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Euro-Krise: EU-Kommissionschef Barroso verlangt Ende des Spardiktats
REUTERS

José Manuel Barroso fordert einen Kurswechsel in der europäischen Rettungspolitik: Der EU-Kommissionspräsident sagte, die Spardoktrin sei an Grenzen gestoßen. Angesichts wachsender Schulden könnten Krisenländer nun mehr Zeit bei der Sanierung bekommen.

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muellerthomas 23.04.2013, 15:18
260.

Zitat von e.schw
Wann und womit möchten die USA die aufgelaufenen Schulden begleichen?
Die USA haben doch bisher jede einzelne Anleihe pünktlich mit vollem Zins bedient. Wie kommen Sie denn auf die Idee, die USA würden ihre Schulden nicht begleichen?

Und trotz des Staatsschuldenstandes von rund 100% des BIPs, liegt die Zinsbelastung heute niedriger als etwa in den 90er Jahren.

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ColoradoAvalanche 23.04.2013, 15:25
261.

Zitat von muellerthomas
Wo bezahlen Sie denn nun weniger?
Die Liste der potentiellen Länder haben sie ja geliefert. Es ist auf der Lste aufgeführt.

mir ist es egal wieviel andere Zahlen wollen und zahlen. Ich finde die Abgabenlast in Deutschland deutlichst zu hoch!

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tuchholzky 23.04.2013, 15:29
262. Sparen Schuldenrückzahlung = ?

= Rezession. ---- - Barroso hat Recht !
Die Südländer sollten es so machen wie Argentinien es gemacht hat, nämlich in Insolvenz gehen und neu anfangen. Argentinien hatte damit Erfolg und steht heute gut da.

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RührDich 23.04.2013, 15:43
263. Wen wundert das ?

Längst schon haben die Südstaaten die Kontrolle über EU und Euro übernommen. Entweder Deutschlang geht raus - oder zahlt auf Generationen hinaus. Bis es irgendwann wieder den grossen Knall gibt ....

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kommi2001 23.04.2013, 16:01
264. Neusprech !!1984

Es ist schon erstaunlich wie die Orwellsche Politkaste die Köpfe der Bürger vernebelt.Wir haben eine Staatsschuldenkrise! weil die Politik permanent und ohne wirkliche Notstände, noch nie verantwortungsvoll mit dem Steuergeldern der Bevölkerung umgegangen ist!!!!Seit Jahren plappert die Politik und die Medien schon vom Sparen wenn nur etwas weniger neuer Kredit aufgenommen wird.576 Mrd.Euro neue Schulden für unsere Kinder und Enkel sind also "Kaputtsparen"?Verschleuderte Steuermilliarden sind Zukunftsinvestitionen,den Bürgern 614Mrd.Euro Steuern(BRD-2012) abpressen und bereits über alle Parteifarben hinweg noch höhere Abgaben und Steuern androhen.Herr muellerthomas wenn denn die USA so solvent sind warum kauft denn die FED pro Monat 85 Mrd. Dollar Anleihen?16,4Bill.Schuldenstand und niedrigere Zinsbelastung als in den 90igern als man noch echte Anleihegläubiger hatte,wirklich verwunderlich!Alle Kämpfe zwischen dem Präsidenten und Republikanern im gingen nicht um echtes sparen sondern nur um die Höhe der neuen Schulden.

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muellerthomas 23.04.2013, 16:15
265.

Zitat von kommi2001
576 Mrd.Euro neue Schulden für unsere Kinder und Enkel sind also "Kaputtsparen"?
Und nochmals: Schulden und Guthaben befinden sich immer gleichzeitig in einer Generation, die Kinder erben beides. Wenn sind die Schulden ein Verteilungsproblem innerhalb der jeweilgien Generation.

Zitat von
Herr muellerthomas wenn denn die USA so solvent sind warum kauft denn die FED pro Monat 85 Mrd. Dollar Anleihen?
Im Rahmen des Quantitative Easing werden seit Anfang des Jahres wieder Anleihen gekauft, davor wurden seit Mitte 2011 keine gekauft. Es ist also keineswegs so, als würde die Fed dies permanten machen.

Zitat von
16,4Bill.Schuldenstand
Bei rund 16 Bio. BIP.

Zitat von
und niedrigere Zinsbelastung als in den 90igern als man noch echte Anleihegläubiger hatte,wirklich verwunderlich!
In den USA wie auch in Europa möchten die Privathaushalte mehr sparen als die Unternehmen investieren möchten, es gibt also einen Ersparnisüberhang. Die Zinsen sind damit auch völlig ohne Eingriff neidrig, werden aber zru Belebung der Wirtschaft insbesondere am langen Ende noch zusätzlich gedrückt.

Was spricht für Sie gegen ein solches Vorgehen?

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fortion 23.04.2013, 16:22
266.

Zitat von freigeist1964
das ist grundlegend falsch! Der Euro ist der Preis, den Deutschland für die Wiedervereinigung zu zahlen hatte. Und das lag zuallererst in der Verantwortung der Franzosen, die sich vorgestellt haben, dass man D mit der Einführung einer gemeinsamen Währung kleinhalten und kontrollieren kann. Jetzt die deutschen Sparguthaben zum Ausgleich der Verwerfungen zu nehmen ist ungerecht und völlig unproduktiv und wird hierzulande die Menschen radikalisieren und in die Hände von Rattenfängern treiben. Das kanns ja wohl nicht sein.
Deutschland trägt die Schuld am Ersten und am Zweiten Weltkrieg und auch am Euro. Jedesmal haben die Bürger, bzw. Wähler unfähige Möchtegernstaatsmänner ihre Phantasien ausleben lassen, ohne ihnen rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Es war doch klar, daß auch die Spinnerei und Unfähigkeit des Schwarzgeldkanzlers ins Unglück führen mußte. Dafür können wir jetzt nicht die anderen Europäer zahlen lassen. Wenn der Kanzler der fragwürdigen Ehrenworte auch einmal an das Wohl unseres Landes gedacht hätte und sich nicht so leicht hätte über den Tisch ziehen lassen und nicht so eifrig die Euroeinführung betrieben hätte, weil er an seinem Denkmal baute, wäre Deutschland und Europa viel erspart geblieben.

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davidoff63 23.04.2013, 16:32
267. hallo...

Zitat von RührDich
Längst schon haben die Südstaaten die Kontrolle über EU und Euro übernommen. Entweder Deutschlang geht raus - oder zahlt auf Generationen hinaus. Bis es irgendwann wieder den grossen Knall gibt ....
... wieviel euro haben sie bisher gezahlt?
wenn es den großen knall gibt, dann ist deutschland schuld... mit seiner bescheuerten politik.
deutschland war das einzige land mit überschuß 2012 .... woran lag das wohl? dumpinglöhne ... agenda 2010 ....
wir sind die billigheimer in europa ... banken und industrie verdienen sich dumm- und dämlich.
wir müssen den exportwahn beenden.. und die binnennachfrage ankurbeln!
also: löhne plus 15% .. mindestens, hartz auf 500 € ...

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e.schw 23.04.2013, 17:07
268. Das Ende in Sicht...

Zitat von muellerthomas
Die USA haben doch bisher jede einzelne Anleihe pünktlich mit vollem Zins bedient. Wie kommen Sie denn auf die Idee, die USA würden ihre Schulden nicht begleichen? Und trotz des Staatsschuldenstandes von rund 100% des BIPs, liegt die Zinsbelastung heute niedriger als etwa in den 90er Jahren.
Amerika hält den gegenwärtigen Trend nicht mehr lange durch. Die Europäer haben dagegen noch etwas mehr Luft. Doch für viele Staaten gilt: Wenn die Zinsen steigen, werden eine Reihe von ihnen sehr schnell zahlungsunfähig, von Banken und Unternehmen nicht zu reden...Sollten die Notenbanken die drohende Zahlungsunfähigkeit weiterhin mit den bisherigen Methoden abzuwenden versuchen, gehen die Währungen kaputt...

Der vormalige italienische Finanzminister Tremonti wies darauf hin, dass man, um die wirtschaftliche Verfassung eines Staates zutreffend zu beurteilen, den Umfang der öffentlichen und der privaten Schulden berücksichtigen muss.

Laut Spiegel Online belief sich die Gesamtschuld der USA vor etwa zwei Jahren auf rund 115 Billionen Dollar, etwa das Siebenfache des amerikanischen BIP. Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ein Staat derart hoch verschuldet ist - auch den Briten ging es Ende der dreißiger Jahre nicht besser -, doch war fast jedes Mal ein Krieg notwendig, um den nötigen Ausgleich zu schaffen. Erst nach Kriegsausbruch gelang Roosevelt übrigens der verstärkte Zugriff auf die privaten Vermögen. Wohl nur die Angst vor den Massenvernichtungswaffen hält Staaten von diesem Schritt noch ab...

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muellerthomas 23.04.2013, 17:20
269.

Zitat von e.schw
Amerika hält den gegenwärtigen Trend nicht mehr lange durch.
Welchen Trend? Dass die Gesamtschuldenquote sinkt und die Staatsschuldenquote in diesem Jahr den Höchststand erreichen wird?

Zitat von
Wenn die Zinsen steigen, werden eine Reihe von ihnen sehr schnell zahlungsunfähig,
Weshalb sollten bei einem Staat mit eigener Währung bei schlechter bis mäßiger wirtschaftlicher Lage die Zinsen steigen? Und ist umgekehrt die wirtschaftliche Lage gut, steigen auch die Steuereinnahmen und die steigende Belastugn wird tragbar.

Zitat von
Der vormalige italienische Finanzminister Tremonti wies darauf hin, dass man, um die wirtschaftliche Verfassung eines Staates zutreffend zu beurteilen, den Umfang der öffentlichen und der privaten Schulden berücksichtigen muss.
Ja, ich sage seit Jahren, dass man auch auf die private Verschuldung sowie die Nettoauslandsposition schauen sollte.


Zitat von
Laut Spiegel Online belief sich die Gesamtschuld der USA vor etwa zwei Jahren auf rund 115 Billionen Dollar, etwa das Siebenfache des amerikanischen BIP.
Also ich sehe hier 40 Bio., grob das 2,5fache des BIPs.

Zitat von
Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ein Staat derart hoch verschuldet ist - auch den Briten ging es Ende der dreißiger Jahre nicht besser -, doch war fast jedes Mal ein Krieg notwendig, um den nötigen Ausgleich zu schaffen.
Gerade in UK war es doch umgekehrt (mehrere Male sogar): Kriege führten zu steigenden Schulden, die danach abgebaut werden konnten.

Zitat von
Erst nach Kriegsausbruch gelang Roosevelt übrigens der verstärkte Zugriff auf die privaten Vermögen. Wohl nur die Angst vor den Massenvernichtungswaffen hält Staaten von diesem Schritt noch ab...
Den Schuldenhöchststand erreichten die USA kurz nach Kriegsende bei über 120% des BIPs und bis Anfang der 1980er Jahre wurde die Quote dann auf rund 30% abgebaut.


Aber wie gesagt, schauen Sie sich für die USA mal die Gesamtschuldenquote von privaten Haushalte, Unternehmen und Staat an. Und beachten Sie das relativ robuste nominale BIP-Wachstum der USA von vielleicht 5% in diesem Jahr, was ein Staatsdefiztit von grob 800 Mrd. USD ermöglicht, ohne dass die Schuldenquote steigt.

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