Forum: Wirtschaft
Europa - können Deutschlands Steuerzahler die Griechen retten?

Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?

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donnerbalken 24.04.2010, 09:19
1. Ach was!

Zitat von sysop
Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?

Ach was!

Papalapap!

Die Renten werden für einige Jahre eingefroren und Europa ist gerettet...

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ingrid wild 24.04.2010, 09:21
2. Na aber selbstverständlich

auf die paar Griechen kommt es auch nicht mehr an, wir retten ja schließlich schon einen erklecklichen Teil der Welt. Kommt es da vielleicht noch auf den mickrigen Rest an?

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Roueca 24.04.2010, 09:22
3. Nein...

...und wir wollen es auch nicht. Solange, wie gestern in den Nachrichten gezeigt wird, daß die griechische Presse unser Land so sieht: Brandenburger Tor mit Hakenkreuz drauf, solange sollen die anderen EU-Länder den Karren aus dem Dreck ziehen. Eine öffentliche Rüge für dieses Land wäre die richtige Antwort, aber nicht unsere Steuergelder

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Volker Gretz 24.04.2010, 09:23
4.

Zitat von sysop
Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?

Ich glaube nicht, dass uns Deutschen die Wirtschaft noch so viel Wohlstand gelassen hat, um in Griechenland die Sozialsyteme und Kaufkraft zu erhalten.

Im Gegenteil - wir bezahlen die Finanzwirtschft und die Rüstingsindustrie mit dem weiteren Abbau unserer Sozialsysteme, mit dem weiteren verscherbeln unseres Tafelsilbers, mit maroden Staraßen, sinkenden Bildungsausgaben, geschlossenen Schwimmbädern und Bücherien, ... dafür, die Griechen auf unser Niveau herabzuwürgen.


Die Griechen retten, hieße dort den Wohlstand, Sicherheit und Daseisnsvorsorge mindesten beizubehalten.

Und das will ja niemand mehr. Unserere Regierenden haben die Marschrichtung seit mindesten 12 Jahren in die andere Richtung vorgegeben. Nicht der Wohlstand der Menschen ist das Ziel, sondern die Gewinne der Wirtschaft.

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echter_demokrat 24.04.2010, 09:25
5. Retten

Zitat von sysop
Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?
Was heißt Griechenland?
Wir werden die gesamte EU retten.
Das war nur der erste Stein, der ins Rollen gekommen ist.

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Arthi 24.04.2010, 09:26
6.

Zitat von sysop
Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?
Die Frage wäre erstmal ob die Steuerzahler das überhaupt wollen.
Ich empfinde es als eine Steuergelderpressung von griechischen EU-Betrügern.

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Ylex 24.04.2010, 09:28
7. Europa bleibt ein Versuch

Zu dem Artikel „Ist die Hellas-Krise jetzt vorbei?“:

Entschuldigung, es sind ja zwei Artikel: Der „Spiegel“ geht neue Wege, er versetzt den Leser unmittelbar in einen dialektischen Diskurs über die griechische Staatskrise und ihre Bewältigung mit Hilfe der Europäischen Union. Herr Schultz übernimmt die optimistische These, Frau Seith die Antithese – bloß wo bleibt die Synthese? Aha, nun verstehe ich, die Synthese ist der Lauf der Dinge, das was letzten Endes herauskommt. Aber weil noch keiner die langfristigen Auswirkungen der Milliardenhilfe für Griechenland kennt, blendet man sie vorerst aus. Für diese Herangehensweise an Probleme ist die Europäischen Union berüchtigt, es handelt sich hier um eine neue Form von perspektivischem Pragmatismus – wer in diesem Begriff einen inneren Widerspruch ortet, der versteht nichts von gesamteuropäischer Entscheidungsfindung.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – irgendwann wird vielleicht jemand die Zauberformel finden, wie die eklatanten volkswirtschaftlichen Disparitäten der Mitgliedsstaaten in das „System EU“ eingepasst werden können, ohne dass es daran zerbricht. Wird diese Formel jedoch nicht gefunden, dann bleibt nur der umgekehrte Weg: Man muss die EU der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit ihrer Mitglieder anpassen, was bedeutet, dass man das System auf die praktikablen Gemeinsamkeiten zurechtstutzen muss – die aber sind begrenzt, und der Währungsverbund gehört eindeutig nicht dazu.

Die Krise Griechenlands ist eine schwere Existenzkrise der Europäischen Union, die auch Deutschland mit einem finanziellen Makeup für die Hellenen nicht beheben kann. Es wird unausweichlich, das monströse Gebilde grundlegend zu restrukturieren. Nur wenn sich die Verantwortlichen dazu bekennen und einschneidende Konsequenzen ziehen, kann die EU überleben. Im Rückblick geht es nicht um Schuld und Fehler: Utopien sind wichtig, sie bringen die Menschen voran, doch man darf nicht blind an ihnen festhalten, wenn sie zu scheitern drohen. Der Euro sollte der große Katalysator für das Entstehen einer europäischen Solidarität werden, doch nun stellt er sie akut in Frage. Das antizipierte Gemeinschaftsgefühl war mehr an der Profilierung gegenüber den USA ausgerichtet als an den ökonomischen Realitäten. Europa ist noch längst keine stabile wirtschaftliche Gemeinschaft, auf der eine ideelle aufbauen könnte – Europa bleibt ein Versuch.

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benigno 24.04.2010, 09:30
8. Gedächtnisschwund

Aus dem Amtseid der Bundeskanzlerin:

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden... werde."

Ich frage mich, wie sich das mit dem derzeitigen Verhalten der Bundeskanzlerin vereinbaren lässt.

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ostrakon 24.04.2010, 09:31
9.

Zitat von sysop
Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?
Absurde Frage oder übelster Populismus. Niemand hat so etwas verlangt.

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