Forum: Wirtschaft
Europäische Einheit: Schrebergärtner Schäuble
REUTERS

Wolfgang Schäuble betreibt die Spaltung Europas mit derselben Verve, mit der er vor 25 Jahren die Deutsche Einheit voran brachte. Damals spielten die Kosten keine Rolle, heute geriert er sich als Zuchtmeister. Er verrät so die Idee der EU.

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kilminster 15.06.2015, 13:22
590.

Zitat von Juro vom Koselbruch
.... Wer anders über Euroland denkt als Sie, der kann ebenso das Gute wünschen wie Sie!
Bringt aber nix, wenn man weiter dafür eintritt das Schlechte zu tun. ;-)

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gerd.lt 15.06.2015, 13:22
591. Plappermeulchen

Sehen wir es mal positiv, Oettinger hat es mit seiner Aussage gut für die Menschen in Griechenland gemeint. Wenn man aber die Reaktionen hier im Forum liest, hat er in ein Wespennest von braunen Bienen gestochen, die endlich wieder eine neue Möglichkeit sahen und sehen ihren nationalen Sermon abzuladen. Wenn aber ein Politiker alles übersieht?!, dann hat Oettinger das bewusst gemacht um Stimmen zu sammeln, und mit seiner Menschlichkeit ist das nicht so weit her, oder er ist so niedlich naiv, dass er sich nicht vorstellen konnte was passierte, wenn er einfach mal so etwas vor sich herplapperte.

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Emderfriese 15.06.2015, 13:25
592. Wiedersehen...

Zitat von Andrea.M
Mo 15 Jun 2015 12:53:22 CEST Wieso schaffen es die abgehobenen Träumer meist gleicher politischer Provinienz so oft an die Spitze deutscher Medien? Erstens, wie der Auto richtig schreibt war es vom Grundgesetz vorgeschrieben, aber noch viel wichtiger war der Wille des Volkes das es ein Land, ein Volk und eine Nation sein WILL! Wie es schon früher war. Die riesigen Kosten müssen m. E. für politische Dummheit, Fanatismus, Fehleinschätzung und Idiotentum gebucht werden und zwar ca. ab WK I bzw. davor. Das wäre Bismarck so nie passiert, dann "natürlich" ein Revanchekrieg auch weil uns die Franzosen mit dem Vertrag von Versailles niederhalten und im Würgegriff halten wollten. Das Nachkriegsdeutschland ist wieder (gesellschaftspolitisch) am versagen weil es - der Autor beweist es - keinerlei Eigeninteressen zu haben vorgibt und sich am liebsten besser heute als morgen von der Weltbühne verabschieden soll mitsamt seinem Volk. Ich meine es ist wieder ein versagen selbsternannter hüstel....hüstel "Eliten" die eine Art Volk, Staat und Nation Auflösung WOLLEN, ich vermute als (sehr) verspätete Reaktion auf die Zeit des Faschismus in Deutschland. Anstatt einen Kurs zu fahren den ich ziviles Eigeninteresse nenne und den man z. B. in westl. Ländern wie Kanada und Australien sehe. Was habe ich mit Griechen oder Rumänen zu tun? Ausser das wir auch Europäer und eine nicht allzu verschiedene Kultur haben? Sonst ist immer "small" ist beautiful (selbst in Deutschland MUSS man (steht auch im Grundgesetz) Förderalismus haben mit antiquierten 16 Bundesländern (3-5 würden reichen), aber in Europa heisst es "ONE SIZE FITS ALL!" (eine Größe für alle)? Das lehne ich ab. Lasst die Völker nach ihren Sitten und Möglichkeiten leben und eben kein (ungewähltes) Einheitssytem überstülpen! Ich will keinen Globalismus, ich finde gut das Frankreich anders ist als Spanien, Portugal sich von Dänemark unterscheidet, selbst Gr. ist ist nicht verkehrt. Nur bezahlen WILL ich so ein Sysstem nicht und schon gar nicht möchte ich das Niveau in Deutschland noch weiter absenken lassen weil ein (zu) gut bezahlter Autor vermtl. Schuldgeühle und feuchte Träume von Phantastenformat hat. Hier in Deutschland gibt es Millionen von Geringverdienern / Arbeitslosen die keine rumänischen Verhältnisse wollen - nicht mal griechische - selbst wenn das Wetter besser wäre nicht. MfG. ps. Kurz "hingeknalllter" Text, verkürzt. Sie kommen schon gegen die Griechen geldtechnisch nicht an. Hat Deutschland kein Geld mehr ist die Europa Idee tot. Lasssen Sie sich lieber Autor nicht von billigen Ganoven Tricks (die aber sehr sehr teuer sind) hinter die Fichte führen. Das Sie es vllt. ehrlich meinen und hinter der Idee stehen heisst noch lange nicht das andere es auch tun.
Nur mal so als "hingeknallte" Antwort: Warum wandern Sie nicht aus in ein Land der nationalen Engstirne und Egoisten? Wenn Sie mit Ihren Ansichten Recht haben, sollte sich doch so eine "Nation" schnell finden lassen... analog zu dem früher gebräuchlichen "Geh doch nach drüben"!... bye bye.

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111ich111 15.06.2015, 13:25
593.

Zitat von moira39
Als Fachfrau erkläre ich Ihnen gerne, dass die endlosen 'Äpfel-Birnen-Vergleich'-Vorwürfe hier im Forum in einer Klausur von mir mit 'mangelhaft (2 Pkt.)' bewertet würden. Allesamt verkennen Sie die Zielsetzung des Vergleichs mit der Wiedervereinigung: An den Wert der europäischen Ideale zu erinnern, ungeachtet der Kosten. Es würde jetzt zu weit führen, hier auseinanderzusetzen, wie man einen Vergleich methodisch und fachlich sauber analysiert. Hier soll ein Hinweis genügen: Ein Vergleich funktioniert nie nach dem Motto A=B. Wer das unterstellt, hat von Rhetorik keine Ahnung. Was hier im Forum betrieben wird, dokumentiert einmal mehr, was ich in meinen Kursen tagtäglich feststelle: Die Mehrheit ist nicht in der Lage, einen Sachtext zu verstehen. Ganz zu schweigen davon, dass deutlich wird, dass die Mehrheit deutscher Foristen den Wert der europäischen Idee nicht begreifen. Die Wenigen, die den Text verstanden haben und dem Ideal eines geeinten Europas verpflichtet sind, kommentieren ihn allesamt mit einem 'Bravo'. Verdientermaßen, wie ich meine! Machen Sie sich nichts draus, werter Herr Tietz, dass es so wenige sind. Gaußsche Glockenkurve - Normalverteilung. :)
Dann seien Sie froh, dass Sie nichts studieren mussten, das analytisches und methodisches Denken voraussetzt. Eine wissenschaftliche Vergleichsanalyse erfordert erst eine saubere Definition von Grundbegriffen, dann eine Herstellung von Schnittmengen, die daraus folgend vergleichbar sind, und dann den eigentlichen Vergleich innerhalb dieser Schnittmenge. Alleine schon aufgrund der Schnittmengengröße der beiden Sachverhalte, die gegen Null tendiert, würde jeder Analytiker den Vergleich für wissenschaftlich unseriös halten. Vergleiche funktionieren zwar nicht zwingend A=B, aber A >ungefähr> B. Wenn nicht mal das gegeben ist, kann man den Vergleich in die Tonne kloppen. Das gilt auch - und erst recht - für den Vergleich als rhetorisches Mittel.
Gerade die *Sprachwissenschaftler* müssten doch genau so einen Text zerpflücken, da Herr Tietz hier nichts anderes macht, als mit ungeeigneten Vergleichen eine Meinungsbildung bewerkstelligen zu wollen. Und gerade *Sprachwissenschaftler* sollten wissen, zu was es führt, wenn das *Volk* zu ungebildet ist, das zu erkennen und dementsprechend zu werten.
Man kann Herrn Tietz zustimmen oder auch nicht. Der gezogene Vergleich jedoch ist sachlicher und faktischer Unsinn.

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rainerb 15.06.2015, 13:27
594. Investitionen

In die ehem. DDR wurde investiert. Ob alles richtig, ist eine 2. Frage. Aber die Gelder flossen in den Aufbau! In Griechenland haben von den 240 Mrd. Hilfen nur rund 25 Mrd. überhaupt den Staat erreicht. Der Rest ist in die Banken geflossen! Das Geld ist also auf Umwegen wieder zu den privaten Investoren, somit auch deutschen Banken, zurückgeflossen. Damit haben jetzt nicht mehr die Banken das Risiko sondern wir Steuerzahler. Toller Trick! Gr soll Stück für Stück verramscht werden. Und der griechische Steuerzahler soll nicht nur die 25 Mrd. zurückzahlen, die beim Staat angekommen sind, sondern die ganzen 240 Mrd! Da würde ich mich auch gegen wehren!

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jojack 15.06.2015, 13:28
595.

Zitat von reviloland
Die Spanier, Portugiesen, Iren, Balten, Slowaken - alle mussten sich an die Regeln halten. Nur für die Griechen soll das nicht gelten? Wer ist da der Spalter?
Eben. Und was wäre die Alternative? Ein Europa der Zügellosigkeit und des gegenseitig Ausnutzens? Im Grund gibt es doch nur zwei realistische Alternativen: Griechenland verlässt den Euro, führt eine eigene Währung ein und wertet kräftig ab. Oder aber Griechenland bleibt im Euro, ist aber natürlich trotzdem nicht wettbewerbsfähig, ist also weiterhin von Finanztransfers aus dem Rest Europas abhängig.

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JannisKomplizis 15.06.2015, 13:28
596. Schäuble und Co. machen's richtig...

...und lassen sich nicht länger Sirtaki auf der Nase tanzen. Lieber Hert Tietz, Sie verkennen völlig den "Volkswillen". Alle Euro-Länder sind es satt! Von Portugal bis ins Baltikum. Was die Syriza-Anarchisten hier abziehen ist die Spaltung Europas. Der Demos dort ist es leid mit ihren absolut unfähigen Volksführern. Die aktuelle Ministerriege nur ein Haufen von Akademikern, die im Ausland studiert haben und glauben, die Weisheit mit Löffeln gefuttert zu haben. Von denen wird jeder durchkommen. Hoffentlich können die Griechen bald wieder Syriza, den intellektuellen Schrotthaufen, abwählen. Und dann ist endlich RUHE und die Drachme kommt - zum GLÜCK für die Griechen!!!

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Andrea.M 15.06.2015, 13:29
597.

Zitat von gerd.lt
Ein erfrischender, ehrlicher Kommentar, hoffentlich noch zur rechten Zeit, der in den Augen und Ohren deren, die die Verantwortung tragen, seinen ihm gemäßen Platz finden möge.
blalaberfaselsülz............

Fakten: 0
Argumente: 0
Stringenz: 0
Inhalt 0,1

Bist du ein Bot?

Das ist vom Autor ein Obstativ (ein Wunschdenken) Kommentar der mit der Realität genauso viel zu tun hat wie ihr Kommentar mit Argumenten - nämlich nichts.
Suchen Sie meinen Kommentar zum Kommentar, der ist umfassender und sogar mit Argumenten u. Fakten (fast 3000 Zeichen und selbst das sind noch 10.000 zu wenig).

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kilminster 15.06.2015, 13:32
598.

Zitat von reviloland
Die Spanier, Portugiesen, Iren, Balten, Slowaken - alle mussten sich an die Regeln halten. Nur für die Griechen soll das nicht gelten? Wer ist da der Spalter?
Die mussten sich auch alle an die "Regeln" halten, weil Deutschland das so haben wollte.

Und mit welchen Folgen?

Irland hat eine Auswanderungswelle wie schon lange nicht mehr. Und Deutschland hat auch keine einzigen Ton der Kritik abgelassen, als Irland zwar Geld von der EU brauchte um am Leben zu bleiben aber sich gleichzeitig weigerte die Dumping-Steuersätze für Unternehmen anzuheben um mehr Einnahmen zu generieren. Da wurden ja keine kleinen Leute geschont!
In Protugal waren vor der Krise 2/3 der Menschen in tarifgebundenen Beschäftigungen, heute gerade mal noch 10 %. Arbeitnehmerrechte wurden flächenmäßig geschleift.
Spanien hatte vor der Krise eine geringere Verschuldung als Deutschland und ist nur durch die zockenden Banken in Schieflage geraten; trotzdem mussten vor allem die kleinen Leute bluten. Die Verursacher blieben ungeschoren.

Deutschland hat darauf bestanden, dass ein Problem, dass von Großunternehmen und Reichen angezettelt wurde von den kleinen Leuten bezahlt werden musste.
Und wenn es in eingen Jahren in Deutschland heißen wird "tut uns leid, aber um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen auch in Deutschland (wie vorher in Spanien, Portugal, Irland und Griechenland) Arbeitnehmerrechte abgebaut werden, dann denken Sie bitte an Ihren unseligen Kommentar von heute zurück.

Nur weil andere Leute sich den deutschen Mist aufzwingen ließen heißt nicht, dass er gut ist.

Im Übrigen gibt es kein Land, das so getrickst und gemogelt hat wie Deutschland. (Maastricht Kriterien nach der Wiedervereinigung. Verschieben von Schulden in Schattenhaushalte um die 3% zu ermogeln.
Bewusstes Vermeiden des Begriffes "Friedensvertrag" um ehemals Gesschädigte um berechtigte Reparationen aus dem 2. Weltkrieg zu betrügen)

Wenn dieses Land jetzt fordert "keine Tricks; Verträge müssen eingehalten werden", dann ist das mehr als ekelerregend!

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advocatus-diabolicus 15.06.2015, 13:36
599. Hilfreich

Zitat von moira39
Als Fachfrau erkläre ich Ihnen gerne, dass die endlosen 'Äpfel-Birnen-Vergleich'-Vorwürfe hier im Forum in einer Klausur von mir mit 'mangelhaft (2 Pkt.)' bewertet würden. Allesamt verkennen Sie die Zielsetzung des Vergleichs mit der Wiedervereinigung: An den Wert der europäischen Ideale zu erinnern, ungeachtet der Kosten. Es würde jetzt zu weit führen, hier auseinanderzusetzen, wie man einen Vergleich methodisch und fachlich sauber analysiert. Hier soll ein Hinweis genügen: Ein Vergleich funktioniert nie nach dem Motto A=B. Wer das unterstellt, hat von Rhetorik keine Ahnung. Was hier im Forum betrieben wird, dokumentiert einmal mehr, was ich in meinen Kursen tagtäglich feststelle: Die Mehrheit ist nicht in der Lage, einen Sachtext zu verstehen. Ganz zu schweigen davon, dass deutlich wird, dass die Mehrheit deutscher Foristen den Wert der europäischen Idee nicht begreifen. Die Wenigen, die den Text verstanden haben und dem Ideal eines geeinten Europas verpflichtet sind, kommentieren ihn allesamt mit einem 'Bravo'. Verdientermaßen, wie ich meine! Machen Sie sich nichts draus, werter Herr Tietz, dass es so wenige sind. Gaußsche Glockenkurve - Normalverteilung. :)
Ihnen als Fachfrau brauche ich sicherlich nicht zu erklären, dass Rhetorik und inhaltliche Richtigkeit zwei Dinge sind, die nicht notwendigerweise zusammengehen.

Der Vergleich ist ein rhetorisches Stilmittel, in dem zwei unterschiedliche Sachverhalte in Bezug auf Gemeinsamkeiten hin untersucht werden und daraufhin eine (meist gewünschte) Folge attestiert wird. Wie das mit rhetorischen Stilmitteln hin und wieder so ist. Man verwendet sie um eine Meinung zu beeinflussen. Bislang war mir unbekannt, dass die Verwendung eines rhetorischen Stilmittels ein Beleg für die Richtigkeit des Sacharguments ist.

Wie man an den Reaktionen im Forum erkennen kann, ist eine deutliche Mehrheit der Auffassung, dass es signifikante Unterschiede gibt, die den so gezogenen Vergleich verbieten. Sei es, dass der Ausgangspunkt als unvergleichbar angesehen wird oder sei es, dass auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Folgen hingewiesen wird.

Natürlich kann man die Idee der Wiedervereinigung und die Idee der europäischen Einigung als Ausgangspunkt gleichsetzen. Muß man aber nicht. Und zutreffend ist sicher aus, dass beides teuer war, ist und noch wird.

Die Negierung der Unterschiede oder die Meinung, dass sämtliche Unterschiede unerheblich seien, ist zumindest nicht mehrheitsfähig.

Zutreffend ist sicher auch, dass Wahrheit nicht mehrheitsfähig ist. Mit Ihrem Kommentar verschleiern Sie jedoch, dass es hier nicht um objektive Tatsachen wie das heliozentrische Weltbild sondern schlicht um politische Überzeugungen geht. Und die werden in Demokratien nach Mehrheit geformt. Gauß sei Dank.

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