Forum: Wirtschaft
Ex-Bahn-Chef: Verkehrsminister Scheuer kritisiert Grube-Millionen
DPA

Mehr als zwei Millionen Euro für 30 Tage im Amt - so viel hat Rüdiger Grube im Jahr 2017 als Bahn-Chef eingestrichen. Verkehrsminister Andreas Scheuer will nun "Maß und Mitte" bei dem Staatsunternehmen einhalten.

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bukowski1920 19.03.2018, 12:09
20. Wieso sollte

... der Mann auch nur einen Cent kriegen, er hat schließlich selbst erklärt, seinen Vertrag nicht mehr erfüllen zu wollen? Sowas gibt es wohl wirklich nur bei Staatsunternehmen, dass man selbst kündigen und trotzdem eine Abfindung verlangen kann.

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nesmo 19.03.2018, 12:18
21. Entweder

hat Scheuers CSU keine Ahnung, was in Verträgen mit Top-Managern üblich ist oder Herr Dobrindt hat masslos geschlampt und zu hohe Abfindungen vereinbart. In jedem Fall sind es Politiker der CSU, die keine Ahnung haben.
Nur zu jammern und vom eigenen Versagen abzulenken ist zwar CSU-typisch aber dennoch nur erbärmlich.

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wire-less 19.03.2018, 12:24
22. Das ist ein pseudo Staatsunternehmen

Zitat von Nordstadtbewohner
"Verkehrsminister Andreas Scheuer will nun "Maß und Mitte" bei dem Staatsunternehmen einhalten." Die Bahn ist seit 1994 kein Staatsunternehmen mehr. Die Deutsche Bahn ist ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen, das als Aktiengesellschaft aufgestellt ist. Die Aktien befinden sich in Besitz des Bundes. Ich frage mich von daher, warum immer wieder der falsche Begriff Staatsunternehmen auftaucht. Bei einem privatwirtschaftlich organisiertem Unternehmen ist es völlig in Ordnung, wenn das Management auch nach den üblichen Regeln in der Privatwirtschaft entlohnt wird. Von daher ist die Aufregung um die Vergütung von Rüdiger Grube völlig fehlgeleitet. Professionelles Management in der Privatwirtschaft hat nur einmal seinen Preis. Im internationalen Vergleich sind deutsche Manager eher unterbezahlt, auch wenn das keiner sehen mag.
die Infrastruktur der Bahn wird in hohem Maß vom Steuerzahler bezahlt (4 Milliarden im Jahr) und auch im Betrieb gibt es hohe Subventionen um die Bahn dazu zu bringen nicht alle Bahnhöfe zu schließen. Da zahlen Kommunen/Landkreise bei jedem der da ein oder aussteigt dazu.
D.h. die Bahn kann sich nicht wie eine beliebige AG verhalten. Letztendlich ist es Steuergeld das Herr Grube da nachgeworfen bekommt. Wer auf der Gegenseite solche Verträge unterschreibt sollte meiner Meinung nach wie ein Steuersünder behandelt werden. D.h. ab einer Million ab in den Knast.
Ich finde es unverhältnismässig das Herr Höhnes eingesperrt wird weil er sein Geld nicht hergibt aber der der dieses Geld dann verschenkt nicht genau so behandelt wird.

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rumpelstilzchen25 19.03.2018, 12:26
23. Aha...

Zitat von Nordstadtbewohner
Professionelles Management in der Privatwirtschaft hat nur einmal seinen Preis. Im internationalen Vergleich sind deutsche Manager eher unterbezahlt, auch wenn das keiner sehen mag.
Naja, wenn ich darüber nachdenke, welche Milliardenbeträge jährlich von "professionellen" Managern verbrannt werden, ohne dass diese größere persönliche Risiken tragen, finde ich Ihre Aussage schon ziemlich steil.

Apropos: Vielleicht sind von daher deutsche Manager gar nicht unter-, sondern vielmehr ausländische Manager erst recht völlig überbezahlt?

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JerryKraut 19.03.2018, 12:30
24. Chapeau!

Doch nicht so bescheurt. Anders als diejenigen Kommentatoren, die hier von einer Neiddebatte faseln. Sind wahrscheinlich, die, die auch gerne viel Geld für fast nix bekämen. Du würdest das ja genauso machen hat mein gut katholischer, CSU-wählender Schuldfreund damals immer gemeint. N-E-I-N!!!

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nojoe 19.03.2018, 12:41
25. Falsche Debatte

Der Bundestag hat entschieden, dass die Bahn privatisiert werden sollte. Demzufolge sind auch marktübliche Gehälter für Manager in Ordnung. Ob das angemessen ist, ist eine andere Sache.
Auch wenn die Bahn quasi-Monopolist ist (im Fernverkehr auf der Schiene), hat man immer noch die Wahl ein anderes Verkehrsmittel zu nutzen. Empörung sollte eher herrschen bei dem öffentlich rechtlichen Rundfunk, der ja eben nicht privat ist und bei dem keine Wahl herrscht.

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archi47 19.03.2018, 12:42
26. nur eine Frage der "Kultur"

unanständige Entnahmen aus Unternehmen gehören gesetzlich unterbunden, da offenbar die für Offizialdelikte zuständigen Stellen nicht tätig werden.
Besonders verwerflich finde ich, dass es immer noch Menschen gibt, die hier von "Neiddebatten" schreiben. Welche Maßstäbe sind denn solchen Menschen eigen?

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Wunddermann 19.03.2018, 12:49
27. Klageerhebung ...

wenn der Herr Scheuer(CSU) tatsächlich diese Zahlung so ungeheuerlich findet, dann wird er doch sicherlich die Tage eine Klage wegen Untreue gegen seinen Vorgänger: das Dobrindt (CSU) erheben.

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Hans-Hermann K. 19.03.2018, 12:54
28.

Es ist schon ein Hammer EUR 2,3 mill. fuer 30 Tage zu erhalten ! Wie kann so etwas nur durchgewunken werden.
Das ist keine Neiddebatte, wie hier im Forum bereits getitelt wurde, sondern schlicht und einfach eine Unverschaemtheit, die von der Politik auch noch genehmigt wurde und die stellen sich jetzt auch noch als "Moechtegern-Saubermann" hin. Nebenbei gesagt, interessiert es mich nicht, wenn hier im Forum gesagt wird, das deutsche Manager im internationalen Vergleich sehr wenig verdienen, dann sollen sie doch dort hingehen, wo sie meinen mehr verdienen zu koennen. Es haelt sie keiner. Ich bin der Meinung, dass alles in einem bestimmten Verhaeltnis zu einander stehen muss.

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wolfi55 19.03.2018, 12:58
29. bestens angelegtes Geld

Man könnte auf die Idee kommen, dass diese halbe Lokomotive das am besten angelegte Geld war, das die Bahn in den letzten Jahren investiert hat. Grube hat zwar nicht soviel Schaden angerichtet, wie sein Vorgänger Mehdorn, aber es reicht. Und auch bei den Vorgängerfirmen hat er reichlich Kosten verursacht. Er war ja eine Zeitlang in der Stuttgarter Immobilienbranche tätig gewesen, als er bei Daimler überflüssig war. Danach hat man ihn zurückgenommen und er richtete dort wieder Schaden an. Die Fusion Daimler-Benz mit Chrysler und nach seiner Rückkehr die Loslösung hat er maßgeblich verhandelt. Er gehörte zu der DASA-Gang, die bei Daimler-Benz damals an der Macht war unter Schrempp.

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