Forum: Wirtschaft
Euro-Reformen: Wirtschaftsraum mit Dachschaden
Jan Woitas / DPA

Über dem Euro braut sich ein Unwetter zusammen. Und es dürfte heftig werden: Deutschland ist darauf nicht vorbereitet, der Umbau der Eurozone stockt seit Jahren. Dabei ist klar, was geschehen müsste.

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Menschundrecht 10.06.2019, 00:26
20. Die gefährlichste Instanz unseres Lebens*

Zitat von beat126
Zitat: "Denn es gibt in der Eurozone immer noch keine gemeinsame Einlagensicherung und keinen Fonds, der helfen könnte, Banken geordnet abzuwickeln." Das gibt es in Deutschland und in Frankreich auch nicht. Die Banken stehen nicht unter dem Insolvenzrecht, wie sie müssten, sie werden gerettet. Wenn man es schon gar nicht fertig bringt (oder bringen will) dies national zu regeln, wie kann der Autor erwarten, es würde jemals in der EU geregelt? Die EU und auch der Euro wurden einzig darum geschaffen, sich von demokratischen Gesetzen zu lösen. Genau darum gibt es in der EU auch keine Gesetze. Und der EUGH, der sogenanntes EU-Recht (internationales Vertragsrecht) verwaltet ist allenfalls mit einer Schlichtungsstelle zu vergleichen.
Irgendwas ist doch auch im Iran wieder los - ach ja, richtig, der Herr Aussenminister versucht dort gerade mit Näseln und Wimpernklimpern zu 'schlichten', und der Herr Schachtschneider findet, der EuGH sei durchaus dem 'Wächterrat' im Iran vergleichbar, womit er dann aber schon mehr wäre als nur eine 'Schlichtungsstelle'.

* Zitat Prof.em. Dr. K.A. Schachtschneider ohne Anführung, weil Beitragstitel

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mariuscaesar 10.06.2019, 00:31
21.

Um zu sehen warum der Euro nicht funktioniert brauchen Sie nur mal die Entwicklung des Franc und der Lira gegenüber der DM vor der Währungsunion vergleichen. Das Ergebnis ist Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa, die ihre Währung nicht mehr abwerten können.

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Ökofred 10.06.2019, 00:40
22. Meinen Sie das Ernst?

Zitat von merk!
und wird nur noch durch die Nullzinskredite der EZB künstlich am Leben erhalten (im Privatsektor nennt man das Konkursverschleppung). Dabei werden die Altersvorsorgen der Leute im gigantischen Ausmass seit 10 Jahren enteignet und die Finanzminister loben sich selbst für ihre Schwarze Null. Der Kapitalismus hat sich selbst zerstört, was folgt ist der 3.Weltkrieg.
Wie wird die Altersvorsorge genau enteignet? Weil es weniger Zinsen gibt? Überall auf der Welt? Ja, so ist es nämlich, überall auf der Welt gibt es weniger Zinsen, beinahe Null... und überall ist der EURO schuld. Oder was wollen Sie sagen?
Und was hat das alles mit dem Kapitalismus und dem 3. Weltkrieg zu tun? Echt irre, diese Beiträge.

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seppfett 10.06.2019, 00:45
23.

Die ersten die das Vertrauen verspielt haben waren Deutschland und Frankreich. Wir brauchen unbedingt diese föderale Struktur auf wirtschaftlichem, arbeitsrechtlichem und sozialem Gebiet. Ein Schritt in diese Richtung könnte eine europäische Gewerkschaftsinitiative sein, komplett unabhängig von momentanen politischen Problemen und Köpfen. Das würde Druck, als außerparlamentarische Kraft, auf Wirtschaft und Politik ausüben und bei der Verbindung der Menschen im Arbeitsleben helfen. Die Probleme und Bedürfnisse der Arbeitnehmer sind in Europa nicht so unterschiedlich - das habe ich in 30 Jahren Arbeit verteilt über 3 EU-Länder erfahren können.

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hansriedl 10.06.2019, 00:47
24. Junckers Fachleute

sind auch der Grund, das viele Milliarden Steuergelder versickert sind.
Der Euro ist eine tickende Zeitbombe. Die baldige Explosion wird verheerende Folgen zeitigen und Bankenpleiten sowie Wirtschaftskrise weit in den Schatten stellen.
Trotzt aller Probleme will man sechs Nehmer Länder aufnehmen, obwohl GB ausfällt. Durch Steuermilliarden wird der Super-Gau für kurze Zeit hinausgeschoben. Aber der nächste Kollaps kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
Die Jungen müssen dafür büsen was die Alten versaut haben.

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lofeu 10.06.2019, 00:49
25. Und wöchentlich grüßt...

Hennrick Müllers wirtschaftliche Weltuntergangskolummne. "Pech" nur, dass seine Horrorszenarien bisher nie eingetreten sind. Eines Tages wird er einen Zufallstreffer landen, um uns dann hinterher sagen zu können, dass er es schon immer gewusst habe.

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Weltbild 10.06.2019, 00:51
26. EZB muss 100% unabhängig werden

Es ist keine gute Konstruktion das die einzelen Staten die den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel engeführt haben auch für ihn haften. Die EZB muss 100% unanhängig werden. Dies ist der einzige Weg um stabile Währungsverhältnisse zu schaffen. Model Bundesbank aber auf europäischer Ebene. Wenn dann einzelne Mitgliedländer meinen sie müssten zurück zu ihrer nationalen Währung wird dieser Umschwung einfacher. Jedoch wird die nationale Währung Ramschstatus haben, da einer der Gründe zur Wiedereinführung nationaler Währungen eine weitere Staatsverschuldung wahrscheinlicher macht. Die Reaktionen der Finanzmärkte tun dann ein übriges. Eine Haushaltsdisziplin ist dann auch nicht mehr notwendig. Inflation steigt, Investitionen fallen, Arbeitlosigkeit wird steigen, Folge soziale Unruhen usw. Also keine gute Idee den Euro zu verlassen. Allerdings wie erwähnt ist eine 100% Unabhängigkeit notwendig wenn der Euro auf Dauer weiter existieren soll.

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mathiasraschke 10.06.2019, 00:53
27. Alternativlos?

Der Autor suggeriert die totale Notwendigkeit der Maßnahmen, allgemein bekannt unter dem Synonym "alternativlose Politik". Damit kann man dann den Karren EU noch weiter in den Dreck aus Verantwortungslosigkeit, Missbrauch von Solidarität und EU-Nationalismus fahren.

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Nordschwabe 10.06.2019, 00:53
28. Vereinigte Staaten von Europa

ist das, was das europäische Volk braucht. Nationalismus ist nur Gehirnwäsche um den Interessen einiger weniger zu dienen und ist der europäischen Vereinigung die letzten 60 Jahre immer im Weg gestanden. Und was jetzt die konkreten Forderungen des obigen Artikels betrifft: Politiker hatten 40 Jahre, etwas gegen die Klimakatastrophe zu unternehmen und nichts anderes gemacht als den Dornröschenschlaf zu schlafen (Rezo, zerstört CDU, der Junge hat doch alles gesagt), ich glaube da kaum, dass die selben inkompetenten Politiker (siehe eben Rezo) da überhaupt in der Lage sind, das "Dach zu reparieren". Manchmal muss alles erst mal den Bach runter, bis es besser wird - wenn dann überhaupt.

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demokrit2017 10.06.2019, 00:56
29. unlösbar

Alle Vorschläge (gemeinsame Einlagensicherung, europäische Arbeitslosenversicherung usw. ) bedeuten in der Kurzform, dass Deutschland die Schulden anderer bezahlen soll, evtl. zusammen mit ein paar Kleingewichten. Das widerspricht den europäischen Verträgen und dem Gerechtigkeitsgefühl. Vergiss es. Lucke hatte Recht, der Euro kann nicht funktionieren, die meisten Gründe stehen im Artikel. Leider hat er lieber gar keine Mitstreiter als welche, mit denen er in einigen Punkten nicht überein stimmt. Nun ja, immerhin werden inzwischen auch die Bürger im Parlament repräsentiert, die dem Euro skeptisch gegenüber stehen.

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