Forum: Wirtschaft
Euro-Untergangsszenarien: Der Preis des Ausstiegs

Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

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Roueca 30.11.2011, 08:53
380. Er hat denn profietiert?

Die Wirtschaft, beim Bürger wurde es durch den Euro nur teurer.
Wenn ich heute einkaufen gehe und eine Tüte Gummibärchen kaufen will, dann steht da:€ 2,--. Ja bei Gott, ich hätte niemals früher für fast 4,-- DM Gummibärchen gekauft und ich tue es heute auch nicht, denn mir fehlt inzwischen das Geld dazu. Und wenn es so weitergeht wie bisher fehlt mir sehr schnell noch für mehr das Geld.

Wer hat also vom Euro profitiert? Der Gummibärenhersteller und nur der, denn die Löhne sind gesunken, aber der Gewinn vom Unternehmer ist gestiegen. Und das ist von der Politik so gewollt.

Und jetzt werden Panik und Angst verbreitet wenn der Euro fällt, dann fällt Europa, so das Mantra der Madame. Auch dann wird Europa weiterexistieren und auch dann werden wir weiterarbeiten. Vielleicht haben wir dann keinen Fachkraftmangel mehr und die Fremden können zu Hause bleiben. Wäre doch auch was. Aber ja, dann müßte man von den vielen Alten einige zwangseinschläfern lassen, denn dann kommt ja wieder durch die Fachkräfte kein Geld in die Rentenkasse.

Egal wie ich es drehe und wende, der Dumme bin immer ich!
Und auch das ist von der Politik so gewollt!

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Olaf 30.11.2011, 09:12
381. .

Zitat von t.o`malley
Das absurde Experiment ist gescheitert, vollumfänglich und endgültig! Wir müssen jetzt Schadensbegrenzung üben und in erster Linie an uns selbst denken, bevor wir Milliarden und Billionen an Transferleistungen verschenken. Zurück zur D-Mark, zurück zu alter Stärke und Unabhängigkeit!
Diese Krise zeigt, dass eine Währung auf Dauer nur überleben kann, wenn es eine Regierung gibt die hinter ihr steht.

Genau das unterscheidet den Euro von allen anderen Währungen. Wer steht hinter dem Euro? Welche Regierung ist bereit ihn mit allen Mitteln zu verteidigen?

Bei Yen und Dollar ist die Antwort auf diese Frage klar. Beim Euro nicht.

Dieses Problem wird sich weder durch einen größeren Rettungsschirm noch durch Eurobonds lösen lassen. Es wird uns immer wieder einholen.

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tetaro 30.11.2011, 09:22
382. ..

Zitat von osk5
Ich werde hier nicht den Nachweis führen, ob sie von dem Euro profitiert haben. Kann ich nicht, ich kenne sie nicht. Allerdings möchte ich ihnen die Frage stellen, ob sie nachweisen können, von der D-Mark profitiert zu haben. Können sie?
Ich bin kein Finanzexperte, aber es hat sich doch gerade in der letzten zeit bestätigt, dass die nationalen Wirtschaften um so mehr profitiert haben, je weniger leistungsfähig sie waren. Zumindest, bis die Blase nun geplatzt ist. Krass gesagt, ich habe einfach keine Lust, eine Art europäischen Wirtschaftskommunismus zu fördern.

Dabei will ich will nicht ausschließen, dass einige Wenige, die an gewissen Hebeln sitzen, und möglicherweise solche Ungleichgewichten noch etwas ab"gewinnen" konnten, dennoch inländisch vom Euro profitieren konnten, aber ich gehöre gewiss nicht dazu.

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celino 30.11.2011, 09:27
383. Dem....

Zitat von E0Neun
Irgendwas läuft vollkommen aus dem Ruder in dieser Diskussion: Wieso starren alle auf Deutschland, als dem ultimativen Retter. Italien z. B. sitzt auf einem Gold- und Devisenschatz von sage und schreiben.....
... kann ich nur zustimmen.

Des weiteren verfügt Italien über eine strukturell besser aufgestellte Wirtschaft als Frankreich.

Zu Zeiten Berlusconis wurden seiner "Peer Group", den sehr Reichen, massive Steuergeschenke gemacht. Davon könnte man ruhig wieder einiges einsammeln. Bei sehr großen Einkommen und Vermögen bricht erfahrungsgemäß der Konsum nicht zusammen, weil ohnehin nur ein kleiner Teil von großen Vermögen in den Konsum fließt.

Dauerthema: Kampf gegen Steuerhinterziehung, korrekte Steuereintreibung.

Ich höre von Herrn Monti außer starken Worten nichts von einem Konzept, dabei könnte gerade Italien sich hervorragend selbst helfen. Aber wozu sollte man das tun, wenn sich die Nachbarn so schön anzapfen lassen.

Siehe auch
http://www.youtube.com/watch?v=Na7b7VVUbC0

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Callimero 30.11.2011, 09:28
384. Teuro

Zitat von Woolloomooloo
in DM-Zeiten hat es Deutschland nicht nur geschafft über viele Jahre Exportweltmeister zu sein, sondern man konnte quasi nebenbei die höchsten Goldreserven neben den USA ansammeln. Im Ausland war man als Deutscher wg der Kaufkauft ein König. In der Tat: solche Zustände kann man niemand zumuten...
Sehr gut, mehr muss man zu diesem Artikel auch nicht sagen.
Man hat den Deutschen Ende 2001 ungefragt ihr jahrzehntelanges "Erfolgsmodell" DM weggenommen und durch den unsäglichen (T)Euro ersetzt, den die Mehrheit der Deutschen eigentlich gar nicht haben wollte.
Und jetzt sabbelt dieser angebliche Experte, wie schlimm es ohne den (T)Euro wäre? Dazu schwadroniert er über D als Profiteur des (T)Euro. Ich weiss nicht genau, wer alles profitiert hat, aber der normale Bürger war es bestimmt nicht. Der hat seit Einführung mit Reallohnverlusten, Zeitarbeit, Dumpinglöhnen und der ständigen Sorge sozial abzurutschen zu tun... Nebenbei noch bemerkt, das Auseinanderdriften von arm und reich.

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cycokan 30.11.2011, 09:30
385. Angst und Bange kann einem werden

Internetforen und Stammtische wimmeln vor Besserwissern und Meinungsbeeinflussern.
Kein Politiker und kein Wirtschaftswissenschaftler und ganz bestimmt niemand von uns Schreiberlingen hier kann in die Zukunft schauen.

Und niemand kennt eine Universallösung, die alle Beteiligten zufrieden stellt.
In die Vergangenheit hingegen, da kann man blicken wenn man will. Und daraus kann man Schlüsse ziehen.
Da ich weiß, dass ich nichts weiß, äußere ich hier eine Mischung aus Schätzung, Gefühl und Meinung. Ich würde mich freuen, wenn jeder mal den Ton des Allwissenden einfach weg lassen könnte, denn erst dann könnte man halbwegs produktiv diskutieren und dabei vielleicht Ideen entwickeln.

Meine Betrachtung der Vergangenheit führt zu der Einschätzung, dass ein einiges Deutschland tatsächlich ein Problem für den Rest Europas ist. Wir liegen absolut im Herzen der europäischen Handelswege, wir haben beste klimatische Bedingungen, gute Infrastruktur, wir sind viele, wir sind gebildet. Es wird an dieser geografischen Schnittstelle immer eine Ballung von Menschen, Wissen und Macht geben. Seit den Völkerwanderungen zeigt sich, dass hier der Schmelztiegel Europas ist. Hier wollen viele hin, hier müssen fast alle durch, hier bleiben viele hängen.

Weiterhin zeigt die Geschichte, dass deutscher Nationalismus, deutsche Großmannssucht und Besserwisserei, so attraktiv, so folgerichtig, so simpel und wie berechtigt auch immer sie jemandem vorkommen mag, stets und ohne Ausnahme in die Isolation und in die Katastrophe geführt hat.

Für mich ist deshalb ganz klar, dass ich jede Art von Lösung die auf nationale Alleingänge hinausläuft ablehne und im Zweifel auch bekämpfen werde.

MMn brauchen wir Verbündete und Freunde und wir brauchen mehr Einigkeit. Wir müssen den global operierenden Banken und Unternehmen jede Möglichkeit nehmen, Schlupflöcher und offene Flanken zu finden, Staaten gegeneinander auszuspielen.

Und ich würde das Geld zunächst mal dort abholen, wo es die falsche Politik der letzten 30 Jahre hin gelenkt hat.

Und dann sollten wir schauen, was den Menschen, dem Frieden und der Umwelt nutzt und daraus unsere wirtschaftlichen und politischen Ziele für das Projekt Europa definieren. Und das dann konsequent umsetzen.

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duke_van_hudde 30.11.2011, 09:42
386. Austrittskosten

Was sie hier schreiben ist mal wieder grober Unfug.
Die Deutsche Exportindustire hat vom Euro profitiert und ist schneller durch den Euro gewaschen als sonst.Das ist natürlich logisch das ist die eine Seite der Münze die andere ist das die Südschiene deindustralisiert wurde.

Das ganze lag dadran das wir Reallohnverluste mit kombinierten Produktivitätssteigerung hatten.Die Südschiene Reallohngewinne mit sogar niedriger Produktivitätssteigerung hatten wie wir.Das führt dazu dasu nsere Lohnstückkosten im Vergleich zu der Südschiene sich niedriger Eentwickelt hat.

Bei gleicher Währung ist es für die Südschiene dann interessant unsere Waren zu kaufen und für uns weniger interessant Waren des Südens zu kaufen.
Griechenland hat seinen Industrieanteil am Bip seit der Euroeinführung von ca 20% auf nur noch 10 % reduziert.

Das ganze führt natürlich zu stark ansteigender Arbeitslosigkeit und riesigen Abfluss an Kapital.Den Abfluss von Kapital konnte man solange auffangen solange man den Banken und den Staat in Griechenland Krdeit eingeraeumt hat das is nun nicht mehr der Fall.

Das Hauptproblem der Südschiene ist aber nicht mal Deutschland ,da sie mit den Wren aus Deutschland nur begrentzt in Konkurenz stehen.Das Hauptproblem ist die Konkurenz aus Osteuropa und Asien.Ohne den Euro hätte sich ihre Währugen viel schlechter gegenüber diesne Währungen entwickelt.Sie haben daher gegenüber ihre Konkurenz massiv an Wettbewerbsfähigkeit verloren.

Was kann man nun machen.

1.Riesige auswanderwellen.Nur die Griechen sind halt Griechen und keine Deutschen so das alleine die SPrache und die Kultur das verhindern.
2.Die Wetbewerbsfähigkeiten der Länder entwickeln sich ca gleich im Euro.Die Konvergenzkreterien wurden aber am Anfang deS euros extrem aufgeweicht.
3.Wir zahlen extrem hohe Summen jedes Jahr an dne süden.Ob wir das direkt oder durch Rettungsschirme machen ist egal es sind keine Einmalzahlungen sondern werden regelmässige Zahlungen.

Genau diese Dauerhaften Zahlungen müssen sie gegen die Kosten eines austritts rechen was sie natürlich nicht machen als Eurofaschisten.

Der Euro hätte niemals eingeführt werden dürfen ohne das die Länder gleiche Bedingungen hatten.Wir hatten zwar ein paar Jahre Vorteile aber jetzt müssn wir dafür bezahlen und das wird am Ende alle vorteile die wir mal hatten auffressn.

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localpatriot 30.11.2011, 09:46
387. Der Euro funktioniert nicht Punkt, Punkt, Punkt

Zitat von Callimero
Sehr gut, mehr muss man zu diesem Artikel auch nicht sagen. Man hat den Deutschen Ende 2001 ungefragt ihr jahrzehntelanges "Erfolgsmodell" DM weggenommen und durch den.....
Man kann nicht erwarten dass Griechenland und Portugal sich ploetzlich in Mini Deutschlaender am Mittelmeer entwickeln. Ein US Soziologe hat diese Anpassung als Generationenarbeit deklariert, sofern diese Voelker bereit waeren eine derartige Aenderung ihrer Sozialstruktur zu erlauben.
Also. .... die vernuenftige Antwort: Der Euro kann fuer Griechenland keine Zukunft bedeuten.

Die SPON Porpaganda: Athen müsste wohl einen großen Teil seiner Schulden auch nach einem Austritt weiter in Euro abbezahlen. Durch die abgewertete Landeswährung Drachme würde das aber viel schwerer" uebersieht eines der grundlegenden Prinzipien der Finanzwelt: Man geht Pleite und die Schulden hat man dann vom Hals. Das Problem wird ueber die Anderen die Unklug genug waren das griechische Ramschpapier zu kaufen, uebertragen.

Griechenland faengt mit der neuen Drachme von vorne an und... in kuerzester Zeit haben die Bankbonzen den ganzen Palaver vergessen und investieren wieder.

Eines der Hauptprobleme des Euroklubs ist die Unfaehigkeit zu amputieren.
Der Wundbrand geht die Glieder hoch und hat in der Zwischenzeit den Koerper erreicht.

Ohne Pleite der Verasger gibt es kein Ueberleben fuer den Euro.

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Premiumbernd 30.11.2011, 09:55
388. Das ist ja das merkwürdige,

Zitat von sysop
Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.
da haben uns volkswirtschaftliche Laien aus nicht nachvollziehbaren Gründen, uns gegen jede Vernunft den Euro aufs Auge gedrückt und damit so vollendete Tasachen geschaffen, das wir nicht mehr entkommen können.
Warum können wir diese Politikdilletanten nicht zur rechenschaft ziehen?
Immer wieder wurde vor dem Euro gewarnt und jeder einigermaßen wirtschaftlich Interessierte wusste was für ein Murks der Euro ist, aber unsere Politiker wollten ihn. Vielleicht einfach nur um in die Geschichtsbücher zu kommen.
Meiner Meinung liegt das auch am allgemeinen Wahlrecht, das eben jede Menge großmundige Amateure an die Macht spült. Schließlich interessieren sich die wenigsten Bürger für Politik und Wirtschaft, sind eben unpolitisch, haben aber eine feste Meinung und rennen zur Wahlurne.
Jetzt haben wir den Mist!!

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Tizzle 30.11.2011, 09:58
389. huch

Zitat von dabozzcrg
Ich kann mich noch gut erinnern, dass der Dollar kurz vor der Euroeinführung mehr wert war als die Mark. Davon abgesehen hat Deutschland nach dem Krieg nur aufgrund massiver Hilfe unserer neuen Verbündeten den.....
Aber nein! Wie wollen sie das vertreten?
Wie jetzt? - EINE gemeinsame Volkswirtschaft!? Ach, auch noch die Grösste der Welt? Konkurenzfähig, auch zu China? Nein nein, ich bitte doch, das ist nicht möglich, da müssten wir ja unsere Souveränität aufgeben!! Oh nein, unser tolles Land der Dichter und Denker...!?!
Nun mal im Ernst: Danke für ihren Beitrag! Es gibt scheinbar noch Menhscen mit Vertand in diesem Land.

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