Forum: Wirtschaft
Euro-Krise: Frankreich bastelt an neuem Sparplan

Die Euro-Krise setzt Frankreich zunehmend unter Druck - sogar die Top-Bonität der zweitgrößten europäischen Wirtschaft ist nicht mehr sicher. Die Regierung steuert nun gegen - schon am Montag könnte sie neue Sparmaßnahmen beschließen.*

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Maulverbot 05.11.2011, 14:04
1. Man erhöht...

"Insgesamt sollen offenbar zwischen sieben und acht Milliarden Euro eingespart werden. Als eine wahrscheinliche Maßnahme gilt eine Erhöhung der für die Gastronomie geltenden Mehrwertsteuer von zur Zeit 5,5 Prozent."

...also die Steuern und verkauft das dann als Sparmaßnahme.

Mal sehen was mein Chef sagt wenn ich mehr Gehalt haben möchte weil ich sparen muss.

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Gerdtrader50 05.11.2011, 14:07
2. Laien am Arbeiten

Ich liebe Politiker der Vergangenheit, die von Währungen keine Ahnung hatten, sie aber gegen jeden guten Rat von Fachleuten bastelten. Kohl, Mitterand und die Neoliberalistin Thatcher.

Ich liebe Politiker der Gegenwart, die genauso wenig von Währungen verstehen, wie die Vorgenannten und daher mit ungeeigneten Methoden versuchen, eine nicht existenzfähige Multinationalwährung mit aller Gewalt in der Existenz zu halten unter Torpedierung demokratischer Rechte und Einschüssen von Billionen Euro in nicht funktionierende Rettungsschirme.

Der Dilletantismus ist kaum noch zu überbieten.

Zu aller Unbedarftheit in Sachen Währungen kommt dann noch erschwerend die absolute Null-Ahnung in Sachen Makroökonomie hinzu, sie verteufelten Keyne, 30 Jahre lang, sie liebten neoliberale Konzepte, sie pflegen Hausmütterchen-Schwäbisch-Eintopf der Ökonomie,

Spare in die Rezession hinein, das wird sicherlich helfen, anstatt den Geldhahn aufzudrehen, das bisschen Inflation in Kauf zu nehmen, Konjunkturprogramme laufen zu lassen, um den maroden Kontinent nochmal ans Laufen zu kriegen, makroökonomische Dummsprüche wie Strukturwandel kann die Rezession besiegen und bla, bla, bla und Tralala.

In wenigen Monaten ist der Kontinent am Ende. Wirtschaftlich gesehen, währungstechnisch gesehen, es knicken der Reihe nach um, von einer scharfen Rezession in eine Depression:

Die Dominosteine:

Griechenland, Portugal, Italien, Frankreich.

Viel Spass weiterhin mit ihrer Regierungstätigkeit ohne genügend Ahnung von dem was Sie tun und mit noch ahnungsloseren Beratern.

Wenn die Amis auch selbst Probleme haben, mehr Ahnung von Währungen und Makroökonomie und Konjunktureinflüssen durch Leitzinshöhen, Geldmengenbestimmung, Konjunkturförderung durch Programme als die Europäer haben diese allemale.

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wika 05.11.2011, 14:24
3. Merkt noch einer was …

… auch diese Aktion hat nur einen Zweck. Den Zinsanteil an den öffentlichen Haushalten in die Höhe zu treiben, die Menschen weiter auszuplündern. Das gebietet das kaputte Geldsystem. Die Merkozys dieser Welt sind mit Sicherheit seit der sogenannten Finanzkrise nicht mehr die legitimen Vertreter des Volkes, sondern nur noch die Sachwalter der Banken. Ersetzen sie das Wort Schuldenkrise mal in allen Publikationen durch das Wort „Guthabenkrise“, dann sollte es klingeln.

Und hier offenbaren sich dann die wirklichen Kräfte und Herren denen auch Sarkozy dient. Plakativ gesprochen zementiert er, wie auch Merkel damit den „Leidsatz“ fürs Volk: „Banken sind Lotteriegesellschaften mit staatlicher Gewinngarantie“ … Link. Man könnte es auch schlicht Verrat am Volk nennen. Mit aller Gewalt ein kaputtes Geldsystem stützen und wenn dafür das Volk auf dem Opferaltar des Mammon dahingeschlachtet wird.

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franzosen 05.11.2011, 14:31
4. !

Zitat von Maulverbot
"Insgesamt sollen offenbar zwischen sieben und acht Milliarden Euro eingespart werden. Als eine wahrscheinliche Maßnahme gilt eine Erhöhung der für die Gastronomie geltenden Mehrwertsteuer von zur Zeit 5,5 Prozent." ...also die Steuern und verkauft das dann als Sparmaßnahme...
Endlich hat auch Sarko getickt, dass die Senkung der Mehrwertsteuer von 19,6% auf 5% auf Restaurant-Konsum ein Unsinn sondergleichen war. Die allermeisten Restaurantbesitzer haben weder die Preise gesenkt, sondern zusätzliches Personal eingestellt. Jetzt kommt vielleicht eine leichte Korrektur..von 5,5% auf 7%.

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E.Cartman 05.11.2011, 14:45
5. ...

Zitat von Gerdtrader50
Zu aller Unbedarftheit in Sachen Währungen kommt dann noch erschwerend die absolute Null-Ahnung in Sachen Makroökonomie hinzu, sie verteufelten Keyne, 30 Jahre lang, sie liebten neoliberale Konzepte, sie pflegen Hausmütterchen-Schwäbisch-Eintopf der Ökonomie, Spare in die Rezession hinein, das wird sicherlich helfen, anstatt den Geldhahn aufzudrehen, das bisschen Inflation in Kauf zu nehmen, Konjunkturprogramme laufen zu lassen, um den maroden Kontinent nochmal ans Laufen zu kriegen, makroökonomische Dummsprüche wie Strukturwandel kann die Rezession besiegen und bla, bla, bla und Tralala.
Aber fühlen Sie denn nicht auch, wie schon beim Gedanken an Inflationsraten von 5-10% Ihr innerer Nationalsozialist erwacht? ;-)

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weltbetrachter 05.11.2011, 15:54
6. man kann ja mal träumen

Solche MWSt-Sätze hätten wir in Deutschland auch gern wieder. Nun gut, ich bin mal gespannt, welche Reden sich unsere Kanzlerin ausdenkt, wenn Frankreich die Top-Bonität verliert und dann Italien beginnt zu husten.
--
Der Show-Down beginnt !!!

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Isotronic 05.11.2011, 16:00
7. das Defizit von F ist

schnell und einfach reduzierbar: F reduziert seine extrem teure nukleare Rüstung.

Wen wollen sie damit noch beglücken?

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Liberalitärer 05.11.2011, 16:10
8. MS Deutschland

Zitat von weltbetrachter
Solche MWSt-Sätze hätten wir in Deutschland auch gern wieder. Nun gut, ich bin mal gespannt, welche Reden sich unsere Kanzlerin ausdenkt, wenn Frankreich die Top-Bonität verliert und dann Italien beginnt zu husten. -- Der Show-Down beginnt !!!
Er hat begonnen, die Yealds sind zu hoch für Italien und Fs Triple A ist gefährdet. Europas Problem sind im Kern Europas Pensionssysteme. Mit jeder Aida, die in Papenburg vom Stapel läuft vergrößert sich das Problem, es sind japanische Verhältnisse. 25 Prozent Jugendarbeitslosigkeit und Rentner auf Traumschiffen, das geht eben nicht.

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Gerdtrader50 05.11.2011, 16:17
9. Weder innerlich, noch äusserlich

Zitat von E.Cartman
Aber fühlen Sie denn nicht auch, wie schon beim Gedanken an Inflationsraten von 5-10% Ihr innerer Nationalsozialist erwacht? ;-)
Da wir leider als Kinder und Jugendliche unter der absoluten Verschwiegenheit und Angst der Schullehrer und der damit verbundenen Schweigementalität über das 3. Reich betroffen waren, musste ich mir die Kenntnisse darüber in Eigenarbeit mit ca. 20 Jahren Eigenforschung erwerben. Das ist mir auch gelungen. Daher habe ich für Nationalsozialismus keinen Faibel.

Zum Thema Währungen und Wirtschaft:


Bei der Lügerei mit Statistiken, wo in der BRD 7 - 8 Mio Arbeitslose auf 2,8 - 2,9 reduziert werden, besteht keine Aussicht auf eine Inflation über 3 - 4 %, auch nicht, wenn reichlich Buchgeld geschöpft oder Bargeld gedruckt würde. Das ist der Vorteil einer niedergedrückten Billiglohnklasse und riesigen Arbeitslosenzahlen, die übrigens die Marke der Weimarer Republik bei Implizierung der statistisch hinweggetäuschten Zahlen lange überschritten hat, also das, was dem damaligen Machthaber zur Machtergreifung geholfen hat.

In den anderen EU Ländern, welche der Statistikverschönerung nicht so mächtig sind, sind die Zahlen genauso hoch bis noch höher.

Also, mit echter Inflation ist nichts.

Es wäre an der Zeit, dem gemeinen Volke insgesamt in Europa und insbesondere in der BRD mit ihrer Billiglohnpolitik und H4-Geschichten noch mal zu vernünftigen Einkommen zu verhelfen.

Das würde dann die Staatseinahmen an Steuern und Abgaben drastisch erhöhen. Wenn die Granden dann diesmal nicht vergessen würden, wie in den USA und Europa, die gemachten Schulden zurückzuführen aus den Überschüssen, würde es sogar klappen. Es kann doch keiner was für deren Dilletantismus und falscher Realitätseinschätzung.

Es wäre hilfreich, wenn die Entscheider Bescheid wüssten, wie man die dazu notwendigen Programme von der LFZ her, Zielsetzung und adäquater, bedarfsgemässer Kapitalisierung so initiiert, wie es erfolgsversprechend ist.

Von Alibiprogrammen wie in den 70 ern, falsch aufgestellt und alle an die Wand gefahren und dann war Keyne schuld, ist Abstand zu nehmen.

Also vorher die Hausaufgaben machen, dann Programme aufstellen.

Machen die das alles nicht so, ist der Untergang des Kontinentes währungsmässig und wirtschaftlich vorprogrammiert, da braucht es keinen Nationalsozialismus, es genügen die dilletantischen, demokratischen Bemühungen der herrschenden Demokraten-Granden.

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