Forum: Wirtschaft
Euro-Krise und Erster Weltkrieg: Das Undenkbare durchdenken

Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.

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luny 01.01.2014, 14:30
60. Aber ja

Zitat von Klönschnack
Sie haben doch vom 22.-25 Mai die Möglichkeit, diesen drittklassigen, ausrangierten Möchtegernpolitikern, den Stinkefinger zu zeigen.
Hallo Klönschnack,

besten Dank für die Erinnerung an die Wahl zum EU-Parlament.

Auch wenn die Stimmgewichtung im EU-Parlament nicht als
demokratisch zu bezeichnen ist (1 Abgeordneter aus Malta
vertritt 82.520 Einwohner, 1 Abgeordneter aus Deutschland vertritt
828.911 Einwohner), werde ich an der Wahl teilnehmen:

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahle...men-gewichtung

Was demokratische Grundsätze anbelangt, gibt es innerhalb der
EU- und der EUR-Zone noch viel Verbesserungspotential :-)

LUNY

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rekorder 01.01.2014, 14:32
61. Treffend wie so oft.

Ich kanns auch nicht verstehen, warum wir nicht endlich eine politische Union bilden mit halbwegs gleichen Regionen/Ländern. Bayern wäre zufrieden (Kein Berliner Brüssel mehr), die Franken wärens auch - Keine Münchner Diktatur mehr. Die Katalanen, die Schotten,...

Selbstverwaltete Städtchen wie Hamburg, Bremen oder Berlin gingen auch endlich sinnvoll in ihrem Umland auf. Es könnte alles ziemlich einfach sein.

Eigene Interessen und v.a. die Nationalstaaten sind das Problem. Sie sind hinfällig, wollen sich nur nicht abschaffen, weil sie sich für zu wichtig nehmen, die Camerons, Merkels und Hollands...

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HAL3000 01.01.2014, 14:34
62. Hm...

Zitat von aspi01
Eine Parallele zu ziehen, ist richtig. Allerdings fehlt nach meiner Meinung im Artikel ein ganz entscheidender Aspekt: Die Euro-Krise hat schlicht die ganzen nationalen Abneigungen gegen "das Ausland" wieder nach oben gekocht. "Gegen Ausländer" zu sein ist im eigenen Land nicht opportun. Und so sucht sich des Volkes Seele ein Ventil, das in diesem Falle zufällig der Euro ist. Endlich konnte man unter dem Deckmantel des bösen Euros wieder nach Herzenslust über das Ausland schimpfen - bis hin zur Hetze. Allen voran die Medien quer durch alle Länder. Der Eröffnungs-Reigen kam bekanntlich vom "Focus" mit seinem "Stinkefinger" für die Griechen auf dem Titelblatt. Daraufhin war das außereuropäische Ausland massiv überrascht, welche abgrundtiefer gegenseitiger Hass immer noch in den Herzen der Europäer sitzt. Diese Signale und nicht die wirtschaftlichen Kenndaten waren das eigentliche Problem, weshalb die Geldgeber aus dem Euroraum flüchteten und erst wieder zurückkamen, nachdem Drahgi - im Gegensatz zur Politik - öffentlich bekräftigte, alles zu tun, um den Euro zu retten - weshalb die Euro-Hasser bis heute "den Italiener" beschimpfen. Die Euro-Krise wird - nach einigem zeitlichen Abstand - als einer der Tiefpunkte der europäischen Medienkultur und Schlagzeilengier in die Geschichte eingehen.
... Abneigung gegen Ausländer... wieder gegen das Ausland schimpfen... bis hin zur Hetze, der Euro als Vorwand dafür...
Sagen sie, glauben sie diesen Unfug, den sie da schreiben, eigentlich selber? Falls ja, sollten sie sich mal mit den Ursachen der Eurokrise, dessen Verursachern und den Folgen der hemmungslosen Geldverteilung auseinandersetzen. Dann werden sie feststellen, das all das nichts, aber auch rein gar nichts mit ihren Hetzer- Fantasien zu tun hat.
Achten sie einfach mal drauf, wer die Krise ständig schönredet und den angeblichen "Friedenseuro" als alternativlos zurechtbetet. Das sind diejenigen, die von der jetzigen Situation und dem Eurokonstrukt am meisten profitieren. Und überzeugte Leute wie sie, die der Ansicht sind, das Einheitswährungsgegner grundsätzlich gleichzusetzen sind mit Nazis, Rechtspopulisten und Europafeinden. Egal, welche Pro- oder Contra- Argumente vorgetragen werden.

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mehrgedanken 01.01.2014, 14:36
63. Merkel zuhören! SIE warnte vor Krieg

Zitat von luny
Hallo Siloy, dem gemeinen EUR-Zonen-Bürger wird ständig gesagt, es gäbe kein Zurück mehr. Auch eine Kursänderung sei unmöglich. Die Kosten seien schlichtweg nicht zu stemmen. Die Kosten für den unbedingten Erhalt der EUR-Zone in der jetzigen Form sind anscheinend zu stemmen. Wieviel das EUR-Abenteuer kosten wird, darüber wird freilich vornehm geschwiegen. Es handelt sich ja "nur" um Bürgschaften. LUNY
vor dem Deutschen Bundestag! als ob sie wüsste welche Sprengladung der € bereithält und Deutschland wie auf einem Gleis fahrend nichts tun könnte-kann es diesmal aber durchaus wenn das nicht denkbare gedacht wird... der € an sich. Das kann sie nicht, und darum wird mir Angst und Bange. Sie würde genauso grandios versagen wie Wilhelm II.

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interessierter Laie 01.01.2014, 14:38
64. eine parallele wird hoffentlich nicht

realistischer wenn sie häufiger gezogen wird. Der Anlass für Kriege war häufig banal aber die Ursache war er selten. die liegt meist tiefer. Eine Auseinandersetzung in Europa gibt es - und die Entwicklung dahinter ist sehr menschlich. Wie in einer Beziehung hat man sich jahrelang gebetsmühlenartig Gemeinsamkeiten attestiert, statt auch über Unterschiede zu reden. Hoffen wir dass eine Paartherapie noch hilft und nicht der Scheidungsanwalt und anschließender (Rosen-)Krieg droht. Wichtig dafür wäre echte Offenheit über die gegenseitigen Erwartungen. Die sehe ich leider immer noch nicht. Einzige Ausnahme: die Briten! bei denen war von Anfang an klar, dass die wahre Geliebte in Übersee lebt und man den Bund nur aus finanziellen Gründen eingeht!

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nickleby 01.01.2014, 14:42
65. Die Lichter gehen aus....

Sir Edward Greys berühmter Ausspruch kann dann auf unsere Zeit angewendet werden, wenn China weiterhin seine aggressive Expansionspolitik betreibt und durch Einschüchterung seiner Nachbarn ungerechtfertigte Vorteile zu erhalten sucht.
Chinas Gehilfe, das dicke Kind aus Nordkorea, ist dabei das "enfant terribel" erratisch und eitel.
Die Europäer und Nordamerikaner haben das Wohl der Welt im Sinn, denn diese beiden Gruppierungen lassen nichts unversucht, Spannungen abzubauen, Hilfen jeglicher großzügig zu gewähren und Flüchtlinge zu beherbergen.
Die Europäer und Nordamerikaner haben die Lektionen der Geschichte begriffen und wenden sie ethisch und moralisch konsequent an.

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RalfWagner 01.01.2014, 14:46
66. Das für Sie, Herr Münchau, Undenkbare ...

... wäre doch ein schnelles Ende der unsinnigen Währungsunion und der derzeitigen EU. Was für ein Segen wäre das für die Völker Europas.
Das Erinnert auch irgendwie an die Geschichte - an Napoleons Waterloo unweit von Brüssel. Europa wurde von der französischen Fremdherrschaft befreit.
Doch dieser Jahrestag wird nicht gefeiert, um die Franzosen nich zu ärgern. Schließlich war ja Napoleon der erste Europäer ...

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dieter-ploetze 01.01.2014, 14:47
67. der euro als spaltpilz war vor einführung klar

man muss weder emotionaler euro befürworter noch
hasser sein um etwas kritisches zu bemerken.es gibt
auch den nüchternen analysten.un da meine ich,dass
vor euro beginn die zukunftsentwicklung in der
richtung sichtbar war.und da gibt es nach meinem
dafürhalten jetzt nicht viele möglichkeiten weiter
zu verfahren.entweder behutsamer austritt oder
behutsame verkleinerung der eurozone oder aber
eine erklärung zur beendigung dieses makabren
experiments euro.eine beibehaltung und vergrösserung,wie grad geschehen,ändert nichts,
auch wenn sonst wie viele dinge an brüssel
übergeben werden.dann nämlich werden ganz
andere zwistigkeiten beginnen von denen wir jetzt
noch nichts wissen.

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luny 01.01.2014, 14:49
68. Andere Mittel

Zitat von wibo2
Sie kämpften um mehr wirtschaftlichen Einfluss auf den Weltmärkten. So ähnlich ist es leider heute immer noch auch, warum nicht aus der Geschichte lernen?
Hallo Wibo2,

wenn man sich von der Vorstellung verabschiedet, daß Kriege
ausschließlich mit militärischen Mitteln geführt werden, sind wir
sozusagen schon mitten drin.

In der EUR-Zone wurden und werden Rettungspakete in
Milliardenhöhe geschnürt, an denen sich trefflich verdienen
läßt.

Nie war die Vermögensvermehrung der Reichen zulasten der
Normalbevölkerung leichter als mittels der EUR-Zone.

Und das, ohne daß ein einziger Schuß fällt. Das ist bei einem
Finanzkrieg gar nicht nötig.

LUNY

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Pascal Meister 01.01.2014, 14:51
69. Euro...

Stimmt, Denkverbote und dergleichen bringen uns nicht weiter. Weshalb gibt es keine Auslegeordnung aller Lösungsvarianten der EURO-Probleme? Warum wird das Wort "alternativlos" immer häufiger verwendet?

Ich bin weder Politiker noch Wissenschaftler, doch würde ich beispielsweise das Griechenland-Problem so lösen, dass dem Land sämtliche Schulden erlassen würden (nach Möglichkeit mit einigen staatlichen Grundstücken oder Firmen als minime Gegenleistung) und dafür das Land auch per sofort sowohl aus dem EURO wie auch aus der EU "entlassen" wird. Und keine Subventionen oder dergleichen mehr erhält, welche auf lange Sicht teurer werden als jeder Schuldenschnitt.

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