Forum: Wirtschaft
Europäischer CO2-Handel : US-Airlines wettern gegen Klimaschutz-Urteil

Ein*Urteil des*Europäische Gerichtshofs erzürnt US-Fluglinien: Auch sie*müssen beim Handel mit CO2-Zertifikaten mitmachen. Doch die Airlines wollen sich nur "unter Protest" beteiligen und drohen mit rechtlichen Schritten. Das Urteil isoliere die EU "noch stärker vom Rest der Welt".

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Schleswig 21.12.2011, 18:54
1.

Zitat von sysop
EinDoch die Airlines wollen sich nur "unter Protest" beteiligen und drohen mit rechtlichen Schritten. Das Urteil isoliere die EU "noch stärker vom Rest der Welt".
Schon wieder mal sind wir isoliert. Erst war es immer Deutschland, dann ein paar andere europäische Staaten. Zum Schluss GB. Immer die alte Dramaturgie Leier.

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mauskeu 21.12.2011, 19:22
2.

Zitat von sysop
Ein*Urteil des*Europäische Gerichtshofs erzürnt US-Fluglinien: Auch sie*müssen beim Handel mit CO2-Zertifikaten mitmachen. Doch die Airlines wollen sich nur "unter Protest" beteiligen und drohen mit rechtlichen Schritten. Das Urteil isoliere die EU "noch stärker vom Rest der Welt".
Also wenn ich daran denke mit welcher "Freiheit" die USA
ausländische Firmen nach amerikanischem Recht verurteilt,
dann wird es Zeit für Europa sich auch gegen die USA in
dieser Sache durchzusetzen.

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Stauss 21.12.2011, 19:28
3. Entrückt

Wenn ein Staatenbund in der Welt isoliert ist, dann sind es die Vereinigten Staaten von Amerika.

Verhasst wegen ihr erbarmungslosen Ausplünderungspolitik in der ganzen Welt. Selbst bei ihren britischen Freunden. :-)

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rap2 21.12.2011, 19:31
4. unglaublich :)

Hab mich sowieso immer schon gefragt wie man von Klimaschutz reden und gleichzeitig ausgerechnet die Luftfahrt durch das Weglassen der Steuern aufs Kerosin so massiv subventionieren kann.

Denkt sich natürlich insgeheim leicht: nach uns die Sintflut.

Aber die dann vonderselben Betroffenen, die nachfolgenden Generationen, bzw wir auch schon, werden uns alle verfluchen.

Angesichts der Tatsache daß 1 Liter Sprit wärmeinhaltsmäßig energetisch ca 200 menschlichen Arbeitsstunden entspricht ist er, gemessen am Wert (1 Monatsarbeitsleistung), eh viel (Faktor 1000?) zu billig.

Das Problem ist daß sich die Folgekosten der Spritverbrennung etc eher an den vielen Stunden "Zerstörungsarbeit" (der Anteil der Zerstörung, durch die Verbrennung, an der enthaltenen Gesamtenergie) orientieren", nicht an dem billigen Preis des Liters.

Wenn man diese simplen Zusammenhänge nicht versteht kann man nicht glauben daß ein Produkt für 1,50€ so viel Zerstörung anrichten kann.
Beim Betrachten des energetischen Äquivalents der 200 Arbeitsstunden gelingt das imho besser.

Übrigens verschlingt die Herstellung eines einzigen Komplett PC (nur der Stromverbrauch für die Herstellung, dagegen fällt der Betriebsverbrauch kaum noch ins Gewicht) das energetische Äquivalent eines gesamten menschlichen Arbeitslebens.
5.500 kWh sind ca 50 Jahre á 300T/J á 8h/T

Hab mal den Prototypen des modernen Mannes, Homer Simpson ;) :(, als Berechnungsgrundlage genommen und ihn mit 50W angesetzt. Nichtakkordleistung.
1 kWh Strom, die 20 Cent kostet, entspricht also 20 menschlichen Arbeitsstunden. Die sie letztendlich (Industrialisierung) ersetzt.

Für Jünger der Fortschrittsreligion mag eine Besteuerung des Kerosins ein Sakrileg sein.
Aber ich habe immer mehr das Gefühl als ob die Menschheit mit Fortschritt nicht mehr so lange überleben wird wie ohne... :(

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senf_dazu 21.12.2011, 22:02
5.

Zitat von rap2
Hab mich sowieso immer schon gefragt wie man von Klimaschutz reden und gleichzeitig ausgerechnet die Luftfahrt durch das Weglassen der Steuern aufs Kerosin so massiv subventionieren kann. ... Übrigens verschlingt die Herstellung eines einzigen Komplett PC (nur der Stromverbrauch für die Herstellung, dagegen fällt der Betriebsverbrauch kaum noch ins Gewicht) das energetische Äquivalent eines gesamten menschlichen Arbeitslebens. 5.500 kWh sind ca 50 Jahre á 300T/J á 8h/T ... Für Jünger der Fortschrittsreligion mag eine Besteuerung des Kerosins ein Sakrileg sein. Aber ich habe immer mehr das Gefühl als ob die Menschheit mit Fortschritt nicht mehr so lange überleben wird wie ohne... :(
Sie sprechen von Subventionierung und erwähnen trotzdem die LifeCycle-Bilanz eines PC. Dann vergleichen Sie doch mal den LifeCycle des Luftverkehrs mit anderen Verkehrsträgern - und bitte vergessen Sie nicht Flächenbedarf (bes. der Strasse) und Lärm (bes. der Schiene).

Eine Umfrage fragte, wie man den Spritverbrauch der Luftverkehrsflotte einschätze. Die Mehrheit glaubte an 40 statt 4 Liter...

Und ist man ein "Jünger der Fortschrittsreligion", wenn man Aufklärung und Verhaltensänderungen zwar als wünschenswerter aber technischen Fortschritt als überlebensnotwendig (wenn auch risiko- und folgenbehaftet) einschätzt?

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vrdeutschland 21.12.2011, 22:26
6. USA ? Wer is´n das ?

Zitat von sysop
Ein*Urteil des*Europäische Gerichtshofs erzürnt US-Fluglinien: Auch sie*müssen beim Handel mit CO2-Zertifikaten mitmachen. Doch die Airlines wollen sich nur "unter Protest" beteiligen und drohen mit rechtlichen Schritten. Das Urteil isoliere die EU "noch stärker vom Rest der Welt".
Das sind doch die, die für jeden "gelandeten" eine Eintrittsgebühr von $14 verlagen, damit diese die USA besuchen dürfen.
Gab´s schon in der DDR, nannte sich Zwangsumtausch.
Normalerweise zahlt man Eintritt für einen Zoo, aber davon sind die USA nicht weit entfernt...

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rap2 22.12.2011, 01:07
7. prüft alles und behaltet das Gute

@ senf_dazu: wir haben nur eine Erde.

Wenn die unbewohnbar geworden ist (gibt wohl leider mehr Öl etc als wir brauchen um das zu schaffen, ohne fruchtbare Zonen gibts auch für den durch Technik eingebildeten modernen Übermenschen kein Essen mehr) gibt es kein Backup.
Egal was "Treckies" so glauben (die Betonung liegt auf Glaube).

Früher war ich auch Technologiefan.

Inzwischen habe ich aber erkannt daß jedes gelöste technische Problem mindestens ein neues Problem hervorbringt.
Ist wie mit der Wissenschaft und den gelösten und neuen Fragen.
Hatte 2 Tage vor Fukushima in einem anderen Forum geschrieben: bevor der Menschheit die Radioaktivität bekannt war hatten wir kein Problem damit....

Unsere Fähigkeit höheres Leben auf der Erde komplett! auszulöschen ist noch nicht so alt.
Gott sei Dank sind wir im kalten Krieg ein paarmal gerade so davongekommen.
Und heute gibt es den weiteren Fortschritt.
Tödliche Viren werden noch ansteckender modifiziert (über den Luftverkehr können die dann innerhalb von 24 Stunden über die ganze Erde verbreitet werden, zum Freisetzungsgefahrenpotentiel: Murphy, bestenfalls), die Technik macht es möglich halb-kontinental betroffene EMP-Attacken durchzuführen. In Verbindung mit den AKW würde das, neben den normalen xxx Millionen Toten, zB durch Verhungern (wir haben nicht mehr die manuellen Fähigkeiten des Mittelalters und auch nicht mehr die lokale Infrastruktur), auch große Landmassen unbewohnbar machen.

Unser Problem ist unser Charakter.
Dafür gibt es keine technische Lösung.

Alles was gegen das Leben an sich ist ist böse.

Aber wie es schon im neuen Testament heißt (Paulus): es ist alles erlaubt :) , aber es ist nicht alle gut für Euch.

Prüfen wir alles und behalten wir das Gute, dito.

PS ist glaube nicht daß es ein globales Menschenrecht sein muß halb um die Erde fliegen zu können um an sein Urlaubsziel zu kommen.
Da wir (noch) das 42!!fache des Weltdurchschnittseinkommens haben (damit kann man mit den richtigen Prioritäten durchaus glücklich werden, auch interessant dazu: Bhutan: 40,9 Prozent sind schon glücklich | Wirtschaft | ZEIT ONLINE ) können wir, als allesamt (leider nur materiell) Reiche, uns das leisten. Zumindest finanziell....
In Punkto Verantwortung ist das eine andere Frage.

Vielleicht wollen wir nur möglichst weit weg weil wir unsere Wohnorte schon so unattraktiv/leben(qualitäts)feindlich gemacht haben.

Lebensqualität (das Ziel: Glück) ist ohne Natur nicht vorstellbar.
Die "Umwelt" sind wir, unser Körper.

Man sollte vielleicht eine konstruktive Veränderung einfach als "sportliche Herausforderung" sehen.
Ein Leben ohne (hier sogar gute) Herausforderungen ist doch langweilig... :(
In unserer durchversicherten/toten Welt.

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KlausErmecke 27.12.2011, 18:17
8. "In der Sache durchsetzen" - ja, aber nicht in dieser!

Zitat von mauskeu
Also wenn ich daran denke mit welcher "Freiheit" die USA ausländische Firmen nach amerikanischem Recht verurteilt, dann wird es Zeit für Europa sich auch gegen die USA in dieser Sache durchzusetzen.
Wir sollten uns gegenüber den USA durchsetzen, wo dies in der Sache gerechtfertigt ist und unseren Interessen dient. Hier ist es aber nicht gerechtfertigt. Der angebliche CO2-Einfluß auf das "Klima" ist frei erfunden. Die wichtigsten Argumente haben wir hier zusammengestellt: www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf.

Eine höchst interessante Frage ist die, warum die USA Milliarden ausgeben, um die übrige Welt von der angeblichen Schädlichkeit des CO2 zu überzeugen, dann aber alles unternehmen, um nicht die eigene Wirtschaft durch ein CO2-Regime zu schädigen. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, da hätte der SPIEGEL den Ehrgeiz entwickelt, das nachzuprüfen.

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Oliver Gnutz 28.12.2011, 18:37
9.

Zitat von senf_dazu
Eine Umfrage fragte, wie man den Spritverbrauch der Luftverkehrsflotte einschätze. Die Mehrheit glaubte an 40 statt 4 Liter...
Korrekt wären das, in Klimaäquivalenz gerechnet, 12 bis 14 Liter - immer noch viel zu viel.

Zitat von senf_dazu
Und ist man ein "Jünger der Fortschrittsreligion", wenn man Aufklärung und Verhaltensänderungen zwar als wünschenswerter aber technischen Fortschritt als überlebensnotwendig (wenn auch risiko- und folgenbehaftet) einschätzt?
Nichts gegen "technischen Fortschritt" wenn der Rettungsheli 3 Minuten früher beim Schwerverletzten ist.

Aber Wampen nach Mallorca oder Spargel von Chile nach D zu fliegen... - DAS ist kein technischer Fortschritt, DAS ist strunzendummer Umweltfrevel.

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