Forum: Wirtschaft
Europa - können Deutschlands Steuerzahler die Griechen retten?

Nun ist es doch dazu gekommen: Griechenland hat beim Internationalen Währungsfonds einen Kreditantrag gestellt. Das bedeutet auch Kosten für den EU-Partner Deutschland. Können die deutschen Steuerzahler die Griechen retten?

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phönix04 28.04.2010, 12:36
2600. genau

Zitat von flo2005
Das mit dem Vermoegen ist eine komplizierte Geschichte...
Deshalb soll mir auch keiner mit nachgekauten Sprüchen kommen, wie:
die DDR war pleite und die BRD hat die DDR gerettet.

hat schon jemand darüber nachgedacht, daß die DDR 80% der Kriegsreparationen bezahlt hat und die BRD nur 20%

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orion4713 28.04.2010, 12:36
2601. Staatsanwaltschaft durchsucht Deutsche Bank

"Heute Früh um 8.20 Uhr Großaufgebot der Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Die Beamten zückten am Eingang ihre Ausweise, betraten das Gebäude an der Theodor-Heuss-Allee. "
warum meldet das bisher nur die Bild und nicht SPON?

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hardy2402 28.04.2010, 12:36
2602.

Zitat von ekel-alfred
Mir wird übel, wenn ich so einen Mist lese. Wenn die Mehrheiten angeblich dagegen sind, warum habt Ihr diese Regierung dann gewählt??? Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich doch nicht um eine Minderheitsregierung??
Die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung. Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl?!
PS: Ich wars nicht!

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Cleo96 28.04.2010, 12:36
2603.

Zitat von Olaf
... The Party is over und ja, ein Staat kann pleite gehen und irgend jemand wird bezahlen müssen. Das sollten eigentlich gerade die Deutschen wissen, denn die haben es ja nun mehrmals erlebt.
Tja, nur haben sie nichts gelernt.
Die letzte Total-Pleite wurde in "friedliche Revolution" umbenannt, die "Brüder und Schwestern" durften bezahlen.

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anyways 28.04.2010, 12:36
2604. Veruntreuer von Steuergeldern

man muss froh sein, dass diesen sogenannten Volksvertretern inzwischen vom Kapitalmarkt das Heft aus der Hand geschlagen wurde. Ich halte diese Politikerkaste, insbesondere die abgehobenen Bürokraten in Brüssel, für eine demokratiefeindliche Clique. Griechenland ist pleite, punkt. Da nutzt es auch nix noch mal 3 Monate draufzulegen, sprich eine Couponzahlung aus Steuergeldern zu finanzieren.

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Lazarus Long 28.04.2010, 12:37
2605. Staatsform

Zitat von jinky
Wo steckt eigentlich der Verfassungsschutz, wenn man ihn braucht?
Der Verfassungsschutz schützt nicht etwa die Verfassung sondern nur ihre gegenwärtige Auslegung durch die jeweils amtierende Regierung.
Wobei die Kernfrage doch wohl schon längst nicht mehr ist: Was kommt teurer - Griechenland stützen oder Griechenland retten, sondern nur - daher die berechtigte Frage nach den Schlapphüten: Was nutzt primär Deutschland (dem deutschen Steuerzahler) und sekundär Europa?
Bei der Abwägung dieser Frage spielen mittel-bis langfristige Faktoren eine Rolle (wobei klar ist das Murkelchen & Co. systembedingt nicht über den nächsten Wahltermin hinausdenken.
Es ist sicherlich so, daß ein Verweigern von Hilfsleistungen an Griechenland kurz - und mittelfristig billiger ist.
Schaffen wir jedoch hiermit ein Präjudiz öffnen wir damit auch Portugal, Spanien, Rumänien, Polen, Bulgarien usw. ein Tor das nicht mehr zu schließen ist.
Selbst wenn der deutsche Steuerzahler "systemimmanente" Banken (weil ganz oder teilweiseim Staatsbesitz) stützen müsste: Das Signal wäre klar.
Auch über die Frage ob Banken um jeden Preis gestützt werden müssen liesse sich streiten. Ich behaupte (bin allerdings "nur" Betrieswirt und kein Volkswirt, daß ein paar pletegegangene Großbanken sicherlich volkswirtschaftlich schädlich sind, aber ebenfalls ein klares Signal an die Märkte senden - nämlich:
Der SteuerZAHLER hat die Schnauze voll!
EWir sollten lieber für ein Ende mit Schrecken zahlen als für einen Schrecken ohne Ende. So schlimm wie 1929 oder 1945 wird es wohl nicht kommen - nehmen wir uns also ein Beispiel an der Generation unserer Großeltern und packen's an, anstatt Sinn - und zwecklos Löcher zu stopfen für die wir zehn weitere aufreißen.
Vielleicht (obwohl die Hofffnung wohl illusorisch ist) könnte in einem solchen Crash der Staat - und damit meine ich auch und gerade die Eurokratie in Brüssel und Srassburg - auf ein absolutes MINIMUM zurückgeschnitten werden.
Der Staat sollte den Bürgern dienen, nicht umgekehrt.
LEISTUNGEN (in Form von Steuern und Abgaben) müssen Gegenleistungen gegenüber stehen. Alles andere verdient es nicht, als Staatsform zu überleben.

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lynx2 28.04.2010, 12:38
2606. Sie hat eben keine..

Zitat von benigno
Aus dem Amtseid der Bundeskanzlerin: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden... werde." Ich frage mich, wie sich das mit dem derzeitigen Verhalten der Bundeskanzlerin vereinbaren lässt.
... Kraft, darum bleibt der Schwur wirkungslos.

Ich weiß nicht welcher geistesgestörte Journalist Ende 2009 auf die Idee kam, sie als 'mächtigste Frau der Welt' zu bezeichen. Kleine Korrektur: vor 'mächtig' fehlen 3 Buchstaben, nämlich 'OHN'!

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lynx2 28.04.2010, 12:38
2607. Sie hat eben keine..

Zitat von benigno
Aus dem Amtseid der Bundeskanzlerin: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden... werde." Ich frage mich, wie sich das mit dem derzeitigen Verhalten der Bundeskanzlerin vereinbaren lässt.
... Kraft, darum bleibt der Schwur wirkungslos.
Ich weiß nicht welcher geistesgestörte Journalist Ende 2009 auf die Idee kam, sie als 'mächtigste Frau der Welt' zu bezeichen. Kleine Korrektur: vor 'mächtig' fehlen 3 Buchstaben, nämlich 'OHN'!

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Andreas Heil 28.04.2010, 12:38
2608.

Zitat von tzscheche
Ist es wirklich die Europäische Einigung, die sich ja nach Meinung Vieler heute in einem schnöden Binnenmarkt erschöpft, die den Frieden in Europa gesichert hat? Wäre es nach dem II WK nicht auch in einem multilateralen Europa der Nationalstaaten genau so gekommen? Und: ist der Ruf nach nationalstaatlichen Rezepten wie Protektionismus, Dirigismus und geldpolitischer Souveränität in Zeiten der Krise - gerade in den Ländern mit einstmals schwacher Währung - wirklich ein "neuer Chauvinismus", wie Sie sagen?
Ich bin schon der Meinung. Der halbwegs zustandegekommene europäische Frieden (vergessen wir mal nicht die faschistischen und autokratischen Diktaturen, die auch in Westeuropa erst in den 70ern und 80ern langsam demokratischen Staaten wichen und die schon wieder neuen Kriege ohne den weltpolitischen Gegenpol) ist zu einem erheblichen Teil dem relativen ökonomischen Wohlstand geschuldet, damit spricht einiges dafür, dass die Ruhe nur Kollateralnutzen einer ausgesprochenen Schönwetterveranstaltung ist.

Und es lassen sich ja schnell immer noch tiefe Ressentiments aktivieren, was gerade in der Griechenlandkrise sehr auffällig ist und mich ob des Ausmaßes wirklich erschreckt. Der Blick nicht nur nach Osteuropa, wo Krise sehr viel unangenehmere Folgen bedeutet, zeigt auch, wie schnell rechtsextreme Führer in Regierungen oder zumindest in deren Nähe kommen, einschl. Kollateralschaden, Minderheiten zu drangsalieren.

Eine nachhaltige Grundlage des relativen Friedens ist aber schon, dass man sich in Europa lange ziemlich frei bewegen konnte und zumindest eine konkrete Vorstellung von den Nachbarn als Mensch wie Du und ich entwickelt und nicht im noch leichter aktivierbaren Zerrbild des Erbfeinds oder so.

Insofern verlagert sich ja auch die ressentimentgeladene Ausländerfeindlichkeit auf die Causa Muslima an die Außengrenzen der Union.

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Spessartplato 28.04.2010, 12:39
2609.

Zitat von friedrichii
Zu Ihrer Information: Es war nicht Kohl und es war nicht Waigel, es war auch nicht Deutschland, das seinerzeit auf die Einführung des Euro drängte. Es war vor allen Dingen Frankreich. Das zeigt ja schon der Spruch von "Versailles ohne Krieg", der von Mitterand stammen soll. Der Euro war seinerzeit der Preis, den Deutschland für die Zustimmung Frankreichs zur deutschen Wiedervereinigung zahlen mußte.
Das ist bis heute Kohl-Waigels-Entschuldigungs-Märchen.
Kohl war der große Euro-Fanatiker und wollte in die Geschichtsbücher eingehen.
Das ist ja das peinliche an diesen Schwachköpfen, sie schielen auf den Eintrag in das "Buch der Geschichte."
Die eigene Bevölkerung ist denen mehr oder weniger gleichgültig.
Weitere Beispiele entnehmen sie bitte den Geschichtsbüchern,

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