Forum: Wirtschaft
Europas Probleme: Auf den letzten Drücker
DPA

Brexit, Italiens Finanzen, Streit mit den USA: Diese Woche stehen große Fragen auf der Agenda. Die Europäer werden versuchen, sie zu lösen wie üblich - mit Durchwursteln. Was nicht das Schlechteste für Deutschland wäre.

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garno 15.10.2018, 09:13
10. GB oder Italien? Ohne Frage Italien

"Italien wird auch in fünf Jahren immer noch ärmer sein als vor der Finanzkrise. So sagt es der Internationale Währungsfonds (IWF) vorher"
Hat der IWF schon einmal etwas richtig "vorhergesagt"? So ähnlich wäre ein Blick in die Glaskugel. Der IWF geht von der fragwürdigen Voraussetzung aus, unser Finanzsystem könnte so, wie es ist, ewig weiter funktionieren. Denn so wie es läuft, dürfte es früher oder später zu einem großen Crash kommen. Die Politik erweist als unfähig das Finanzsystem zu reformieren, also dürfte es zu einer Art Finanz-Revolution kommen mit einem fundamentalen Neuanfang.

Die Finanzindustrie wird komplett entmachtet. Ein neues Finanzsystem wird wieder zum Diener der Wirtschaft und der Politik unterstellt. Die mächtigen Bürotürme in London mit ihren Finanzjongleuren werden überflüssig. GB ist dann arm drann, denn im Gegensatz zu GB ist Italiens Wirtschaft breit aufgestell. Und ebenfall sehr viel breiter gestreut ist das private Vermögen in Italien.

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curiosus_ 15.10.2018, 09:42
11. Was ist ein...

Zitat von hamburger-humanist
Im übrigen: sollen die 21% mehr Wohlstand real oder nominal sein?
...nominaler Wohlstand? So was wie eine Scheinschwangerschaft?

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dirk.resuehr 15.10.2018, 09:52
12. Die Probleme

sind da, nach sanftem Brexit siehts so wenig aus wie nach Vernunft Italiens. Fakt ist, daß die EU, die in wesentlichen Fragen nur mit einstimmigen Beschlüssen agieren kann kaum einmal Einstimmigkeit hat. Also sollten wir uns nach Murphy darauf einstellen dass alles schief geht, was schief gehen kann. Solange die Staaten souverän sind, ist nichts anderes möglich, die Vernunft pausiert. Die Krise kommt, besonders jedoch für die Verursacher, für die wirds wirklich bitter!

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qoderrat 15.10.2018, 10:34
13.

Zitat von hamburger-humanist
"*wären die Deutschen im Jahr 2023 im Schnitt um 21 Prozent wohlhabender als 2007". Genau: halt nur im Schnitt. Der Durchschnitt spiegelt eben nicht die Situation der Mehrheit wider. Der Wohlstandszuwachs ist dummerweise sehr .....
Danke. Genau das war mein erster Gedanke. Ich weiss wirklich nicht wen Hr. Müller mit diesem Gesülze noch beeindrucken möchte, das nimmt ihm sowieso niemand mehr ab.

Im übrigen fehlt mir noch eine Begründung, warum ein ungeordneter Brexit gerade Italien besonders hart treffen würde. Wäre mir jetzt nicht bekannt dass Italien besonders stark in GB investiert wäre, würde mich aber durch nachvollziehbare Zahlen überzeugen lassen. Wenn Italien etwas trifft ist es die Zinsentwicklung für die Staatsanleihen, und die kann man ja bereits jetzt ganz ohne Brexit sehen.
Alles in allem ein geschwurbelter Artikel ohne Substanz oder Argument für ein "weiter so", was uns am Ende keinen Schritt weiter bringt. Ziemlich armselig.

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Yoroshii 15.10.2018, 10:41
14. Also gut: Jetzt halt Italien!

Ein neuer Popanz wird aufgebaut. Dabei ist der vorige Lotterstaat noch lang nicht aus dem Schneider. Glaubt man denn wirklich, Griechenland habe "es" geschafft? Die Finanzkrise vorbei? Es nagt noch vielerlei am schönen Traum Europa. Noch nicht mal in Frankreich lässt man den Träumer Macron träumen. Des Sängers Höflichkeit schweigt zum Osten und Südosten........

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Timothy Martin 15.10.2018, 11:19
15. Schon traurig. ..

...wenn der Glaube die Basis der Interpretation ist. Alle Argumentationsketten führen dann wieder zum ...Glaubensdogma. wenn dann noch die Informationsbasis so dünn ist , wie beim Autor, dass der geneigte Leser sich Fragen muss, ob Absicht oder Unfähigkeit ursächlich sind, dann wird es Zeit diese Kolumne zu meiden. In Zukunft spare ich mir die Zeit! !

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BassErstaunt 15.10.2018, 12:53
16. Nicht ernstzunehmen...

Wenn mir ein "Wissenschaftler" ausrechnet, dass es uns nach fünf Jahren Durchwursteln (also Fahren auf Sicht, spontane Entscheidungen, keine langfristige Planung) um 21% besser geht (Kommastellen?), dann frage ich mich, wie man zu Prognosen kommt. Plant man dafür das Durchwursteln dennoch genau durch? Oddr spielt man hunderte Szenarien durch und ermittelt den Mittelwert?
Das kann ich ohne eine Darstellung des Vorgehens so nicht ernstnehmen. Ich komme nämlich auf nur 3,2 Prozent inflationsbereinigt für 2025.

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Bananenschale 15.10.2018, 13:51
17. Sehe ich auch so.

Zitat von qoderrat
Danke. Genau das war mein erster Gedanke. Ich weiss wirklich nicht wen Hr. Müller mit diesem Gesülze noch beeindrucken möchte, das nimmt ihm sowieso niemand mehr ab. Im übrigen fehlt mir noch eine Begründung, warum ....
Lediglich könnte man einen markt-psychologischen Zusammenhang sehen, der entsteht, das BrExit und die absehbaren Schwierigkeiten Italiens zeitlich zusammenfallen. Man weiß ja auch gar nicht, wie der Euro sich in Folge des BrExit entwickeln könnte. Wertet er gegenüber den US-Dollar auf, sollte es den Zinsdruck vorübergehend mildern, wenn auch nur vorübergehend. Gut für Italien. Wertet er ab, steigen sicherlich die Zinsen, und das auch auf Dauer. Doch wie wird sich der Euro insgesamt verhalten? Und welche Wirkung hat das auf die Schwierigkeiten einiger Schwellenländer? Und wie wirken die wieder zurück?

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mantrid 15.10.2018, 16:33
18. Zeitpunkt verpasst

Will man Logisitkketten sichern, braucht das mehrere Monate Vorlauf. Ich schätze, das spätestens Ende des Jahres bei den meisten Unternehmen diese Linie erreicht ist. Statt fünf Monaten, haben die Politker maximal 2 Monate Zeit, einen chaotischen Brexit zu verhindern. Unternehmen können es sich nicht leisten stillzuhalten, bis nach einer dramtisch medial inszinierten Nachtsitzung Politker mit Augenringen eine lauen Kompromiss verkünden, der das Papier nicht wert ist, auf dem er steht.

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spmc-12355639674612 15.10.2018, 22:32
19. Da liegen Sie wohl richtig.

Zitat von mantrid
Will man Logisitkketten sichern, braucht das mehrere Monate Vorlauf. Ich schätze, das spätestens Ende des Jahres bei den meisten Unternehmen diese Linie erreicht ist. Statt fünf Monaten, haben die Politker maximal 2 Monate Zeit, einen chaotischen Brexit zu verhindern. Unternehmen können es sich nicht leisten stillzuhalten, bis nach einer dramtisch medial inszinierten Nachtsitzung Politker mit Augenringen eine lauen Kompromiss verkünden, der das Papier nicht wert ist, auf dem er steht.
Ich befürchte auch, dass sich bereits viele Unternehmen in den Startlöchern befinden und nur auf eine Art Startschuss warten. So etwas natürlich nicht an die große Glocke gehängt. Wenn jedoch die ersten großen Unternehmen Ad-hoc-Mitteilungen absetzen, dass sie GB verlassen, wird schlagartig ein großer Exodus beginnen. Ich schätze, spätestens Mitte Dezember ist es so weit, wenn bis dahin kein konkretes Abkommen steht oder in Sichtweite ist.

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