Forum: Wirtschaft
Euro-Krise und Erster Weltkrieg: Das Undenkbare durchdenken

Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.

Seite 1 von 23
lotharec 01.01.2014, 12:18
1. optional

Schon der erste Satz ist Unsinn. Europa 1914 als Hort der Stabilitaet ? Bei all dem Kriegsgerassel, den militaerischen Buendnissen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oberrat 01.01.2014, 12:24
2.

Zitat von sysop
Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.
Caesar, Rasputin und die Euro-Krise.
DAS sollte Münchhausen mal durchdenken.
Und das windige Ergebnis auch für sich behalten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aspi01 01.01.2014, 12:27
3. Völkerhass

Eine Parallele zu ziehen, ist richtig. Allerdings fehlt nach meiner Meinung im Artikel ein ganz entscheidender Aspekt: Die Euro-Krise hat schlicht die ganzen nationalen Abneigungen gegen "das Ausland" wieder nach oben gekocht. "Gegen Ausländer" zu sein ist im eigenen Land nicht opportun. Und so sucht sich des Volkes Seele ein Ventil, das in diesem Falle zufällig der Euro ist. Endlich konnte man unter dem Deckmantel des bösen Euros wieder nach Herzenslust über das Ausland schimpfen - bis hin zur Hetze. Allen voran die Medien quer durch alle Länder. Der Eröffnungs-Reigen kam bekanntlich vom "Focus" mit seinem "Stinkefinger" für die Griechen auf dem Titelblatt. Daraufhin war das außereuropäische Ausland massiv überrascht, welche abgrundtiefer gegenseitiger Hass immer noch in den Herzen der Europäer sitzt. Diese Signale und nicht die wirtschaftlichen Kenndaten waren das eigentliche Problem, weshalb die Geldgeber aus dem Euroraum flüchteten und erst wieder zurückkamen, nachdem Drahgi - im Gegensatz zur Politik - öffentlich bekräftigte, alles zu tun, um den Euro zu retten - weshalb die Euro-Hasser bis heute "den Italiener" beschimpfen. Die Euro-Krise wird - nach einigem zeitlichen Abstand - als einer der Tiefpunkte der europäischen Medienkultur und Schlagzeilengier in die Geschichte eingehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.mccoy 01.01.2014, 12:28
4. Systemänderung

Eine weitere Möglichkeit die von allen übersehen wird ist die Sytemänderung. Die Abschaffung des Schuldgeldsystems, Rückname des Rechtes Geld zu drucken an die Staaten und Entmachtung privater Großbanken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
verdi49 01.01.2014, 12:28
5. Wenigstens...

Zitat von sysop
Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.
nicht die unsäglichen Prophezeiungen und Schuldzuweisungen an die Deutschen wie die des Hernn Augstein! Aber ein bisschen Weltuntergangsstimmung verbreitet SPON immer noch. Was soll das denn eigentlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pitgiss 01.01.2014, 12:30
6. Ich würde sogar noch weiter gehen, als Marx.

Geschichte ist eine Aneinanderreihung von Wiederholungen in verschiedenem Ambiente. Da die sogenannten Historiker genauso wie die sogenannten Ökonomen immer nur an der Oberfläche kratzen und hauptsächlich an der Vermarktung von sich selbst und Ihren Büchern interessiert sind, wird die Selbstähnlichkeit der geschichtlichen Ereignisse absichtlich übersehen. Schuldenkrisen durchziehen die menschliche Geschichte seit der Antike bis hin zur Neuzeit - doch über Geld spricht man offensichtlich nur widerwillig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oma_Hase 01.01.2014, 12:35
7. Die wichtigste Parallele bleibt ungenannt

Wir haben noch heute genauso wenig Demokratie wie 1914!

Es herrschen wirtschaftliche Eliten, Großkonzerne, Banken und Verscherungen mit Hilfe ihrer Marionetten in den Parteien und nicht das Volk. Gäbe es in Europa echte Demokratien, würden die Völker niemals Krieg gegeneinander führen.

Gegen eine Wiederholung der Geschichte spricht die Tatsache, dass die Menschen sich heute leichter unabhängig von herrschaftsverbundenen Massenmedien informieren können und deshalb schwerer aufzuhetzen sind als noch vor 100 Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marthaimschnee 01.01.2014, 12:35
8.

Zitat von lotharec
Schon der erste Satz ist Unsinn. Europa 1914 als Hort der Stabilitaet ? Bei all dem Kriegsgerassel, den militaerischen Buendnissen ?
Dann wäre es vielleicht sinnvoll
- mehr als diesen einen Satz zu lesen
- diesen Satz korrekt zu lesen
- ihn zu verstehen
Da geht es nämlich nicht um den tatsächlichen Zustand, sondern um den propagierten! Das Schönreden eines Zustandes ins Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anomie 01.01.2014, 12:40
9.

Zitat von lotharec
Schon der erste Satz ist Unsinn. Europa 1914 als Hort der Stabilitaet ? Bei all dem Kriegsgerassel, den militaerischen Buendnissen ?
Das steht doch da! Lesen Sie einfach mal über den ersten Satz hinaus!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 23