig machen.
§125 AEUV steht einer freiwilligen Hilfe für die europäischen Banken, upps ich meine natürlich Länder, sicher nicht entgegen, da sind sich die Europarechtler einig.

Ich stimme IHnen zu, daß die Entscheidung darüber von der deutschen Exekutuve und Legislative zu treffen ist

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localpatriot 26.08.2011, 11:07
489. Herr Wulff spricht klar ....

Zitat von Tungay
...ist Sven Böll? Derjenige der bei Spon von Beginn der Wirtschaftskrisenpropaganda an, die Entmachtung des Souverains durch die Eurokratie und Finanzindustrie propagiert. Ist Sven Böll dafür verantwortlich, dass der Spiegel jeden Kontakt zu realer Finanzpolitik verloren und sich den Thesen der "dieLinke" angeschlossen hat? Wo bleibt be Spon der Bericht über die bewusste Untätigkeit des BVG, in der Klage der Wirtschaftsprofessoren? Ihr seid so durchschaubar in eurer Propaganda.
Wenn ein relativ unsichtbarer deutscher Bundespraesident sich zu Sachen Wirtschaftstruktur spricht, laut und sichtbar, dann sollte man in erster Linie die Ohren aufmachen.
Man versucht durch die gegenwaertige Aktion die Finanzmaerkte zu besaenftigen und moeglicherweise bietet man ihnen eine unheimliche Profitgelegenheit nebenbei.

Was Praesident Wulff hier klar anspricht, ist die immer noch fehlende Strukturberichtigung des gesamten Eurowaehrungssystems.

Was hier passiert ist der Bau einer Wehrwand auf Schlamm und Sand.
Man sollte Herrn Wulff gut anhoeren und grundsaetzliche Reparaturabeiten die erste Bedingung fuer Aenderungen am Euro machen.

Das ganze hat ein ganz schoenes Gschmaeckle und in Daenemark ist auch nicht alles geheuer (rein Rhetorisch).

PS: Wenn ich jetzt noch schreibe wer am Ende die Supergewinne der Finanzindustrie zahlen muss, dann wird mein Beitrag wieder unterdrueckt.

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