Forum: Wirtschaft
Europas Probleme: Auf den letzten Drücker
DPA

Brexit, Italiens Finanzen, Streit mit den USA: Diese Woche stehen große Fragen auf der Agenda. Die Europäer werden versuchen, sie zu lösen wie üblich - mit Durchwursteln. Was nicht das Schlechteste für Deutschland wäre.

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brux 14.10.2018, 19:59
1. Eu

28 sehr verschiedene Staaten, 23 offizielle Sprachen, mehrere Religionen. Trotzdem funktioniert die EU besser als das Gemurkse unter Merkel. Kann man auch mal erwähnen.

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curiosus_ 14.10.2018, 20:56
2. Was ist ein...

Zitat von Henrik Müller
Vorsicht, dies ist ein optimistisches Szenario!
...optimistisches Szenario? Das "Durchwursteln"? Wie soll das aussehen, nach dem Lesen der Kolumne bin ich da keinen Deut schlauer als vorher. Ebenso wenig in Bezug auf die Auswirkungen eines harten Brexits für Italien, warum ganz konkret "wäre für Italien ein No-Deal-Szenario sehr unangenehm"?

Äußerst nebulös das alles, da war das Orakel von Delphi dagegen ein Ausbund an präzisen, eindeutigen und handfesten Aussagen.

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thequickeningishappening 14.10.2018, 23:20
3. Je eher Der Euro beerdigt wird desto besser

Italien steht implizit + explizit wesentlich besser als Deutschland. Die Schattenwirtschaft bildet Ein stabiles Fundament. Das große Beben kommt erst nach Den Midterms. In schweren Zeiten wird dann auch kein President ausgewechselt (2020). SA droht gerade mit dem Oelhahn was Der amerikanischen Fracking Industrie Freudentränen bereiten wird. Die Schwellenländer werden Die Lunte für GFC 2 zünden!

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hamburger-humanist 14.10.2018, 23:38
4.

"wären die Deutschen im Jahr 2023 im Schnitt um 21 Prozent wohlhabender als 2007".

Genau: halt nur im Schnitt. Der Durchschnitt spiegelt eben nicht die Situation der Mehrheit wider. Der Wohlstandszuwachs ist dummerweise sehr ungleich verteilt.

Im übrigen: sollen die 21% mehr Wohlstand real oder nominal sein?

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spmc-12355639674612 15.10.2018, 00:12
5. Faktencheck

Im Gegensatz zu GB hat Italien eine sehr breit aufgestellte Wirtschaft und bedient aktuell viele Sparten, von Landwirtschaft bis Hightech. GB ist deshalb in so großer Gefahr, weil es auf den Import existentieller Güter angewiesen ist. Ein wie auch immer gearteter Brexit mit Risikoaufschlägen für GB muss sich jedoch nicht unbedingt negativ auf Italien auswirken. Wir haben ja gesehen, dass gerade Deutschland in der Eurokrise davon profitiert hat, dass es innerhalb der EU als eine Art sicherer Hafen galt, obwohl sich an den fundamentalen Daten Deutschlands nichts Wesentliches geändert hatte, weder der Schuldenstand noch das BIP noch die Regierung. Dennoch sanken plötzlich die Zinsen, weil herummarodierendes Geld angelegt werden MUSSTE. Davon profitierte dann merkwürdigerweise vor allem Deutschland. Nach dem Brexit könnte durchaus ein Effekt einsetzen, dass Geld, das bisher in GB angelegt worden war, plötzlich auf den Kontinent umziehen muss und dort den Weg in Staaten findet, die ihre Anleihen relativ hoch verzinsen. Davon könnte Italien durchaus profitieren. Allerdings sind solche Entwicklungen sehr schwer im Detail vorherzusehen, weil die Psychologie und Herdentriebeffekte einen gehörigen Anteil an der Entwicklung haben.

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quark2@mailinator.com 15.10.2018, 02:43
6.

Sorry, aber das mit dem Durchwursteln mag kurzfristig in einzelnen Fällen funktionieren. Wenn es aber zur Dauer"lösung" wird, dann führt das nach meiner Erfahrung geradewegs in eine Art schleichenden Untergang. Ausgehend von den europäischen Kriegen der Vergangenheit verbieten wir und, gerade in Deutschland, den Zug zum Tor. Macht wird bis zur Unkenntlichkeit geteilt, verwässert, ausbalanciert um ja zu verhindern, daß irgendwer in der Lage ist, eine Sache von vorn bis hinten mit Hand und Fuß zu machen, weil, er könnte ja ein neuer Hitler sein und den Horror wieder aus der Kiste holen. Die Idee ist nachvollziehbar, hat aber dummerweise den Effekt, die Leute rappelig zu machen. Dieses Gepfusche der Politiker, wo man sich immer wieder fragt, wie solcher Diletantismus überhaupt Entscheidungen treffen kann, fördert den Ruf nach einer starken Hand. Das ist wie bei Trump. Möge einer mit dem Eisenbesen kommen und uns endlich von der Plage befreien. Der Nährboden von AfD und weiter rechts. Oder ggf. ganz links, wenn die Utopie eine andere ist. Ich bin mir sicher, die Menschen in Europa sehnen sich danach, daß der Nebel sich verzieht und man sehen kann, wo man hinläuft. Durchwursteln kann diese Sicherheit nicht geben. Und es kann die Konkurenz mit einer organisierten Wirtschaft auf Dauer auch nicht bestehen. Europa lag 2000 Jahre neben Afrika und wer baut nun dort die Sachen auf ? China ... Sorry, aber ich habe fertig mit Durchwursteln.

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carl_m._huang 15.10.2018, 04:06
7. Italiens probleme

Italiens probleme liegen im System. Die Legislative sollte auf einem modifizierten, auf dem Ausschuss zentrierten System mit 12 Ausschüssen basieren. Ein Viertel aller Abgeordneten sollte jedes Jahr gewählt werden, und ein System mit einem einzigen Wahlsystem sollte eingeführt werden. Die Menschen sollten als dritte Kraft innerhalb des Systems agieren. Ausschussvorsitzende sollten als Ministerpräsidenten oder Minister wie der eingesetzt werden, die auf die öffentliche Meinung reagieren und Unterschiede minimieren. Einzelheiten finden Sie in der Charta für dauerhaften Frieden.

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hansaeuropa 15.10.2018, 07:36
8. ein Kommentar voller Unsinn

wie schön wäre es, wenn hier mal kritische Ökonomen zu Wort kommen würden, die etwas vom Geldsystem verstehen. All die wahren Ursachen der Krisen wären schnell benannt und echte Lösungen ein Kinderspiel.

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Hagen67483 15.10.2018, 09:09
9. Ein weicher Brexit

kann im Augenblick nur kommen, wenn die EU sich selbst komplet aufgibt.
Die Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament werden ansonsten dafür sorgen das jeder "weiche" Austritt unmöglich wird. Allerdings würde damit die Gefahr steigen das andere Staaten austreten und den gleichen Deal wie England fordern. Daher wird ein harter (oder auch no-Deal) Brexit als auch ein weicher Brexit zu einer Gefahr für die EU. Wenn ich eine Zukunftsprognose abgeben sollte, dann das es zu keinem offiziellen Deal kommt, aber stattdessen in den letzten 2-3 Monaten vor dem Austritt viele kleine Absprachen getroffen werden, die die schlimmsten Auswirkungen verhindern.

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