Forum: Wirtschaft
Europäische Wirtschaftspolitik: Warum die Franzosen recht haben
REUTERS

Frankreich will sparen, wenn Deutschland mehr Geld ausgibt. Der neueste Vorschlag der Pariser Regierung verdeutlicht Europas Kernproblem: Eine wirtschaftspolitische Zusammenarbeit ist derzeit unmöglich. Die Folgen sind verheerend.

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curiosus_ 20.10.2014, 16:03
100. Kleiner Tipp ….

Zitat von skorpianne
Jeder Nationalstaat hat nun einmal eigene Interessen und wohl auch Lösungsrezepte. Solange das so ist (und das wird noch sehr lange so sein) wird es keinen Zentralstaat und damit auch keine Lösung des Problems geben...
…bzgl. „keine Lösung des Problems“:

Fängt mit „€“ an und hört mit „neuen Währungsräumen“ auf. Tabulos.

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Bondurant 20.10.2014, 16:07
101. Einheit

Zitat von wibo2
Jetzt steht die EZB aber dumm da, weil die Regierungen Italiens und Frankreichs die notwendigen Reformen einfach nicht liefern.
Mit Frankreich und Italien gemeinsam in die Währungsreform. Schöner kann sich doch der europäische Gedanke gar nicht zum Ausdruck bringen.

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kritischer-spiegelleser 20.10.2014, 16:08
102. Wirtschaftspolitische Zusammenarbeit?

Unverschämte Forderungen sind das. Deutschland soll doch nur wieder zahlen. Eine EU wurde uns mit anderen Prämissen verkauft. Diese EU will niemand! In Deutschland auch nicht! Sollten unsere Politiker endlich einsehen!

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burgundy2 20.10.2014, 16:09
103.

Zitat von vonhier
Der französische Staat musste in der Krise unbedingt in ihre Autokonzerne mit viel Geld einsteigen, dass sie nicht hatten. Sie haben viele Staatskonzerne. Warum veräussern sie nicht ihre Anteile an den Staatskonzernen um ein Wachstumsprogramm finanzieren zu können? Wir können uns solcherlei Beteiligungen auch nicht leisten.
Ein Wachstumsprogramm finanzieren? Für wen? Für die, die ohne hin schon ein superdickes Finanzpolster haben? Die seit ungefähr 40 Jahren über Computerisierung und Roboterisierung rationalisieren, ohne die ausfallenden Sozialleistungen zu ersetzen, sie stattdessen dem immer schlechter durch seine Arbeitskraft verdienenden Gemeinwesen aufdrücken? Für jene, die die wirtschaftliche Kraft haben, ihr Geld ins Ausland zu transferieren, damit üppige Gewinne erwirtschaften, die nicht im Heimatland zur Versteuerung anfallen und damit auch nichts zum Unterhalt des Gemeinwesens beitragen? Der Staat soll aus den Staatskonzernen aussteigen? Sein Tafelsilber verhökern, billig, und sich damit selbst an die grossen Vermögen ausverkaufen? Mit anderen Worten: den Staat aushöhlen, um in ein erneutes Feudalsystem zu schlittern? Na ja, auch eine Alternative. Und was heisst: Der Staat kann sich solcherlei Beteiligungen nicht leisten? Selbstverständlich kann er das! Wenn er nicht bewusst von den Politikern an Private ausverkauft wird, dann geht das sogar sehr gut. Alles andere ist reine interessengebundene Augenwischerei.

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MartinS 20.10.2014, 16:09
104. Herr Münchau wird bescheiden

Letzte Woche waren es Billionen, diesmal geht es um läppische 50 Milliarden. Das ist doch schon mal ein Fortschritt.
Ja, und wir Deutschen sind mal wieder die Bösen, weil wir nicht mehr Geld ausgeben wollen als einnehmen. Mittlerweile gilt das anscheinend als verwerflich, zumindest aber als altmodisch und restriktiv.

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kv21061929 20.10.2014, 16:12
105.

Zitat von helle_birne
Die Sparpolitik in Europa muss sofort beendet werden und Deutschland muss mit seinen Steuerüberschüssen vor allem Frankreich massiv helfen - und zwar direkt und ohne Umweg über Investitionen in Deutschland, wo keiner weiß, ob Frankreich davon überhaupt ......
Deutschland hat Steuerüberschüße? Sie lassen sich wirklich jeden Mist einreden. Die einzigen die brachliegende Überschüße haben sind die Superreichen und die international agierenden Konzerne, es sind die hinterzogenen Steuern (1 Billion pro Jahr). Die europäischen Finanzminister sollten über ihre Einnahmen nachdenken und sich das Geld für die notwendigen Investitionen von denen holen die es vorher geklaut haben. Keiner redet darüber, die Presse schweigt. Europa ist schon lange die Beute der Superreichen. Deutschland macht keine neuen Schulden? Jedes privat finanziertes Projekt ( ÖPP) wie z.B. Autobahnen, sind Schulden bei denen die Konzerne wie immer risikolos und garantiert auf Jahre hinaus traumhafte Renditen einfahren. Die Krise wird zurückkommen und diesmal erbarmungslos zuschlagen und Deutschland wird es auch treffen. Schüß Merkel, schüß CDU, ihr seid die Totengräber Europas..

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principezinho 20.10.2014, 16:13
106.

Zitat von schon gewusst?
...für den bequemen Wunsch, mit staatlicher Nachfrage die Wirtschaft anzukurbeln, bleibt doch wohl eine nicht weg zu diskutierende Tatsache: Auch Deutschland ist bis über beide Ohren verschuldet. Das streben nach der schwarzen Null ist somit nicht der Wunsch des Finanzministers nach Anerkennung als europäischer Klassenprimus darzustehen (das wird ....
Deutschland hat 2 Billionen Euro Schulden! Wissen Sie wie viele Schwarze Nullen man braucht um das wieder zurückzuzahlen??? äh 2 Billionen. Und wenn man statt der Schwarzen Null mal etwas zurückzahlt (was ja noch lange nicht der Fall ist bzw. nimmt man für fällig werdende Staatsanleihen eben neue Schulden auf/bzw. gibt Staatsanleihen aus) und sei es in den nächsten Jahren vielleicht mal Millionen Euro, dann könnten wir vielleicht noch kurz bevor die Sonne als Nova alles Leben auf der Erde vernichtet schuldenfrei sein. *Ironie aus*
Die Wirtschaft hat sich seit 30/40 Jahren eben auf dieses Instrument der Staatsverschuldung geeinigt. Das normale Steueraufkommen reicht für die notwendigen Investitionen schon lange nicht mehr aus. Staaten die auf den Märkten kein Geld bekommen, fallen immer weiter auseinander. Somit ist das Streben nach der Schwarzen Null zwar ehrenwert (angesichts der 15 Billionen Schulden der USA), aber bringt überhaupt nichts. Dann müssen wir eben in späteren Jahren das Doppelte an Schulden wieder aufnehmen, damit Straßen, Brücken, Schienen etc. nicht auseinanderfallen. Oder wir privatisieren das alles und begeben uns in die Fänge der privaten Unternehmen, die dann Wasser, Verkehr, Strom und alles andere kontrollieren.

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io_gbg 20.10.2014, 16:19
107. Waigel, nicht Weigel

" ... Erinnern Sie sich noch an Theo Weigels falsches Versprechen, ..."

Vor allem erinnere ich mich daran, dass er Theo Waigel heißt.

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ulfderzweite 20.10.2014, 16:19
108. Dtl. muss investieren!

Brücken/Straßen/ICE Schnellstrecken, Bildungswesen, Energiewende, Krippenausbau - selbst das Militär kann ja 'EU-rechtlich' seit kurzem als Investitionsausgabe berachtet werden. Dtl. spart seit Jahren Europa in den Abgrund und lebt nur von seiner Exportstärke durch Lohzurückhaltung - es ist sehr legitim, dass die Koalitions-Regierung endlich einmal davon abrückt.

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stahlfahrer 20.10.2014, 16:21
109. Auf die Idee...

die nicht funktionierende Währungsunion abzuschaffen und auf Dezentralisierung statt Zentralisierung zu setzen kommen Sie wohl nicht, Herr Münchau ! Wer sagt Ihnen denn Sie sollen das schreiben oder ist es wirklich Ihre Überzeugung die europäischen Nationen abzuschaffen und durch einen EU Zentralstaat zu ersetzen ? Das ist nichts anderes als finanzieller Faschismus der damit betrieben wird - willkommen in der "Neuen Weltordnung "...EIN STAAT, eine Regierung, eine Währung, ein Gesundheitssystem, ein gleichgeschaltetes Mediensystem und SPON ganz vorne dabei! Bravo, wem´s gefällt...;-)) Es gibt aber immer mehr Leute die haben es verstanden, da können Sie sicher sein!

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