Forum: Wirtschaft
Euro-Krise: Finnischer Minister lästert über "lasche" Südländer
dapd

In der Euro-Krise verschärft sich der Umgangston. Der finnische Europaminister fordert von den südeuropäischen Krisenstaaten größere Anstrengungen und bezeichnet deren Regierungen als "zu lasch". Helfen will er trotzdem - schließlich seien die Nordländer früher auch mal arm dran gewesen.

Seite 1 von 11
glen13 08.09.2012, 14:35
1.

Zitat von sysop
In der Euro-Krise verschärft sich der Umgangston. Der finnische Europaminister fordert von den südeuropäischen Krisenstaaten größere Anstrengungen und bezeichnet deren Regierungen als "zu lasch". Helfen will er trotzdem - schließlich seien die Nordländer früher auch mal arm dran gewesen.
Wie schön, dass es Politiker gibt, die Klartext reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leto13 08.09.2012, 14:49
2. hm

Die Sozialversicherungsbeitraege der Arbeitnehmer hier in GR betragen schon 16,5 % und hinzu kommt monatlich ein Solibeitrag von etwa 1 %.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
duppdidupp 08.09.2012, 14:49
3. Schlechter Vergleich

"Jetzt ist es eben andersherum"

Erstens war unsere Situation vor einigen Jahren nicht vergleichbar mit dem Zustand der meisten Südländer heute und zweitens kann ich mich nicht daran erinnern, dass die Südländer uns damals finanziell hätten stützen müssen bzw. auch nur daran gedacht haben.

Das Argument zieht einfach nicht und es wird auch niemals zu einer umgekehrten finanziellen Unterstützung kommen, weil dafür einfach die wirtschaftliche Grundlage in den Südländern fehlt. Diese lässt sich auch nicht über Nacht herbeizaubern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WolfHai 08.09.2012, 15:00
4. Ich bin den Euro satt

Zitat von sysop
In der Euro-Krise verschärft sich der Umgangston. Der finnische Europaminister fordert von den südeuropäischen Krisenstaaten größere Anstrengungen und bezeichnet deren Regierungen als "zu lasch".
Recht hat er, der finnische Minister.

Noch besser aber wäre es, wenn es den fürchterlichen Euro nicht gäbe. Denn dann ginge so etwas andere Länder nichts an, da der grenzübergreifende Einfluss von Krisen viel geringer wäre; und die Krisenländer könnten sich nach ihrem eigenen Zeitplan und ihren eigenen Präferenzen aus der Krise befreien. Außerdem würden ihre Krisen nicht Transferzahlungen von Hunderten von Milliarden zu Lasten anderer Länder erfordern.

Ich bin es jedenfalls satt, dass das deutsche wirtschaftliche Wohlbefinden jetzt weniger davon abhängt, ob wir in Deutschland gut wirtschaften, sondern davon, wie andere Länder, auf die wir kaum Einfluss haben, ihre sozialen Konflikte lösen und ob sie es überhaupt können. Ebenfalls habe ich es satt, dass das Niveau von Sozialleistungen und Renten usw. andere Länder, von denen ich absolut nichts verstehe und um die ich mich auch nicht kümmern müssen möchte, vom Wohl und Wehe meiner eigenen Regierung abhängen. Ich möchte z.B. keine Bilder mehr von armen, obdachlosen Griechen im deutschen Fernsehen sehen, verbunden mit der vagen Unterstellung, das hinge mit den Sparauflagen meiner Regierung zusammen.

Wenn ich das richtig erinnere, waren die Südländer vor dem Euro irgendwie in der Lage, ihre eigenen Problem anzugehen, und das ohne unser Geld und ohne unsere Ratschläge. Das war besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mischpot 08.09.2012, 15:00
5. Zukunft sieht anders aus!

Es sind doch nicht die laschen Südländer sondern die Abzocker des Euro Systems, die Banker, die Versicherungskonzerne, die Industrie und das alles mit Hilfe der Politiker die sich die Taschen vollstecken. Der Korruption und Selbstberreicherung aus diesen Kreisen ist die Krise zu schulden. Daher ist auch der Schritt Draghis dem ehemaligen Präsidenten von Goldman Sachs ein weiterer Schritt dieser Bereicherung. Haften sollen alle, die Steuer steigt, die Inflation wird kommen und ist schleichend schon längst da. Die Preise beim Discounter steigen jedenfalls. Und keiner der Verantwortlichen will haften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paradoxx 08.09.2012, 15:01
6. Erziehungsmaßnahmen

Zitat von sysop
In der Euro-Krise verschärft sich der Umgangston. Der finnische Europaminister fordert von den südeuropäischen Krisenstaaten größere Anstrengungen und bezeichnet deren Regierungen als "zu lasch". Helfen will er trotzdem - schließlich seien die Nordländer früher auch mal arm dran gewesen.
... funktionieren nicht

"Bußgelder" legen insolvente Kandidaten zu den anderen, die dann auch umgeschuldet werden

... und Appelle auch.

Schon Ludwig Erhard hat die Wechselwirkung zwischen der Wirtschaftskraft und der Währungsparität - selbst für Leseschwache verständlich - eindrucksvoll deutlich gemacht. Wer dennoch die Quadratur des Kreises anstrebt, ist vermutlich ein verkappter (politischer) Bankster.

Nur pluralistische, breit gestreute Willensbildung könnte ein Gegengewicht bilden (Art. 137 GG)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hausierer 08.09.2012, 15:08
7. Endlich mal einer der sich traut.....

Zitat von sysop
In der Euro-Krise verschärft sich der Umgangston. Der finnische Europaminister fordert von den südeuropäischen Krisenstaaten größere Anstrengungen und bezeichnet deren Regierungen als "zu lasch". Helfen will er trotzdem - schließlich seien die Nordländer früher auch mal arm dran gewesen.
die Wahrheit zu sagen, ohne auf Umfragewerte Rücksicht zu nehmen.
Die sogenannten " Südländer " hatten traditionell außer schönes Wetter und " Dolce Vita " noch nie viel zu bieten. Das hätte Helmut Kohl damals wissen müssen bevor er sich auf alles einließ.
Von Frau Merkel als " ehemalige " Solzialistin kann man nicht mehr erwarten, als das was Sie momentan abliefert.. Schade daß wir keine Regierung mehr haben.. Wie sagte schon Churchill damals : Wir müssen die Deutschen " fat but impotent " machen, also satt aber politisch bedeutungslos... er hat recht behalten, heute regiert die Finanzwelt unter der Führung von einem Draghi und wir bezahlen für 16 Jahre " Bungha Bungha " unter anderem in Italien....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hxk 08.09.2012, 15:10
8.

Zitat von sysop
"Vor 20 Jahren herrschte Bankenkrise in Finnland und Schweden, Dänemark und die Niederlande waren nicht im Mindesten wettbewerbsfähig, und Deutschland galt als kranker Mann Europas. Jetzt ist es eben andersherum, und wir müssen dem Süden helfen, wieder auf die Beine zu kommen."
Das ist wie Bayern und NRW.

Lange Jahre war Bayern arm und hat u.a. aus NRW Geld bekommen. Aber die Bayern haben das Geld klug investiert und sich angestrengt. Daher sind sie jetzt reich.

Spanien und Griechenland sind da eher wie Bremen und Berlin, die alles Geld, dass sie bekommen verjubeln und sich nicht anstrengen besser zu werden. Warum auch, Bayern zahlt ja.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kosmischerkater 08.09.2012, 15:15
9. Falsch...

Zitat von mischpot
Es sind doch nicht die laschen Südländer sondern die Abzocker des Euro Systems, die Banker, die Versicherungskonzerne, die Industrie und das alles mit Hilfe der Politiker die sich die Taschen vollstecken. Der Korruption und Selbstberreicherung aus diesen Kreisen ist die Krise zu schulden. Daher ist auch der Schritt Draghis dem ehemaligen Präsidenten von Goldman Sachs ein weiterer Schritt dieser Bereicherung. Haften sollen alle, die Steuer steigt, die Inflation wird kommen und ist schleichend schon längst da. Die Preise beim Discounter steigen jedenfalls. Und keiner der Verantwortlichen will haften.
Sie liegen da falsch. Einzig und allein die laschen Südländer sind an der Krise des Euro-Systems schuld. Niemand sonst. Denn die Südländer haben Schulden ohne Sinn und Verstand aufgehäuft, weil es für die Regierungen dort unten einfacher war und ist die Bevölkerung mit Wohltaten zu kaufen. Tja, und die Bevölkerung dort unten ist genau so schuld, weil sie eben diese Schulden-Politik durch ihr Wahlverhalten gefördert und gut davon gelebt hat. Siehe der griechische öffentliche Dienst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11