Forum: Wirtschaft
Eurokrise: Die Tücken der Schäublonomics
REUTERS

Die Sorge vor einer neuen Eurokrise ist zurück. Das ist keineswegs ein Schicksal, das uns verschwenderische Südeuropäer bescheren, sondern vor allem ein Managementproblem. Und zwar ein deutsches.

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PeterPaulPius 17.02.2017, 21:14
230. Superminister

Der Riesenstaatsmann Schäuble tut so, als stünde er einer nationalen Notenbank zu Zeiten der Golddeckung vor. Da er am Monster EMS u.a. beteiligt war, sollte er eigentlich wissen, wie Geld geschöpft wird.

Aber was rede ich in einem Land, wo ein Jurist Finanzminister, eine Gynäkologin Verteidigungsminister und eine Physikerin Kanzlerin werden kann. Das Kabinett hat keine Fachleute. Selbst als der Lehrer vom Wirtschafts- ins Außenministerium wechselte, wurde die freie Stelle durch eine Juristin ersetzt.

Obwohl Maas...okay, das war ein schlechtes Beispiel, der hatte jetzt das falsche Manuskript in der Tasche.

Und bei allen gilt, was einst De Maizere sagt: "Teile ...meienr Antwort... wären geeignet... die Bevölkerung zu verunsichern...".

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Bartistout 17.02.2017, 21:15
231. Die bösen AFDler und die unwissenden Kommentatoren , die Stiglitz oder andere Linksliberale nicht verstehen

Tja. Da ist man lieber einer der dummen ,die mit klarem Austritt aus dem Euro wenigstens ein bisschen deutschesVolksvermögen retten. Dann kann der Griechen ja sehen, wie er alleine klar kommt

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pygmy-twylyte 17.02.2017, 21:16
232. Bildhaftes Beispiel

Zitat von luny
Hallo FIFA87, Ihren Beitrag möchte ich ergänzen und hinzufügen, daß es innerhalb den USA keinen "Länderfinanzausgleich" gibt. Ja, die Bundesstaaten können sich durchaus gegenseitig Geld leihen, aber es gibt einen jährlichen ZAHLTAG, an dem zwingend ein Ausgleich stattfinden muß. Innerhalb der EUR-Zone gibt es das nicht, sondern den "Bierdeckel", der Target II heißt und vom netten EZB-Chef "verwaltet" wird. Für Deutschland standen im Dezember 2016 743 Milliarden EUR auf dem Bierdeckel: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233148/umfrage/target2-salden-der-euro-laender/ Spanien schlägt mit 364 Milliarden EUR zu Buche, Italien mit 333 Milliarden EUR, Griechenland und Portugal mit jeweils 72 Milliarden EUR. Im wirklichen Leben geht dem Wirt (= Deutschland) irgendwann das Bier aus, weil er seine Lieferanten nicht mehr bezahlen kann. Damit wäre dann der Bierdeckel hinfällig. Der Wirt, der anschreiben ließ, leider auch. LUNY
Besagter Wirt bleibt auf einem (riesigen) Schuldenberg sitzen und wird unter Umständen sogar zu einem Offenbarungseid gezwungen, mit denkbar schlechten Chancen, wieder auf die Beine zu kommen, weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich. - Um dieses von Ihnen gewählte bildhafte Beispiel zu verstehen, bedarf es keines Ökonomiestudiums. Schöne Grüße!

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Steve Holmes 17.02.2017, 21:18
233.

Zitat von rudi_ralala
Sie haben recht, es steht nicht im Maastrichtvertrag. Seit 2011 gibt es das Regelwerk der makroökonomischen Überwachung, da steht das drin und Deutschland verstösst seit diesem Jahr regelmässig dagegen.
Da sieht man sehr schön wie unsinnig die gesamte EU ist. Sie besteht aus noch 28 extrem ungleichen Staaten. Gleichzeitig ersinnt sie „Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht“.

Dieser Verein gehört endlich abgeschafft. Danke Briten, dass ihr damit begonnen habt. Dieses Jahr hoffe ich auf die Wahlen in den Niederlanden und Frankreich.

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Smarty- 17.02.2017, 21:18
234. Oh lala...

Zu den Erkenntnissen bedarf es also erst neueren Studien? Auweia, arme Ökonomenzunft.
Die schwarze Null Schäuble ist so borniert und arrogant, der würde es nicht mal merken, wenn um ihn herum alles zusammen brechen würde wegen seinem Spardiktat. Sparen wollen heißt nicht zuvorderst auch wirklich zu sparen, wir vom Autor schön heraus gearbeitet.

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hefe21 17.02.2017, 21:24
235. Eierlikör - der Schlüssel zum Verständnis....

... warum sich Hr. Fricke so frohgemut - aber wie immer schwer fassend einerseits-andererseits mäandernd - gegen die normativen Kräfte des bilanziellen Nullzwangs aufzulehnen versucht? An der Annahme, dass ein Staatshaushalt, obwohl zu 100% die Fortsetzung der Privathaushalte und Firmenbilanzen seiner erfassbaren Steuerbürger, nach anderen Gesetzen funktionieren könnte, ist schon sein Vorgänger Münchau gescheitert. Von dem hört man überhaupt nichts mehr, umso mehr von jenem Volk, das schon seine Kolumnen so ausgiebig bevölkert hat - genau der Grieche. Zum Hohn ausgerechnet jene "Ökonomie", die die Frickesche Fiktion ad absurdum führte, dass man erstmal ordentlich Geld reinschiessen muss, damit über die Einnahmen des Staates ein Wohlstandskarussell in Gang kommt. Mangels Abschöpfungsvorrichtungen des Spenders kam nur ein gigantisches Kreditbetrugskarussell in Rotation, von dem die MIlliardenspargelder der Anleihespender nur so runterflogen und bis heute offenbar auch großteils einfach nicht mehr auffindbar sind. Denn genau diese hätten in den Jahren nach Auffliegen des Betrugs in reziproker Logik durch (Steuer)einzug die nun ausgebliebenen Fremdkapitalinjektionen ersetzen müssen. Amüsant ist in dem Zusammenhang auch immer das Schaubild, dass die "Ökonomen" noch jahrelang dem Trugbild der Bauchlinie der Opfer der griechischen Kreditschlange hinterherjammerten, das diese in dem "Leistungsjahren" der dortigen Wirtschaftskraft abbildeten.
Dass sich jeder Vergleich mit den periodischen amerikanischen Weltmachtsmethoden des albernen "sich aus der Krise herausinvestieren" in GR mangels williger Spender absurdiert, haben Kommentatoren ja schon dargelegt. Wohin solche Selbstbetrugskraftmeiereien ohnehin führen, das führt die völlig zerrüttete und von seinem neuen Führer zur Kenntlichkeit entstellte Weltführernation ja gerade eindrucksvoll vor.
Und einen Nachschlag zu den "Ökonomen" von IWF und Weltbank. Letztere haben einst Hundertmillionen (!) ihrer Mitarbeiterpensionskasse bei der berüchtigten Haiderbalkanbank platziert und dann schwerste Drohungen hinterlegt, wenn sie durch etwaige Kapitalbeschneidungen Schaden und vor allem Spott überantwortet werden sollten. Auf diese Mitläufer und zur Not Opportunisten reinsten Abwassers wird keinerlei Vertrauensdividende gezahlt!

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Bartistout 17.02.2017, 21:29
236. Nur,FAZ berichtet über die Billion an Targetsalden. Die moralisch korrekte Seite blendet diese stille Südlandfinanzierung einfach galant aus

Wer glaubt,dass mit Neuverschuldung in Gr irgendetwas ändern wird, dem ist nicht zumhelfen.
Tja. Griechenland und Italien werden zusätzlich zum Rettungspakwt,das niemals zurückgezahlt werden wird, über faule Staatskredite auf unsere Kosten finanziert. Die Ökonomie ohne Parteibuch ist auch recht simpel. Der Euro als politisches Projekt konnte niemals gelingen. Die 700 Mrd sind sowieso weg.

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Darwins Affe 17.02.2017, 21:32
237. Unsinn?

Zitat von spmc-12355639674612
Schreiben Sie bitte weiterhin, was alles falsch gelaufen ist! Aber wenn ich einige Kommentare hier lese, frage ich mich, ob die Erkenntnisse und Modellrechnungen führender Ökonomen und die Wechselwirkungen stattlicher Maßnahmen mit wirtschaftlichen Zusammenhängen von allen überhaupt verstanden werden - aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Wieder reden einige davon, dass der Euro gescheitert sei - was für ein Unsinn! Der US-Dollar weist dieselbe Stärke auf und dennoch kommen die USA (ebenfalls ein Bund von Einzelstaaten mit sehr unterschiedlicher Wirtschaftskraft) regelmäßig besser und schneller wieder aus solchen Krisen. Wer sich einredet, dass in Deutschland alles super läuft, hat eine sehr rosarote Brille. Die Staatsschulden betrugen im Jahr 2000 ca. 60% des BIP und liegen jetzt bei ca. 68%, nachdem sie zwischendurch über 80% gestiegen waren - toll! Seit 2010 ist zwar der Schuldenstand gemessen am BIP gesunken, aber hauptsächlich, weil das BIP gestiegen ist und weil Herr Draghi tatkräftig mithilft. Die deutschen Staatsschulden in absoluten Zahlen haben von 2009 bis 2010 (das war ungefähr zum Amtsantritt von Herrn Schäuble) einen ziemlichen Sprung nach oben gemacht und sind dann nahezu gleich geblieben. Wo hat da Schäubles Sparwut Urlaub gemacht? Pro Kopf sind die Staatsschulden in Euro in Griechenland übrigens nur knapp über dem Mittelwert der EU. Steigert man das BIP, erzielt man i. d. R. einen viel höheren prozentualen Effekt als durch die üblichen geringfügigen Kürzungen der Staatsausgaben, denn die wichtigsten Posten der Staatsausgaben kann man, wie Herr Fricke richtig festgestellt hat, ohne erhebliche Einbußen auf das BIP gar nicht signifikant senken.
1) Wussten Sie, dass in den USA viele Städte und ganze Bundesstaaten pleite sind?

2) Die Amis hatten es bisher mit ihrer Weltreservewährung einfacher als andere Staaten. Wird aber Obamas beispiellose Schuldenorgie, die Trump wohl weiterführen will, dem Land nicht doch den Rest geben?

3) Warum wollen denn die grössten Oppositionsparteien Italiens und Frankreich aus der Gemeinschaftswährung raus?

4) Wussten Sie, dass es für die Modellrechnungen jedes Ökonomen leider andere gibt, die das Gegenteil aussagen --- z.B. Krugman und Hanns-Werner Sinn?

5) Mein Fazit: Der Euro bricht auseinander oder wird halt Schwachwährung.

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zyniker642 17.02.2017, 21:35
238. Schwarze Null

Wenn man vor 7 Jahren vor der absurden Austeritätspolitik der Schwarzen Null Schäuble warnte, musste man sich teilweise beschimpfen lassen. Nun bestätigt die Realität all jene Mahne, doch biemand entfernt diesen Versager aus seinem Amt.

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desertcruiser 17.02.2017, 21:41
239. Überraschung: was bei Omas Finanzen funktioniert, geht beim Staat gar nicht

Herr Fricke meint, wir sollen unsre Finanzpolitik auf die Hängemattenmentalität der Südländer einstimmen, damit diese aus der Krise kommen.
Wenn es die vorherrschende Meinung wird, wegen Europa künftigen Generationen den Wohlstand wegzunehmen, dann wird es höchste Zeit, daß die EU in der heutigen Form beerdigt wird.

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