Forum: Wirtschaft
Euro-Krise und Erster Weltkrieg: Das Undenkbare durchdenken

Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.

Seite 6 von 23
wibo2 01.01.2014, 14:13
50. Was zu durchdenken wäre ....

Zitat von oberrat
Caesar, Rasputin und die Euro-Krise. DAS sollte Münchhausen mal durchdenken. Und das windige Ergebnis auch für sich behalten!
Die tieferen Ursachen dieses 1. Weltkrieges waren lang andauernde
Streitigkeiten zwischen den großen europäischen Mächten.
Großbritannien, Frankreich, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und
Russland wollten ihre Macht vergrößern. Sie kämpften um mehr
wirtschaftlichen Einfluss auf den Weltmärkten. So ähnlich ist es leider
heute immer noch auch, warum nicht aus der Geschichte lernen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
digitalesradiergummi 01.01.2014, 14:16
51. Die Parallele

Zitat von sysop
Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.
ist die zunehmende Arroganz und Selbstüberschätzung
der Deutschen Intelligenz.

Leitkultur, Land der Dichter und Denker,
Land der Ideen usw
Economist (wie Münchau im Artikel sagt)
hat Unrecht usw,
das zieht sich durch alle politischen
Lager, rechts wie links, wie lila wie grün.

Die Deutsche OHL
(oberste Heeresleitung) und der Zuhälter names (selbsternannter) Deutscher Kaiser hat sich nicht an die Abmachungen gehalten,
und ist übers neutrale Belgien
(was die Engländer auf den Plan rief)
nach Frankreich
eingefallen, und ist da steckengeblieben.

Ansonsten gibt es keinen Grund an der seinerzeitigen Einschätzung
des Economists zu zweifeln.
Auch dieser Trick inklusive der Vernichtung
der Bibliothek Löwens hat den Deutschen letztendlich
nichts genutzt.
Im WK II waren die Briten ebenfalls schlauer.

Auch die verhälnismässig hohe Zahl von Pommern
ist ähnlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erkl%C3...tschen_Reiches
„Unser Glaube ist, dass für die ganze Kultur Europas das Heil an dem Siege hängt, den der deutsche ‚Militarismus‘ erkämpfen wird, die Manneszucht, die Treue, der Opfermut des einträchtigen freien Volkes.“

Die Antwort ist auch interessant
http://de.wikipedia.org/wiki/Antwort...en_Professoren

Derart Martialisches ist heute undenkbar,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luny 01.01.2014, 14:17
52. Point of No Return

Zitat von Siloy
Herr Münchau outet sich mal wieder als nimmermüder Anhänger der sogenannten "Hebeltheorie" wonach die gemeinsame Währung als Hebel benutzt wird, um die politische Union zu erzwingen. Im Gegensatz dazu besagt die "Krönungstheorie", dass eine gemeinsame Währung erst eine politische Union krönt, wenn sie denn erreicht ist und vorher also keinen Sinn macht. Oder womöglich gefährlich ist?
Hallo Siloy,

dem gemeinen EUR-Zonen-Bürger wird ständig gesagt, es gäbe
kein Zurück mehr. Auch eine Kursänderung sei unmöglich.

Die Kosten seien schlichtweg nicht zu stemmen.

Die Kosten für den unbedingten Erhalt der EUR-Zone in der
jetzigen Form sind anscheinend zu stemmen.

Wieviel das EUR-Abenteuer kosten wird, darüber wird freilich
vornehm geschwiegen. Es handelt sich ja "nur" um Bürgschaften.

LUNY

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dion 01.01.2014, 14:18
53. Schreiben um des Schreibenswillens?

Zitat von sysop
Es gibt keinen logischen oder auch anderen Grund, warum Ereignisse, die genau 100 Jahre zurückliegen, heute von Bedeutung sein sollten.
Eben, Herr Münchau, warum dann der Artikel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kiste 01.01.2014, 14:19
54. Spaß muß sein

Krieg 2014? Wie soll das denn aussehen?
Die Griechen und Italiener marschieren bei uns ein (umgekehrt geht das mit dieser Bundeswehr ja nicht mehr), besetzen uns und zwingen uns dazu, in Zukunft Steuern zu hinterziehen und Rente für Tote zu beantragen?

Naja, bald ist die Feiertags-Saure-Gurken-Zeit vorbei und wir können uns wieder den wichtigen Themen zuwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
c++ 01.01.2014, 14:20
55.

Zitat von mannekenpiss
Auch dafür gibt es Beispiele in der Geschichte, die zeigen, dass hinter dem gemeinsamen Geld auch immer ein gemeinsamer politischer stehen muss, egal ob dieser Wille autokratisch oder demokratisch bestimmt wird.
Ein Staat muss immer eine Währung haben. Allerdings darf dieser Staat als Vielvölkerstaat nicht autokratisch sein, er muss demokratisch sein. Denn das hat die jüngere Geschichte bewiesen: Vielvölkerstaaten, in denen Völker gegen ihren Willen zusammengepfercht leben, brechen irgendwann auseinander (kuk, SU, Jugoslawien, CSSR). Da hilft auch keine gemeinsame Währung. Eine gemeinsame Währung kann keinen gemeinsamen Staat schaffen, dies kann nur auf der Grundlage des freien Willens freier Völker geschehen. Sonst hat man auf Sand gebaut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinz.wutz 01.01.2014, 14:21
56. Schuster bleib bei deinen Leisten

oder wenn man von Geschichte keine Ahnung hat, einfach mal die.... Es ist immer wieder ärgerlich, wenn Mathematiker und Betriebswirte meinen, die Geschichte und die Welt erklären zu müssen. Menschen und Organisationen sind teilweise etwas komplexer als simple Zahlenreihen.
Und wie schon andere Foristen bereits richtig bemerkten ist allein schon der erste Satz völliger Blödsinn. Wer sowas sagt ist bestimmt auch der Meinung, dass die Welt vor der Kubakrise ein Hort des Friedens und der Sicherheit war. Völlig undenkbar, dass der Kalte Krieg damals heiß geworden wäre.
Aber so wie viele heute meinen mit historischen Disziplinen rumspielen zu müssen ohne wirklich Ahnung davon zu haben zeigt, wie wenig diese Wissenschaft heute noch wirklich ernst genommen wird. Das ist tragisch. Vielleicht sind es deswegen ja auch immer Mathematiker und Betriebswirte, die die großen Katastrophen der Geschichte verbrochen haben, weil sie immer nur von Zahlen aber nie von menschlichem Handeln ausgehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Liberalitärer 01.01.2014, 14:24
57. Wirtschaftskrieg

Zitat von Kiste
Krieg 2014? Wie soll das denn aussehen? Die Griechen und Italiener marschieren bei uns ein (umgekehrt geht das mit dieser Bundeswehr ja nicht mehr), besetzen uns und zwingen uns dazu, in Zukunft Steuern zu hinterziehen und Rente für Tote zu beantragen? Naja, bald ist die Feiertags-Saure-Gurken-Zeit vorbei und wir können uns wieder den wichtigen Themen zuwenden.
Nein, es geht um einen Wirtschaftskrieg,

"Heute droht kein militärischer Krieg. Es ist die nachhaltige historische Leistung der Europäischen Union, genau das verhindert zu haben. Aber es droht das wirtschaftliche Äquivalent"

Aus dem Artikel

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henningr 01.01.2014, 14:27
58.

Zitat von digitalesradiergummi
ist die zunehmende Arroganz und Selbstüberschätzung der Deutschen Intelligenz.
Etwas einseitig was Sie da behaupten, finden Sie nicht?

SATURDAY REVIEW am 24. August des Jahres 1895:

„Wir Engländer haben bisher stets gegen unsere Wettbewerber bei Handel und Verkehr Krieg geführt. Unser Hauptwettbewerber ist heute nicht mehr Frankreich, sondern Deutschland. … Bei einem Krieg gegen Deutschland kämen wir in die Lage, viel zu gewinnen und nichts zu verlieren.”

Am 1. Februar 1896 erscheint ebenfalls im “REVIEW”:

„Wäre morgen jeder Deutsche beseitigt, so gäbe es kein englisches Geschäft, noch irgendein englisches Unternehmen, das nicht zuwüchse. Verschwände jeder Engländer morgen, so hätten die Deutschen den Gewinn. … Einer von beiden muss das Feld räumen. … Macht Euch fertig zum Kampf mit Deutschland, denn Germaniam esse delendam.” (Deutschland muss vernichtet werden)”

Der spätere amerikanische Generalkonsul in München, Gaffney erinnerte sich an seine Erfahrungen in England vor dem Ersten Weltkrieg folgendermaßen:

„Bei meinen jährlichen Besuchen stellte ich erstaunt fest, wie die Feindschaft gegen Deutschland wuchs. Meine englischen Freunde zögerten nicht, mir mit völliger Offenheit und der üblichen englischen Anmaßung zu erklären, dass es nötig sei, Deutschland zu zerstören oder Großbritannien würde seine wirtschaftliche Vormachtstellung auf den Weltmärkten verlieren.”

Der belgische Botschafter in Berlin, Baron Greindl in einem Brief vom 18. Februar 1905 nach Brüssel:

„… Die wahre Ursache des Hasses der Engländer gegen Deutschland ist die Eifersucht, hervorgerufen durch die außergewöhnlich rasche Entwicklung der deutschen Handelsflotte, des deutschen Handels und der deutschen Industrie. Dieser Hass wird solange fortbestehen, bis die Engländer sich mit dem Gedanken vertraut gemacht haben, dass der Welthandel kein Monopol ist, welches England von Rechts wegen zukommt. Außerdem wird dieser Hass von der TIMES und einer Anzahl anderer Zeitschriften sorgsam genährt, …”

Der ehemalige US-Diplomat Henry White erinnerte sich an ein Gespräch mit dem ehemaligen Premierminister Lord Balfour im Jahre 1910:

Balfour:
„Wir sind wahrscheinlich töricht, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären, ehe es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.”
White:
„Sie sind im Privatleben ein hochherziger Mann. Wie können Sie etwas politisch so unmoralisches erwägen, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die genauso gut wie Sie das Recht hat, eine Flotte zu unterhalten? Wenn Sie mit dem deutschen Handel mithalten wollen, arbeiten Sie härter!”
Balfour:
„Das würde bedeuten, dass wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns.”
White:
„Ich bin schockiert, dass Sie sich zu grundsätzlichen Fragen so äußern können.”
Balfour:
„Ist das eine Frage von Recht und Unrecht? Vielleicht ist das aber eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft!”

Beitrag melden Antworten / Zitieren
covar 01.01.2014, 14:28
59. Welt ohne Krieg?

Wie hieß es so schön makaber, der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln oder ein Volk lerne nur im Krieg seine volle Nationalkraft oder Kriege reinigen, wie Gewitterstürme die Atmosphäre, die Tugenden der Staaten. Das seit 1945 kein Weltkrieg mehr stattfand lag nicht an der Vernunft der Menschen oder der EWG oder EU. Einmal war es pures Glück (Kubakriese, Berlinkriese) und zum zweiten, die Angst vor der ungeheuerlichen Vernichtungskraft der neuen Waffen. Jeder weiß, wer als Erster losschlägt, stirbt als Zweiter.
Ich glaube auch nicht, daß von Europa ein Weltkrieg ausgeht. Aber die Gefahr eines Weltkrieges ist latent. Ich sehe auch eher riesige Wirtschaftsprobleme. Z.B. könnten nach meiner Meinung Mittel- und Nordeuropa, die USA, Rußland, China, Japan und Nordkorea die gesamte Weltproduktion Herstellen. Und was machen dann die Anderen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 23