Forum: Wirtschaft
Expansive Geldpolitik: Draghis Dilemma
REUTERS

Die Konjunktur in der Eurozone nimmt immer weiter Fahrt auf. Allmählich wäre es Zeit für die Europäische Zentralbank, aus der hyperaktiven Geldpolitik auszusteigen. Eigentlich. Aber so bald wird daraus wohl nichts.

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curiosus_ 04.09.2017, 12:04
30. Abenteuerlich falsch...

Zitat von theodtiger
Das sind ja abenteuerlich falsche Behauptung. Sparguthaben werden durch niedrige Zinsen nicht entwertet, sie werfen nur geringe Erträge ab. Das ist in einer Marktwirtschaft nun mal so, wenn Sparvolumen und Geldangebot die Investitionsnachfrage deutlich übersteigen. Mehr.....
...ist Ihre Behauptung, dass Sparguthaben durch niedrige Zinsen nicht entwertet werden. Derzeit (Januar 2017 bis August 2017) haben wir 1,8% Inflation. Auf risikoarme Sparanlagen bekommt man aktuell höchstens ca. 1%. Folglich werden "Sparguthaben durch niedrige Zinsen" pro Jahr um mindestens 0,8% entwertet.

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messwert 04.09.2017, 19:43
31. Draghi ruiniert den Euro!

In der Geldpolitik des amtierenden EZB-Chefs Draghi sehe ich zwei Motive. Zum einen, er agiert als verlängerter Arm der US-Fad zu Gunsten des Dollar und dem US-Export. Zum anderen, für die marode Finanzlage der Großbanken und immensen Staatsverschuldung seiner italienischen Heimat. Fatal dabei, die Rolle Deutschlands als -SCHWARZER PETER! Nicht nur, dass Draghi mit seiner Euroschwemme und dem eigenwilligen Umgang damit, ohne das starke Deutschland im Rücken chancenlos gewesen wäre. Sondern, dass es namentlich die dt. Bürger sind, die dafür zu haften haben, sowie darüber hinaus, Unsummen an Einbußen durch die Draghis Null- Zinspolitik hinnehmen müssen. Außerdem sind die Folgen durch die Ausdünnung unseres beispielhaften Sparkassensystems insbesondere für Klein-und Mittelstandsbürger deutlich negativ spürbar. Das ganze Fiasko schreibe ich der Berliner Regierung zu! Mit der Vorstellung, die kranke EU würde durch zahllose Milliardenkredite genesen, lässt sie die EZB, (Vorstände, mehrheitlich finanzschwache Mitgliedsstaaten), gewähren, ungeachtet der warnenden dt. Bundesbank! Freut sich zudem über die Zinsersparnis für den angehäuften staatlichen Schuldenberg, die die Schwarzen Null im Haushaltsetat ja mit ermöglich hat. Nur, über kurz oder lang lässt sich auch mit Schönreden nichts mehr kaschieren und da sehe ich, bzgl. Deutschlands EZB/EU-Haftungsumfang, dem EURO. und der EU-Gemeinschaft, ein todtrauriges –SCHWARZ.

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Noch ein Leser 05.09.2017, 21:01
32.

Zitat von santoku03
Wieso Sie daher das Problem an der Person Draghi festmachen, ist mir schleierhaft. Aber wahrscheinlich ist es einfach leichter, eine Person zum Sündenbock zu stempeln, als zu versuchen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen.
Vmtl. weil er derjenige war, der mit dem Schwachsinn begonnen hat. Egal wie komplex die Zusammenhänge sind: Geld zu drucken hat noch nie geholfen.
Aber, Sie haben prinzipiell Recht: Das Festmachen an der Person Draghi ist falsch. Eigentlich sind es die, die ihn auf diesen Posten befördert haben. Einen Italiener, außer als Kunde, in eine Bank zu lassen ist ohnehin töricht genug...

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yvowald@freenet.de 06.09.2017, 10:20
33. Auch Herr Schäuble freut sich

Zitat von Freidenker10
Die Zinsen werden niedrig bleiben, wie sonst sollte sich sein total überschuldetes Italien sonst finanzieren? Ach so, man kauft ja auch noch die Staatsanleihen auf...
Auch der Bundesfinanzminister begrüßt das niedrige Zinsniveau, um Staatsschulden abzubauen. Er sagt es nur nicht, um keine Verärgerung bei den Sparerinnen und Sparern aufkommen zu lassen.

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Patrik74 09.09.2017, 19:32
34. Um nichts anderes geht es

"Zuletzt stiegen die Verbraucherpreise im Euroraum um 1,5 Prozent, weniger als die von der EZB angepeilte Rate von mittelfristig knapp 2 Prozent. Dass die hohen Preise bei Immobilien, Aktien und Anleihen auch eine Form von Inflation sind, nimmt die Zentralbank in Kauf. "

Wenn die Preise für Vermögenswerte steigen, werden die Vermögenden noch vermögender - Mission accomplished!

Das ist der ganze Zauber. Wenn man einen Anstieg der Verbraucherpreise wirklich wollte, müsste man nur die Löhne erhöhen - nur will "man" das offensichtlich nicht. Quizfrage: Wer ist "man"?

Die Motivation dieser Geldpolitik ist so offensichtlich, dass es wehtut, dass es nicht mehr Leute verstehen. Und selbstredend wird sich diese Politik auch in absehbarer Zeit nicht ändern, weil "man" daran überhaupt kein Interesse hat.

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Peter Bernhard 10.09.2017, 13:19
35. " allmählich ein tieferliegender Inflationsdruck"

" allmählich ein tieferliegender Inflationsdruck" -Volks- sei ganz anders als Betriebswirtschaft. "Der Betrieb" scheint immer klare Interessen zu haben, Input und Output sind möglichst rationalisierte Routinen - nicht etwa facettenreiche Prisms, die brilliante Aspekte aufweisen. "Isoliert betrachtet" scheint mir da ein bezeichnendes Idiom zu sein. Isoliert betrachtet scheint es geradezu essentiell für die Funktion von Geld als von mir aus Schierstoff der Wirtschaft ja nicht zu lange an einem kleben zu bleiben: habe Inflationsdruck, besser heute ausgeben als morgen. Für das also, was morgend mehr wert sein wird. Allerdings zj einen also von "isoliert gesehen" nicht die spur zum anderen: das ist dann niht mehr der Verwantowrtungsbereich des Geldes, was da nun immer knapper und immer wertvoller wird - das Geld bleibt so sicher nicht an verborgenen Orten liegen. Und weiter noch mit dem Unisolierten: umgekehrt kommt es gerade ei Nullzins unter die Matratze, sollten die Preise fallen - dann bleibe alles liegen -gerade das ist wohl in der Regel bei Nullzins gegeben: der scheint Ausdruck von Deflation zu sein. Und nun wohl der Grund meines aktuellen Schreibens: das LIegenlassen in Gelddeflation ist nur die eine Seite, hier nun der Nachfrage, so gesagt mal. Zu sehen ist altera pars: das Angebot, nämlich der Ware: diese ergehen sehr wohl, Angebote auf Verkauf von Waren gegen nämlich sich in Wertsteigerung befindliches Geld. Es gibt also einen Inflationsdruck bei Geldinhabern und einen Deflationsdruck bei Wareninhabern (Nichtgeldinhabern, Verkäufern, Herstellern). So gesehen schon richtig: bei Inflation blieben die Schaufenster leer. Unrichtig hingegen, eine Inflation der Kaufpreise habe mit einer Deflation der Warenpreise "nichts zu tun". -

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