Forum: Wirtschaft
Euro-Krise und Erster Weltkrieg: Das Undenkbare durchdenken

Frieden und Wohlstand: Vor 100 Jahren erschien Europa als Insel der Stabilität. Wenige Monate später begann der Erste Weltkrieg. Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ein paar Parallelen sollten uns in der Euro-Krise schon zu denken geben.

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prologo1 01.01.2014, 14:53
70. Dem gemeinen Eurobürger wurde der Euro übergestülpt

Zitat von luny
Hallo Siloy, dem gemeinen EUR-Zonen-Bürger wird ständig gesagt, es gäbe kein Zurück mehr. Auch eine Kursänderung sei unmöglich. Die Kosten seien schlichtweg nicht zu stemmen. Die Kosten für den unbedingten Erhalt der EUR-Zone in der jetzigen Form sind anscheinend zu stemmen. Wieviel das EUR-Abenteuer kosten wird, darüber wird freilich vornehm geschwiegen. Es handelt sich ja "nur" um Bürgschaften. LUNY
Hallo LUNY

Und das Ergebnis sehen wir doch alle.
Denn Merkel merkelt nicht einmal in ihrem Kanzleringefühl, dass sie von der Hochfinanzmaffia nur ferngesteuert voran getrieben wird, und als Söldnerin/Geldeintreiberin für den Eurorettungsbetrug benützt wird.

Die verschuldeten Eurosüdländer werden das Diktat von Merkel/Schäuble nicht mehr länger hinnehmen. Und zugleich werden unsere Euronachbarn auch nicht mehr lange zulassen, dass wir mit unseren inzwischen niedrigsten Löhnen die ganze Exportwirtschaft an uns reissen, während die Südländer in Arbeitslosigkeit untergehen.

Die Masse verliert mit dem Euro bei uns massig Geld, während wenige davon Milliarden steuerfrei einstreichen. Merkel dümpelt Deutschland als Exportweltmeister, unsere Exportwaren zahlen wir auch noch selbst aus der Bundesbank.

Merkel ist für mich mit dieser Wirtschaftspolitik auch eine unterschwellige Kriegstreiberin, nur merkelt sie selbst das nicht. Deutschland geht es gut, oder? Und die Presse fördert nur die Scheuklappen dafür, klar ausgenommen SPON/Spiegel.

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digitalesradiergummi 01.01.2014, 14:55
71. Vorherrschaft reichte

Zitat von henningr
Etwas einseitig was Sie da behaupten, finden Sie nicht? ... „Sie sind im Privatleben ein hochherziger Mann. Wie können Sie etwas politisch so unmoralisches erwägen, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die genauso gut wie Sie das Recht hat, eine Flotte zu unterhalten? Wenn Sie mit dem deutschen Handel mithalten wollen, arbeiten Sie härter!” Balfour: „Das würde bedeuten, dass wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns.” White: „Ich bin schockiert, dass Sie sich zu grundsätzlichen Fragen so äußern können.” Balfour: „Ist das eine Frage von Recht und Unrecht? Vielleicht ist das aber eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft!”
Vorherrschaft reichte den Briten zu dieser Zeit.
Deutschland hatte eine lupenreine Plagiatswirtschaft
britischer Produkte. (Made in Germany)

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Liberalitärer 01.01.2014, 14:56
72. Teilfreigabe der Geldpolitik

Zitat von RalfWagner
... wäre doch ein schnelles Ende der unsinnigen Währungsunion und der derzeitigen EU. Was für ein Segen wäre das für die Völker Europas...
Wohl eher nicht. Aber es müssen Denkverbote weg und man kann auch seine Schwächen in Stärken verwandeln. Noch ist ja die EZB relativ dezentral organisiert, man könnte darüber nachdenken, den nationalen Mitgliedszentralbanken das Recht über die Leitzinssetzung für eine Übergangszeit (zumindest das) neu einzuräumen.

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luny 01.01.2014, 14:58
73. Haus

Zitat von c++
Eine gemeinsame Währung kann keinen gemeinsamen Staat schaffen, dies kann nur auf der Grundlage des freien Willens freier Völker geschehen. Sonst hat man auf Sand gebaut.
Hallo C++,

das sehe ich auch so.

In einem Haus mit 18 Wohnungen, in denen Familien unter-
schiedlicher Herkunft wohnen, würde kaum jemand auf die Idee
kommen, alle Wände einzureißen.

Desgleichen würde niemand vorschlagen, ein gemeinsames
Konto zu eröffnen, auf das alle uneingeschränkten Zugriff
haben - Kreditlinie nach oben offen.

LUNY

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relief 01.01.2014, 15:02
74. Machen Sie's kurz, Herr Münchau,

der € ist eine Katastrophe für die Länder, die ihn eingeführt haben, teilweise gegen den Willen der eigenen Bevölkerung. Zitat Kohl (sinngemäß):
Wenn wir die Bevölkerung gefragt hätten wäre die Einführung des € nicht möglich gewesen.
Auf diese "Leistung" scheint Herr Kohl bis Heute stolz zu sein.

Für einen Teil dieser Länder ist der € eine Katastrophe weil sie mit dem € ihre Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt haben und weiter einbüßen.
Für den anderen Teil dieser Länder, bes. Deutschland, weil sie fortdauernd an diese Länder Finanztransfers - meist versteckt, damit die eigene Bevölkerung es nicht mitbekommt - leisten müssen um zu verhindern, dass der € zusammenbricht.

Die wichtigste Aufgabe für weitsichtige europäische Politiker, die sich um das Wohl ihrer Völker und die Zukunft Europas sorgen, wird in den kommenden Jahren sein, dafür Vorbereitungen zu treffen, dass der € auf möglichst schmerzfreie Weise rückabgewickelt werden kann. Erst danach hat Europa wieder die Chance, sich den Aufgaben der Zukunft zuzuwenden.

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luny 01.01.2014, 15:06
75. Sorge

Zitat von mehrgedanken
vor dem Deutschen Bundestag! als ob sie wüsste welche Sprengladung der € bereithält und Deutschland wie auf einem Gleis fahrend nichts tun könnte-kann es diesmal aber durchaus wenn das nicht denkbare gedacht wird... der € an sich. Das kann sie nicht, und darum wird mir Angst und Bange. Sie würde genauso grandios versagen wie Wilhelm II.
Hallo Mehrgedanken,

Ihre Sorge teile ich.

Alleine die Erkenntnis, daß etwas aus dem Ruder läuft, ist nicht
genug.

Lösungen müssen her oder zumindest muß zugelassen werden,
Lösungswege zu diskutieren.

Dazu ist die amtierende Bundeskanzlerin nicht bereit.

Mit ihrer Aussage, der EUR sei "alternativlos" hat sie sich selbst
alle möglichen Lösungswege versperrt. Es bleibt nur EIN Weg
offen: Die Transferunion, egal, was sie kostet.

LUNY

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gerd.lt 01.01.2014, 15:15
76. quergestrickt

Lieber Herr Münchau, wann begreifen sie das endlich, ihre quergestrickten Kolumnen wollen wir nicht lesen. Bitte etwas gefälliger schreiben, so in Richtung Friede, Freude, Eierkuchen. Sie sollten deutlicher zum Ausdruck bringen wie gut es uns geht, und dass es uns noch besser ginge wenn wir endlich dieses Unglück Euro hinter uns hätten. Wir lieben nur solche Menschen die uns immer sagen, das wir die Besten und die Glücklichsten sind. Solche Wohlfühl Argumente streicheln unser Ego, da können wir garnicht genug davon bekommen, so etwas belohnen wir bei Wahlen mit 43 Prozent. Am Glücklichsten aber sind wir, wenn diese Prozente noch aufgestockt werden, dann sind wir nämlich 80 Prozent und uns kann keiner. Also nehmen sie sich das mal zu Herzen, ändern sie sich endlich, dann haben wir sie auch richtig lieb.

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mimas101 01.01.2014, 15:18
77. Tjajaja

wir schreiben 2014 aber ich lese erneut was von Schulden-Vergemeinschaftung, Schuldenschnitten zu Lasten der Steuerzahler, Kompetenz-Ausweitung für das brüsseler Marktkoordinierungsbehördchen (das anerkannter Maßen korrupt-lobbyistisch ist und sich an dem Zustand eisern festklammert (s. Weigerung für minimalste Transparenzen pp)).
Gleichzeitig wird die Mißachtung bestehender Verträge (No-Bail-Out lt. Maastricht pp) gepredigt.

Sorry, aber Brüssel stehen keine Kompetenzen zu - die Leutchen dort sollen sich gefälligst um Bananen kümmern und das mit ihren tausenden von Fragebögen und Statistiken kontrollieren (was sie eh bereits über Gebühr auslastet) und ansonsten auf ihrem teuer bezahlten Arbeitsplatz der Rente entgegendämmern. Mehr kam und kommt sowieso nicht aus Brüssel.
Diese Lügenwährung brauchen wir auch nicht zumal die PIIGSer sowieso nichts zurückzahlen werden, egal in welcher Währung auch immer. Im Außenverhältnis ist sowieso das Währungsrisiko weiterhin existent, im Innenverhältnis werden verarmte Büger wohl kaum laufend neue dt. Produkte nachfragen die sie sowieso nicht bezahlen können (wie der gemeine Deutsche ebenfalls).
Zur EWG-Außenpolitik bemühen ausländische Staatschefs generell die berliner Vorwahl (s. Putin) - da ist Brüssel auch überflüssig.

Ich kann also im Verwaltungs-Monstrum namens Brüssel nichts sinnvolles erkennen, daher reichen bilaterale Verträge, kontrolliert durch die nationalen Parlamente und einem EWG-Gerichtshof für Handelssachen, mehr als nur aus.
Soll halt die jammernde Industrie wieder ein paar Exel-Tabellen mehr anlegen wo dann die nationalen Bestimmungen für Im- und Exporte gelistet sind.

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smartphone 01.01.2014, 15:19
78. Undenkbar

was der Münchau so von sich gibt, sind im Grunde olle Kamellen. Wir müssen uns fragen ,was für ein System dahintersteckt im doppelten Sinne ........... Es ist doch erstaunlich das die SPD ( Clement ) mit der Agenda etwas instrumentalisiert hat ,was letztlich MITURSACHE des Ganzen ist..... Nur ein Volldepp fährt eine Deflationspolitik ...Japan in den90er zeigt uns dasüberdeutlich . Nicht die Löhne in Spanien etc sind zuhoch , sondern bei UNS mindestens 30% zu niedrig.
Wir erleben derzeit eine Art deflationistische Hochzinspolitik .......Mit effektiver Lohnhalbierung seit Zusammenbruch des neuen Markts ... Damit der Prozeß der "Umgestaltung" schneller geht , hat man Mit voller Absicht (!) die Weltkonjunktur 2007 abgewürgt -Lehmann ist nur ein Bauernopfer ........ Es ist erstaunlich, daß manch Volk nach wie vor seine Henker auch noch wählt . die BRD hat effektiv 14Mio Arbeitslose
und mind 25Mio, die praktisch keine(!!!) gesicherte Zukunft haben ...............

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libertine^10 01.01.2014, 15:20
79. Genau, und da es keine politische Einheit gibt ...

Also irgendwie hat man langsam den Eindruck, dass sich Herr Münchau der Aussichtslosigkeit des Euro-Projekts bewusst wird. Oder glaubt denn wirklich jemand an eine politische Einheit in Europa in absehbarer Zeit?

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