Forum: Wirtschaft
Euro-Reformen: Wirtschaftsraum mit Dachschaden
Jan Woitas / DPA

Über dem Euro braut sich ein Unwetter zusammen. Und es dürfte heftig werden: Deutschland ist darauf nicht vorbereitet, der Umbau der Eurozone stockt seit Jahren. Dabei ist klar, was geschehen müsste.

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Widerspruch- 09.06.2019, 23:26
10. Investitionen in den Süden?

Entweder ist der Autor des Artikels sehr jung oder sein Wissen über die Regionen des Südens sind sehr begrenzt.

Beispiel; Italien hat in den sogenannten Süden (Mezzogiorno) in den letzten 45 Jahren rund 459 Mrd ? transferiert, ganze Autofabriken würden aufgebaut, alles hat nichts geholfen!
Griechenland hat seit dem Beitritt zur EWG/EU rund 300Mrd ?; Hilfe bekommen ohne die Hilfen seit der Eurokrise, hat es geholfen?
Spanien hatte vor dem Beitritt zur EWG 20 % Arbeitslose. Seit dem Beitritt hat es rund 250 Mrd. ? Transferleistungen bekommen und immer noch 20% Arbeitslose, hat es geholfen?
Beispiel Berlin, Saarland, haben 100derte Mrd. aus dem Länderfinanzausgeleixh bekommen, hat es geholfen?
Wenn man die faulen Kredite( Staatspapiere)
die die EZB von dessen Notenbanken (SP, GR, Fr, IT, aufkauft kommen nochmal rund 1,8 Billionen ? in den letzten 10 Jahre dazu,
Targetsalden, etc. nicht mitgerechnet, hat es geholfen.
Der Euro ist ein Konstrukt aus der Förderung der Franzosen aus der Wiedervereingung.
Man hätte es wissen können aus den 70zigern als schon der ECU scheiterte.
Er würde wieder besseren Wissens eingeführt, von Menschen die jeden Rat von Experten ausschlugen, ohne auch mit ihrem begrenzten Wissen zu ahnen, dass die Welt sich globalisiert und Nationen wie China, Indien, Türkei, Malaysia, etc. Produkte/Dienstleistungen produzieren die um Faktor X billiger, besser produzieren als dies die Europäischem Südländer produzieren je konnten und können.
Deshalb gibt es nur eine Möglichkeit, Abschaffung der EZB, Einführung einer.Währung mit D/NL/DK/SW/PL/UNG/ÖS/Balt.St/Slw/Tch.
Dies ist die Europäische Leitwährung, alle anderen führen ihre alten Währung wieder ein und können entsprechend ihrer Wirtschaftskraft auf/abwerten.
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three-horses 09.06.2019, 23:37
11. Auf die Reise ohne return.

Zitat von klaus.mueller
Was der Artikel unterschlägt, eine nationale souveräne Notenbank kann beliebig Geld schöpfen. Das hat Auswirkungen auf Aussenwert und Inflation, aber im Prinzip kann ein Staat nicht pleite gehen der sich nur in der eigenen Währung verschuldet. Nur ist das bei den Euro Notenbanken nicht mehr möglich weil nur noch die EZB als lender of last resort auftreten kann. Die nationalen Notenbanken der Euro Mitglieder sind somit impotent. Das erklärt auch warum z.B. Italien wieder raus will weil die italienische Notenbank italienischen Interessen dienen soll und nicht europäischen.
Nicht ganz verstanden was Sie so meinen... schöpfen/impotent...
zu mindestens... Blüten drucken. je 30/60 ist/war Milliarden, je Monat
darf man...was der Euro so besonders wertvoll macht. Keine Ahnung was da so in Umlauf ist, für eine Insolvenz reicht es allemal.
"Erstens, Wirtschaft zu stärken"...mit Target 2?
"Zweitens, sollte der EU-Haushalt aufgestockt werden"...meiner auch, nur womit? Man sollte die EU in die Hölle schicken, raus kommen sollte dann,..Keine Grenzen und keine Zölle.Das sollte reichen. Die alle EU Politiker sollen dann bei Teufel bleiben, verwandt sind die schon.

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mathiasraschke 09.06.2019, 23:40
12. Kennt der Autor die Verträge und Grundsätze der EU und des Euro?

Nach dem Autor soll die EU für Nationalstaaten aufkommen, am Ende Nationalstaaten für andere Nationalstaaten zahlen. Das ist in den Verträgen nicht vorgesehen. Das gleiche gilt für die Haftung. Oder soll mal wieder ganz undemokratisch mehr Zentralismus durchgesetzt werden?
Und warum realisiert der Autor nicht die grundsätzlichen Probleme der EU? Gemeinsam aufgestellte Regeln werden nicht eingehalten, obwohl das Grundlage jeder weiteren Solidarität ist.

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Watschn 09.06.2019, 23:43
13. Nichts neues, dieser Eurowährungsraum ist ohne gem. Staat suboptimal..

Das hat T. Sarrazin bereits 2012 in seinem Sachbuch.... 'Europa braucht den Euro nicht..' ausführlich u. verständlich dargestellt. Die EZB ist der Gaukler der Eurostaaten, welche ohne eig. Währungsdach (keine eig. Notenausgabe, dh. ohne 'Lender of the last resort' dastehen, und somit dauernd das Damoklesschwert des Risikos eines Zahlungsausfalls über sie schwebt. Allenfalls können sich die notleidenden Euro-Staaten durch einen (von vielen) Euro-Konstruktionsfehler nämlich das Target-Überziehkonto für eine Zeit u. Menge Euros drucken, was ja auch durch die südl. Eurosünder (inkl. F) geschieht. Deutschlands EZB-Targetkonto ist von den Eurosüdländern (Spanien, Italien, Griechenland, Portugal u. auch Frankreich) bis fast zu einer Billion Euro (aktuell 920 Mrd Euro) in die Miesen überzogen...Ausgleich? Bei Aloisius in ca. 10 Billion Jahren im Himmel....

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gluonball 09.06.2019, 23:46
14. Fazit

Am Ende soll doch Deutschland eh einfach alles zahlen. So wie makron sich das vorstellt. Dass aber der Haushalt im Deutschland solider ist weil unsere Abgabenlast exorbitant ist und deshalb die Bürger nichts aufbauen können interessiert nicht.
Und die Staaten die den Bürgern nun mehr gelassen haben aber dadurch den Staat weniger finanzierten sollen die deutschen also dann noch das Rest an Geld geben was ihnen noch nicht genommen wurde.

Ja, kann man machen. Ist auf jeden Fall klug von allen Südstaaten. Top.

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faz-leser 09.06.2019, 23:55
15. Den EU-Institutionen fehlt es noch an ausreichender demokratischer Legitimität

Der Autor schreibt: "Zweitenssollte der EU-Haushalt aufgestockt und stärker darauf zugeschnitten werden, Investitionen in darbenden Regionen zu unterstützen. Solche Gegenden gibt es gerade im Süden eine Menge -ein Erbe der letzten Krise mit hochproblematischen politökonomischen Folgen.

Drittenswäre ein eigenes Eurozonen-Budget hilfreich, das automatisch Euro-Staaten unter die Arme greift, die von heftigen Rezessionen betroffen sind - etwa in Form eines Rückversicherungsfonds für die nationalen Arbeitslosenversicherungen."

Bevor das ginge, bräuchte die EU erst einmal ein Parlament mit (1.) Haushaltshoheit und (2.) umfassender demokratischer Legitimation, also ein nach dem Prinzip "one man, one vote'" gewähltes Parlament. Derzeit zählt aber z. B. die Stimme eines Maltesers 12,8 mal so viel, wie die Stimme eines Deutschen.

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frankfurtbeat 10.06.2019, 00:04
16. wenn ...

wenn dann schon mit Schmackes in die nächste Krise ... unglaublich Bankenrettung - der Steuerzahler muss erneut die korrupten Finanzsysteme retten? Weder Schäuble noch Scholz sind Vertreter der Bürger und begreifen nicht weshalb die Wähler sich anderweitig orientieren. Bravo- weiter so - wir schaffen das sind leere, lediglich positiv belegte Worthülsen!

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frelsingi 10.06.2019, 00:07
17. Die wahre Ursache...

Wo kommt das Problem her? Nun, wir sind ja so stolz auf unsere positive Handelsbilanz.
Was aber bedeutet das? Nichts anderes, als dass wir mehr Waren weggeben, als wir zurückbekommen. 1918 war der Überschuss fast eine Viertelbillion Euro. Dieses Geld wird von uns nicht ausgegeben, landet also bei den Banken.
Und was machen die damit? Richtig: Die leihen es aus, ist ja ihr Geschäft.
Aber an wen? Natürlich nicht an uns, denn wir nehmen ja mehr ein, als wir ausgeben.
An wen also? Na, an die Länder, die eine negative Handelsbilanz haben. Die kaufen damit wieder bei uns ein.
Normalerweise würde dadurch bei uns Inflation entstehen, weil das Geld mehr und die Waren weniger werden.
Warum passiert das nicht?
Weil das Geld nicht bei den Leuten landet, die es ausgeben würden, sondern bei denen, die ständig mehr einnehmen, als sie ausgeben, also Geld horten.
Dadurch werden die Reichen immer reicher, aber nur buchhalterisch. Denn weil die Länder, die eine negative Handelsbilanz haben, diese deswegen haben, weil sie nicht genug Waren herstellen, um damit ihre Importe zu bezahlen, gibt es nicht so viele Waren wie man mit dem Geld auf den Bankkonten der reichen theoretisch kaufen könnte.
Im Grunde geben wir also jedes Jahr für einen dreistelligen Milliardenbetrag Waren weg, ohne dafür einen anderen Gegenwert zu bekommen, als Zahlen auf den Kontoauszügen der Reichen. Seit dem Beginn dieser Wirtschaftspolitik (man nennt das Globalisierung) sind das Billionen an Sachwerten, die deutsche Arbeitnehmer geschaffen haben, ohne dafür einen Gegenwert zu bekommen.
Wundert es da noch jemanden, dass heute zwei Leute arbeiten müssen, um einen kaum höheren Lebensstandard ihrer Familie zu leisten, als ihn vor 40 Jahren ein Verdiener leisten konnte?
Und wundert es jemanden, dass es Länder gibt, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, weil sie das, was sie von uns bekommen haben, nicht mit realen Gegenwerten bezahlen konnten und können?

Volker aka Fokko Frelsingi

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curiosus_ 10.06.2019, 00:10
18. Wenn ich mir das so anschaue:

Problemkomplex 1: Auseinanderdriftende Wirtschaft

Lösung:

Zitat von Henrik Müller
Innerhalb einzelner Staaten stehen nationale Umverteilungssysteme, etwa Sozialversicherungen, zur Verfügung, um diese Unwuchten auszugleichen.
Also Umverteilung

Problemkomplex 2: Kein Rückhalt bei Finanzkrisen

Lösung:

Zitat von Henrik Müller
In einem normal entwickelten Nationalstaat steht die Notenbank als Retter der letzten Instanz für notleidende Banken oder Staatshaushalte bereit. Innerhalb einer Währungsunion kann sie diese Rolle nur eng begrenzt ausüben. Denn Rettungsmaßnahmen sind stets mit der Umverteilung von Geld und Haftung zwischen Mitgliedstaaten verbunden.
Also Umverteilung

Problemkomplex 3: Politische Uneinigkeit

Lösung:

Zitat von Henrik Müller
In einer Währungsunion ist die Macht nicht an der Staatspitze konzentriert, sondern verteilt auf Mitgliedstaaten und Gemeinschaftsinstitutionen…Es gibt keine übergeordnete Instanz, die einheitliche Regeln durchsetzen könnte - so wie, um ein extremes Beispiel zu nennen, Abraham Lincoln die Einheit der USA mit Waffengewalt im Amerikanischen Bürgerkrieg sicherte. Später, in den 1960er Jahren, schickte Washington Kräfte in den Süden, um die Rassentrennung zu überwinden.
Also Sicherstellung des Überlebens der gemeinsamen Währung mittels Gewalt. Im Extremfall Waffengewalt.

Und dann noch überlege, dass die deutschen Arbeitnehmer es zuerst mal durch Lohnzurückhaltung ermöglichen Jahr für Jahr ca. 8% dessen was sie erarbeiten gegen Schuldscheine ins Ausland zu transferieren (seit der Euro-Bargeldeinführung Waren und Dienstleistungen im Wert von über 3000 Mrd. Euro - was im Übrigen nur geht weil es den Euro gibt) - statt das es ihnen selber zugute kommt - dass die dann sicher ein zweites Mal die gekniffenen sein werden wenn die Lösung zum Problem 1 und 2 zum Einsatz kommt - dann macht die Lösung zum Problem 3 natürlich richtig Sinn:

Denn das könnte dann nötig werden, wenn der Widerstand der doppelt gekniffenen nicht so einfach zu überwinden ist.

Das allerbeste an der Kolumne ist allerdings die Gleichsetzung von:

Erhalt des Euros = Überwindung der Rassentrennung in den USA.

Womit? Durch Truppeneinsatz.

Nichts anderes steht da.

Und dann frage ich mich wieso ein vermutlich logisch denkfähiger Mensch nicht in der Lage ist sein Paradigma (der Euro muss um jeden Preis überleben) in Frage zu stellen.

Wenn in meiner Profession (der Physik) ein Paradigma immer mehr Hilfskonstrukte benötigt um zu überleben (Bsp. aus der Astronomie: Die Epizykeltheorie oder auch die Äthertheorie), dann wird es Zeit (und passiert zum Glück auch) das Paradigma zu überdenken. Aber an so etwas ist schon die Sowjetunion gescheitert.

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Menschundrecht 10.06.2019, 00:13
19. Nicht ganz dicht ...

... alles im Eimer, und wir kommen, um uns zu beschweren.

Über den Dachschaden habe ich mich kürzlich auch beschwert beim Justizminister, besser gesagt über Dachschäden bei Mobilien, Immobilien, Bundestag, Eurozone usw.

Der will davon nichts wissen.

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