Forum: Wirtschaft
Euro-Krise: Juncker ermahnt Kanzlerin Merkel

Ankauf von Staatsanleihen, Aufstockung des Rettungsschirms: Im Streit über die Lehren aus der Schuldenkrise*fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in einem Interview mit dem SPIEGEL eine Debatte ohne Tabus. Besonders die reichen Staaten müssten sich auf höhere Belastungen einstellen.

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CHANGE-WECHSEL 22.01.2011, 17:11
20. zu Ackermann

Zitat von sysop
Ankauf von Staatsanleihen, Aufstockung des Rettungsschirms: Im Streit über die Lehren aus der Schuldenkrise*fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in einem Interview mit dem SPIEGEL eine Debatte ohne Tabus. Besonders die reichen Staaten müssten sich auf höhere Belastungen einstellen.
Wenn Juncker Geld will, dann soll er zu Ackermann und Konsorten gehen.
Auch zu den Schweizern und Lichtensteiner Bankern.

Juncker soll gefälligst das Geld dort einsammeln wo es gelandet ist - bei den gierigen Eliten!

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Haligalli 22.01.2011, 17:11
21. Die Zauder-Frau ist am Zug

Zitat von sysop
Ankauf von Staatsanleihen, Aufstockung des Rettungsschirms: Im Streit über die Lehren aus der Schuldenkrise*fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in einem Interview mit dem SPIEGEL eine Debatte ohne Tabus. Besonders die reichen Staaten müssten sich auf höhere Belastungen einstellen.
Es wird mal wieder (ge)-Merkelt! Wann endlich kapiert Frau Merkel, dass Deutschland in der EU eine tragende Rolle hat. Dazu gehört vor allem Verantwortung und rechtzeitige Entscheidungen. Das ewige zaudern der Bundeskanzlerin ist mehr als peinlich.

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Krolog 22.01.2011, 17:12
22. Gewählt ist gewählt

Wir müssen selbstverständlich darauf hören, was Herr Juncker sagt. Wir haben ihn gewählt.

Ok, nicht so ganz direkt. Ein europäischer Kommissionsklüngel, der (unter anderem) von unserer Regierung bestimmt wurde, die wiederum von Bundestag gewählt wurde, den letztlich wir gewählt haben. Irgendwie so, über die Parteienliste. Also alles voll demokratisch.

Maul halten und zahlen! Und nächstes Mal was anderes wählen!

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elwu 22.01.2011, 17:12
23. Merkel

hat schon bei den bisherigen Bailouts nicht die Interessen der deutschen Bürger vertreten. IMO hat sie, und mit ihr die ganze Regierung, den Amtseid verletzt und dem deutschen Volk Schaden zugefügt, anstatt ihnabzuwenden. Juncker, der de facto nichts als der Bürgermeister einer mittelgroßen Stadt ist, hat diese Schwächen von Merkel erkannt und will sie weiter ausnutzen.

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Sawubona 22.01.2011, 17:12
24. Appell?

Ich halte zwar von der ehemaligen FDJ-Sekretärin nichts, aber derartige Ermahnungen kann sich derr Herr Juncker sparen. Insbesondere ist er nicht von den Bürgern der EU gewählt worden und somit ist auch seine demokratische Legitimation schon recht fragwürdig.

Außerdem habe ich von ihm im Hinblick auf die Staaten, die den Euro geschwächt und zum Spekulationsobjekt der Finanzwirtschaft gemacht haben, Aufforderungen zum harten Sparen noch nicht gehört!!
Dort sollte er erstmal mit Appellen beginnen!!

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Kalix 22.01.2011, 17:13
25. 500.000 gegen 80 MIO; so habe ich mirt die EU vorgestellt.

Die Hochachtung, die Juncker seit vielen Jahren hat, mutiert langsam zu einer mitleidsvollen Lächeln. Juncker kämpft um den Bankenplatz Luxemburg; ein Zerfall des € wird London und Frankfurt stützen zu Lasten Luxemburg, nachdem "Geldverstecken" praktisch nicht mehr möglich ist. Wer als gehörter Politiker die sogenannten "reichen" Staaten´zur Solidarität auffordert, ohne die Prinzipien der Zusammenarbeit zu ändern (externe Kontrollen der regionalen Haushalten, Verbot der Kreditaufnahme zu niedrigen €-Zinsen) handelt kriminell, denn er verspielt kleine Vermögen und die Alterssicherungen; die grossen €-Vermögen sind schon lange ausserhalb der €-Zone.

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Piler 22.01.2011, 17:15
26. Tabulose Kritik am Euro JA!

Zitat von sysop
...fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in einem Interview mit dem SPIEGEL eine Debatte ohne Tabus.
Das begrüße ich sehr. Vor allem sollte die deutsche Regierung mit dem deutschen Volk endlich eine tabulose Debatte über den EURO führen.
Dabei gilt bspw. zu klären, welchen Vorteil es denn für deutsche Leiharbeiter hat griechischen Lokführern ihre 5000 EU netto Löhne mit zu finanzieren.
Oder warum die deutschen Bürger mit dem weichen EURO auf Vermögen durch Abwertung und Inflation verzichten sollen. Aussagen wie die von Altkanzler Schmidt, das die Deutschen damit ihre Kriegsschuld gegenüber Resteuropa begleichen finde ich wenig überzeugend, zumal wenn kein Ende und keine Höhe angegeben ist.
Wieso sollen die eh schon überschuldeten Deutschen jetzt auch noch Schulden anderer Länder mit übernehmen?

Die Fragen würde ich gern durch deutsche Parteien diskutiert sehen, damit ich bei der nächsten Wahl weiß, wem ich mein Kreuz gebe. Und nicht wieder "alternativlos" (Unwort des Jahres 2010) bei CDU-FDP machen muss.

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AusVersehen 22.01.2011, 17:15
27. Wer glaubts?

Zitat von sysop
Ankauf von Staatsanleihen, Aufstockung des Rettungsschirms: Im Streit über die Lehren aus der Schuldenkrise*fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker
Eurogrupenchef?
Juncker ist in erster Linie Luxemburger und schon immer nur luxemburgische Interessen vertreten. Die Interessen des Ministaates, das mit abstand den höchsten Anteil seines BSPs mit dem Bankensektor erwirtschaftet und Jahrzehntelang dem deutschen Staat durch Beihilfe bei der Steuerhinterziehung geschadet hat.

In den letzten 20 Jahren sind die inflationsbereinigten Nettolöhne in Deutschland stetig gesunken. Die Armut greift um sich und knabbert an der Mittelschicht. Nun sollen wir die Schulden der Länder bezahlen, die das Geld seit dem EU-Beitritt und der Währungsunion mit beiden Händen aus dem Fenster geschmissen haben.

Aber mit dem immerschuldigen Nachkriegsdeutschland kann man es ja machen. Immer die Hand schön aufhalten und uns dann zum Dank noch beleidigen und verhöhnen.

Wenn die Lage nun anders herum aussähe. Wenn nun Deutschland das Geld so dermaßen verpraßt hätte, das wir nun Hilfe bräuchten, was wäre dann???

Glaubt hier irgendjemand, dass das Resteuropa auch für uns "Nazis" in ihr Portemonnaille gegriffen hätte, um unsere Schulden zu übernehmen?

Na???
Wer glaubts???

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gunny58 22.01.2011, 17:18
28. Polemik aussen vor lassen

Man muss bei diesem Problem die Stammtischparolen mal beiseite schieben.

Als erstes wäre es mal wichtig, dass unsere Regierung mal klar sagt, was sie will.

Wenn man ein solidarisches Europa will, dann kommt man früher oder später um die Euro-Bonds nicht herum. Früher heißt für uns billiger und später heißt für uns teurer!

Ich will hier nichts beschönigen, natürlich haben die Krisenländer einen großen Teil zu ihrem Schlamassel beigetragen, aber eines ist unbestreitbar:
Wir Deutsche haben an deren überhöhten Ausgaben reichlich verdient und auch jetzt wird mittels überhoher Zinsen reichlich Geld von den armen Ländern in die reichen transferiert.

Ausserdem fehlt mir die Diskussion über die deutschen Regierungen, die jahrzehntelang diesem Treiben zugesehen haben, bzw. durch politischen Druck dafür gesorgt haben, dass Länder in den Euro kommen, von denen jeder BWL/VWL-Student im ersten Semester wußte, dass das nach ein paar Jahren schief gehen muss.
Die Regierungen Kohl, Schröder und Merkel haben gegen jeden vernünftigen Sachverstand gehandelt und damit tragen wir als Wähler dieser Nieten eine Mitschuld/Mitverantwortung! Da ist es mir zu billig hier irgendwelche unsachlichen billigen Sch...sshausparolen an die Wand zu pinseln.

Der Juncker ist doch der letzte und einzige wirkliche Finanzfachmann in diesem jämmerlichen europäischen Politikerhaufen!
Hören wir auf ihn...

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Roßtäuscher 22.01.2011, 17:19
29. Immer wieder der falsche Einfluss der Merkel

Zitat von sysop
Ankauf von Staatsanleihen, Aufstockung des Rettungsschirms: Im Streit über die Lehren aus der Schuldenkrise*fordert Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in einem Interview mit dem SPIEGEL eine Debatte ohne Tabus. Besonders die reichen Staaten müssten sich auf höhere Belastungen einstellen.
Im Gespann mit Sarkozy. Zwei Politiker, die einen weiteren Führungsanspruch besser sofort verlieren. Europa wird nie eine Staatengemeinschaft verglichen mit den USA. Der € ist zwar eine hervorragende Gemeinschaftswährung, es fehlen aber Verhaltensmassregeln für die Teilnehmer. Die Stimmrechte sind schlecht verteilt. Schröder mit dem Musterlehrer Eichel, sowie andere Länder weichten die EU-Konvergenzkriterien auf.
Auf die Frage, ob Merkel eine genauso gute Europäerin sei, wie es Helmut Kohl einst war, sagte Juncker. "Helmut Kohl war gut, und Merkel ist nicht schlecht - wobei 'gut' und 'nicht schlecht' in diesem Fall dasselbe bedeuten." Falsch: das bedeutet nicht dasselbe. Wenn Kohl gut war, ist die Merkel so lala. Man könnte gleich und direkt sagen - ungenügend!

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