Forum: Wirtschaft
Europas Krise: Zeit für eine neue Sozialdemokratie

In Europa wütet eine Rezession, die Zahl der Arbeitslosen steigt auf neue Höhen - und was machen die Sozialdemokraten? Nichts. Sprachlos verfolgen sie die verheerende Sparpolitik der Konservativen. Es ist an der Zeit, dass sie ihren politischen Instinkt wiederfinden.

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lackehe 03.04.2013, 14:35
10. Herr Münchau, haben Sie schon einmal

ein Pferd von hinten aufgezäunt? Sie gehen doch vollkommen an den Realitäten vorbei. Fragen Sie doch einfach das deutsche Volk, wo es einkauft. Von welcher deutschen Firma sind deren Schuhe, deren Fahrzeuge, deren Lebensmittel? Bevorzugen die Menschen Discounter oder Kaufhäuser? Logischerweise werden Sie dabei entdecken, dass vieles was der Bürger bevorzugt in Deutschland, in Europa, mit den sozialen Löhnen nicht mehr hergestellt werden kann. Ist es nun die SPD oder die "konservative Depression"wie Sie es bezeichnen? Dem Volk Deutschland geht es besser als dem meisten anderen Völkern und das gleiche trifft für Europa im Vergleich mit anderen Kontinenten zu. Nun kommen wir zur SOD. Wissen Sie, wofür die Sozialdemokratie auf unserem Globus steht?
Kämpft Sie international für die Verteilungsgerechtigkeit, oder nicht? Wollen Sie, dass den Deutschen von dieser Partei weiterhin etwas vorgemacht werden soll?

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Maya2003 03.04.2013, 14:36
11.

Zitat von sysop
In Europa wütet eine Rezession, die Zahl der Arbeitslosen steigt auf neue Höhen - und was machen die Sozialdemokraten? Nichts. Sprachlos verfolgen sie die verheerende Sparpolitik der Konservativen. Es ist an der Zeit, dass sie ihren politischen Instinkt wiederfinden.
Herr Münchau hat nicht verstanden daß das, was uns unter "Sozialdemokraten" verkauft wird seit mindestens zehn Jahren eine Unterabteilung der Union ist - rot lackiert, im Herzen tiefschwarz.

Wo soll da eine andere, beserre Politik herkommen ? Weder Steinbrück, noch Steinmeier oder der Harzer Roller stellen die neoliberale Grundlinie der Politik in Frage, nein sie verteidigen sie geradezu. Diese Herren sind so "bürgerlich" daß gegen sie Helmut Kohl ein Linker war (ein Mann de es nie gewagt hätte den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft so aufs Spiel wie es Schröder getan hat nur um der Elite zu Diensten zu sein.)

Münchau kann noch so schöne und einleuchtende Forderungen stellen, anmahnen und hoffen - die SPD wird ihn nicht erhören, sie WILL ihn nicht erhören und ihre Führung KANN ihn nicht erhören - die hat nämlich längst vergessen was soziale Demokratie ist in ihrer Scheinwelt der Schönen und Mächtigen zählen längst andere Werte.

Ergötzen wir uns also lieber an sechs Monaten "Wahlkampf", Steinbrück gegen Merkel, neoliberal gegen neoliberal, - wie spannend :(
Vielleicht regiert dann nach dem 22.9. auch das was zusammengehört - "zum Wohle Deutschlands", des Deutschlands der 10%.

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echo0815 03.04.2013, 14:36
12.

Dazu ist die Macher in der SPD weder fähig, noch willig. Hoffnungen auf die SPD zu setzen, dass diese eine wahre Alternative zu den Konservativen wäre oder werden könnte, ein völliger Trugschluss. Das haben wohl viele bereits auch erkannt, sonst würden die Umfragewerte nicht stagnieren.

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turnus 03.04.2013, 14:37
13. Mehr Sozialdemokratie?

...um Gottes Willen, bloß nicht! Noch mehr NRW/Bremen-Desaster und Berliner Gesumpfe auf anderer Leute Kosten ist das Letzte, was der Kontinent jetzt gebrauchen kann. Radikales Umsteuern ist der einzige Weg, sonst hört das Drama nie auf: Da hat der Kollege Clemens Wergin gestern in der "Welt" eine bessere Analyse abgeliefert:http://flatworld.welt.de/2013/04/02/die-organisierte-verantwortungslosigkeit-heist-europa/

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goldt 03.04.2013, 14:37
14.

Zitat von testthewest
Was ist dieses "sparen", wovon dieser ökonomische Freak da ständig spricht? In Deutschland wird es sicher nicht gemacht. Auch ist der Rest der Wirtschaftswissenschaft was dies Thema anbelangt recht sinpel gestrickt. Die Sonne scheint nicht, weil das Gras grün ist. Und es hilft auch nichts, das Gras grün .....
Sie vertreten genau die Wirtschaftspolitik, die Münchau kritisiert und die Krise verschlimmert. Man kann ihnen das ja nicht verübeln, denn dies ist mittlerweile Mainstream an deutschen Universitäten - falls sie diese jemals von Innen gesehen haben...

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pontifactus 03.04.2013, 14:37
15. moment

Die Konservativen sind doch die Rechten, diesen Eindruck will mir doch jeder hier vermitteln, und die regieren? Habe ich was verpasst?

Die Sozialdemokraten sind doch die mit den roten Fahnen, sind das nicht die Linken? Die will doch keiner.

Da wir uns in einem Korsett der Begrifflichkeiten befinden, wäre es nicht mal soweit, dass es eine Zeit der Vernunft geben sollte?

Die beste Idee der Linken wird nie von den Rechten aufgenommen, nur weil sie nicht von ihnen ist. Auch wenn sie Manna vom Himmel verheissen würde.
Wenn die Rechten was sagen, da wird gar nicht erst hingehört.
Und das ist Vernünftig? Aufgeklärt?
Ich wähle die Vernunft. Die steht leider nicht auf dem Plan.

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nick115 03.04.2013, 14:42
16. Fehler!

Der Süden kann nicht exportieren, weil er fast nichts zum exportieren hat! Da kann die Nachfrage im "Norden" noch so hoch sein! Außerdem bezahlen wir schon über die Steuern genug an die Südländer, da muss nicht noch der Kaufpreis der Waren hin, sofern es Waren zu kaufen gäbe!
Sparen ist nicht gleich Sparen. Hier geht es hauptsächlich darum aufgeblähte Haushalte auf das Normalmaß zurückzuschrumpfen und Korruption und Vetternwirtschaft abzuschaffen (Griechenland, Italien). Die Mittel die dabei freiwerden können dann zum Ausgleich der Sozialausgaben herangezogen werden.

Aber "Mehr Schulden", weil die Wirtschaft nicht "brummt" ist typisches Sozen denken, was nicht zum Ziel führt! Denn wie man auch an D sehen kann, haben wir unsere Schulden auch nicht abgebaut wo wir es gekonnt hätten, sondern weiter Wahlgeschenke verteilt. Bei uns gehört das Renten-/Pensionssystem reformiert, die Mehrwertsteuer auf ALLE Produkte vereinheitlicht, Steuerliche Vorteile wie Dienstwagenregelungen auf ein Minimum von max. 40.000 € beschränkt etc. Das würde Geld sparen noch und nöcher. Aber solange die Lobbyisten in Berlin, Düsseldorf, München usw. ein und ausgehen, Gesetze selbst schreiben und Abgeordnetenbestechung und Nebentätigkeiten (Rechtsanwalt, Berater, Aufsichtsratvorsitzender von VW, bezahlter Vortragsredner etc.) erlaubt bleiben, wird es weiterhin nur einen Kuchen für Wenige geben, den die Allgemeinheit bezahlt!

Die "Pleitestaaten" sind selbst Schuld an Ihrem Dilemma. Durch die vorgenannte Korruption, noch salonfähigere Steuerhinterzieung als in D und Vetternwirtschaft sowie Mafia wurde Geld verschwendet. Ebenso die falsche Ausgabenpolitik (warum musste Griechenland soviele Waffensysteme kaufen??) führte zu den Schuldenbergen die durch niedrige Zinsen begünstigt wurden (EZB). Daher lieber 2 bis 3 Jahre Rezession und dann langsamer aber nachhaltiger Wiederaufstieg über ein paar Jahre Stagnation bis hin zum Wachstum! Daher ist Sparen so wie es gedacht es eben nicht falsch!

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ed1bce7w 03.04.2013, 14:43
17. Von wegen. Zeit für das Ende der Sozialdemokratie.

Europaweit hat sich die Sozialdemokratie zur gnadenlosen Verfechterin der neoliberalen Ideologie entwickelt, zur perfekten Kollaborateurin des Kapitals. Wie man schon an solchen Figuren wie Müntefehring, Blair oder Rubalcaba leicht sehen kann. Die Sozialdemokratie hatte noch nie einen Ausweg zu bieten, außer Rhetorik ist bei denen nichts zu holen. Mit die einzige große Vision, die noch übrig geblieben ist, ist die einer libertären Gesellschaftsordnung (ohne mächtigen Herrschaftsapparat) in Verbindung mit einem echten kommunistischen Wirtschaftssystem (selbstbestimmtes, gemeinschaftliches Eigentum, nicht die planwirtschaftliche Farce der autoritären Marxisten). Allerdings wissen 90% der Bevölkerung nicht einmal, daß ein solcher Ansatz existiert. Stattdessen klammert man sich an die historisch falsifizierten Modelle von Sozialdemokratie und sogenanntem "Kommunismus", der auch nichts anderes ist als ein extremistischer Verwandter der Sozialdemokratie. Das Modell des Parteienstaats ist heute genau so obsolet wie es die Monarchie schon vor 300 Jahren war. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese wertlos gewordenen Scheindemokratien verschwinden.

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rhodensteiner 03.04.2013, 14:44
18. Die Linke

Es gibt schon eine neue Sozialdemokratie und zwar bei der Partei "Die Linke". Da wo über die WASG alte Sozialdemokraten mit neuen Sozialdemokraten zusammenkamen und alternative politische Programme entwickelten. Lafontaine und Wagenknecht sind die Galionsfiguren dieser neuen Sozialdemokratie.
In den Reihen der nach rechts gerutschten Seeheimer-SPD sucht man natürlich vergeblich.

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winni1234 03.04.2013, 14:44
19. Was ist mit den Gewerkschaften?

Auch von den Gewerkschaften ist kaum noch etwas zu hören, obwohl es in Zusammenhang mit prekären Beschäftigungsverhältnisse und Leiharbeit genügend Missstände gibt. Offenbar haben sich die Gewerkschafter bequem auf ihren Aufsichtsratsposten eingerichtet.

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