Forum: Wirtschaft
Europäische Einheit: Schrebergärtner Schäuble
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Wolfgang Schäuble betreibt die Spaltung Europas mit derselben Verve, mit der er vor 25 Jahren die Deutsche Einheit voran brachte. Damals spielten die Kosten keine Rolle, heute geriert er sich als Zuchtmeister. Er verrät so die Idee der EU.

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E.B. 15.06.2015, 09:01
300. Herr Tietz, was für ein abstruser Vergleich...

die Wiedervereinigung mit dem Thema Griechenland gleichzusetzen. Setzen Sie sich nochmals an Ihren Schreibtisch und formulieren einen faktengerechten Artikel.

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SenYek 15.06.2015, 09:01
301. Der Vergleich hinkt

Die DDR war ein Unrechtsregime, welches den dortigen Bürgern von der damaligen Sowjetunion auferlegt wurde. Zudem wurde die dortige Wirtschaft regelmäßig vom "großen Bruder" geplündert.

Die Griechen legen (zu Recht!) Wert darauf, dass sie ein unabhängiges Volk sind, das sich seine Regierung in freien Wahlen selbst auswählt. Ihre wirtschaftliche Situation ist das Ergebnis eines langfristigen "Lebens auf Pump". Und es gibt keine ernsthaften Anzeichen, dass dort jemand von dem Prinzip "mehr ausgeben als man einnimmt" abrücken möchte.

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pirin4 15.06.2015, 09:01
302. Sinnlos!

Herr Tietz sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob der vorliegende Artikel irgendeine Lösung für die anstehenden Probleme in der Eurozone bietet. Falls Ihnen nichts weiter als Vergleiche zur DDR einfallen empfehle ich einfach zu schweigen.

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ulidec 15.06.2015, 09:02
303.

Der Verfasser vergleicht hier nach m. M. nicht Äpfel mit Birnen, sondern eher Kirschen mit Melonen.
Erstens: Zum aktiven Vorantreiben Der Deutschen Wiedervereinigung verpflichtete uns das Grundgesetz. Meines Wissens verbieten die Maastricht-Verträge die Übernahme von Schulden anderer Mitgliedsstaaten.
Zweitens: Ich glaube der Verfasser überschätzt die sicherlich vorhandene Dominanz Deutschlands in der EU. Schäuble stachelt Die übrigen Europäer nicht dazu an seiner "harten" Linie zu folgen. Vielmehr gefällt es den übrigen Mitgliedsländern sich hinter dem breiten deutschen Rücken zu verstecken. insbesondere empfehle ich dem Verfasser sich diesbezüglich in Irland, Portugal, Spanien etc. umzuhören, wie die über seine Thesen denken.
Drittens: Es sollte selbst Griechen möglich sein, nicht mehr auszugeben als einzunehmen. Im umgekehrten Fall bekommt nämlich jeder - auch die Bundesrepublik Deutschland - ähnliche Probleme.
In diesem Sinne:
Wolfgang, Jean-Claude, Jeroen und Christine:
HART BLEIBEN!

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GSYBE 15.06.2015, 09:02
304. Ja, ernsthaft

Zitat von Herr Hold
Soll hier wirklich Gruechenland mit der DDR verglichen werden? Griechenland ist ein souveräner Staat und hat nicht vor, Deutschland als Bundesland beizutreten. Es ist auch nicht "kollektiver politischer Wille" die Vereinigten Staaten von Europa auszurufen. Der Vergleich hinkt daher mehr als gewaltig. Einzig die jahrlelange Unterstützung Griechenlands durch die EU hat Parallelen.
Die DDR war auch ein souveräner Staat. Griechenland will nirgendwo beitreten, da schon längst drin.

Sie sollten nicht nur von sich auf andere schliessen: mein Wunsch ist zu !00%, die Vereinigten Staaten von Europa noch in meinen ca 30 Jahren Restlebenszeit zu erleben; nur so kann dieser teutonische Hegomonismus endlich begraben werden.

er Vergleich hinkt nirgendwo und ist absolut verständlich - jedenfalls für Menschen, die nicht in der Vergangenheit leben.

Bitte nicht mehr die Mär von der `Griechenlandhlfe´ bemühen: die gab es NIE! Es wurde deutschen und französischen Banken geholfen; dies ist mittlerweile objektiver Konsens in der Diskussion!

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rstevens 15.06.2015, 09:02
305. Frage...

Herr Tietz,

ab vievielen Milliarden Hilfe für Griechenland darf sich Deutschland solidarisch fühlen? Oder ist man erst dann solidarisch, wenn man ohne Limit und vor allem ohne Fragen immer weiter Geld in ein Fass ohne Boden kippt?

Es wäre wirklich schön, wenn Sie Ihren Artikel einfach dahingehend vervollständigen würden, dass Sie die Ihrer Meinung angemessene Handlungsempfehlung dazuschreiben. Das hilft den Lesern bei der Einordnung.

Danke.

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chiefsven 15.06.2015, 09:02
306. Da stehen einem die Haare zu Berge...

GR hat sich in den Euro hineingeschummelt.Es kann überhaupt froh sein,dass es wenigstens eine Chance auf Rettung gab...Die DDR entstand durch die Folgen des 2.WK.Sie durfte sich ihr Schicksal nie selbst aussuchen.Zudem hat die letzte demokratische Regierung nie einen Hehl aus der wirtscgaftlichen Lage gemacht,sondern war sich im Klaren,dass sie zumindest wirtschaftlich gesehen gar nicht anders kann.Ferner gab es eine historische Verpflichtung von Deutschen für Deutsche.GR hat schon viel zu viel bekommen....
Entweder ist der Autor hier vom Eurowahn verblendet oder hat von Geschichte und Volkswirtschaft nicht die geringste Ahnung....

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vwievendetta 15.06.2015, 09:03
307. Polar

In dieser Krise bedarf es polarisierender Personen, damit die mediokre Duldungsstarre beider Seiten endet. Wenn Griechenland nicht liefern kann, sollte es da zugeben oder mit dn Konsequenzen leben. Im Übrigen würde ich gern einmal eine Bilanz sehen, die weiteren Zahlungen den tatsächlichen Schaden eines GREXIT entgegenstellt. Wer hier die Europäische Idee und ihre Ideale verraten hat, wir klar, wenn man die Beitrittsmogelei Griechenlands beleuchtet. Hier permanent als Entschuldigung zu konstatieren, dass Politiker nicht ihr Wahlvolk repräsentieren, stellt Demokratie völlig zu unrecht in Frage.

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ixfueru 15.06.2015, 09:03
308. Nein, Herr Tietz,

Griechenland und die DDR zu vergleichen ist ja nun aus verschiedenen Gründen kompletter Quatsch. Einer ist, dass in der DDR nicht Jahrzehnte über "die Verhältnisse" gelebt wurde - jedenfalls nicht von einem Großteil der Bevölkerung. Sie sollten sich etwas mehr mit der (wirtschaftlichen und sozialen) Geschichte Griechenlands und der DDR befassen, bevor Sie solche Kommentare schreiben.

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hfsfn 15.06.2015, 09:03
309. Reformen liefern

Ich sehe die Analogie zur Wiedervereinigung nicht, selbst wenn man mal vergisst, dass es dabei sozusagen um Familie ging, während die Griechen "nur" Freunde sind. Als die DDR übernommen wurde, sind keine Kredite in ein marodes System geflossen, sondern das System ist komplett erneuert worden. Der Osten hat zB die Finanzverwaltung des Westens übernommen. Bei der Wiedervereinigung handelte es sich deshalb um eine Art langfristige Investition (in "blühende Landschaften"). Wenn ich mich recht erinnere, hat Schäuble Unterstützung bei der Reorganisation der griechischen Finanzverwaltung angeboten, die nicht angenommen wurde. Mag sein, dass deutsche Methoden in Griechenland nicht funktionieren würden. Man sieht nur eben auch keinen anderen Plan. Varoufakis hätte gern einen Marshall-Plan von uns. Ich denke, er vergisst, dass Deutschland damals gerade einen Krieg verloren hatte und sich auf alle Bedingungen einlassen musste. Langfristig war das ein Segen für Deutschland. Aber ich glaube nicht, dass damals alle von den neuen Verhältnissen begeistert waren. Griechenland könnte also durchaus liefern. Nämlich ehrlichen Reformwillen, der dann eben auch Härten bedeuten kann. Übrigens war die Wiedervereinigung auch auf ostdeutscher Seite für viele Menschen sehr hart.

Ich bin jedenfalls sehr gern bereit, den Menschen in Griechenland zu helfen, denn uns ist auch geholfen worden (von den Amerikanern und dann bei der Wiedervereinigung). Aber entweder Hilfe im Sinne von humanitärer Hilfe - das ist sowieso selbstverständlich. Oder im Sinne einer langfristigen Investition, die zunächst mal Reformen in Griechenland voraussetzt. Nur das Tsipras & Co Griechenland zu blühenden Landschaften machen werden, wenn wir nur immer mehr Geld schicken, glaube ich einfach nicht.

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