Forum: Wirtschaft
Expansive Geldpolitik: Draghis Dilemma
REUTERS

Die Konjunktur in der Eurozone nimmt immer weiter Fahrt auf. Allmählich wäre es Zeit für die Europäische Zentralbank, aus der hyperaktiven Geldpolitik auszusteigen. Eigentlich. Aber so bald wird daraus wohl nichts.

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PeterPetroleum 03.09.2017, 13:56
20. Viel Geschreibsel

Aber das Wesentliche ist, dass die Menschen sich finanziell, um es auf diesen Sektor zu beschränken, nicht allzuweit voneinander entfernen dürfen. Sonst gibt es Unterschiede, Spannungen und ausgleichende entladungen.
Es ist immer das Gleiche. Immer.

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hannesmann 03.09.2017, 13:57
21.

Das Problem ist doch das Draghi in der selbst gestellten Falle sitzt. Ein Ende des Kaufprogramms führt doch unweigerlich dazu das die Renditen für Anleihen Italiens in die Höhe schnellen werden. Da die italienischen Banken nicht nur auf einem riesigen Berg fauler Kredite sitzen müssen sie dann noch hohe Abschreibungen auf ihre gewaltigen Bestände an Staatsanleihen vornehmen.

QE hat neben der Staatsfinanzierung auch die Marktbereinigund bei den Zombiebanken und -unternehmen verhindert. Ein totales Disaster.

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Mavomi1981 03.09.2017, 14:22
22. Draghi muss vor allem für Klarheit sorgen

Wichtig wird neben der eigentlichen geldpolitischen Entscheidung auch die Klarheit von Draghis Aussagen sein. Sofern danach mittelfristig klar ist, wohin die Geldpolitik geht, wie hoch beispielsweise die Anleihekäufe bis Mitte/Ende 2018 sein werden, dürfte der DAX größere Chancen haben, bis Jahresende auch die 13.000 Punkte zu erreichen.

Allen, die die Aktienanlage hier als hochriskant verteufeln wollen, sei gesagt, dass man auch in breit diversifizierte Indices investieren kann. Historisch gesehen hat das über lange Zeiträume von über 10 Jahren stets insgesamt positive Renditen gebracht.

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Darwins Affe 03.09.2017, 14:23
23. Sachwerte vs Festverzinsliche

Zitat von einzigerwolpertinger
ist es, die Aktienanlage gegen das Sparkonto / Sparbuch in Stellung bringen zu wollen. Entweder wurde das Desaster des 'Neuen Marktes' vergessen oder nicht miterlebt. Solarworld (gleich zweimal) und viele andere nicht zu vergessen. Aktien sind eine hochriskante Geldanlagen, Sparen ist risikolos. Zumindest sollte es das sein. Über das Kriterium der Inflation können wir gar nichts Vernünftiges aussagen, weil die Inflation so gemessen wird wie's paßt. Wer sein Haus mit 1% Zins bezahlen will, wirft am besten einen Blick auf das geltende Baurecht, bevor er über die irren Mieten lacht. Daß mehr Investitionen den Zins treiben, ist monokausales Denken. Wenn's das die Lösung wäre, wäre, wäre die Finanzkrise der Staaten längst überwunden. Der steigende Euro dämpft den Export aller Länder. Für Deutschland nicht schlecht, für die südlichen Länder schwer zu verdauen. Die Notenbanken sollten zusammenarbeiten, aber wer sein Land ‚great again‘ machen will, wird bei einer dauerhaften Abwertung der Währung anderer Länder nicht tatenlos zusehen.
1) Der alte Streit: Sachwerte (Aktien, Immobilien, Edelmetalle etc.) versus Festverzinsliche (Sparbuch bzw. Obligationen). Langfristig brachten erstere zwar erheblich grössere Gewinne, die Volatilität ist allerdings höher.
2) Also sollte man in Sachwerte nur Kapital investieren, das man nicht kurzfristig benötigt.
3) Wer Einzelaktien kauft, sollte sich intensiv mit den betreffenden Unternehmen beschäftigen (was halt zeitaufwendig ist). Alternativ bieten sich ETF`s an, die einen ganzen Index abbilden.
4) Leider dürfte auch das Sparbuch nicht sicher bleiben. Vorschläge zur Abschaffung des Bargelds liegen zuhauf auf dem Tisch. Dann kann die EZB locker einen Strafzins von 5% jährlich einführen --- abgesehen davon, dass das Geld bei einem Crash des Euro ziemlich wertlos wäre.

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widderfru 03.09.2017, 14:35
24. Kapitalisten werden Reicher-Mehrheit Ärmer

Das ist die Realität und das Ergebnis des kapitalistischen Wirtschafts- und Finanzsystems. Die daraus resultierende Gefahr für die Gesellschaft kann jeder in den diversen Studien dazu nachlesen. Aus ein
"Weiter SO" ergibt sich die Frage "Wie lange noch"? --Bis das Fass überläuft--Volksweisheit"

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Liberalitärer 03.09.2017, 14:54
25. Anleihen

Zitat von Mavomi1981
Wichtig wird neben der eigentlichen geldpolitischen Entscheidung auch die Klarheit von Draghis Aussagen sein. Sofern danach mittelfristig klar ist, wohin die Geldpolitik geht, wie hoch beispielsweise die Anleihekäufe bis Mitte/Ende 2018 sein werden, dürfte der DAX größere Chancen haben, bis Jahresende auch die 13.000 Punkte zu erreichen.
Könnte sein. Die Anleihekäufe sind in der Tat ein wichtiger Punkt und deutsche Staatsanleihen, die unter die QE Kriterien fallen, werden langsam knapper (schwarze Null) weswegen manche sogar eine Änderung des Verteilungsschlüssels im Kaufprogramm erwarten (im Klartext, die EZB würde statt deutscher mehr andere Anleihen erwerben). Das verdeutlicht so ganz gut die Zusammenhänge, die auch der Autor anspricht. Die schwarze Null zieht so über Umwege den Eurokurs nach oben und es bleibt abzuwarten, ob BoE oder FED die Zinsen erhöhen bzw. im Falle der BoE ihre Kaufprogramme einschränken (eher nicht).

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theodtiger 03.09.2017, 16:58
26. Falsch hier von Entwertung zu sprechen

Zitat von thequickeningishappening
werden doppelt entwertet! 1. Durch die Geldvermehrung ohne realen Saldo und 2. Durch die Nullzins Politik! Die aus dem Warenkorb ausgeklammerte Inflation geht in Aktien, Immobilien und Anleihen! Gleichzeitig gibt es eine Deflation bei der durch die Abwaertsspirale bei der Massenkaufkrat bedingten Nachfrage! Des weiteren steigen Die Fixkosten waehrend Konsumartikel und Lebensmittel billiger werden! Die ewige Nullzinsphase waehrend nicht ewig auch wenn Dies mit Blick auf Japan (Sonderfall wg Inlandsverschuldung, erkauft mit 100 jaehrigen Hypothekenlaufzeiten + Staatsverschuldung >250%) so scheinen mag. Das System wird kollabieren und der Euro wird der Anlass sein!
Das sind ja abenteuerlich falsche Behauptung. Sparguthaben werden durch niedrige Zinsen nicht entwertet, sie werfen nur geringe Erträge ab. Das ist in einer Marktwirtschaft nun mal so, wenn Sparvolumen und Geldangebot die Investitionsnachfrage deutlich übersteigen. Mehr öffentliche Investitionen, insbesondere in unsere marode Infrastruktur und in Bildung, würden hier Abhilfe schaffen.
Rentenansprüche werden schon gar nicht entwertet, denn die zukünftigen Renten in unserem Umlagesystem können nur aus dem Sozialprodukt des jeweiligen Auszahlungsjahres bezahlt werden. Einkommen und Renten werden umso höher sein, je mehr wirtschaftliche Dynamik die volkswirtschaftliche richtige Geldpolitik der EZB unterstützen kann - in einer Periode, wo Austeritätsfanatiker zukünftige Wachstumschancen zunichte machten.

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willibaldus 04.09.2017, 03:13
27.

Ich erwarte eine erste Bewegung der EZB, wenn die Inflation 3 Monate hintereinander höher als 2.3 bis 2.5% gewesen ist und das wird meiner Meinung nach nicht vor Sommer nächsten Jahres sein. Eventuell bei den Anleihen. In der Vergangenheit war die EZB der FED immer so 2 bis 3 Jahre hinterher und die FED ist zur Zeit seeehr vorsichtig. Ist auch richtig so nach so langer Zeit mit niedrigen Zinsen. Erst wenn die Konjunktur richtig brummt und eine kleine Zinserhöhung die Wirtschaft nicht wieder abwürgt werden wir was zu sehen bekommen. Zu D-Mark Zeiten gab es schon mal 8% Inflation und mancher hat sich über ganz tolle 6% Zinsen auf dem Sparbuch ein Loch ins Hemd gefreut. EIn Grund das Ding loszuwerden sobald ich volljährig war.

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thequickeningishappening 04.09.2017, 05:34
28. # 26 theodtiger

Nur weil Sie Es nicht verstanden haben muss Es ja nicht falsch sein!

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spon_3511963 04.09.2017, 08:54
29. Draghis Dilemma

Ach ja,was ist mit dem Dilemma der Sparer?
Scheiß egal das Millionen Enteignet werden,Hauptsache die Aktionäre machen Plus.
Welch ein Europa!

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