Forum: Wirtschaft
Europäische Zentralbank: Die überforderte Notenbank riskiert ihre Glaubwürdigkeit
DPA

Billionen für Anleihekäufe, Strafgebühren für Guthaben und Liebäugeln mit "Helikopter-Geld": Die EZB kämpft mit immer neuen Maßnahmen gegen unkontrollierbare Kräfte. Dabei riskiert sie ihre Glaubwürdigkeit - ein gefährliches Spiel.

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ambulans 03.04.2016, 19:51
50. >wopress1104 (nr. 1, oben),

also - weshalb z.b. jürgen stark zurücktrat oder alex weber nicht EZB-präsident wurde: die gründe dafür sind doch bekannt, oder? stand doch hier im blatt ... und, der jens, den sich unsere angie da so geholt hat, der sollte wohl ihren pudel spielen. macht er im wesentlichen auch, hat sich aber inzwischen symbolisch sowas wie einen männlich/gefährlicher wirkenden schneuzer wachsen lassen, der gute ...

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TS_Alien 03.04.2016, 19:52
51.

Über die Ziele der EZB kann man nur spekulieren. Die Methoden der EZB führen nachweislich zu einer Enteignung der Sparer und zu einer gewaltigen Blase an den Börsen. Darüber hinaus werden bei der EZB unkalkulierbare finanzielle Risiken bei den aufgekauften Papieren angehäuft. Ich vermute, die Entscheider bei der EZB haben keinen Plan und verbergen ihr Unwissen durch Aktionismus.

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salkin 03.04.2016, 19:54
52.

Zitat von die_zukunft
Ein Artikel, der lamentiert, dass die Zentralbank ja eh nichts ausrichten könne, alles nur virtuell sei, aber mit keinem Wort erwähnt er, was auch die EZB immer wieder sagt, nämlich, dass die Staaten mehr Geld ausgeben sollten. In Deutschland ist so ein Gedanke unerhört, da ist es wohl besser, ihn zu verschweigen. Es ist halt dem Deutschen sehr viel lieber, über die EZB zu motzen, als dass der Staat Schulden aufnimmt und so den anderen Wirtschaftsteilnehmern ihre Entschuldung erleichtert, eine Grundlage zum Investieren gibt, und so Probleme löst anstatt sie aufzuschieben.
Mal von Deutschland abgesehen steigen die Staatsschulden weiter rasant an. Gerade hat Spanien mitgeteilt, dass das Defizit die mit der EU vereinbarte Größenordnung von 4,2% um 1% auf 5,2% des BIP übersteigen wird. Zur Erinnerung: gem. Maastricht sollte die Staatsverschuldung 60% nicht überschreiten und die jährliche Neuverschuldung 3%. Aktuell am Beispiel Spaniens: Staatsverschuldung 100% des BIP, Neuverschuldung 5,2%. Von Italien ganz zu schweigen. Wie stark sollen die Schulden noch ansteigen? Die aktuelle EZB Politik führt doch nur dazu, dass Reformen nicht mehr nötig sind da Geld zu 0% ohne Limit verteilt wird.

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provinzialer 03.04.2016, 19:54
53. EZB und deutsche Regierung belügen ...

den Bürger nach Strich und Faden. Viele erinnern sich vielleicht nicht mehr, mir was Merkels Partei CDU 1998 in den Wahlkampf ging ...

http://de.webfail.at/image/wahlplakat-der-cdu-was-kostet-uns-der-euro-fail-bild.html

die EZB macht momentan nichts anderes, als die Schulden der EUR Länder zu vergemeinschaften, im letzten Stand 1,5 Bio ist das angepeilte Ziel. Zusätzlich kauft sie den Banken Unternehmensanleihen ab, zu welchen Kriterien ? Sind die Banken überhaupt kreditwürdig ? (eine Frage der Definition seitens EZB). Griechenland und dessen Banken waren (und sind es noch) letztes Jahr pleite, trotzdem hat die EZB die Nothilfen für griechische Banken verlängert, auf Kosten der EUR Teilnehmerländer. Der EUR hat ausgespielt, die EZB ist unglaubwürdig geworden, nicht nur bei den Bürgern. Das Inflationsziel von 2% hat übrigens die EZB selbst festgelegt, auf welcher Grundlage ? Wie soll das bei gesättigten Märkten funktionieren ? Warum soll ich etwas kaufen, wenn ich es schon habe ? Wie kann es Draghi mit einem Satz von "whatever it takes" durchkommen, obwohl in den Statuten der EZB kein Hinweis zu finden isr, dass es Aufgabe der EZB ist, eine Währung zu retten. 2017 ist Wahl, jeder Bürger sollte auf die Parteien zugehen und diese Fragen stellen. Laßt Euch nicht damit abspeisen, dass die EZB unabhängig ist, sie ist es nicht, sonst würden nicht die EUR Pleitestaaten für den Anleihenkauf stimmen, die relativ stabilen Staaten aber dagegen.

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Blue and White 03.04.2016, 19:55
54. Ach nein....

Zitat von muellerthomas
Inwiefern ist Draghi denn Ihrer Meinung nach überfordert und wie wünschen Sie sich die Geldpolitik? Also die Inflation liegt unter dem Zielwert und gleichzeitig ist das Wirtschaftswachstum niedrig und die Arbeitslosigkeit hoch. Daran wird es wohl keine Zweifel geben, oder? Die Konsequenz daraus kann doch nur sein, dass die Geldpolitik expansiver werden muss. Alle Modelle zeigen doch auch, dass der Zins in der Eurozone deutlich negativ sein müsste. An welcher Stelle sehen Sie das anders?
...Sie wiederholen einfach den Unsinn, den Sie bisher schon in Ihren zahllosen Forenbeiträgen von sich geben. Eine Ihrer grundlegend falschen Prämissen ist unter anderem, dass eine expansive Geldpolitik positiven Einfluss hat auf Wirtschaftswachstum (und andere Grössen). Und weil es bisher nicht geklappt hat, soll der Zins weiter sinken. Motto: Dem Alkoholiker nur weiter Wein geben, bis sich die Lage bessert. Und das der Zins "deutlich negativ sein müsste", verstehen wohl nur Sie und einige wenige andere ideologiegeladene Draghi-Jünger. Ebenso geflissentlich übersehen Sie Effekte der aktuellen Zinsmanipulationen, nämlich die Vernichtung der Vermögen von Sparern während die Schuldner noch weniger Anreiz haben, ihre Politik zu ändern.

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micro miller 03.04.2016, 20:02
55. Draghi vernichtet

die Altersvorsorgen der Bürger Europas, er vernichtet die Einkommensgrundlage der Versicherungen und soliden Geldinstitute. Die Sparkassen und Banken werden versuchen einen Teil über höhere Gebühren auf die Kunden abzuwälzen. Sparer haften jetzt ab 100.000 Guthaben für Bankenpleiten. Schäuble und GROKO brüsten sich mit einen ausgeglichenen Haushalt, der jedoch über die Zinszwangswirtschaft von den Bürgern gepresst wird. Das neue große Chaos ist programmiert, Griechenland, Portugal etc müssen wieder gerettet werden. Japan beweist, dass QE nicht funktioniert sondern der Beschleuniger in die Rezession ist. UK ist bereits im Abwärtsgang, wir werden alternativlos folgen.

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L.B.John.73 03.04.2016, 20:04
56. EZB Politik

Die EZB hat keinerlei Mandat für diese Geldpolitik.
Was Draghi tun würde war doch bekannt.
Der Mann hat nichts ,aber auch gar nichts an der Spitze der EZB zu suchen!
Deutschland sollte die Zahlungen an die EZB einstellen.
Das Beispiel was die Deutsche Bundesbank Jahrzehnte
lang getätigt hat war beispielhaft!
Dieses aber auf die Deutsche Volkswirtschaft zugeschnittene System zu übertragen auf die EZB
war eine Katastrophe! Es ging gut solang Wim Duisenberg dieses Amt inne hatte! Mit Trichet ging es schon bergab! Mit Draghi knallt es an allen Ecken und Kanten! Der DAX ist weit über seinem realen Wert!
Es kommt dazu, das uns allen der Euro um die Ohren fliegt!
Die Einführung war eine gute Idee, aber es fehlte das reale Fundament! Die Erweiterung der EU und des Euro
Bereiches tat ein übriges! Auch hier sind Gründe zu suchen für die Erstarkung anderer nicht gewollter
politischen Strömungen! Übrigens, in den großen Wirtschaftskanzleien wird der Supergau des € schon lange durchgespielt!

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ay_ak02 03.04.2016, 20:04
57. Die Notenbank mag überfordert sein, Draghi nicht!

Bisher haben Goldman Sachs Manager eines immer geschafft. Und zwar ihrem Unternehmen immer mehr Reichtum und Macht zu verschaffen, und dabei Staaten, Banken und andere Investmentunternehmen in den zu Ruin treiben.

Draghi arbeitet zwar bei der EZB, aber er ist und bleibt ein Topmanager der alten "Robbery Baron" - Gilde Goldman Sachs. Bedenklich ist die Ausweitung des Verantwortungsbereichs der EZB.

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karl-felix 03.04.2016, 20:11
58. Denke

Zitat von lupo44
das die europäischen Finanzchefs endlich mal der EZB einige Dinge was das Geld fremder Leute angeht in das protokollarische Buch schreiben muß im Interesse von uns Allen? Auch die Regierungschefs wären hier nun endlich mal gefragt ihren Menschen etwas zu erklären und auch zu garantieren.Frau Merkel und auch der Herr Schäuble tun so als ob es nur noch andere europäische Fragen gibt in der heutigen Zeit.Man kann es auch anders sagen die Menschen in Ostdeutschland sind auch unter anderem 1989 wegen der DM Erhaltung auf die Straße gegangen. Die damalige DDR Mark hatte einfach keinen Wert mehr. National und International erst recht nicht mehr. Das ist so ein Thema wo viele Deutsche sich langsam Fragen stellen weil es Sie selbst betrifft und ihrer Familie in der Gegenwart und der Zukunft. Wir haben schon soviel Krisen zu bewältigen aber über die innere Finanzkrise der Zukunft wird kein Wort verloren.Unvollstellbar wenn diese nun auch noch auf die Tagesordnung kommt.Die EZB ist ein Organ von der europäischen Union,nicht mehr nicht weniger.
ich nicht. Die EZB macht einen hervorragenden Job , in Übereinstimmung mit allen weltweit bedeutenden Finanzmärkten . Die einzige relevante Ausnahme, die einzige Notenbank die eine andere Auffassung von den erforderlichen Massnahmen in der Weltökonomie vertritt ist die russische. Die beharrt auf einer Hochzinspolitik - berechtigt oder nicht.
Ich möchte jedenfalls nicht mit den Russen tauschen und bin sehr zufrieden mit Draghis Zinspolitik, die die Masse der kleinen Leute vor den grossen Geldbesitzern schützt.
50% der Deutschen sind von Zinssenkungen auf der Guthabenseite weitgehend unberührt , da sie nicht Eigner grosser Geldvermögen sind- die hier in den Foren gerne Ihre Wadenbeisser loslassen - sondern Eigentümer fieser Schulden sind und somit der Zinsknechtschaft ausgeliefert.
Eine radikale Zinserhöhung würden weder die deutschen Versicherungsunternehmen selbst der deutsche Staat nicht überstehen . Und das weiss natürlich Draghi, die Fed und die Japaner sowieso.

Dass die Kapitalisten schäumen wenn eine Notenbank im Interesse der kleinen Leute, der Schuldner agiert , ist verständlich . Gott sei Dank ist die EZB aber relativ unabhängig und den Erpressungen des Kapitals und der Banken nicht hilflos ausgesetzt. Notfalls umgehen die die Banken mit Helikoptergeld und das Wissen allein darum zügelt die Aggressivität des einen oder anderen .

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karl-felix 03.04.2016, 20:17
59. Ja

Zitat von dir-kl
als Staatsfinanzierung. Das ist bekannt und Berlin (Merkel) hat dazu insgeheim unterm Tisch Beifall gespendet, da diese Staatsfinanzierung ohne demokratische Legitimierung zu bekommen war(offiziell: "wir kommentieren die unabhängigen Entscheidungen der EZB nicht", es darf herzlich gelacht werden). Die Alterative wäre schon 2013 gewesen, dass Merkel sich im Wahlkampf bei den Wählern um einen Regierungsauftrag zum Schuldenschitt gegenüber Griechenland, Zypern, Italien, Frankreich usw. beworben hätte. Wenn z.B. die Inflation auch durch sinkende Energiepreise niedrig ist, also der EU-Bürger nach heizen und tanken mehr Geld in der Tasche hat, und das mit als Begründung genommen wird die Geldpolitik weiter zu lockern, dann sieht auch der Letzte, der es sehen möchte, dass das "X" ein "U" ist
natürlich. Schauen Sie sich z.B. einmal die deutsche Schuldenuhr an und denken Sie dann einmal an 5 % Zinsen . Dann würde Hartz IV direkt auf 0 gesetzt. Verhältnisse wie 1929 stünden uns dann ins Haus , 6 Millionen Arbeitslose wären dann ein Glücksfall.
2 Billionen Euro Staatsschulden zu refinanzieren bei einem Zinssatz von 5% , dann wäre auch die grösste europäische Wirtschaftsmacht am Ende. Und Griechenland wird uns dann nicht retten .
Stellen Sie sich nur mal die Kursverluste aller Staatsanleihen der letzten Jahre dann vor. Das ginge in die Billionen , keine Finanzindustrie der Welt würde das überstehen .

Lasst uns froh sein , dass wir solch fähige Leute in der EZB sitzen haben .

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