Forum: Wirtschaft
Euro-Untergangsszenarien: Der Preis des Ausstiegs

Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

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natprod 29.11.2011, 17:16
110. Eine Frage

Ich haette mal eine Frage. Was wuerde eigentlich passieren, wenn man heute Rating Agenturen Weltweit verbieten wuerde? Ich frage mich ob wir ohne diese Agenturen die Probleme von ehute haetten oder ob es der (Finanz)welt besser gehen wuerde. Oder mal umgekehrt gefragt: Was wuerde man verlieren gaebe es die Rating Agenturen nicht mehr?

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Stauss 29.11.2011, 17:16
111. Na, so eine Katastrophe

wie 2002 die Umstellung der DM auf Teure wird´s wohl nicht werden.

Einer der ersten Euro-Münzen trug die Inschrift: EUROPA FILIORUM NOSTRORUM DOMUS (lat.: Europa [ist] das Haus unserer Kinder). Daraus wurde: Wir verfrühstückten das Haus unserer Kinder. "Nos filiorum nostrumus domus exedo" wird auf dem 1 Milliarde Euro-Schein stehen.

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Giraffenzebra 29.11.2011, 17:16
112. Sie vergessen dabei ...

Zitat von fn745
Und schließlich wäre eine Rückkehr zur D-Mark nicht das Ende der Exportnation Deutschland. Denn die deutsche Industrie bietet eine ganze Reihe von Produkten an, die weltweit einzigartig sind. Volkswirtschaften wie die BRIC-Staaten sind auf unsere Produkte angewiesen, egal in welcher Währung.
Sie vergessen dabei eins. Nehmen wir an, die D-Mark würde dann praktisch von heute auf morgen um 40% aufwerten, wie viele Ökonomen das ungefährt voraussagen bzw. abschätzen.
Eine Maschine, die jetzt 100.000$ kostet, wird dann 140.000$ kosten (analog für jede andere Währung). Das hat zur Folge, dass viele Ausländer sich viele Maschinen schlicht und einfach nicht mehr leisten können. Einzigartige Produkte gibt es in Deutschland keine ... einzigartig in ihrer Qualität ja, aber nicht einzigartig allgemein. Für jede deutsche Spitzen-Maschine gibt es irgendwo die Billigvariante, die zwar nicht so lange hält und nicht so effektiv ist, aber es gibt sie. Also werden viele ausländischen Kunden entweder die schlechtere Billigvariante kaufen oder eben erstmal garnicht kaufen, wenn sie sich die Maschine nicht mehr leisten können und es vielleicht tatsächlich mal keine Alternative gibt. In jedem Fall wird die Exportindustrie massiv einbrechen .... und zwar dauerhaft.
Nun, das mag Sie nicht stören, weil unser Geld ja mehr wert ist und wir uns dann trotzdem noch genug von unseren wenigeren Exporten kaufen können.

Und jetzt kommt Ihr Denkfehler. Sie gehen nämlich davon aus, dass die Exportindustrie das einfach so hinnehmen wird und sich halt mit weniger Aufträgen zufriedengibt oder halt freiwillig pleite geht, wenn kaum ein Ausländer mehr sich noch die Spitzenmaschine leisten kann.
So wird es aber nicht kommen. Diese Art "patriotischer Unternehmer" gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland. Die Unternehmen werden einfach ihre Produktion woanders hin verlagern, wo die Wechselkurse günstiger sind ... schneller als Sie gucken können. Wegen des starken Euros zum Beispiel verlagert Daimler ja gerade Teile seiner Produktion von Deutschland nach USA. Noch vor ein paar Jahren, hat Deutschland die Autos per Schiff nach Amerika gefahren. In ein paar Jahren werden viele davon direkt in Amerika gebaut. Daimlers Verluste werden sich in Grenzen halten, aber die Arbeitsplätze fallen dann hier in Deutschland dauerhaft weg und weder der deutsche Staat, noch deutsche Arbeitnehmer haben einen Vorteil davon, sondern nur die Daimler-Aktionäre würden davon profitieren. Und wenn Industriearbeitsplätze sie einmal weg sind, kommen sie nicht so schnell (wenn überhaupt) wieder zurück.
Analog zu diesem Beispiel wäre mit einer Verlagerung von Arbeitsplätzen in allen möglichen Exportbranchen zu rechnen ... und zwar schnell und sehr massiv bei einer so schlagartigen Währungsaufwertung. Und genau DAS war der Grund dafür, dass die Schweiz ihre Währung an den Euro gekoppelt hat. Damit machen die Schweizer zwar Verluste, können aber ihre Exportunternehmen dauerhaft im eigenen Land halten.

MfG

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herbert 29.11.2011, 17:16
113. Mit Waigel dem arroganten fing alles an !

Was hat der CSU Waigel sich in die Medien geschoben und auch noch die Telekom verkloppt.
Blind war er, als Griechenland kam.
Unsere Politiker kann man alle vergessen. Warum wechselt man den Haufen nicht mal mit Wissenschaftler aus, die etwas davon verstehen.

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dabozzcrg 29.11.2011, 17:17
114. Aha

Zitat von Woolloomooloo
in DM-Zeiten hat es Deutschland nicht nur geschafft über viele Jahre Exportweltmeister zu sein, sondern man konnte quasi nebenbei die höchsten Goldreserven neben den USA ansammeln. Im Ausland war man als Deutscher wg der Kaufkauft ein König. In der Tat: solche Zustände kann man niemand zumuten...
Ich kann mich noch gut erinnern, dass der Dollar kurz vor der Euroeinführung mehr wert war als die Mark.
Davon abgesehen hat Deutschland nach dem Krieg nur aufgrund massiver Hilfe unserer neuen Verbündeten den erneuten Aufstieg an die Spitze so einfach geschafft. Der Wirtschaft geht es momentan gut, warum also zurück zur Mark? Mit Begriffen wie Exportweltmeister wäre ich auch sehr vorsichtig. Wir haben mit nicht mal 100 Millionen Menschen 2010 Güter im Wert von 1.268.844 Mio $ exportiert. Das ist bei weitem mehr als China das auf Platz 1 dieser Liste steht. Dies hat mit über 1300 Mio Menschen gerade einmal Güter im Wert von 1.577.824 Mio $ exportiert.

Naja wie dem auch sei, die Veränderung sollte woanders herkommen. Zu Zeiten Kohls wurde eine EU geschaffen, die immer mehr Mitglieder aufgenommen hat aber sonst kaum etwas? Es ist alles ins Stocken geraten. Die Staaten sollen endlich mal alle ihre Souveränität nach und nach ablegen und die Gesetzte etc. vereinheitlichen. Denn wenn das nicht geschieht dann hat der Euro in der Tat keinen Sinn. Eigentlich hätte es doch auch mehr Sinn gemacht, wenn dies alles vor der Einführung der Einheitswährung geschehen wäre. Denn was will ich mit einer Einheitswährung auf die ich bedingt durch 27 verschiedene Wirtschaftspolitiken und anderen Machenschaften nur sehr begrenzt Einfluss nehmen kann.

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vincent1958 29.11.2011, 17:18
115. Die

Zitat von heldenmut
Der Präsident des Deutschen Außenhandlesverbandes äußerte sich kürzlich, dass die deutsche Exportwirtschaft auch gut ohne Euro leben könnte. Die.......
...Politik durtfe es nicht hören!Denn ohne EURO Einführung hätte sich Frankreich dem Beitritt der eh.DDR widerstzt.EURO für "Einig Vaterland"Bedanken Sie sich bei Herrn Kohl!

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TheFrog 29.11.2011, 17:18
116. Bei der Einführung...

des Euro wurde getönt, alles wird besser, "blühende Landschaften in ganz Europa!"

Jetz geht der Euro flöten, und uns werden "apokalyptische Zustände" prophezeit.
Was daran denn nun wahr ist ? Man darf spekulieren.

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huettenfreak 29.11.2011, 17:18
117. Was für eine Panikmache!

Nun warten wir doch erst einmal ab und trinken die berühmte "Tasse Tee". Wir sind weder Griechenland noch Spanien sondern das derzeit stärkste Euroland.
Im Zweifel können wir mit jeder der drei in Rede stehenden Lösungen leben (Gesamt-Euro, Kern-Euro, D-Mark). So schlimm wie 1923 wird es schon nicht kommen!

Dieser Artikel könnte den Begriff "German Angst" nicht besser beschreiben.

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breakthedawn 29.11.2011, 17:18
118. Soso

Zitat von diwoccs
Das ist das übliche Geschwätz aus Deutschland. "Unsere Produkte sind Qualität" und werden um jeden Preis gekauft. Ohne Euro , mit aufgewerteter DM , ist Deutschland wirtschaftlich mausetot. Sie können dann billiger auf Mallorca Urlaub machen
Mallorca? ...da kommen Sie wohl her sonst würden Sie hier nicht so poltern.

Made in Germany ist eben ein "Markenzeichen" und bedeutet Qualität. Das können Sie leugnen, aber ändern wird es nichts.
Der Ausstieg aus der EU muss kommen, sonst wird unsere Wirtschaft bald mausetot sein, weil die Steuern in Deutschland massiv erhöht werden müssen um die Schulden der Anderen zu bezahlen.
Wer es konkret wissen wiil, sollte sich die Planungen der EU bezüglich CO2 Steuer ansehen. Z. B. unser Treibstoff und unser Heizöl/Gas werden bald sehr sehr viel teurer werden (Minimum 35 Cent pro Liter). Kommentar im EU Planspiel: ca. 40Mrd Mehreinnahmen, die dem Finanzhaushalt zugute kommen könnte. 40 Mrd, die dem Bürger ZUSÄTZLICH aus der Tasche gestohlen werden und die weniger als Kaufkraft zur Verfügung stehen werden. Das kostet Arbeitsplätze und wird die Abwärtsspirale weiter nach unten drehen.

Ich bin mir sicher, dass wir einen "europäischen Frühling" erleben werden und dann möchte ich nicht in der Haut von Politikern stecken wollen.

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Tizzle 29.11.2011, 17:19
119. noch lustiger

Zitat von Andreas Rolfes
Besonders schön: Und ich dachte immer, daß Deutschland vor dem Euro schon eine Wirtschaftsweltmacht und Mitglied der G7 war...
Bloss, dass sich seit Einführung des EURO das BIP Chinas und anderer Staaten mehr als verdoppelt hat...

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